Große Angst vor dem Tod



Habt ihr Angst vor dem Tod?
Ja
25%
 25%  [ 4 ]
Nein
75%
 75%  [ 12 ]
Stimmen insgesamt : 16

Hallo zusammen.
Ich habe seid 2 Wochen große Angst vor dem Tod.
Ich bin 14 Jahre alt und weiß eigentlich das fast mein ganzes Leben noch vor mir liegt, ich bin ja noch nicht mal durch die Pupertät, habe große Angst vor dem Tod. In meinen Sommerferien habe ich nachgedacht über den Tod und ich habe vorher immer gedacht das ich keine Angst vor dem Tod habe, nun hatte ich als ich mit meinem Hund gegangen wurde mir plötzlich klar das ich irgendwann nicht mehr da bin.
Das wusste ich natürlich schon vorher das ich sterben MUSS nur in dem Moment was es mir halt total klar umd ich habe mich dem Tod ganz nah gefühlt, ich glaub ich kann es nicht richtig beschreiben ich sag es mal so, mein Herz wurde schneller, ich bekam Panik und ich konnte mir eine kurze Zeit nur noch vorstellen wie es ist Tod zu sein also das ich nicht mehr da bin. Ich habe aber keine Angst vor dem Sterben an sich ich hoffe dann nur das ich in meinem Bett liege und alle Menschen die ich liebe bei mir sind.
Ich weiß nicht ob meine Angst total lächerlich klingt, also bitte lacht mich nicht aus. Da ich kein Religöser Mensch bin kann ich nicht an den Himmel bzw. die Hölle glauben. Meine Angst kommt immer in so Wellen mal hab ich kaum bis keine Angst(wie jetzt beim Schreiben von meiner Angst) und kann mir den Tod als etwas schönes wie die verdiente Ruhe und das zu Bett gehen nach einen anstrenden Tag und stell mir das bild von Napoleon (ich bin sehr interessiert an Geschichte) beim Sterben vor und in anderen Momenten denke ich das ich so viel Zeit verschwendet habe mit z.B Pc spielen und habe große Angst davor nicht mehr da zu sein und frage mich nach dem Sinn des Lebens und um mich zu beruhigen sag ich mir dann häufig das viele Menschen geschafft haben zu sterben und das so natürlich ist aber das hilft meistens sehr wenig und ich habe immer noch schreckliche Angst vor dem Tod.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen und schon mal danke im Vorraus und bitte entschuldigt das ich vieleicht nicht ganz so gut wie andere ausdrücken kann wie ich mich fühle und entschuldigt meine Rechtschreibfehler ich bin Legasteniker.

Mit herzlichen Grüßen
Hallo,
das Problem taucht so oft auf.
Einfach mal hier reinlesen:
http://www.demetrius-degen.de/geistesschule/tod.htm

Grüße,
Demetrius
Als mir sowas zum ersten mal bewusst wurde, war ich im Stadion
beim Spiel VFB - HSV 1984, da sagte ich zu mir, Mensch in nur 100 jahren
wird kein einziger Zuschauer der sich im Stadion befindet mehr leben.
Und da bekamm ich genau so wie du Angst zustände, die eine zeit lang
anhielten.
Daher denke ich daß das ganz normal ist, da stehst du nicht alleine da.
Heute ist mir das ziemlich egal , wie es sein wird, ich lebe heute und
habe spass daran und fertig, machen kann ich sowie so nichts dagegen.

Gruss Hipshot
Danke für eure schnellen Antworten @hipshot ich versuche nicht daran zu denken und einfach, wie vorher, zu leben teilweise gelingt mir das auch nur dann bekomm ich trotzdem wieder nach 1-2 Tagen wieder Angst.
Hallo Aspire,

erst mal herzlich willkommen hier im Forum

Ich hoffe, ich kann dich ein wenig beruhigen, wenn ich dir sage, dass das, was du gerade durchmachst, eine vollkommen natürliche Phase ist, die fast jede/r Pubertierende einmal durchmacht.

Bei mir ging das etwa mit 13 los, ich hatte allerdings weniger Angst vor meiner eigenen Vergänglichkeit, sondern mehr davor, dass die Menschen, die ich am meisten liebte, sterben könnten (also allen voran meine Eltern). Auch diese Panikattacken sind mir bekannt, ich saß dann oft minutenlang, womöglich sogar stundenlang in meinem Zimmer und konnte nicht mehr aufhören zu heulen, wegen des Gedankens daran, dass meine Eltern oder meine Geschwister oder Freunde sterben könnten...

Und auch wenn ich selbst zwar nicht genau dieselben Ängste hatte wie du - ich kenne eine Menge Menschen, die Angst vor ihrer eigenen Sterblichkeit hatten. (Es gibt auch eine Menge Beiträge dazu in diesem Forum, vllt. willst du dich ja mal ein wenig durchschmökern).

Meine eigene Vergänglichkeit wird mir aktuell wieder sehr bewusst, da meine Tochter (4) sich momentan sehr für Leben und Tod interessiert und mich immer wieder fragt, ob ich denn mal sterben müsste, wann ich sterben muss, undundund.
Und seitdem ich jetzt (mit 30) intensiver über dieses Thema nachdenke, stelle ich fest, dass es gar nicht mehr so schlimm ist.
Jeder Mensch muss einmal sterben, das liegt auf der Hand. Wann und wie das passiert, liegt allerdings nicht in unserer Hand.
Ich hoffe natürlich auch, dass ich bis ins hohe Alter fit bin und dann gemütlich entschlafe.
Aber mal abgesehen vor der Furcht vor den Begleiterscheinungen macht mir der Tod an sich keine Angst mehr. Es ist eher der nächste Schritt in eine neue, unbekannte Welt.
Ich finde es auf jeden Fall ausgesprochen reif von dir, dass du dir den Tod als ein verdientes Ende eines langen, anstrengenden Lebens vorstellen kannst. An einem ähnlichen Punkt bin ich jetzt erst angelangt.
Ich vergleiche das dann manchmal mit meinen Schwangerschaften. Wenn man auch noch so viel Angst vor der Geburt hat, irgendwann kommt der Tag, da fängt man an auf das Kind einzureden, dass es endlich raus kommen soll, weil man einfach keine Lust mehr auf schwanger sein hat. Das wird irgendwann unerträglich, und die Neugierde aufs Kind wächst außerdem ins Unermessliche. (Und wenn der Punkt erreicht ist, weiß man auch üblicherweise, dass es jetzt nicht mehr allzulange dauern kann).

