Ich bin so verliebt....


Liebe BaMa,

das halte ich für eine sehr gute Idee - also die Variante mit deinem Mann zu reden.
Trennung könnte ja daraus immer noch resultieren, aber zumindest verlässt du ihn dann nicht einfach aus heiterem Himmel ohne ihm die Chance gegeben zu haben, das Ruder womöglich noch rumzureißen.

Rede mit ihm, mach ihm klar, dass du das Gefühl hast, du könntest bei einem anderen Mann mehr Erfüllung finden, und schlage ihm vor, dass ihr gemeinsam herausfindet, was das Beste für die ganze Familie wäre.
Vielleicht braucht ihr wirklich nur wieder etwas mehr "Feuer" in eurer Beziehung. Vielleicht könnt ihr auch mit Hilfe eines Außenstehenden (Eheberatung) wieder ganz zu einander finden.

Was ich persönlich in einer solchen Situation für sehr wichtig halte: Rechne nicht damit, dass dieser Andere, solltest du dich von deinem Mann trennen, dann auch tatsächlich zu dir steht und ihr zusammen kommt.
Meistens bleiben Männer dann doch lieber bei dem, was sie kennen.
Was, wenn du dich von deinem Mann trennst, und dann doch ohne den anderen da stehst? War es das dann wert? (Mal abgesehen davon, dass ich durchaus davon ausgehe, dass eine Frau auch allein klarkommt. Aber schließlich geht es in deinem Fall ja um entweder - oder).

Mal abgesehen von der ganzen Misere bin ich grundsätzlich dafür immer erst alles zu versuchen um eine Ehe zu retten, um wieder zueinander zu finden, um gemeinsam zu bestehen. (Und nicht nur, weil man es sich versprochen hat, sondern weil man auch wirklich dahinter steht und es für wichtig erachtet, dass man gemeinsam ein erfülltes Leben lebt).

Aber es muss jeder selbst wissen, wohin und wie weit er gehen möchte. Nur bedenken viele dann leider auch oft nicht die Folgen, die ihre Entscheidungen für andere haben können.

Wie auch immer, ich wünsche dir alles Gute, und dass du den (für dich / euch) richtigen Weg findest).

