Der Tod der Geliebten, als Rettung für mich selbst?


Hallöschen,

ich habe vor ca. 8 1/2 Monaten meine Freundin an Speiseröhrenkrebs verloren. Ich glaub nicht, dass ich ihren Tod schon verarbeitet habe, aber ich habe ihn akzeptiert. Geweint habe ich auch noch nicht, aber ich weine eigentlich nie.
Ich bin mit ihr zusammen gekommen, obwohl ich wusste, dass sie Krebs hat und vermutlich nicht überleben wird, aber ich wusste auch, dass ich es verkraften werde. Nunja jetzt ist sie leider Tot. Sie war erst 20 Jahre alt, aber dem Tod ist das ja egal
Ich habe keine Bilder, Fotos oder sonst irgendwas, was mich an sie erinnert... ich bin keiner der sich gerne in Fotos usw. verewigt und sie wollte es nicht damit ich später nicht zu sehr an sie denken soll...Ich habe nur meine Erinnerungen an sie.

Ihr Tod hat mir irgendwie die Augen geöffnet und ich schätze das Leben jetzt 1000x mehr als zuvor, weil ich vor ihr, auf einem Selbstzerstörerischen Weg war. Ich denke wirklich sie hat mich gerettet und mir gezeigt wie Wertvoll, das Leben ist.

Haben hier welche auch solch eine Erfahrung gemacht? Wenn ja wie habt ihr es verarbeitet?

Ich bin für jede Meinung dankbar



Grüße, Reddy
Ach du ******* wenn ich meine Geschichte hier so lese, erinnert mich, dass irgendwie an einen Film
Weiß nicht warum mir jetzt grade diese Worte in den Sinn kommen:

>Kummer und Sorgen überkommen uns nicht zufällig. Sie werden uns vielmehr durch göttliche Gnade zu unserer eigenen Vervollkommnung geschickt.<

Über das unschuldige Leiden aller Kreatur - der Menschen und der Tiere- finden wir mit unserer irdischen Weisheit keine Erklärung. Für dieses Geheimnis und den Segen, der darauf ruht, werden uns erst im Reiche Gottes die Augen geöffnet.<

aus den Bahai-Schriften

Ganz liebe Grüße Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh