Sufismus und Vegetarismus ?


Mich hat interessiert, ob und wie es die Menschen, die sich Sufis nennen, dem Vegetarismus gegenüber stehen ?

http://veggie.utopiax.org/religionen3.html

Zitat:
Verständnis und Mitgefühl

Im allgemeinen ermutigt der Koran seine Anhänger, gesunde und nahrhafte Speisen zu sich zu nehmen.
al-Ghazzali (Philisoph, 1058-1111) schreibt "Das Essen von Kuhfleisch verursacht Krankheit, ihre Milch Gesundheit, und ihre geklärte Butter ist Medizin. Mitfühlendes Essen führt zu einem mitfühlenden Leben."

Eine Sufi-Heilige, Hazrat Rabia Basri, ging regelmäßig zu einem Berg, um zu meditieren. Dabei war sie häufig von Waldtieren umringt, die ihre Gesellschaft mochten. Als eines Tages ein anderer Sufi sie besuchte, rannten die Tiere davon. Auf die Frage des Sufi, warum die Tiere so außer sich waren, fragte Rabia zurück "Was hast Du heute gegessen?" Der Sufi gab zu, daß er in Tierfett gebratene Zwiebeln gegessen hatte. Da erklärte Rabia: "Du ißt ihr Fett! Warum sollten sie dann nicht aus Furcht vor Dir fliehen?"

Konzessionen und regulierter Fleischkonsum


entnommen der Quelle: http://www.google.de/#pq=sufi%20mei.....&biw=1416&bih=751

http://www.yandalbert.de/die-66-tugenden.html

Zitat:
Ghazala Anwar, Professor für Islamische Studien, geht sogar soweit, dass er sich gegen das Töten und Verzehren von Tieren ausspricht, was für einen Muslim etwas Ungewöhnliches darstellt: „Gott ist rahmân und rahîem, der Barmherzigste und Mitfühlendste. Wer tatsächlich die gottnahe Tiefe des Islam sucht, prägt sich Gottes Eigenschaften der Barmherzigkeit und des Mitgefühls ein. So wird ein wahrer Gläubiger das Leben der Geschöpfe Gottes achten, erhalten und beschützen, und sie nicht töten, um sie zu verzehren.“ Es gibt tatsächlich eine lebendige vegetarische Tradition im Islam. Schon früh haben Sufis und Schiiten den Vegetarismus als eine ideale Ernährungsweise gelebt und propagiert.


Zwischen Mitleid und [color=darkred]Mitgefühl gibt es einen kleinen Unterschied. Mitleid kann leicht in sentimentales, passives Bedauern ausarten, wenn im Leiden des anderen und dem eigenen Mitleiden verharrt wird. Mitgefühl dagegen bezeichnet einen mitfühlenden Ausdruck oder eine Eigenschaft des anderen.[/color]

http://www.ourswiss.ch/namaste/VegetarismusEthik/Islam.html
Zitat:

Auf der anderen Seite gab und gibt es im Islam eine lebendige vegetarische Tradition. Seit frühster Zeit verstehen verschiedene Strömungen unter den Schiiten und Sufis, den Vegetarismus als die ideale Ernährung des Islam, wie etwa die erste grosse Sufi Heilige Rabi'ah al-'Adaviyah von Basra, Irak (gest. um 800)


Wir kommen dem Kern, dem eigentlichen Inhalt immer näher.

Also war schon alles da - nur haben die Menschen, wie überall in den Lehren, sich scheinbar nur heraus genommen, was ihnen gerade so recht war.

Zitat:
Das hier verwendete arabische Wort für "atmende Wesen" lautet: nafs. Die arabischen Duden verwenden den Begriff "nafs" im Sinne von "ruh": Seele. Daher sind Tiere – als atmende Wesen, die beseelt sind – in diesem Gebot des Nichttötens einbezogen, es sei denn sie würden, wie geschrieben ist, "nach Recht" getötet werden.


Es freut mich und stärkt die Hoffnung, daß die Menschen eines Tages ihr inneres Gewissen erweitern und mit dem äußeren Gewissen zum eigentlichen Menschen - im Sinne Gottes - in die Vereinigung treten.

Erst dann wird sich auf dieser Welt etwas ändern.

http://www.geistigenahrung.org/ftopic1462.html

http://www.feste-der-religionen.de/feste/iduladha.html

google: islam heilige feste

Noch immer, wie in alten heidnischen Zeiten, sind Massenschlachtungen erlaubt und stellt damit die Versinnbildlichung der Anbetung Gottes dar.

Aber will Gott das übehaupt ?

Will er, daß seine Schöpfung so behandelt wird ?

http://www.br-online.de/kultur/klas.....iaens-ID1308905762262.xml

Zitat:
BR-online: Aber wie passt das zusammen? Franz von Assisi gilt vielen als der erste Tierschützer, als der Heilige der Tiere und Sie sind durch Schlachtungen bekannt geworden.