Alles Liebe,
Riki

P.S.: Danke, Helle, für deine Reaktion auf Eranos. Ich war so baff, dass mir einfach keine passenden Worte eingefallen sind, zumal ich niemandem seine "religiösen" Ansichten absprechen oder madig machen wollte... Aber einen Seitensprung vorzuschlagen und noch auf diese Art zu rechtfertigen, dahinter kann ich keinesfalls stehen.
Helle hat folgendes geschrieben:
Vielleicht kühlt die Lust eines Mannes nach einem one-night-stand ganz schnell wieder ab, wie es bei der Frau aussieht weiß ich nicht. Und was ist mit dem Gewissen? Kann man deiner Meinung nach dem "Austausch des Seelensplitters", nach den aufgefrischten Banden eines vorangegangenen Lebens einfach wieder so mit seinem Ehemann weiter machen als wäre nichts gewesen? Wie würdest du das sehen, wenn deine Frau (falls du eine hast) hin und wieder Seelensplitter mit ihren Partnern aus alten Leben austauscht?
Ich bin Zwillinge-Mann. Nun, Zwilling denkt in verschiedenen Varianten. Die beste Lösung muss trotzdem jeder für sich selbst herausfinden...
Ich gebe zu, es ist für Manche eine heisse und gewagte Sache. Doch sind unsere Partner nicht unser Eigentum, und diese monogame Ehe ist nicht in allen Religionen verankert. Es ist eher ein Konsens in unserer Gesellschaft, oder? Dieses "für mich allein haben" ist etwas Besitzergreifendes, das aus einer alten Tradition (in unserem Kulturbereich!) stammt, die mit (Überlebens-)Sicherheit zu tun hat - aber im Himmelreich gibt es dies bestimmt nicht!! Aber schon im AT findest du Vielehe als Tradition.
Zitat:
Ich finde deine Vermischung verschiedener Glaubenssätze auch probelmatisch. Entweder glaube ich an Reinkarnation oder an ein "zu Hause" zu dem der Weg geebnet werden muss. Wenn ich an beides glaube, bedeutet die Reinkarnation aber, dass ich gewisse Lektionen noch nicht gelernt habe und deshalb wieder "von zu Hause" fort muss. Glaubst du nicht, dass der "Austausch von Seelensplittern" ein Faktor dafür sein könnte, dass der Weg "nach Hause" versperrt ist?
Die gehören zusammen, denn der Sinn der Leben ist ja eine Vollendung der Erfahrungen durch die Reinkarnationen - und damit ist der Weg geebnet zum "Weg nach Hause". Den Austausch von Seelensplittern sehe ich in obigem Fall eher als eine Befreiung von alten (Ver-)Bindungen. Die können aber u.U. auch sinnvoll sein, als gedachte gegenseitige Stütze.
Zitat:
Wenn ich dich so lese, habe ich manchmal den Eindruck, du machst dir einen Scherz aus vielen Dingen hier. Aber jemandem zum Betrug des Partners zu raten, in der Meinung dann" sei Ruhe", finde ich ein wenig gewagt.
Schau, ich habe es gewagt, mal anders zu denken - und schon fallen alle über mich her!! Was für Ängste kommen da hoch - aus anderen Leben, in denen man vielleicht durch Verlust des Partners in große Probleme gekommen ist?
Natürlich ist es gewagt - aber jedes neue Denken stößt erstmal an die Tabus der alten Grundsätze, oder? Wie war es mit Galilei und seinem Abschwören der helizentrischen These? Einer gegen die ganze Kirche!
Zitat:
Wenn ich mich in einen anderen Mann verlieben würde und er in mich und wir würden "Seelensplitter austauschen" , könnte ich mich hinterher sicher nicht wieder meiner Familie widmen als wäre nichts gewesen.
Das ist Ansichtssache. Manchmal müssen wir Dinge tun, die ausserhalb der Normen sind. Wenn du dies als einen Betrug definierst ist es bestimmt so wie du es sagst. Wenn du es als eine Lösung von alten Bindungen betrachtest, hakst du es ab und bist danach wieder voll für deine Lieben da.
Zitat:
Ich würde das Ganze, wenn es schön wäre, wiederholen wollen. Und irgendwann würde es auffliegen. Dann wären viele Seelen verletzt und beide Familien kaputt. Da halte ich es für die bessere Lösung, in der bestehenden Partnerschaft nach neuen Wegen der Lustgewinnung zu suchen.
Wenn du in deiner Partnerschaft die Erfüllung nicht mehr findest würdest du es wiederholen wollen, denn auch du suchst nach Freude und Erfüllung. Haben wir nicht ein Recht darauf?
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Ich Bin was ich wähle zu sein
Eranos hat folgendes geschrieben:
Schau, ich habe es gewagt, mal anders zu denken - und schon fallen alle über mich her!!

Was bitte ist an dieser Sichtweise denn neu? Ein Verhalten das auf mögliche Folgen, wie die Verletzung anderer Menschen, pfeift, ist nun wirklich keine heutige Erfindung.

Ich finde es auch unpassend von "alle fallen über mich her" zu sprechen, wenn du eine Meinung äußerst und dann feststellen mußt daß du damit ziemlich allein stehst.
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Eranos schrieb
Zitat:
Ich gebe zu, es ist für Manche eine heisse und gewagte Sache. Doch sind unsere Partner nicht unser Eigentum, und diese monogame Ehe ist nicht in allen Religionen verankert. Es ist eher ein Konsens in unserer Gesellschaft, oder? Dieses "für mich allein haben" ist etwas Besitzergreifendes, das aus einer alten Tradition (in unserem Kulturbereich!) stammt, die mit (Überlebens-)Sicherheit zu tun hat - aber im Himmelreich gibt es dies bestimmt nicht!!


Wir sind aber doch noch nicht im Himmelreich. Wir sind verletzliche Menschen auf der Erde.

Treue hat für mich auch nichts mit dem Aspekt des "für-sich-alleine-haben-wollen" zu tun. Der bezieht sich eher auf Güter. Die eheliche Treue ist ein Versprechen, das ich gebe weil ich

a) weiß, dass ich versuchbar bin und
b) weiß, dass das den Partner verletzt.