Entschuldige, ich schweife ab

Was nun dein direktes Problem betrifft: Kennst du jemanden, mit dem du darüber sprechen kannst?
Es hilft meist ungemein, wenn man eine vertraute Person hat, mit der man insbesondere über solche beängstigenden Themen reden kann.
Wie steht es mit deinen Eltern? Haben sie Zeit für dich?
Und falls es dir unangenehm sein sollte, mit deinen Eltern über dieses Thema zu sprechen: Glaube mir, Eltern sind glücklich, wenn ihre 14-jährigen Kinder mit ihren Problemen doch nochmal zu ihnen kommen und darüber reden wollen.

Glaubst du an keinen Himmel und keine Hölle, oder überhaupt an kein Jenseits? Also an die absolute Vergänglichkeit des Menschen?
Oder glaubst du daran, dass ein Teil des Menschen (nennen wir es mal Seele) fortbesteht und es ein Jenseits gibt? (Vollkommen ohne Wertung jetzt mal, also eben ohne Himmel und Hölle).

Wie schlimm wäre es für dich, wenn das Leben nach dem Tod nicht weiter geht? Oder wie wichtig wäre es für dich, dass es ein Leben nach dem Tod gibt?
Bist du schon zu einem Ergebnis auf die Frage nach dem Sinn des Lebens gekommen?

Soviel erst mal von mir, sorry, dass es mehr Fragen als Antworten sind

Alles Liebe,
Riki
Eigendlich hat man nur Angst wenn man nicht vorbereitet ist für nach dem Tot .
Aspire, mal ein Tipp:
Man bietet bei einer Umfrage besser mehr als nur "Ja" und "Nein" an, um sich ein besseres Bild zu machen.
Zum Beispiel wären:
[ich verdränge diese Vorstellung]
[gelegentlich]
[unschlüssig]
weitere Fragemöglichkeiten.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
>HIER KLICKEN<
Warum vor Etwas Angst haben was einen sowieso ereilt. Manche Kirchen /Glaubensrichtungen versuchen, einem Angst zu machen aber ich glaube, das dient denen eher dem Selbstzweck um die Menschen klein und unmündig zu halten.
Das irdische Leben ist nun einmal vergänglich. Das merke ich schon in den Sommerferien: 9 Wochen vergehen wie im Nu: Manchmal habe ich das Gefühl, es ist Sonntag, pflupp, Sonntag, pflupp, Sonntag,.....beim 10. Sonntag wird mir klar, die Ferien sind aus. Naja, so ist es auch mit den Jahren, die vergehen. Ich kann 26 Jahre zurückdenken, wenn ich 3x30 bin, ist das 90. Das irdische Dasein ist vergänglich, aber ich habe keine Angst davor, denn ich bestehe auch über mein Ableben hinaus in und durch Gott.
Hallo liebe Aspire, also ich finde das auf alle Fälle sehr gut, dass Du Dir diese Fragen stellst und nicht verdrängst, wie das so viele Menschen tun. Und nun gingst Du auch noch nach außen und bittest andere um Hilfe. Noch besser!

Ich wollte, ich hätte in Deinem Alter die Möglichkeit gehabt über solche Dinge zu sprechen. Mir blieb auch nur die Verdrängung.

Aber heute bin ich glücklich, dass ich mit jedem darüber reden kann, viele Antworten gefunden habe und jetzt überhaupt keine Angst mehr habe zu sterben.

Tod bedeutet für mich gleichzeitig Geburt in ein neues, größeres, helleres, freieres Leben. Etwa so wie ein Kind aus dem Mutterleib sein vorheriges Leben verlässt und hier auf dieser Erde auch alles größer, heller, freier vorfindet.

Ich glaube, dass ich eine Seele bin und einen Körper habe für kurze oder längere Zeit. (Nicht dass ich Körper bin und eine Seele habe.)
Diesen Körper, den man auch mit einem Kleidungsstück vergleichen könnte, lege ich irgendwann ab wenn ich ihn nicht mehr brauche.
Aber ich selbst werde weiterleben.
Werde bestimmt mit Seelen die mich schon auf dieser Welt liebten, bzw. noch lieben, wieder zusammentreffen. Und ich glaube auch, dass es keine echte Trennung gibt zwischen den Seelen die ihr irdisches Gewandt schon abgelegt haben und denen die noch hier sind.

Schicke Dir noch ein Zitat das ich selbst so liebe.

>Der Gedanke, dass der Geist nach dem Tod des Körpers zugrunde gehe, ist wie die Vorstellung, dass ein Vogel in einem Käfig umkäme, wenn der Käfig zerbrochen wird...
Unser Körper ist dem Käfig und der Geist dem Vogel zu vergleichen...
wenn daher der Käfig zerbricht, wird der Vogel unversehrt weiterleben; seine Empfindungen werden sogar tiefer, seine Wahrnehmungen weiter und sein Glück größer sein<

Von Herzen alles Gute für Dich
Ganz liebe Grüße Linde