Hermann Nitsch: Also erstens: Ich habe nie geschlachtet, habe keine rituellen Schlachtungen durchgeführt. Ich habe Schlachtungen gezeigt, die sich ohnehin ereignet hätten. Mir ist ganz wichtig: Ich möchte nicht, dass Tiere gequält oder getötet werden durch mein Werk. Wir haben sehr viele Tiere. Wir lieben Tiere. Und überhaupt: Ich habe vielleicht zu 98 Prozent, zu 99 Prozent bei allen Aktionen bereits geschlachtete Tiere gekauft. Die wurden geschlachtet - von der Öffentlichkeit für den Nahrungsmittelgebrauch. Die Tiere, die bei uns geschlachtet worden sind, sind gegessen worden. Das Äußerste was ich mache: Ich zeige, wie die Welt ist und ich zeige, dass in unserer Welt geschlachtet wird. Ich möchte das ganz weit weg weisen, dass ich rituelle Schlachtungen veranstaltet habe.


Wir sind eigentlich noch gar nicht so weit weg von der Anbetung der alten Völker(Germanen) von ihren Götterkulten.

Welchen Unterschied gibt es zwischen den alten heidnischen Religionen und den akzeptieren Weltreligionen ?

entnommen der Quelle: http://www.google.de/#pq=islam%20ma.....&biw=1416&bih=751

http://www.google.de/#pq=rituelle%2.....&biw=1416&bih=751

http://cretimaceltica.at/seiten/seiten.php?WEBYEP_DI=75

Fühlt sich der Mensch erst dann mit der Natur verbunden, wenn er töten kann ?

Zitat:
Den Nachmittag verbrachten wir mit den Schafen auf der Weide und im Wald beim Schwammerlsuchen. Am Abend, wieder zu Hause, dankbar für diesen intensiven Tag, saß ich vor meinem Hausschrein und sinnierte über das Geschehene nach. Ich würde in Zukunft noch mehr Respekt vor den Tieren haben, die ich esse. Ob ich es schaffen werde, weniger Fleisch zu essen, weiß ich nicht. Ich versprach jedenfalls, mich zu bemühen. Leicht würde es nicht sein, denn Fleisch gehört zu meinen Lieblingsspeisen – der Verzicht fällt mir unendlich schwer. Ob ich noch einmal ein Tier schlachten würde – auf jeden Fall. Denn wenn ich es nicht übers Herz brächte, wäre für mich die einzige ehrliche Konsequenz, vegetarisch zu leben.


Wir könnten jetzt den Gedanken weiterführen und uns fragen: wie hält es der Schamanismus mit der rituellen Schlachtung und den Bezug zu den Tieren ?

Ist das nicht wie eine unsichtbare Linie, die sich durch alles Bestehende durchzieht ?
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ich bin beides.

Vegetarier aus ethnischen Gründen seit meiner Kindheit und seit einigen Jahren Sufi-Schülerin.
Schade, dass dieses Thema nicht weitergeführt wurde. Es interessiert mich sehr, aber ich weiss zu wenig darüber.

Hilarion
Ich habe da einen interessanten Artikel gefunden über Mohammed und Sein Mitgefühl mit den Tieren bzw. das Essen von Fleisch:

...So unterwies er beispielsweise seinen Schwiegersohn Ali einst wie folgt: «O Ali, enthalte dich für vierzig aufeinander folgende Tage des Fleischessens. Denn wenn du vierzig Tage hintereinander Fleisch isst, wird dein Herz so hart wie Stein werden und du wirst kein Mitgefühl mehr haben. Deshalb lass davon ab, jegliches Fleisch zu essen.»

Und in der sechsten Sure des Korans heisst es: Kein Getier gibt es auf Erden, keinen Vogel, der auf seinen zwei Schwingen dahinfliegt, die nicht Gemeinschaften wären gleich euch. Alle Geschöpfe Allahs sind seine Familie.» (6.39)

Bei solchen Äusserungen und Geschichten, die eine enge Verbindung zwischen Mohammed und den Tieren aufzeigen, kommt man nicht um die Frage herum, warum denn der Prophet kein Fleischverbot erliess. Eine mögliche Erklärung dafür ist, dass Mohammed wusste, dass es nicht jedermanns Sache sei, sich strengen Ernährungsregeln zu unterwerfen. Gerade zu Zeiten Mohammeds waren Bigamie, Trunkenheit und sexuelle Beziehungen zwischen Mutter und Sohn nichts Ungewöhnliches. Wurde ein Mädchen geboren, so schämte man sich und begrub es bei lebendigem Leib (Koran 6.137). Während der vorislamischen Zeit waren also ethisch-moralische Massstäbe nicht hoch im Kurs. Hätte Mohammed das Konsumieren von Fleisch verboten, hätte er die Menschen wohl eher abgeschreckt als für sich gewonnen. So gab er auch zu, dass er bei seiner Lehre die geistige Aufnahmefähigkeit der Menschen berücksichtige: «… denn wenn man mit allen über alles spricht – werden es einige nicht verstehen.»