Wenn man sich liebt, möchte man Verletzungen des Partners vermeiden.
Wir leben ja in einer Zeit und in einem Gebiet, wo niemand gezwungen wird, zu heiraten. Wenn ich mich dazu entscheide, dann gehört zu diesem Schritt auch die Entscheidung zur Treue.
Ich stelle mich über niemanden, der der Versuchung einmal nicht widerstehen konnte. Wir sind alle Menschen. Aber am Vorteil der ehelichen Treue ändert das nichts.

Ich persönlich bin auch der Meinung, dass stabile familiäre Verhältnisse für Kinder das Beste ist. Kinder brauchen Sicherheit.

Ich habe einen homosexuellen Freund, mit dem ich auch schon mal was unternehme. Es ist nicht mein Mann, der darauf komisch reagiert, sondern meine Kinder. Die finden es merkwürdig, dass Mama mit einem anderen Mann unterwegs ist.
Verbindlichkeit scheint also ein im Menschen verwurzeltes Bedürfnis zu sein. Egoistisch finde ich eher, wenn sich jemand ohne Rücksicht auf Verluste darüber hinwegsetzt.

Zitat:
Aber schon im AT findest du Vielehe als Tradition.

Diese Art patriarchaler Herrschaft hat unsere Kultur doch schon lange vor dem Feminismus überwunden. Zu solchen Provokationen äußere ich mich mal gar nicht. Vielleicht hat Burkl etwas kluges dazu zu sagen.

Zitat:
Den Austausch von Seelensplittern sehe ich in obigem Fall eher als eine Befreiung von alten (Ver-)Bindungen. Die können aber u.U. auch sinnvoll sein, als gedachte gegenseitige Stütze


Der "Austausch" von Seelensplittern ist eine persönliche Theorie von dir. Aber gut - gehen wir mal von der Annahme aus, zwei Menschen hätten schon einmal gelebt und aus diesem alten Leben bestünden noch Bindungen. Es macht vor diesem Hintergrund m. E. keinen Sinn von Lösung dieser Bindung zu sprechen, indem man sie erneut eingeht. Da wird nichts gelöst, sondern gebunden.

In Ausnahmefällen mag es eine Stütze sein, wenn zwei sich außerehelich vergnügen (ich lasse die Poetisierung mit den Seelensplittern mal weg.)Es mag schicksalhafte Gründe geben, warum jemand außerhalb der Ehe nach sexueller Erfüllung sucht, eventuell eine Krankheit des Partners, den er aber trotzdem liebt. Das ist aber wohl eher die Ausnahme.

Ich will auch gar nicht behaupten, dass es diese "magischen Anziehungskräfte" zwischen zwei Menschen nicht gäbe. Die Frage bleibt trotzdem, warum der Kosmos sie nicht gleich zusammen ausgespuckt hat, damit sie sich direkt in die Arme laufen, ohne Umwege und Verletzungen Anderer.

Zitat:
Schau, ich habe es gewagt, mal anders zu denken - und schon fallen alle über mich her! Was für Ängste kommen da hoch - aus anderen Leben, in denen man vielleicht durch Verlust des Partners in große Probleme gekommen ist?
Natürlich ist es gewagt - aber jedes neue Denken stößt erstmal an die Tabus der alten Grundsätze, oder? Wie war es mit Galilei und seinem Abschwören der helizentrischen These? Einer gegen die ganze Kirche!


Unterhaltsam bist du. Ohne Frage. Du stellst eine naturwissenschaftliche Entdeckung, eine objektive, rein materialistische Tatsache analog zu einem emotionalen, rein subjektiven Sachverhalt und bettest das in den Kontext Wissenschaft versus Kirche. Chapeau!

Aber was die Ängste anbelangt, da würde ich erst einmal in diesem Leben nach den Ursachen suchen. Es gibt ja neben den Verlustängsten auch Bindungsängste (apropos!)

Zitat:
Wenn du in deiner Partnerschaft die Erfüllung nicht mehr findest würdest du es wiederholen wollen, denn auch du suchst nach Freude und Erfüllung. Haben wir nicht ein Recht darauf?


Dieser Satz deutet auf noch Anzusprechendes: In eine intakte Ehe kann niemand einbrechen. Wenn also die Versuchung im Raum steht, sollte man vielleicht erst einmal sehen, was in der Ehe fehlt und wie man es einbringen kann.

