Erbsünde? Was ist damit gemeint?


ziraki hat folgendes geschrieben:
Rowanny hat folgendes geschrieben:
ziraki hat folgendes geschrieben:
Rowanny hat folgendes geschrieben:

Jede Seele die heute zur Inkarnation kommt ist "vorbelastet".


Mit glauben oder nicht glauben hat das nichts zu tun.


Dass eine Seele zur Inkarnation kommt, ist schon eine Aussage die auf Glauben basiert.




"Die Wahrheit lieber Sohn, richtet sich nicht nach unserem Glauben. Wir müssen uns nach der Wahrheit richten"

-Matthias Claudius-

Das Zitat von M. Claudius ist wirklich bedenkenswert. Aber keine Antwort auf meinen Einwand, dass der Glaube an eine Inkarnation von Seelen eben ein Glaube ist.
Meiner Meinung nach unterscheidest du die Begriffe 'Wissen' und 'Gewissheit' nicht.
Ich glaube dir, dass du in Bezug auf deine Weltanschauung Gewissheit empfindest.
Wäre es Wissen, könntest du es argumentativ begründen.



Wertvoll ist nur das Wissen, welches wir uns selbst erworben haben!
Rowanny hat folgendes geschrieben:



Wertvoll ist nur das Wissen, welches wir uns selbst erworben haben!

Sehe ich anders. Wertvoll ist auch das Wissen, das ich von anderen Menschen übermittelt bekommen habe oder das mir im Bedarfsfall zur Verfügung gestellt wird.
Aber wie gesagt, da es hier um Glauben geht, ist Wissen einfach der falsche Begriff.
Und deine Gewissheit beruht doch auf der Botschaft von Abdrushin, ist also übernommen, oder habe ich da etwas falsch in Erinnerung?
Glauben und Wissen passt das zusammen? Glaub ich an Gott oder weiss ich das es in gibt. Schwer zu beantworten.
Wie hoch ist der Anteil an Wissen und Glauben den uns unsere Umwelt oder Mitmenschen vermitteln. Wo finde ich die Antworten ob sie richtig oder falsch ist, meine Weltansicht?
Gibt es dafür einen Gradmesser? Werden wir nicht auch schon durch unsere Geburt in eine Schublade gesteckt b.z.w. in eine vorgegebene Bahn geworfen?


Rowanny hat folgendes geschrieben:

Wertvoll ist nur das Wissen, welches wir uns selbst erworben haben!


Wertvoll wenn es richtig ist und man dadurch den Sinn des Lebens begreift.
Hallo Ziraki,

gg, ich versuch mir gerade vorzustellen, wo wir heute in unserer Entwicklung ständen, wenn es kein übermitteltes Wissen gäbe.

Wahrscheinlich würden wir uns noch um von Bäumen herunter gefallenen Früchte prügeln oder mit einem Stock Honig aus einer Bienenwabe herausziehen.

Nicht das Wissen, was wir uns selbst erworben haben, verändert unsere Kultur, sondern die Gesamtheit des zur Verfügung stehenden Wissens.

Das persönliche Wissen des einzelnen Menschen ist immer selektiv und damit unvollständig. Ob es wertvoll ist oder nicht liegt ganz in der eigenen Beurteilung. Und damit entfällt eine generelle Beurteilung von Wissen.

Allerdings haben etliche Offenbarer noch für zusätzliche Verwirrung gesorgt, indem sie Formulierungen wie "Ganz gewiß ist es so" oder "Offenbar ist es so" oder "Es ist sicher so" auf rein metaphysische Vorstellungen anwenden und damit beim flüchtigen Lesen den Eindruck erwecken, es handle sich um tatsächliches Wissen und nicht um metaphysische Gewißheit.


Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:

Allerdings haben etliche Offenbarer noch für zusätzliche Verwirrung gesorgt, indem sie Formulierungen wie "Ganz gewiß ist es so" oder "Offenbar ist es so" oder "Es ist sicher so" auf rein metaphysische Vorstellungen anwenden und damit beim flüchtigen Lesen den Eindruck erwecken, es handle sich um tatsächliches Wissen und nicht um metaphysische Gewißheit.


Auf was beziehst du dich da?
Wenn es wirklich Offenbarer waren, haben sie tatsächliches Wissen vermittelt. Metaphysische Realitäten sind nicht anders erkennbar, nur durch Offenbarung.
Das bedeutet aber mMn nicht, dass ich jetzt etwas wissen kann, ich kann es nur glauben, oder auch nicht.
Natürlich ist Wissen, welches von außen an uns herangetragen wird, auch wertvoll, aber doch nicht wenn ich es, ohne es zu prüfen, ohne es zu begreifen, d.h. in mir zum Erleben bringe, einfach blind glaube.

