Gebete um Hilfe bei Schwierigkeiten


Namaste

Entschuldigt wenn ich hier einen untypischen Beitrag in eure Gebete einfüge und bitte versteht das folgende nicht falsch, ich meine das ernst und habe nicht vor mich lustig zu machen über euren Glauben.

Ich habe jedes Eurer bisherigen Gebete hier gelesen und mir fiel dabei auf das sich beinahe jedes damit einleitet Gottes Größe zu betonen, z.B. "Oh großer", "Oh herrlicher, allmächtiger,.." usw. Warum ist das so?

Wie ihr wisst glaube ich nicht an Gott, wäre dem anders dann würde ich 2 Erklärungen für diese Einleitungen finden.

1. Ihr glaubt Euch erst "anbiedern" zu müssen damit Er tätig wird.
2. Er hat Euch gelehrt das er das braucht und haben will bevor er etwas tut, was Ihn für mich ziemlich narzistisch einfärben würde.

Und eines verstehe ich in meiner Logik nicht, wenn es Ihn doch wirklich gibt und Er so Dinge geleistet hat wie alles was wir kennen zu erschaffen und Er ohnehin allmächtig und allwissend ist, so dürfte ihm doch klar sein wie "toll" Er ist und Er sollte keinen Menschen nötig haben der es Ihm immer wieder ins Gedächtnis ruft, oder?

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Namaste

Entschuldigt wenn ich hier einen untypischen Beitrag in eure Gebete einfüge und bitte versteht das folgende nicht falsch, ich meine das ernst und habe nicht vor mich lustig zu machen über euren Glauben.

Ich habe jedes Eurer bisherigen Gebete hier gelesen und mir fiel dabei auf das sich beinahe jedes damit einleitet Gottes Größe zu betonen, z.B. "Oh großer", "Oh herrlicher, allmächtiger,.." usw. Warum ist das so?

Wie ihr wisst glaube ich nicht an Gott, wäre dem anders dann würde ich 2 Erklärungen für diese Einleitungen finden.

1. Ihr glaubt Euch erst "anbiedern" zu müssen damit Er tätig wird.
2. Er hat Euch gelehrt das er das braucht und haben will bevor er etwas tut, was Ihn für mich ziemlich narzistisch einfärben würde.

Und eines verstehe ich in meiner Logik nicht, wenn es Ihn doch wirklich gibt und Er so Dinge geleistet hat wie alles was wir kennen zu erschaffen und Er ohnehin allmächtig und allwissend ist, so dürfte ihm doch klar sein wie "toll" Er ist und Er sollte keinen Menschen nötig haben der es Ihm immer wieder ins Gedächtnis ruft, oder?

LG Tiro

Entschuldigung angenommen.

Du hast wohl noch nie Gott erleben dürfen, wenn Er dich mit seiner Liebe überschwemmt, denn dann wüßtest du, warum allen nichts mehr anderes einfällt, außer zu stammeln: "Oh du Großer, du Gigantischer, du Megakrasser, du riesengroßer Wahnsinn, du du du.....?"

Es ist nicht so, dass Gott unsere Anbetung braucht oder erwartet- klar weiß Er, dass Er gigantisch ist. Es ist so, dass man von dieser Größe überwältigt wird und nichts mehr anderes tun kann als anhimmeln, im Viereck springen vor Verwunderung, hüpfen und sich kugeln vor Glück und keine Möglichkeit findet, seiner Dankbarkeit Ausdruck zu verleihen.

Das ist keine Anbiederung, das ist Liebe.
Liebe verschenkt sich in jeder Form von Kompliment, Bewunderung und Verehrung und Anbetung, sie drückt sich in Wort, Tat und Gefühl als Liebe aus, weil sie gar nicht anders kann.

