Sterben für jemand anderen?



Würdest Du dein Leben für jemand anderes Glück geben?
Ja
40%
 40%  [ 2 ]
Nein
60%
 60%  [ 3 ]
Stimmen insgesamt : 5

Guten Morgen alle zusammen.

Ohne langes drum rum gerede heute: Kennt Ihr das Gefühl, dass Ihr sterben sollt, ja sogar müsst, damit jemand anderes, der euch sehr am Herzen liegt wirklich glücklich werden kann? Das es nicht reichen würde einfach keinen Kontakt mehr zu Ihm/Ihr zu haben, sondern, dass ihr wirklich sterben müsst, damit es richtig ist? Es nicht anders geht als zu sterben, damit alles wieder im 'Gleichgewicht' und richtig ist?

Keine Sorge, ich bringe mich nicht um!
Ich möchte nur wissen, ob jemand von euch dieses Gefühl kennt, auch schon ein mal hatte und wie ihr damit umgegangen seit, was Ihr darüber denkt....

Alles Liebe

Claudi
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Ich habe für jedes Problem eine Lösung, doch leider passen die Lösungen nie zu meinen Problemen.
-unbekannt-
Das ist ne Projektion vom Ego.
Wenn man schon als Mensch für niemanden wichtig ist, dann doch wenigstens sein eigener Tod.
Ist Quatsch. Sonst nichts.

Wenn jemand deinen Tod braucht, um glücklich zu werden, dann hat er vom Glück noch nichts verstanden.
Glücklich ist man nur, wenn es den Menschen gut geht, die man liebt.
Und wenn man sie nicht liebt, dann ändert deren Tod auch nichts dran.
@ Schnecke:

Also dass mein Tod Glück bei meinen Lieben verursachen würde, das Gefühl kenne ich nicht.
Aber ich würde jederzeit meine Leben für meine Familie geben, wenn es sein müsste. Aber wann müsste so etwas schon sein?

Bei deiner Ausführung bin ich mir nicht sicher, ob derjenige der seinen Tod als Heil seines Geliebten empfindet, so zu verstehen ist, dass die Liebe nicht (wirklich) erwidert wird.

Liebe Grüße
@ Schnecke,
Zitat:
Kennt Ihr das Gefühl, dass Ihr sterben sollt, ja sogar müsst, damit jemand anderes, der euch sehr am Herzen liegt wirklich glücklich werden kann?


So ein Gefühl kenne ich nicht und ich halte es auch für unsinnig.
Warum sollte jemand glücklich im Leben werden, weil du stirbst?

Warum auch immer du glaubst, jemanden mit deinem Tod zu erleichtern, ist es ein Irrtum. Selbst wenn ein Mensch, der seinen Lieben aus irgendwelchen Gründen zur Last fällt stirbt, würde sein Tod bei den Hinterbliebenen nur ein schlechtes Gewisse verursachen, nicht genug geliebt zu haben, nicht genug Geduld gehabt zu haben, sich von ihren niedrigen Gefühlen hinreißen gelassen zu haben etc.
Bringt sich jemand aus Liebeskummer um, wird derjenige, der die Liebe zurückgewiesen hat aber möglicherweise sogar sehr wütend über den Suizid sein, weil er es ablehnt, für das Lebensglück eines anderen Menschen verantwortlich gemacht zu werden.

Zitat:
dass ihr wirklich sterben müsst, damit es richtig ist? Es nicht anders geht als zu sterben, damit alles wieder im 'Gleichgewicht' und richtig ist?



Von welchem Gleichgewicht sprichts du?

Ich könnte mir nur vorstellen, für meine Kinder zu sterben, für meinen Mann. Ich würde auch nicht für jemand anderen sterben oder für eine religiöse oder politische Überzeugung, weil ich zum einen eine Verantwortung für meine Familie habe und zum anderen, es viel sinnvoller ist, sein Leben für eine Sache zu leben, als für sie zu sterben.


LG
Helle
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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Hallo.

Also diejenige Person verlangt das nicht und möchte das auch nicht. Niemand fällt jemandem zur Last oder so etwas. Es ist einfach das Gefühl da, dass es so sein soll, dass es wichtig ist. Ist schwer zu erklären.
Derjenige für den man stirbt ist klar traurig, aber es gibt einfach keine andere Möglichkeit, dass es ihm wieder gut geht und er sein glück findet.
Es verlangt niemand. Wirklich nicht.
Und es wäre auch kein Selbstmord, es würde irgendwie auf natürliche Weise irgendwie geschehen. Ich kann euch das nicht erklären. Es ist einfach nur so ein Gefühl. Ich weiß nicht wo es her kommt und was es genau zu bedeuten hat, aber ich werde es heraus finden. Ich arbeite an und mit mir.