Schaut Euch um, was in der christlichen Religion so alles blind geglaubt wird! Da wird selten geprüft, passt das in die Vollkommenheit Gottes?

Z.B.: "Schmeißt auf ihn alle Schuld". Das wird tatsächlich von Milliarden geglaubt! Oder: "Die Gnade ist grösser als die Sünde" ebenso.

Und warum? Weil es bequem ist und Erlösung suggeriert.

Das Schöpfungsgesetz und der Bibeltext: "Was der Mensch sät das wird er ernten" und "Ich komme bald um zu richten einen jeglichen nach seinen Werken" (Off.22.12) wird ausgeblendet.
hallo ziraki,

ich beziehe mich hauptsächlich auf die Zitate vom Offenbarer der Bahai, die hier gepostet wurden. Da fangen sinngemäß einige so oder so ähnlich an.

Du schreibst von "metaphysischen Realitäten". Das ist meines Erachtens schon ein Widerspruch an sich. Auf der einen Seite gibt es eine nachvollziehbare und beweisbare Realität, auf der anderen Seite gibt es einen metaphysischen Glauben. Beide haben keine gemeinsame Schnittmenge, sondern nur eine scharfe Trennungslinie.

Natürlich bedeutet es nicht, daß ein Glaube völlig absurd sein muß (allerdings muß man bei den meisten Religionen über einige eklatante Widersprüche hinwegsehen). Aber hier gibt es keine logischen Beweise, sondern nur Offenbarer und deren verkündete Worte.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Zitat:
Und deine Gewissheit beruht doch auf der Botschaft von Abdrushin, ist also übernommen, oder habe ich da etwas falsch in Erinnerung?


Ja und nein! Deine Erinnerung ist richtig, dass ich die Botschaft im "Lichte der Wahrheit" von Abd Ru Shin gelesen habe. Viele male gelesen habe.

Nicht richtig ist, dass ich eine Gewissheit übernommen habe.

Ich, der "Dipl. Skeptiker", habe sie hinterfragt, durch das Leben und Erleben überprüft, und nur Bestätigung erfahren.

Allerdings habe ich mich auch 20 Jahre vorher von allen kirchlichen Dogmen befreit.


Das verhält sich so wie mit "Liebe auf den ersten Blick". Diese ist nicht vermittelbar und nicht durch daran glauben erlebbar. Sie ist nur erlebbar!

PS: Wenn wir Wissen erlangt haben (wo auch immer), dann können wir auch daran glauben!
Rowanny hat folgendes geschrieben:
Natürlich ist Wissen, welches von außen an uns herangetragen wird, auch wertvoll, aber doch nicht wenn ich es, ohne es zu prüfen, ohne es zu begreifen, d.h. in mir zum Erleben bringe, einfach blind glaube.

Schaut Euch um, was in der christlichen Religion so alles blind geglaubt wird! Da wird selten geprüft, passt das in die Vollkommenheit Gottes?

Z.B.: "Schmeißt auf ihn alle Schuld". Das wird tatsächlich von Milliarden geglaubt! Oder: "Die Gnade ist grösser als die Sünde" ebenso.

Und warum? Weil es bequem ist und Erlösung suggeriert.

Das Schöpfungsgesetz und der Bibeltext: "Was der Mensch sät das wird er ernten" und "Ich komme bald um zu richten einen jeglichen nach seinen Werken" (Off.22.12) wird ausgeblendet.


Ich weiß nicht recht, ich bin keine Christin. Aber in der katholischen Kirche gibt es den Glauben an das Purgatorium. Das Schöpfungsgesetz ist nach deiner Auffassung der Zusammenhang zwischen Saat und Ernte, habe ich das richtig verstanden?
Schon im Buddhismus (und der war wohl auch eine Antwort auf den Glauben an eine vereinfachte Sichtweise von Ursache und Wirkung) wurde gesehen, dass das Heranreifen von Karma, und die Frucht, die geerntet wird von vielen Faktoren abhängig ist.
Z.B. davon wie eine Tat im Nachhinein beurteilt wird. Zu wissen, dass man etwas Falsches getan hat, kann schon eine erhebliche Beeinträchtigung des persönlichen Wohlbefindens sein.
Und die Ernte ist auch vom Wetter abhängig, also von Umständen, die nicht in der Kontrolle des Menschen liegen.
Einstens frug ich den Frosch: Sag mal, ist es wirklich nötig, den einen Unfug mit einem anderen Unfug zu ersetzen?
Da antwortete der Frosch und sprach: Nö, eigentlich nicht.