Verzicht auf Alkohol


Liebe ingwaz,

das ist ein heißes Eisen, das du/wir da anfassen.

Ich glaube, ich weiß, was du meinst. Ich habe gerade mit einer MS-Patientin zu tun und höre, dass ihr extrem egoistisches Verhalten auch bei anderen Kranken mit dieser Diagnose vorkommt.

Und es gibt ja auch angeborene Erkrankungen, Behinderungen, und wir fragen uns, weshalb hat dieser Mensch so ein schweres Schicksal und der andere ein leichteres.

Ich bin der Meinung, und da stimmst du mir sicherlich zu, dass wir für dieses Leben bestimmte Bedingungen haben, um eine bestimmte Lektion zu erlernen. Dass also auch schwere Krankheiten und Behinderungen einen Sinn haben können für uns.

Diesen Sinn muss ich für mich suchen, und wenn ich ihn finde, dann habe ich weitaus bessere Chancen, mit diesen Einschränkungen zurecht zu kommen, als wenn ich keinen Sinn darin finde.

Da brauchen wir auch gar keine esoterischen Anschauungen, da können wir ganz im sichtbaren materiellen Leben bleiben.

Ganz gefährlich halte ich es jedoch, wenn wir von außen auf einen Kranken zeigen und sagen: du bist selbst schuld an deinem Leiden, du hast nicht richtig gelebt.

Dahlke kann mich deshalb zur Weißglut bringen!

Es steht uns nämlich nicht zu, andere Menschen zu bewerten und zu beurteilen, und es ist grausam, den anderen allein zu lassen in seinem Leiden (egal ob er schuld ist dran!).

Inanna
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Zwischen den Ufern von Schmerz und Freude ....
fließt mächtig der Strom des Sein.
ZEN
www.spirituelles-coaching.eu
Liebe Inanna, zum größten 'Teil kann ich dir beipflichten.
Aber leider liegen die Ursachen für viele Erkrankungen wirklich in uns selbst. Deshalb würde ich nie von Schuld sprechen, denn wir alle haben es uns ja so, ich nenne es mal ausgesucht, um bestimmte Lektionen zu lernen. Und oft ist es auch so, dass wir bestimmte "Dinge" tragen, übernehmen, um andere Menschen zu entlasten, oder ihnen hilfreich etwas zu zeigen.
Oft werde ich von Pat. gefragt, was sie denn getan haben, weshalb sie so leiden müssen, oder warum sie nicht endlich sterben dürfen. Und oft antworte ich dann, dass noch etliche junge Menschen von ihnen lernen können, ihre Geduld z.B. im Ertragen von Leiden. Anteilnahme, Mitgefühl - dies alles können die Menschen durch die Leiden der Kranken lernen, bis hin zum tatkräftigen Nachdenken und Verändern der eigenen Denk- und Lebensweisen. Dadurch lernen wir alle voneinander.
Es gibt aber auch sehr oft das Gegenteil. Nicht wollen, nicht können, aus zu großem Stolz z.B..
Es gibt kein richtig oder falsch gelebt.
Es gibt Ursache und Wirkung. Und jeder Mensch hat andere Voraussetzungen. Der eine raucht wie ein Schlot und bekommt keinen Krebs. Der andere raucht ab und an mit und hat mit schwersten Lungenleiden zu kämpfen. Warum? Karmische Ursachen, genetische Ursache, Denk-Ursachen, Gefühls-Ursachen, praktische Ursache ....
Der Volksmund sagt nicht unumstritten: Wer Angst vor Krebs hat, bekommt auch welchen.
Ich denke, wir könnten hier unendlich fortfahren. Besonders wenn wir noch die Familienverhältnisse miteinbeziehen, die sog. Erbkrankheiten.
Aber das ist ein anderes Kapitel.
Aber ich denke, dass wir trotzdem beide zu einer gemeinsamen Ansicht gekommen sind.
LG ingwaz
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Alles entsteht und besteht durch wechselseitige Bedingtheit und Abhängigkeit. Keiner weiß also genau was er, auch schon mit einem Glas Wein oder einer Flasche Bier, alles in Gang setzen kann. Schon aus kleineren Dingen ist viel schlechtes und viel gutes entstanden.


Zitat:
Das beste Mittel gegen Krebs ist noch immer die Vorbeugung, damit Krebs ja nicht erst entstehen kann. Darum rauche und trinke ich nicht, denn auch Tabak- und Alkoholkonsum in geringen Mengen kann zu Krebs und Herz- Kreislauferkrankungen führen.


Und nach meiner Erfahrung und beobachtung hält sich "Der Tod" an keine Statistik , lieber Erich. Wenn einer das passende Gen hat bekommt er Krebs und wenn nicht dann eben nicht. Mein Nachbar ist 98 Jahre alt und raucht seit 75 Jahren mehr als 40g Tabak täglich und trinkt auch nicht wenig und ist trotzdem fit und gesund. Meine Oma hat ihr Lebtag nicht geraucht und abgesehen von Messwein so gut wie nichts getrunken und hat fast alles was man nur haben kann an körperlichen Gebrechen.

LG Tiro


Lieber Tiro!

Es kommt auch darauf an welches Licht man bei der Inkarnation hat. Ist es mangelhaft, so treten häufiger und früher Krankheiten auf als wenn es ohne Mangel wäre.

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Hm.. je nachdem an welche Art und Weise der Reinkarnation man glaubt könntest Du meine Oma eben beleidigt haben, Erich...

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Inanna hat folgendes geschrieben:


Ganz gefährlich halte ich es jedoch, wenn wir von außen auf einen Kranken zeigen und sagen: du bist selbst schuld an deinem Leiden, du hast nicht richtig gelebt.

Dahlke kann mich deshalb zur Weißglut bringen!

Es steht uns nämlich nicht zu, andere Menschen zu bewerten und zu beurteilen, und es ist grausam, den anderen allein zu lassen in seinem Leiden (egal ob er schuld ist dran!).

Inanna


...kicher....das sollten wir auch nicht tun. Aber es kann für einen selbst von Interesse sein, dass wir schauen, warum wir welche Krankheit haben.

Aber was tust du, wenn dir jemand vorwirft, dass er krank wegen dir ist?
Hm.. und was ist wenn es tatsächlich stimmt das ein jeder allein und selbst für seine Leiden verantwortlich ist? Ist das ein Grund Behinderte endlich ganz normal zu behandeln? Oder würde einer von euch immer noch, ob nun durch Verachtung oder Mitleid, auf einen Behinderten herabschauen?

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Kein Mensch hat ein Recht auf irgend einen anderen Menschen herabzuschauen, aus welchem Grund auch immer.
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Guten Abend,
die ganze Debatte, ob nun Alkohol oder Krankheit wird deutlich zu sehr in Schwarz-Weiss-Malerei geführt.

Beim Alkohol wird vom Islam eindeutig eine Schwarz-Malerei betrieben, die so nicht stimmt.
Bei Krankheiten ist die Frage ob selbstverschuldet oder nicht, nicht besonders zielführend für den Kranken. Wenn ich weiss, dass ich durch Rauchen oder sonstwas die Krankheit selbst herbei geführt habe, nutzt mir diese Erkenntnis wenig, sondern behindert eventuell sogar durch Depression den Heilungsprozess. Im anderen Fall hilft dem Kranken die Frage "Warum gerade ich" auch nicht weiter.
Schädlich halte ich auf jeden Fall, eine Krankheit als "Prüfung Gottes" aufzufassen.
Es gibt zwar Menschen, die durch eine Krankheit zu einer tieferen moralischen Sicht der Welt gekommen sind und damit positiven Gewinn aus der Krankheit gezogen haben, aber kein Mensch weiss, ob es nun die Krankheit selbst oder die durch die Krankheit erzwungene Ruhe und Beschäftigung mit sich selbst dafür die Ursache ist.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Lieber Pjotr,

was genau hältst du daran für schädlich, wenn man eine Krankheit als Prüfung Gottes betrachtet?

Also wenn ich eine Prüfung vor mir habe, (sagen wir mal eine in der Schule - gut, ist eine Weile her, aber was solls), dann bemühe ich mich doch, diese so gut wie irgend möglich zu bestehen.

Wenn ich jetzt eine (schwere oder leichte) Krankheit als Prüfung Gottes betrachte, sei es, dass ich denke, dass Er meine Standhaftigkeit im Glauben prüft, oder meine Geduld, meine Ausdauer, oder meine Nächstenliebe. Was auch immer.
Dann kann das doch dem Heilungsprozess kaum schaden, weil ich mich dann doch bemühen möchte, die Prüfung so gut wie möglich zu bestehen, bzw. ich will, dass Gott einen guten Eindruck von mir hat (um es mal banal auszudrücken).

In keinem Fall halte ich eine solche Denkensweise für als dem Heilungsprozess abträglich.
Oder hattest du das anders gemeint?

Alles Liebe,
Riki
Hallo Riki,

danke für deine Antwort, da muss ich doch wohl noch was klarstellen.

Ich halte folgende Einstellung für schädlich:
Dass "Gott" den Menschen Krankheiten schickt, damit sie sich darin "bewähren" können.
Ich wehre mich dagegen, einen naturwissenschaftlichen Vorgang zum Gegenstand metaphysischer Betrachtungen zu machen. Da hat er nichts zu suchen. Das gleiche gilt übrigens für Naturkatastrophen.

Selbstverständlich kann jeder Mensch an einer Krankheit wachsen, ob er das nun als Prüfung betrachtet oder nicht.
Aber, wenn man Krankheit oder Naturkatastrophen so als Prüfungen "Gottes"
heraushebt, warum tut man dann nicht das gleiche mit Kindern, die ja manchmal auch harte "Prüfungen" sein können und an denen man auch wachsen kann?


Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!