Gedichte aus der Zeit der ewigen Liebe


Leise fliehen wir durch den Wind
Ganz glücklich und frei wie einst das Kind
Warum sollen wir nicht mehr so sein
Wie wir früher immer gewesen sind?

Mit der Zeit kommt der Schmerz
Und er erfriert unser Herz
Wir können nicht mehr in die Augen sehn
Verkleistert mit altem Rost und ganz viel Erz
Warum wollen wir nicht in Glücke von uns gehn?

Seh dich einmal an und frage Deine Zeit
Warum warten wir auf den Moment?
Warum freun wir uns darauf bald ists soweit
Wenn den doch gar niemand kennt

Wir kennen uns selbst und wir lieben die Zeit
Also lass mal die Trauer und den Schmerz
So öffne dich selbst und sei bereit
Und trage stolz dein Herz!
Herz, Schmerz, Schmalz
immer gleich, immer Leid
immer mehr, immer schwer,
immer tief und tiefer,
stolz und stolzer,
einsam und einsamer,
verzeweifelt und verzweifelter
immer noch, gleiche un-sinnige alte Leier,

nur nicht,
immer Sinn und Sinnvoller
frei und freier
von so ewigen Herz, Schmerz,
"nur du, und nur ER keine/n andere/ n,
kann es und darf es je wieder geben"!

Wenn die Liebe nicht nur so von und
an dem, e i n -em Begriff, Körper und Sache,
gefangen,gebunden, und festgehalten wäre,

könnte sie fliesen,wachsen, und endlich das werden,
was sie auch an sich ist;
Allumfassend, Göttlich, heilig, unabhängig,
frei, immer und überall, zu jeder Zeit, an jedem Ort,
in allem und jedem zu finden.
Die Seele ist frei und wunderschön
Nur wird sie so meistens nicht gesehen.
Ich rede und rede nicht mehr viel,
es ist alles schon einmal gesagt.
Tiefste Erkenntnis meiner Selbst
liegt in unzähligen Werken parat.
Ich bin das All, voll leuchtender Sterne
Unendliche Landschaften beherberge ich.
Ich trag Welten in mir unzählig viele
und nur einen Bruchteil hat man davon gesehen.
Ich bin eine lebende Bibliothek
zugleich ein Buch mit Sieben Siegeln.
Wer hat mich schon jemals ganz gelesen?
obwohl ich mich in Allem spiegele.
Meist schaut man nur auf eins meiner Riffe,
an denen sich die Wellen meiner Brandung brechen.
Doch selbst da kann man einen Eindruck
meiner Liebe erhaschen.
Kann die Kraft, die Macht, meines Wesens erfühlen
sich vereinen mit mir und sich auch wieder lösen.
Ich halte niemanden und nichts fest,
doch ich trag überall hin, wenn man mich lässt.
Ich liebe Dich, Du mir vertrautes Wesen,
ich liebe Dich mit Haut und Haar,
ich liebe Dich, als wär es immer so gewesen,
ich liebe Dich,
ist das nicht wunderbar?


El Cid
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"Die Wahrheit richtet nicht nach meinem Glauben, ich muss mich nach der Wahrheit richten"!
"Was immer wir auch tun, tun wir es aus Liebe"
"Was ich schreibe kann potentiell falsch, aber auch richtig sein."
Kein Gedicht, aber so wunderschön auf den Punkt gebracht von Andersmensch

Wem es gefällt, mehr davon hier
http://andersmensch.wordpress.com/category/poetry/

Wie du geliebt sein sollst...
Ich gewähre dir das unendliche Feld meiner Akzeptanz, darauf sollst du säen, was deiner höchsten Freude dient. Gemeinsam können wir diesen Acker bestellen, wenn es deinem Wunsch entspricht, und es möchte mir gleich sein, ob wir da Blumen oder Disteln pflanzen, solange das Lächeln aus deinem Gesicht nicht schwindet.

Ich folge dir auf jedem Wege, auf dem du mich als deinen Begleiter wählst, ohne jemals zu fragen, wohin wir gehen, denn wo auch immer du wandelst, dort finde ich stets Heimat, da bin auch ich deine Unterkunft, dein Lager, dein Herd.

Deine Taten, Worte und Gedanken will ich nicht beurteilen nach ihrer Güte, sondern sie als den reinen Ausdruck deines Seins betrachten, dem ich nichts Geringeres abgewinnen möchte als die strahlende Schönheit deiner Existenz, an die ich dich erinnern kann, so du sie in dunklen Momenten vergisst.

Wenn du Einsamkeit suchst und deinen freien Raum ohne mich wählst, dann will ich beiseite treten, ohne dich nach den Gründen zu fragen, obgleich ich dir versichern werde, dass ich nicht weit bin, falls du die Zeit mit dir selbst ausreichend gekostet hast.