Ja, jeder sucht nach Freude und Erfüllung. Aber bei wem würdest du denn diese Recht darauf einklagen? Bei den Mitgliedern einer vorwiegend monogam ausgerichteten Gesellschaft als Ausnahmeerscheinung, die genau das Gegenteil bevorzugt? Was ist dann mit dem Recht der Treuliebenden?

LG
Helle
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Im Labyrinth verliert man sich nicht
Im Labyrinth findet man sich
Im Labyrinth begegnet man nicht dem Minotaurus
Im Labyrinth begegnet man sich selbst

Hermann Kern
Eranos hat folgendes geschrieben:

Doch sind unsere Partner nicht unser Eigentum, und diese monogame Ehe ist nicht in allen Religionen verankert.
Es ist eher ein Konsens in unserer Gesellschaft, oder?
Dieses "für mich allein haben" ist etwas Besitzergreifendes, das aus einer alten Tradition (in unserem Kulturbereich!) stammt, die mit (Überlebens-)Sicherheit zu tun hat - aber im Himmelreich gibt es dies bestimmt nicht!!


Man kann auch aus Liebe nur einen Einzigen wollen und nicht aus Besitzergreifung.

Es gibt Menschen, die wissen, dass es nur die eine, den einen Richtige/n gibt und die wollen auch gar keinen anderen.

Nicht wegen der Gesellschaft, sondern weil sie es im Innern wissen, dass es so ist.

Und wenn sie Jahre drauf warten müssen.


Zitat:
Es wurde gesagt ,Geschlechtsliebe und eheliche Liebe’, weil die
Geschlechtsliebe etwas Anderes ist, als die eheliche Liebe.

Die Geschlechtsliebe ist bei dem natürlichen, die eheliche Liebe aber bei dem geistigen Menschen;
der natürliche Mensch liebt und begehrt nur äußerliche Verbindungen, und aus diesen körperliche Freuden;
der geistige Mensch aber liebt und begehrt eine innere Verbindung, und aus dieser Wonnegefühle des Geistes, und er erkennt, das diese nur bei Einer Gattin möglich sind, mit welcher er fortwährend mehr und mehr vereinigt werden kann;
und je mehr er so verbunden wird, desto mehr empfindet er auch, dass seine Wonnen in demselben Grade sich erhöhen, und zwar fortwährend in Ewigkeit.

Der natürliche Mensch aber denkt hieran nicht; deshalb heisst es, das die eheliche Liebe nach dem Tode bleibe bei denen, welche in den Himmel kommen, und dies sind diejenigen, welche auf Erden geistig werden.

http://entsprechungskunde.de/Werke_SW/EhelicheLiebe.pdf
Argh! Ich verkneif mir nun das Quoten hier. Würde eh alles quoten was seit meinem letzten comment geschrieben wurde....

Aalso:

Eranos hat schon nicht unrecht, nur ist dein Ratschlag in diesem Fall denke ich nicht gerade hilfreich sondern eher destruktiv. Was nicht heist, das sie nicht mit 'dem anderen' schlafen sollte, aber Sex zum beziehungskitten ist immer scheisse und ruiniert meist nur alles. Um Beziehungsstress abzubauen, ja, aber nicht um eine Beziehung zu retten, egal Wer mit Wem Wie und Wo und Warum (Beziehung und Sex können da getrennt sein, manche brauchen immer wieder auswärts mal ein 'Abenteuer' um festzustellen, dass es zuhause am besten schmeckt. Aber das ist nur 'gut' und 'ratsam', wenn beide Partner damit einverstanden sind. Ich bin für freie Liebe, eines der schönsten prinzipien der Blumenkinder. Was nicht heisst, dass ich 'rumpimpern' würde. Eher im gegenteil, ich bin eher ein monogamer Mensch, kann/will nicht ohne Liebe und Partnerschaft, sonst kann ich auch auf Pornoseiten surfen/Filme ansehen und masturbieren um den 'Druck' loszuwerden.