So machten der Koran wie die Bibel Zugeständnisse durch die Möglichkeit von Zwischenstufen auf dem Weg zu einer reinen und spirituell fundierten Ernährungsweise: «Verboten ist euch das Verendete sowie Blut und Schweinefleisch und das, worüber ein anderer als Allahs Name angerufen wurde; das Erdrosselte, das zu Tode Geschlagene, das zu Tode Gestürzte oder Gestossene» (5.3). Da im Islam das Konsumieren von Blut untersagt ist, sind Muslime genauso wie die Juden einer Widersprüchlichkeit in ihrer Ernährungsmöglichkeit gegenübergestellt. Denn Blut ist zwar verboten, aber es lässt sich nicht vom Fleisch entfernen, ohne Rückstände im Tierfleisch zu hinterlassen. Wer also Fleisch konsumiert, der konsumiert auch Blut. Ein Zeichen für nachdenkliche Leute.
http://www.vegetarismus.ch/heft/2004-1/islam.htm


LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ich habe eine Vorliebe für den Islam.
Nur das mit den Massenschlachtungen,... das mag ich gar nicht. Das stößt mich ab.

Ich denke mir, das ist weniger Religion, als vielmehr ein Volksbrauch der in Ländern entstand, wo es sonst nicht viel zu essen gibt.
Rosenblüte hat folgendes geschrieben:
Nur das mit den Massenschlachtungen,... das mag ich gar nicht. Das stößt mich ab.


Das war auch sicher nicht die Intention Mohammeds, wenn man obige Zitate liest.
LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Zitat:
Der Islam

Die ursprünglichen Lehren des Islam sind, ebenso wie die des Christentums und die des Judentums, durch den Lauf der Geschichte verzerrt worden. Das Wort Islam hängt mit dem arabischen Wort salem = Frieden zusammen und bedeutet Hingabe an Gott, die zu wahrem Frieden führt.

Die Lehren des Propheten Mohammed enthalten viele Anweisungen, Tiere gütig zu behandeln:
"Das unnötige Schlachten, Töten, Schlagen und grausame Behandeln von Tieren ist eine große Sünde."
"Wer gegenüber einem Tier Mitleid fühlt, dem wird auch Gott Mitleid schenken".

In Mohammeds Augen waren Tiere ebenso Kinder Gottes wie die Menschen, wie es auch im Koran festgehalten ist:
"Wahrlich kein Tier gibt es und keinen Vogel, der mit seinen Schwingen fliegt, die nicht Völker wie ihr wären ... Alsdann werden auch sie zu ihrem Herrn versammelt." Sure 6/38.

Wie von Jesus Christus gibt es auch von Mohammed viele überlieferte Belehrungen, friedfertig zu allen Geschöpfen zu sein. Wie alle großen Heiligen lebte auch Mohammed sehr asketisch. Er ernährte sich vegetarisch, obwohl dies in den Wüstengebieten, in denen er lebte, nicht einfach war. Historischen Aufzeichnungen zufolge bestand seine Nahrung aus Datteln, Nüssen, Gerstenbrot und Quellwasser. Über die vegetarische Ernährung sagte er einmal: "Der Bauch soll nicht zum Friedhof der Tiere werden."

Bereits kurz nach Mohammeds Tod spaltete sich die Schar seiner Anhänger in die Sunniten und die Schiiten. Auch seine Lehre ist bis heute ganz offensichtlich verändert worden. Vor allem die bedauernswerte Fehlauslegung des Begriffs "Heiliger Krieg", womit der Pazifist Mohammed den Krieg gegen die eigenen Schwächen und Fehler meinte, hat den Islam in Mißkredit gebracht.

Doch in den Wurzeln dieser Religion findet man, wie im Christentum, eine wunderschöne Lehre von der Einheit aller Dinge. Erkennt er sie und handelt danach, kann dem Menschen wahres Glück zuteil werden.

Aus "Ernährung für Mensch und Erde"
von Christian Opitz
Danke liebe Rosenblüte,

es ist schön nicht immer negative Gedanken zum Thema Islam zu hören und das obwohl ich Bahá'i bin...würde sagen gerade, weil ich Bahá'i bin tut es gut die Wahrheit über den Islam zu lesen

Liebe Grüße
Tim
Liebe Rosenblüte,

auch ich möchte Dir danken für dieses wertvolle Zitat.
Ich habe auch noch etwas gefunden.

Zitat:
Aus der Einsicht heraus, dass er das Tieretöten zum Zweck des Fleischessens nicht vollständig würde verbieten können, auferlegte er den Menschen absichtlich zahlreiche Einschränkungen beim Opferritual (Qurban), etwa inbezug auf die Anzahl der zu schlachtenden Tiere oder auf den Vorgang des Schlachtens. So müsse der Schlächter dem Tier während des Tötens in die Augen sehen, und wenn er die Tränen in den Augen des Tieres sehe, solle er ebenfalls weinen. Auf diese indirekte Weise versuchte Mohammed, die Menschen über den Sinn des gewaltfreien Lebens zu belehren. Denn solche Regeln können dazu führen, dass sie zu einer höheren Einsicht kommen und in der Folge gänzlich darauf verzichten, Tiere zu töten.
Armin Risi/Ronald Zürrer in "Vegetarisch leben"


LG,
Minou
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Danke Rosenblüte, hat mir auch sehr gut gefallen, was Du da herausgesucht hast.



Alles Liebe
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh