Ungeklärte Frage


Hi,

ich bin neu hier und nicht sicher, ob das alles so richtig ist, wenn ich meine Gedanken hier so ausbreite. Aber ich versuchs mal.
Das Thema "Leben nach dem Tod" beschäftigt mich schon eine etliche Weile und ich komme einfach nicht vorran. Jedesmal, wenn ich einen Gedanken habe der dafür spricht, packt mich im nächsten Augenblick wieder der Zweifel und lässt mich auch so schnell nicht vom Haken.
Die Menschen in meinem Umfeld (welche alle lieb und nett sind) belächeln mich immer nur wenn ich mit dem Thema ankomme. Also nix befriedigendes. Scheint so, als würden sie sich noch keine Gedanken gemacht haben, oder sie wollen die Ihren nicht mit mir teilen. Aber ich weiß, dass ich nicht alleine mit diesen Gedanken bin und das beruhigt mich schon ein klein wenig.

Hoffe auf Gedankengenossen.
Bis denni[color=darkblue][/color]
_________________
Ob es Unglück bringt, wenn dir eine schwarze Katze über den Weg läuft, hängt alleine davon ab, ob du ein Mensch oder eine Maus bist.
Hallo sayuri

Willkommen im Forum

Also diese Gedanken haben sich hier schon die meisten User gemacht, da findest du viele Genossen.

Wirklich wissen tut es keiner, was nach dem Tod ist. Es gibt nur Vermutungen. Und da es keine "richtige" Lösung gibt ist jede Vermutung so gut wie die andere.

Wie denkst du bisher darüber?

Alles Liebe
Hallo Long Road

Danke das ist lieb!

Mir ist bewusst, dass ich nicht die einzige bin mit diesen Gedanken und ich hab auch schon gaaaaanz viel hier gelesen. Doch schweifen die meisten vom Thema ab, indem sie sich lustig über Rechtschreibung, Meinungen und Glaubensangelegenheiten von anderen Usern machen.
Das schreckt "neue"ein wenig ab. Nungut...

Wie ich bisher darüber denke?
--> Vergleichbar mit einer Achterbahnfahrt!

Der Weg hinauf in den Loop= da ist Leben nach dem Tod, hör auf zu zweifeln
Dann folgt der ""Höhepunkt" alles ist gut und ich glaube daran...2 Sekunden später bin ich schon wieder auf dem Weg nach unten..
Der Weg hinab=Evolution...alles ist dann zuende...und nix weiter..Punkt.

Ich weiß nicht, wie ich es anders beschreiben soll, aber ich denke das trifft es so ganz gut.

Manchmal fahre ich mehrmals am Tag "Achterbahn" und ich muss sagen, dass mir langsam schwindelig wird. (Und müde wird man auch mit der Zeit)

Was denkst du so?
_________________
Ob es Unglück bringt, wenn dir eine schwarze Katze über den Weg läuft, hängt alleine davon ab, ob du ein Mensch oder eine Maus bist.
Liebe(r) sayuri

Ich denke, dass du an dem Gedanken festhalten solltest, der dir am Besten vorkommt, der dir am meisten Kraft gibt und am wenigsten Angst macht. Da es keine richtige Lösung gibt fährst du sonst noch ein paar hundert Fahrten auf deiner Achterbahn im Kreis.

Ich persönlich glaube an die buddhistische Lehre der Wiedergeburt.

Alles Liebe
Wie wäre es damit: Jeder Mensch erfährt nach seinem Tod das, woran er zu Lebzeiten geglaubt hat.
Denn unser Geist (Denken u.ä.) bestimmt unser Sein - im materiellen wie im geistlichen.
Zu Lebzeiten ist es doch genauso: man erfährt und bekommt das, woran man ganz tief im Inneren glaubt, im Positiven wie im Negativen.
LG ingwaz
Hallo Long Road,

das ist ja gerade das Problem! Im Moment kann ich keine Gedanken greifen mit welchem ich leben könnte. Naja, vielleicht muss ich noch intensiver "suchen" und in mich hören.
Im Moment beschäftige ich mich mit den Lehren des Konfuzius.