Fazit wiedereinmal: Dein ratschlag war sicher nett gemeint Eranos, ist aber aufgrund der anderen Warte des/der Beratenden nicht gut, solange sie nicht auf deinen sexuell offenen Weg gewechselt sind. Wobei ich hoffe, das du das bist/diesen Weg beschreitest, denn ansonsten suchst du nur Ausreden für ein 'sich nicht beherrschen müssen weil sich nicht beherrschen wollen'. Und das ist der 'Fehlweg' auf den du evtl. leute mit solchen Ratschlägen bringst, wenn du sie nicht an die Art, so einen Weg zu gehen, heranbringst. Viele setzen Sexualität und Partnerschaft gleich/auf eine Stufe. Nun stell dir vor, was passiert, wenn so jemand deinen Ratschlag annimmt und nur dem Reinen Wort des geschriebenen folgt, ohne dein Wissen und deine Interpretation....
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Ein Verhalten das auf mögliche Folgen, wie die Verletzung anderer Menschen, pfeift, ist nun wirklich keine heutige Erfindung.
Sorry, davon war nicht die Rede. Das Problem war doch, dass BaMa sich anscheinend vollkommen verknallt hat und keinen Ausweg sah.
Und sie sagte auch, dass "einseitig gebaggert" wird - also nur auf ihrer Seite... Ich finde DIES das Problem, denn der liebe Mann macht ihr irgendwo doch "Mut" und Hoffnung ("ich komme wenn ich eine Ehekrise habe sofort zu dir") - DIES finde ich seinerseits verwerflich - als ob er sie an der langen Leine halten würde...
Aber wir sprechen ja über IHR Problem, denn ER sucht ja keinen Rat, oder? Und sie scheint sich vollkommen verknallt zu haben, richtig? Und ihre Ehe sieht auch ziemlich zerknautscht aus...

Manchmal ist es so, dass ein Seitensprung - der Partner muss es ja nicht auf die Nase gebunden kriegen (womit ich nicht für Ehebetrug plädiere) - die Ehe wieder ins Lot bringt. Doch dies ist ja wiederum ein anderer Gesichtspunkt.
Ich sprach von Seelensplitter-Austausch. Um wieder vollkommen zu werden müssen wir unsere "verlorenen" Seelensplitter wieder zurückholen. Das geht auch indem man sich die Hände reicht und ganz bewusst und von Herzen dem Gegenüber seine(n) Splitter zurückgibt - aber dies wissen die Wenigsten. Insofern wird es meist den anderen Weg geben - du fühlst dich vollkommen angezogen von einem Mann/Frau und glaubst du wirst zerspringen wenn du ihn/sie nicht lieben kannst... Dann passiert es - und plötzlich ist diese Wahnsinnsanziehung nicht mehr da: die Splitter sind nun wieder am richtigen Platz...

Und ihr wedet sehen dass unser Herz nicht nur eine einzige Person liebhaben kann. Und damit meine ich nicht die Kinder oder Eltern. Dieses vollkommen monogame Verhältnis in unserer Gesellschaft wird sich ändern, je stärker wir unser Herz öffnen, also in die wahre Liebe gehen.
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Ich Bin was ich wähle zu sein
[quote="Eranos"]
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Ein Verhalten das auf mögliche Folgen, wie die Verletzung anderer Menschen, pfeift, ist nun wirklich keine heutige Erfindung.
Sorry, davon war nicht die Rede. Das Problem war doch, dass BaMa sich anscheinend vollkommen verknallt hat und keinen Ausweg sah.
Und sie sagte auch, dass "einseitig gebaggert" wird - also nur auf ihrer Seite... Ich finde DIES das Problem, denn der liebe Mann macht ihr irgendwo doch "Mut" und Hoffnung ("ich komme wenn ich eine Ehekrise habe sofort zu dir") - DIES finde ich seinerseits verwerflich - als ob er sie an der langen Leine halten würde...
Aber wir sprechen ja über IHR Problem, denn ER sucht ja keinen Rat, oder? Und sie scheint sich vollkommen verknallt zu haben, richtig? Und ihre Ehe sieht auch ziemlich zerknautscht aus...