Ich denke auch, dass es etwas mit früheren Leben von mir und dieser Person zu tun hat.
Es passiert grade eben sehr viel und all das will ich erst mal verarbeiten und zuordnen. Wie gesagt, die ganze Situatuion ist schwer zu erklären.

Mit Gleichgewicht meine ich so in etwa: das Gleichgewicht unserer Welt, der ganzen verschiedenen Welten. Des ganzen Universums und es hat denke ich auch mit früheren Leben zu tun.

Sorry, bin im Moment wirklich sehr verwirrt. Hoffe das ihr meine komischen Worte auch verstehen könnt. Falls fragen sind, fragt einfach. So weit ich kann werde ich darauf antworten.

Liebe Grüße

Claudi
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-unbekannt-
Nach dem Tod seit Ihr sowieso wieder zusammen .


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Ich lasse alles los was nicht Liebe ist . Für alles was
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Louise L. Hay

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Dr.Frank Kinslow

Wir erleben mehr als wir begreifen .
(Mystisches Erleben , Intuitives Verstehen) !
Hans-Peter Dürr
@ Schneke:

Also du meinst das in etwa so, wie wenn einige Menschen mit Behinderung, völlig zu Unrecht, meinen, sie wären eine Last für ihre Lieben und möchten sie von dieser Last befreien- die Familie dieser Personen sehen diese Menschen aber natürlich nicht als Belastung an?
Ja Erich da hast Du recht. Wenn ich Tod wäre, wäre ich immer auf eine Art bei Ihr, wäre trotzdem mit Ihr verbunden. Wahrscheinlich noch intensiver wie so schon. Wir sind auch verbunden selbst wenn wir uns nicht sehen, hören usw.

Ja, alles ist mit allem verbunden, aber das ist etwas ganz besonderes.

Und wenn Sie dann irgendwann ein mal sterben würde, wären wir ganz sicher wieder zusammen. Davon bin ich überzeugt. Dies ist auch ganz sicher nicht das erste Leben, dass wir zusammen erleben. Wir kennnen uns schon sehr lange. Länger, als es uns hier auf der Erde gibt sozusagen.

Alles Liebe

Claudi
Lieber Hikmat,

hmm, weiß nicht so recht, ob man das so verstehen kann. Also eine Belastung für diese Person bin ich ganz sicher nicht, eher im Gegenteil. Das sagt diese Person auch selbst immer wieder. Nur werde ich dieses Gefühl einfach nicht los, dass ich gehen muss, damit es dieser Person endlich gut geht und so. Die Person möchte mich auf keinen Fall los haben oder so. Auf Ihre Worte kann ich voll und ganz vertrauen und ich fühle mich auch nicht als Belastung. Ganz und gar nicht.
Ist wirklich etwas arg verzwickt.

LG Claudi
@ Schneke,
Zitat:

Und es wäre auch kein Selbstmord, es würde irgendwie auf natürliche Weise irgendwie geschehen. Ich kann euch das nicht erklären. Es ist einfach nur so ein Gefühl. Ich weiß nicht wo es her kommt und was es genau zu bedeuten hat, aber ich werde es heraus finden. Ich arbeite an und mit mir.

Ich denke auch, dass es etwas mit früheren Leben von mir und dieser Person zu tun hat.
Es passiert grade eben sehr viel und all das will ich erst mal verarbeiten und zuordnen. Wie gesagt, die ganze Situatuion ist schwer zu erklären.



Dann machst du gerade eine Rückführungstherapie?
Vielleicht wäre es dann besser, das mit deinem/er Therapeuen/in zu klären. Ich glaube fast, es ist für uns nicht ganz nachvollziehbar, was du meinst.
Wenn du aber glaubst, in einem früheren Leben hätte jemand sein Leben für dich gegeben und nun wärest du dran, dann könnte es doch auch so aussehen, dass du dein Leben für diejenige einsetzt, im Sinne "für ihr Wohl leben", für sie da sein, für sie verzichten etc. , oder?
Dir scheint das Leben das Kostbarste zu sein, was du zu geben hast. Aber man kann sein Leben doch auch geben, ohne zu sterben. Im Sinne der Rückstellung eigener Bedürfnisse.
LG
Helle
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Hermann Kern