Deine Ideen, deine Fantasien, deine Ideale möchte ich hochhalten, sie niemals belächeln oder schmähen, scheinen sie mir auch noch so befremdlich, gemeinsam mit mir oder alleine mit dir sollen sie für dich zur Verwirklichung gelangen, dabei will ich dir helfende Hand und aufrichtiger Berater sein und deine Freude an ihrer Manifestation wird auch meine Erfüllung sein.

Ärger, Zorn oder Wut sind dein gegebenes Recht als menschliches Wesen, und so möchte ich mich daran nicht stoßen, sondern im rechten Moment das für dich Brauchbare tun, um dein sicheres Netz zu sein, das dich auffängt beim Drahtseilakt deiner Emotionen, damit du sanft landest nach den Sturzflügen durch die Abgründe deiner Seele.

Deinen Geschichten will ich lauschen, so wie ihnen noch nie jemand gelauscht, will sie hören, selbst wenn ich sie jeden Tag hören soll, und auch wenn du meinst, es wäre profanes Zeug, so will ich deine Anekdoten als das Wichtigste wählen, was aus deinem Munde je kam, möchte bei jeder neuen Version empfinden, als erzähltest du sie mir zum ersten Male.

Vertrauen sollst du in mich dürfen wie in die Geburt des neuen Tages, keine Zweifel hegen an meiner Liebe, so als wäre sie die Haut, in der du steckst. Meine Liebe möchte dir im Winter ein warmer Mantel und im Sommer ein luftiger Rock sein, aber niemals soll sie dir schwer werden, niemals zur Pflicht.

Geborgenheit darfst du finden in meinen Armen und an meine Treue glauben, denn bin ich einmal mit dir, dann bin ich es ewig. Und finden sich Zweifel bei dir ein, dann werde ich dir den Ring in Erinnerung rufen, den ich dir ansteckte an jenem Tage und dabei lächeln, wenn du erkennst, dass Kreise endlos sind.

Ich will dir nicht abnehmen, was du alleine tragen kannst, damit du an dir selbst über dich hinauswachsen kannst und niemals werde ich dich geringer sehen als das höchste Bild,
das du je von dir selbst malst. Farben dazu reiche ich dir und die Pinsel stelle ich bereit, aber deine Hand führe ich nicht, damit es dein Bild bleibt, deines ganz allein. Kritik darfst du fordern, aber ein Urteil fälle ich keins.

Tränen kann ich dir trocknen, aber ich werde sie nicht in ihrem Fluss bremsen, wenn dir die Welt zur Last wird und du den Ausweg nicht sehen magst. In deine Verzweiflung folge ich dir nicht, aber ich lasse sie dich kosten, bis ich spüre, dass du genug hast, denn dann weißt du, du kannst kommen in meine Umarmung, die dir geschenkt ist als letzte Zuflucht vor den Schatten, die du dir selbst wirfst.

Die Fehler, die du nicht ändern kannst, oder Worte, die du bereust, Taten, die du für unverzeihlich hältst und Peinlichkeiten der übelsten Art – die nehme ich urteilsfrei und sanftmütig an, um nach langen Gesprächen für immer mit dir darüber zu schweigen, so du das wünscht.

Deine Lust will ich stillen auf jedwede Weise, dir Verschmelzung bieten zu aller Zeit, dich füttern mit mir in mundgerechten Happen und in deinem Sinne dehnen das Spiel, dessen Rhythmus sich aus unserem Tanz ergibt, mal wild und dann wieder sanft, deine Wünsche möchte ich erkennen am Lauf deines Atems und am Feuer deines Blickes. Befriedigung will ich finden in deinem Ankommen, nicht fordern, was du nicht geben kannst. Still darfst du dann liegen in meinem Arm, an meinem Herzen, wo du Mutter findest und auch den Vater, wo dein Freund wartet und auch dein Heil.

Ich will dich lieben, wie du geliebt sein willst, will dich lieben für das, was du bist und nicht für das, was du glaubst, für mich sein zu müssen, denn so wie du bist, sollst du für mich vollkommen sein und keine Fragen will ich daran finden. Du sollst dich ausreichend fühlen an meiner Seite und angenommen in deinem So-Sein, kein Schauspiel mehr brauchen und keine Versprechungen geben, um die Liebe zu halten. Nichts sollst du tun müssen und nichts unterlassen, sondern aus der Fülle deiner Seele jenen Ausdruck finden, der deine Bestimmung ist, denn für dich wurde ich geboren und für dich und deine Erfüllung werde ich leben, solange ich kann.

Ich will dich lieben, um der Liebe willen, will dich lieben, um deinetwillen, niemals um meinetwillen.
Ich will dich lieben zu deiner Freude, zu deinem Glück, will dich lieben, um dich zu füllen, dich versöhnt zu machen mit dir selbst.
So sollst du geliebt sein in all deiner Form, all deinem Ausdruck, all deinem Sein.
So sollst du geliebt sein, niemals geringer.
Mein Lieblingsgedicht:

Was es ist

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist was es ist
sagt die Liebe

Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe


Erich Fried
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten