Nirvana oder Himmelreich


Liebe Forumsmitglieder,
hier der Link zu einer aus meiner Sicht interessanten Radiosendung.

Bayern 2

Liebe Grüße
Ji'un Ken
Lieber Ji'un Ken

Ich habe mir gestern die Sendung angehört. Sie hat mir sehr gut gefallen. Vielen Dank dafür.

Alles Liebe
Ich habe jüngst von einer Familie gehört, deren Tochter sich bewusst zu Tode gehungert hat. Als Buddhistin war es ihr Bestreben, ohne Umwege ins Nirwana zu gelangen. Derartige Extreme hätte ich unter Buddhisten kaum erwartet.
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„Der Seele Grenzen kannst du nicht ausfinden, und ob du jegliche Straße abschrittest; so tiefen Grund hat sie.“ (Heraklit)
Heraclitus hat folgendes geschrieben:
Ich habe jüngst von einer Familie gehört, deren Tochter sich bewusst zu Tode gehungert hat. Als Buddhistin war es ihr Bestreben, ohne Umwege ins Nirwana zu gelangen. Derartige Extreme hätte ich unter Buddhisten kaum erwartet.


Auch Buddhisten sind nur Menschen und als solche fehlbar. Und es gibt immer Menschen, die den Mist, den sie verzapfen, mit religiösen Vorstellungen zu erklären versuchen. Gerade die Zen Buddhisten können da ein Lied von singen.
Und die Vorstellung "ins Nirvana" kommen zu können und das auch noch durch Selbstmord, ist schlicht und ergreifend krank.
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Mitgefühl heißt, dass der Geist von einem Geschmack erfüllt ist:
der liebenden Güte allen Wesen gegenüber.
Kann man das Nirvana eigentlich irgendwie beschreiben oder ist es viel unähnlicher als ähnlicher der Worte, die man verwendet?
Liebe Violentia

http://de.wikipedia.org/wiki/Nirwana
Nirvana kann man nicht beschreiben.

Liebe Grüße
Ji'un Ken
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Mitgefühl heißt, dass der Geist von einem Geschmack erfüllt ist:
der liebenden Güte allen Wesen gegenüber.
Ji'un Ken hat folgendes geschrieben:
Auch Buddhisten sind nur Menschen und als solche fehlbar. Und es gibt immer Menschen, die den Mist, den sie verzapfen, mit religiösen Vorstellungen zu erklären versuchen. Gerade die Zen Buddhisten können da ein Lied von singen.
Und die Vorstellung "ins Nirvana" kommen zu können und das auch noch durch Selbstmord, ist schlicht und ergreifend krank.


Im Kontext des lustfeindlichen Hinduismus und der Karmalehre des Buddhismus war die Entscheidung, keine Nahrung mehr zu sich zu nehmen wahrscheinlich sogar logisch. Die Frau wählte den für sich sichersten Weg, aus dem Kreislauf vonTod und Reinkarnation auszuscheiden. Der Leidensdruck war offenbar immens. Es stimmt bedenklich, dass sie in ihrer Religion keinen Trost gefunden hat. Man mag über Christen, die auch im größten Leid noch auf Gott vertrauen, den Kopf schütteln, doch sie haben wenigstens Hoffnung.
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Heraclitus hat folgendes geschrieben:
Im Kontext des lustfeindlichen Hinduismus und der Karmalehre des Buddhismus war die Entscheidung, keine Nahrung mehr zu sich zu nehmen wahrscheinlich sogar logisch. Die Frau wählte den für sich sichersten Weg, aus dem Kreislauf vonTod und Reinkarnation auszuscheiden.

Falsch.
Was für Vorstellungen hast du von Karma und Reinkarnation?


Heraclitus hat folgendes geschrieben:
Es stimmt bedenklich, dass sie in ihrer Religion keinen Trost gefunden hat. Man mag über Christen, die auch im größten Leid noch auf Gott vertrauen, den Kopf schütteln, doch sie haben wenigstens Hoffnung.

Was hat das deiner Meinung nach mit Buddhismus zu tun?

Heraclitus hat folgendes geschrieben:
.... Als Buddhistin war es ihr Bestreben, ohne Umwege ins Nirwana zu gelangen....

Das ist Unsinn.
Was für Vorstellungen hast du von Nirvana?


Was weißt du aus eigener Erfahrung über Buddhismus?
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Mitgefühl heißt, dass der Geist von einem Geschmack erfüllt ist:
der liebenden Güte allen Wesen gegenüber.
Es geht hier nicht um meine Vorstellungen von Buddhismus und Nirvana, sondern um die der Frau. Meine eigenen Vorstellungen spielen hier doch keine Rolle. Ich referiere die Beweggründe der Frau, sich zu Tode zu mediteren und zu hungern.

Auf meine Feststellung hin, dass Christen Trost in ihrem Glauben finden, fragst du:
Zitat:
Was hat das deiner Meinung nach mit Buddhismus zu tun?

Ich frage mich, worin Buddhisten Trost finden. Offenbar nur in der Vorstellung, nicht mehr wiedergeboren zu werden und das scheint mir etwas mager. Das Eingehen ins All/Nirvana ist die Belohnung für Verzicht auf ganz normale menschliche Bedürfnisse bzw. Instinkte.
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Heraclitus hat folgendes geschrieben:
Es geht hier nicht um meine Vorstellungen von Buddhismus und Nirvana, sondern um die der Frau. Meine eigenen Vorstellungen spielen hier doch keine Rolle. Ich referiere die Beweggründe der Frau, sich zu Tode zu mediteren und zu hungern.

Die Vorstellungen der Frau waren ihre persönliche Sache. Ich kann hier nur spekulieren, da ich die Geschichte durch dich nur vom Hörensagen kenne. Sie beruhten offensichtlich auf falschem Verständnis. Das hat nichts mit Buddhismus zu tun.
Wenn jemand behauptet, Gott hat ihm befohlen alle Radfahrer zu töten, liegt das nicht unbedingt an der theistischen Religion.

Heraclitus hat folgendes geschrieben:
Ich frage mich, worin Buddhisten Trost finden. Offenbar nur in der Vorstellung, nicht mehr wiedergeboren zu werden und das scheint mir etwas mager. Das Eingehen ins All/Nirvana ist die Belohnung für Verzicht auf ganz normale menschliche Bedürfnisse bzw. Instinkte.

Warum sollte ich Trost finden wollen?
Die Vorstellung, nicht mehr wiedergeboren zu werden gibt es im Frühbuddhismus. Im Zen, als einer Mahayanarichtung, ist das nicht so wichtig. Hier zählt eher das sogenannte Bodhisattva-Ideal. Da geht es eher darum, das man so lange wiedergeboren werden möchte, wie es leidende Wesen gibt, die der Hilfe bedürfen.
Für den Theravadabuddhisten eine undenkbare Vorstellung.


Möchtest du Trost finden? Was bedeutet das Wort für dich?

Heraclitus hat folgendes geschrieben:
Das Eingehen ins All/Nirvana ist die Belohnung für Verzicht auf ganz normale menschliche Bedürfnisse bzw. Instinkte.

Ein wunderbares Beispiel für völlige Unkenntnis. Aber das macht nichts. Man kann nicht alles wissen. Schwierig wird es nur, wenn man trotzdem zu allem eine Meinung hat und zu Wissen glaubt.

Im Zen ist das Thema Wiedergeburt übrigen nicht wichtig. Wir beschäftigen uns eher mit dem Leben vor dem Sterben.
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