Wie bist du zu deinem Glauben gekommen?

Gruß
@ingwaz

Danke auch dir für deine Antwort!

Was, wenn ich zu Lebzeiten zu keinem Glaubensentschluss komme?
Und man könnte dann ja auch denken; ich muss positives Glauben, damit mir nach meinem Tod auch positives widerfährt.
Da hab ich ja Angst vor negativen Gedanken, die unkontrolliert kommen! Auf die hab ich ja nicht immer Einfluss.

Gruß
Warum lässt du dich nicht einfach überraschen? Es gibt mindestens so viele Thesen über den Nachtod wie es Kulturen auf dieser Welt gibt. Die Einen erwarten sich ein Paradies, die anderen eine Wiedergeburt (schon allein zur Wiedergeburt gibt es etliche unterschiedliche Ansichten). Gerade viele Atheisten sind davon überzeugt, dass die Existenz eines Einzelnen mit dem Tod endgültig Endet. Viele finden das beängstigend, doch ich erkenne gerade darin den ultimativen Frieden - kein Werden noch Vergehen, weder Glück noch Leiden.

Es gibt keinen objektiv ersichtlichen Grund warum eine dieser Thesen besser sein sollte als die andere. Es spielt eigentlich auch gar keine Rolle, du kannst daran ohnehin nichts ändern. Lebe dein Leben doch einfach so, so dass du im Moment deines Todes nichts zu bereuen hast. Ich versuche nach dieser Maxime zu leben.

Ich persönlich stehe übrigens etwas unentschlossen zwischen buddhistischer Wiedergeburt und dem endgültigen Verlöschen nach dem Tod. Ich zweifle einfach irgendwie, dass Gautama damals die Existenz von Wiedergeburt selbst erkennen konnte. Wie konnte er sicher sein, dass der Tod eines Jeden nicht unmittelbar zum Nirvana führt?
Hallo mr_link,

es wird mir ja nicht viel übrig bleiben, als mich überraschen zulassen!

Ich wünschte, ich könnte das auch so sehen und ich finde es schön, dass du deinen Frieden schon gefunden hast.

Aber, hast du keine "Angst" vor dem "nicht mehr sein"? Dieser Gedanke macht mich nochmal wahnsinnig:)

Ich bin hin- und hergerissen..wie schon gesagt. Die Frage stellt sich mir auch, wie kann man sicher sein, dass der Tod nur der Anfang von etwas Neuem zusein scheint?

Fragen über Fragen

Danke für deine Antwort
Nun, um ehrlich zu sein habe ich Angst vor dem Sterben. Aber ich habe nicht Angst vor dem Tod. Wie gesagt, ich glaube dass, der Tod für jeden letztendlich den ultimativen Frieden bedeutet. In diesem Zustand der Zustandslosigkeit muss niemand mehr Leiden. Keine Schmerzen, keine Gier, keine Trauer und kein Verlust.

Besonders wir "Westler" übersehen oft, dass Leiden ein untrennbarer Bestandteil unseres Lebens ist (siehe Buddhismus). Das bedeutet natürlich nicht, dass das Leben nicht auch viele sehr schöne Momente und Erlebnisse bereithält. Für manche mehr, für manche weniger. Ich kann mich über mein Leben auch gar nicht beklagen. Ich bin gesund, ich habe Freunde die mich akzeptieren wie ich bin, ich muss weder hungern noch dursten. Und doch möchte ich so nicht ewig leben. Wäre es denn nicht regelrecht öd, ewig zu existieren? Jeden Tag dieselbe Leier, soviel Abenteuer kann's im Paradies doch gar nicht geben, dass das nicht spätestens nach ein paar hundert Jahren langweilig wird

Ich bin der Auffassung, dass sämtliche Thesen über ein Leben nach dem Tod aus eben jener Angst resultieren die du beschreibst, sayuri. Daher gibt es sie auch in den unterschiedlichsten Kulturen dieser Erde.