Ungeklärte Frage


sayuri hat folgendes geschrieben:
Hallo mr_link,

es wird mir ja nicht viel übrig bleiben, als mich überraschen zulassen!

Ich wünschte, ich könnte das auch so sehen und ich finde es schön, dass du deinen Frieden schon gefunden hast.

Aber, hast du keine "Angst" vor dem "nicht mehr sein"? Dieser Gedanke macht mich nochmal wahnsinnig:)

Ich bin hin- und hergerissen..wie schon gesagt. Die Frage stellt sich mir auch, wie kann man sicher sein, dass der Tod nur der Anfang von etwas Neuem zusein scheint?

Fragen über Fragen

Danke für deine Antwort



Warum hast du Angst vor dem nicht mehr sein?
Wenn du nach dem Tod nicht mehr bist, macht dir das dann ja auch nichts mehr aus.
Und was hast du davon wenn du dich wahnsinnig machst?
Ändern wirst du es so oder so nicht können.
Hallo Sayuri, wenn du wirklich zu Lebzeiten an nichts glaubst, was eigentlich nicht geht, denn von irgendetwas ist man immer überzeugt oder beeinflußt, so wirst du nach deinem Tod möglicherweise ohne Bewußtsein durch das sog. Jenseits wandeln - bis zu einer erneuten Reinkarnation, so es sie gibt. Andere meinen, wenn es keine Reinkarnation gibt, so entwickelt sich der Geist im Jenseits trotzdem weiter ... es gibt so viele Ansichten darüber.
Nach meiner Erfahrung, ich habe viel mit Sterbenden gearbeitet, ist jeder vor seinem Tod von irgendetwas überzeugt, da man in diesen Zeiten viel Übersinnliches wahrnehmen kann, und auch die Ängste treiben einen vorwärts. Ich habe Atheisten christlich werden erlebt ... und vieles mehr. Ich erlebte, dass Sterbenede nicht auf einmal gingen, sondern rübergingen, wiederkamen und erzählten, wieder rübergingen, wiederkamen ... bis sie sagten, dass sie nun keine Angst mehr hätten und beim nächsten Mal drüben bleiben wollten. Was auch so geschah. Viele wurden erwartet, begleitet, von denen, die schon vor ihnen gegangen waren.
Unser körperlicher Tod ist eine Geburt in die geistige Welt.
LG ingwaz
Hallo ingwaz,

ich glaube ja nicht an nichts. Es ist nur so, dass ich schon sooo lange darüber nachdenke und einfach auf keinen Punkt komme mit dem ich Leben könnte. Ich frage mich ob der überhaupt noch kommt.

Vielen Dank für deine erlebten Schilderungen. Die gehen mir irgendwie unter die Haut.
Ich denke, dass man sich im Alter nicht mehr allzuviele Gedanken darüber macht. Ich denke dabei an ein Alter über 70 Jahre.

Einerseits glaube ich an die Reinkarnation; aus verschiedenen Gründen wo ich der Meinung bin, dass das alles nicht mit erklärbaren Dingen zugeht, aber dann denke ich das kann doch nicht "wirklich" sein! Mein Verstand stellt dann alles in Frage.
Glauben und Denken, zwei verschiedene Paar Schuhe, für mich jedenfalls.
Verstehst du was ich meine?

Gruß
sayuri hat folgendes geschrieben:

Glauben und Denken, zwei verschiedene Paar Schuhe, für mich jedenfalls.
Verstehst du was ich meine?


naja, auch um zu Glauben muss man denken, immerhin spinnt man sich ja was fiktives zusammen, kreiert anhand gehörten oder erlebten Ereignissen seine kleine bunte Traumwelt.

Und jeder Mensch hat seine eigene kleine Traumwelt, egal ob ein Christ, Moslem, Bahai, Jude, Zeuge, Buddhist, Hindu, Agnostiker, Atheist, Satanist und was auch immer ... Viele dieser Traumwelten ähneln sich aufgrund der gleichen Religionszugehörigkeit und trotzdem bringt jeder noch seine eigene Vorstellung mit ein was sein könnte. Deswegen gibt es ja auch wahnwitzig viele Abspaltungen der großen Religionen, denn es könnte doch sein, dass ... nur wissen tut keiner was, jeder glaubt nur ... und diejenigen die glauben zu wissen, vor denen würde ich mich hüten ^^

Und ich persönlich GLAUBE (ja, ich weiß es nicht), nach dem Tod ist alles wie vor der Geburt ... da is einfach nix. Letzter Atemzug, Hirn schaltet ab, aus und vorbei. Klingt logisch, klingt einfach, deswegen wollens die meisten nicht akzeptieren ^^
sayuri hat folgendes geschrieben:
Hallo Long Road,

das ist ja gerade das Problem! Im Moment kann ich keine Gedanken greifen mit welchem ich leben könnte. Naja, vielleicht muss ich noch intensiver "suchen" und in mich hören.
Im Moment beschäftige ich mich mit den Lehren des Konfuzius.

Wie bist du zu deinem Glauben gekommen?

Gruß


Liebe(r) sayuri

Ich glaube, dass du nicht intensiver "suchen" musst. Sonst verbringst du dein ganzes Leben vor dem Tod mit der Suche nach der Antwort über das Leben nach dem Tod.

Jetzt lebst du, das ist wichtig, was später passiert siehst du wenn du dort bist. Natürlich kann man sich Gedanken machen, aber man sollte es auch nicht übertreiben.

Warum ist die Frage so wichtig für dich? Wie hängt dein Alltag von der Antwort auf diese Frage ab?

Wie ich zu meinem Glauben gekommen bin: Ich habe irgendwann begonnen mich damit zu befassen und bin zu der Überzeugung gekommen, dass der Buddhismus für mich sehr stimmig und klar ist. Andere können da natürlich zu anderen Überzeugungen kommen, das ist gut so.

Alles Liebe
Hallo ihr Lieben,

danke für eure Antworten.

Hab heute leider wenig Zeit um darauf näher einzugehen. Werde dies aber bestimmt morgen nachholen.

Danke Euch!

(übrigens LIEBE Sayuri)

Schönen Freitag euch allen!

Passt auf euch auf
luschn hat folgendes geschrieben:
sayuri hat folgendes geschrieben:

Glauben und Denken, zwei verschiedene Paar Schuhe, für mich jedenfalls.
Verstehst du was ich meine?


naja, auch um zu Glauben muss man denken, immerhin spinnt man sich ja was fiktives zusammen, kreiert anhand gehörten oder erlebten Ereignissen seine kleine bunte Traumwelt.

Und jeder Mensch hat seine eigene kleine Traumwelt, egal ob ein Christ, Moslem, Bahai, Jude, Zeuge, Buddhist, Hindu, Agnostiker, Atheist, Satanist und was auch immer ... Viele dieser Traumwelten ähneln sich aufgrund der gleichen Religionszugehörigkeit und trotzdem bringt jeder noch seine eigene Vorstellung mit ein was sein könnte. Deswegen gibt es ja auch wahnwitzig viele Abspaltungen der großen Religionen, denn es könnte doch sein, dass ... nur wissen tut keiner was, jeder glaubt nur ... und diejenigen die glauben zu wissen, vor denen würde ich mich hüten ^^

Und ich persönlich GLAUBE (ja, ich weiß es nicht), nach dem Tod ist alles wie vor der Geburt ... da is einfach nix. Letzter Atemzug, Hirn schaltet ab, aus und vorbei. Klingt logisch, klingt einfach, deswegen wollens die meisten nicht akzeptieren ^^


Liebe luschn!

Wenn man bereits im diesseitigen Leben die Erfahrung gemacht hat, dass es ein wahres Selbst gibt, so ist man der Überzeugung, dass es auch ein Leben nach dem Tode gibt, weil das wahre Selbst ewiig besteht. Und ich habe diese Erfahrung gemacht, weswegen ich von einem Leben nach dem Tode überzeugt bin.


Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
leuthner hat folgendes geschrieben:

Liebe luschn!

Wenn man bereits im diesseitigen Leben die Erfahrung gemacht hat, dass es ein wahres Selbst gibt, so ist man der Überzeugung, dass es auch ein Leben nach dem Tode gibt, weil das wahre Selbst ewiig besteht. Und ich habe diese Erfahrung gemacht, weswegen ich von einem Leben nach dem Tode überzeugt bin.


Alles Liebe

Erich


Dann bist du nicht überzeugt, sondern weißt das es ein Leben nach dem Tod gibt. Genauso wie man vor 500 Jahren wusste das die Erde eine Scheibe und das Zentrum des Universums ist?

Ich will nicht besserwisserisch sein, aber entweder man weiß etwas oder man glaubt zu wissen. Und dazwischen liegen bemerkenswerte Unterschiede ...
Liebe luschn!

Gott ist eine Selbsterfahrung, die jeder einzelne Mensch selbst machen muss. Spätestens mit dem Tode macht diese Erfahrung ein jeder.

Gott kann man weder beweisen noch widerlegen. Das ist der Unterschied zur Wissenschaft. In der Wissenschaft gilt etwas solange als bewiesen, solange es nicht widerlegt ist. Und vielses was vor einigen Jahren noch als wahr galt, gilt heute als widerlegt.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Letztendlich wirst du dir die Frage erst nach deinem Tod beantworten können (oder halt auch nicht D.
Also ist es relativ sinnlos darüber zu diskutieren.
Nutz deine Zeit sinnvoller als dir ständig den Kopf über etwas zu zerbrechen, bei dem du nie eine Antwort finden wirst.