Man muss nicht, man kriecht Ihm nicht hinten rein, sondern man will Ihm andauernd sagen und zeigen, dass man dankbar ist, dass Er wunderbar ist, dass Er schön und einzigartig und gigantisch und so wunderbar ist, dass einem keine Worte einfallen, diese Liebe auszudrücken- man will geben und zwar Anbetung und Verehrung.
Man erhofft sich kein Ziel davon, man tut es nicht, um etwas zu bekommen, man will sich nichts erkaufen, es drängt von selbst dahin, wo es herkommt, weil das die Natur der Liebe ist.
Liebe Soraja,

Hm.. klingt ja alles recht schlüssig, nur eines stört mich nämlich die Diskrepanz zwischen:

Zitat:
Man erhofft sich kein Ziel davon, man tut es nicht, um etwas zu bekommen, man will sich nichts erkaufen


und der Tatsache das die meisten hier aufgelisteten Gebete sehr wohl um etwas bitten und sich Hilfe erhoffen. Da wirkt der Anstrich der selbstlosen Liebe leicht rissig, jedenfalls kaum frei von Hintergedanken.

LG Tiro

PS Das Gefühl unendlicher Dankbarkeit und Liebe kenne ich schon, ich bringe es dem Dhamma und meiner Sangha hier vor Ort entgegen und übe mich darin auch den Rest meiner Mitwesen irgendwann in Zukunft so bedenken zu können.
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(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Riki hat es erst vor kurzem in einem anderen Thread mal etymologisch erklärt:

"Gebet" kommt von "Bitte". Wie in: "Ich habe um Hilfe GEBETen." Natürlich bittet man da um etwas und hofft auf etwas.

Mag sein, dass es auch sowas wie Dankgebete etc. gibt, aber in der Regel bittet man um etwas.

"Unser tägliches Brot gib uns heute ..."

Alles Liebe
O mein Gott! O mein Gott! Ich danke Dir, dass Du mich hin zu Dir lenkst, dass Du mich zu Deinem Horizonte hinführst, mir Deinen Pfad zeigst, mir Dein Zeugnis enthüllst und mich befähigst, mein Angesicht auf Dich zu richten,
Baha'i-Gebete, Nr 7

Mein Gott, mein Angebeteter, mein König, meine Sehnsucht! Welche Zunge könnte meinen Dank an Dich bekunden? Ich war achtlos, Du aber erwecktest mich. Ich hatte mich von Dir abgewandt, Du aber halfest mir gnädig, daß ich mich Dir wieder zukehrte. Ich glich einem Toten, Du aber belebtest mich mit dem Wasser des Lebens. Ich war wie verdorrt, Du aber erquicktest mich mit dem himmlischen Strom Deiner Worte, die sich aus der Feder des Allbarmherzigen ergossen.

O göttliche Vorsehung! Alles Dasein ist durch Deine Gnadenfülle erzeugt; beraube es nicht der Wasser Deiner Großmut und versage ihm nicht das Meer Deines Erbarmens. Ich bitte Dich flehentlich, stehe mir allezeit, in jeder Lage bei und hilf mir, da ich nach Deiner urewigen Gunst aus dem Himmel Deiner Gnade trachte. Du bist in Wahrheit der Herr der Großmut, der Herrscher im Reiche der Ewigkeit.

(Compilations, Baha'i-Gebete)
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Lieber Caput_Tiro
Du brauchst nicht an Gott zu glauben,kommst trotzt dem in den geistigen Himmel .
Es ist das Gesetz der Schöpfung .
Gott ist unabhängig von uns,ob wir glauben oder nicht .
Außer dem bist Du sowieso ein guter Mensch und bist gläubig .


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Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
ich tun will ist Zeit und Raum vorhanden !
Louise L. Hay

Suche nichts-finde alles !
Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr
edgar gne hat folgendes geschrieben:

Du brauchst nicht an Gott zu glauben,kommst trotzt dem in den geistigen Himmel .
Es ist das Gesetz der Schöpfung .


Klingt ziemlich nach Zwang. Gegen den freien Willen. Nicht mein Ding. Hoffe Er/Sie/Es akzeptiert auch Ablehnung.
Die Wohltat des Gebetes

Nun zu deiner Frage: "Warum beten? Was ist der Sinn des Gebets, denn Gott hat ja alles so eingerichtet, lenkt alle Dinge nach bester Ordnung, teilt allem sein gebührendes Maß zu und stellt jedes Ding an den Platz, an den es am besten paßt - was ist also der Sinn des Bittens, Flehens, die Wünsche darzulegen und Hilfe zu suchen?" Wisse, daß es sich für den Schwachen ziemt, sich an den Starken zu halten, und daß der Sucher nach Gnade den Herrlichen, den Freigebigen, darum bitten soll. Wer zu seinem Herrn fleht, an Ihn sich wendet und Gnade aus Seinem Meere sucht, der bringt Licht in sein Herz, Erleuchtung in sein Schauen, Leben in seine Seele und sein Wesen wird erhaben.

(Compilations, Göttliche Lebenskunst)

Das größte Glück eines Liebenden ist, mit seinem Geliebten verbunden zu sein, und das größte Geschenk für den Sucher ist, mit dem Ziel seiner Sehnsucht vertraut zu werden. Darum ist die größte Hoffnung jeder vom Reich Gottes angezogenen Seele, eine Gelegenheit zu finden, am Meer Seiner Äußerung, Güte und Freigebigkeit zu bitten und zu flehen.

(Compilations, Göttliche Lebenskunst)
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
"Den Hauptzweck, der den Glauben Gottes und seine Religion beseelt, ist das Wohl des Menschengeschlechtes zu s i c h e r n,
seine E i h e i t zu f ö r d e r n,
und den Geist der Liebe und Verbundenheit
unter den Menschen zu
p f l e g e n.
Lasst sei nicht zur Quelle der Unieinigkeit und der Zweitracht, des Hasses und der Feindschaft werden.

Dies ist der gerade Pfad, die feste, unverrückbare Grundlage. Was immer auf dieser Grundlage errichtet ist, dessen Stärke können Wandel und Wechsel der Welt nie beinträchtigen, noch wird der Ablauf zahhloser Jahrhunderte seienen Bau untergraben."
(Ährenlese 110)
edgar gne hat folgendes geschrieben:
Lieber Caput_Tiro
Du brauchst nicht an Gott zu glauben,kommst trotzt dem in den geistigen Himmel .
Es ist das Gesetz der Schöpfung .
Gott ist unabhängig von uns,ob wir glauben oder nicht .
Außer dem bist Du sowieso ein guter Mensch und bist gläubig .



Lieber Edgar,

Ich finde es sehr freundlich von dir mein Seelenheil zu bedenken und meine Ängste mit derlei schönen Aussagen besänftigen zu wollen, danke dir!

Deiner Hoffnung für mich stehen nur ein paar Dinge im Weg.

Zum einen glaube ich nicht nur nicht an Gott, selbst wenn es ihn geben würde würde ich seinen Glauben an seine eigene übergeordnete Position im oder besser außerhalb des Kosmos als Einbildung bezeichnen. Schon im Pali-kannon berichtet uns der Erhabene Buddha das es Wesen gibt die sich selbst als Götter bezeichnen und auch von uns so genannt werden. Sie nehmen für sich die gleichewn Eigenschaften in Anspruch wie es Euer Herr tut, sind aber lediglich so alt das sie ihre Sterblichkeit vergessen haben und das auch sie geschaffen wurden.

Zum anderen glaube ich nicht an den Himmel monotheistischer Natur, an kein Paradies und keine Wolke auf jener man irgendwann thronen und Harfe zupfen darf. Selbst wenn es so einen Ort aber geben sollte, ich möchte nicht dahin.

Und selbst wenn man diese Schwierigkeiten beiseite lässt, so glaube ich nicht das ich oder ein anderer Mensch eine Seele hat. Jedenfalls nicht im christlichen bzw. generellmonotheistischen Sinne.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)