Ja genauso ist es wie du hier schreibst...
BaMa hat folgendes geschrieben:
Eranos hat folgendes geschrieben:
Das Problem war doch, dass BaMa sich anscheinend vollkommen verknallt hat und keinen Ausweg sah.
Und sie sagte auch, dass "einseitig gebaggert" wird - also nur auf ihrer Seite... Ich finde DIES das Problem, denn der liebe Mann macht ihr irgendwo doch "Mut" und Hoffnung ("ich komme wenn ich eine Ehekrise habe sofort zu dir") - DIES finde ich seinerseits verwerflich - als ob er sie an der langen Leine halten würde...
Aber wir sprechen ja über IHR Problem, denn ER sucht ja keinen Rat, oder? Und sie scheint sich vollkommen verknallt zu haben, richtig? Und ihre Ehe sieht auch ziemlich zerknautscht aus...
Ja genauso ist es wie du hier schreibst...
Liebes, es sind hier zwei Perspektiven: zum einen die Ehe - und zum anderen die Verliebtheit in einen Anderen. Vielleicht kannst du sie auseinanderhalten und nic ht vermischen - es wäre besser für dich...
Mein Gefühl sagt mir, dass dieser Kerl zwei Hasen hinterherläuft, nach dem Motto: wenn es bei der Eigenen nicht mehr geht haben wir ja noch ein As im Ärmel... Bis dahin kann ich sie ja hinhalten, sie ist blind auf beiden Augen - wie alle Verliebten...

Bitte mach dir bewusst, dass du ein wunderbares geistiges Wesen bist, und dass du mit deiner Partnerschaft etwas lernen wolltest. Hast du diese "Lektion" erfasst und zu Ende gebracht? Dann bist du frei für eine andere Person. Du wirst das in dir spüren.

Schau, in jeder Partnerschaft gibt es eine oder mehrere "laue" Zeiten. Wenn die (1.) Verliebtheit zu Ende geganden ist - ist als ob man sich die Schokoladenseite abgelutscht hat ("honeymoon" und nun die Ecken und Kanten zu sehen sind, dazu hat man die rosarote Brille langsam abgelegt... - dann fängt erst die Arbeit an der Beziehung richtig an (2.).
Viele geben hier auf und trennen sich - aber dies war nicht die Abmachung, denn Keiner hat was daraus gelernt... Es ist die Phase der Aus-Einander-Setzung oder Ent-Täuschung - wir haben eine wunderbare Bildsprache...
Diejenigen, die weiter machen, kommen in eine ziemlich "tote Phase", man hat das Gefühl, der Partner ist einem total fremd, und fragt sich vielleicht sogar: Wie konnte ich... ? (3.)

Von Liebe keine Spur mehr - es war ja auch nur Verliebtheit gewesen.
Kennst du den Unterschied? Verliebtheit sagt: ich liebe das in ihm, was mir gleich/ähnlich ist oder was mir fehlt (z.B. ein großer Mann und eine kleine Frau, die ihre "Größe" dadurch irgendwie zu kompensieren versucht...).
Liebe sagt: ich liebe ihn/sie so, wie er/sie ist, und ich versuche, an MIR zu ändern, was mir nicht gefällt... Und ich entschliesse mich, ihm meine Liebe zu schenken, denn er ist mir wertvoll!
Ich liebe dich, weil du BIST... Danke, daß es dich gibt

(4.) Nun, erstmals lebt man dann parallel zueinander, jeder für sich. Oft fängt für die Frau der "zweite Bildungsweg" an, sie versucht sich selbständig zu machen - oder geht ganz auf in der Kindererziehung -, der Mann macht Karriere. S ex noch pro forma oder nicht.
Diese Periode der Selbst-Findung kann ziemlich lang werden... Es ist ein Tal der Trauer, des Ärgers, des Alleinseins, der Frustration, was die Partnerschaft betrifft.

(5.) Und dann, irgendwann, durch einen "Zufall" vielleicht, rückt der Partner wieder etwas ins Blickfeld, er wird irgendwie wertvoll - vielleicht lobt ihn/sie eine ganz andere Person...
Es beginnt langsam die Phase der wirklichen Liebe, die Phase des DU...
Wo stehst du, meine Liebe?

Glaub mir, wenn du deine Lektion nicht gelernt hast wirst du in jeder neuen Beziehung das Gleiche erleben. Weißt du, warum? Du ziehst es an, Liebes, weil es in deinem Lern-Programm steht...
Viel Liebe - egal für wen...
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Ich Bin was ich wähle zu sein
Genau das fehlte mir im ersten Post von dir....^^