Selbstverliebt oder Selbstliebe?


Wo ist denn da genau der Unterschied, wie und durch was zeigt er sich?
Wo ist die Grenze?
Wie erkennt man an einem Menschen, ob er selbstverliebt ist oder sich selbst liebt?
Das eine ist eine Krankheit, das andere spirituelles Ziel.

Wodurch lassen wir uns täuschen- wie täuschen wir uns selbst über uns?
Ich würde sagen: selbstverliebt bezieht sich vor allem auf das Äussere und ist selbstzentriert - ich sehe meine Schokoladenseiten - wie beim Verliebtsein in eine andere Person...

Die Selbstliebe jedoch geht viel tiefer: ich nehme mich als Ganzes an und akzeptiere alles als einen Teil von mir, so wie er ist - als einen wertvollen Teil meiner Erfahrung.
Ich denke, gerade dies fällt uns nicht ganz leicht, wir neigen auch dazu, uns selber nicht zu verzeihen und sogar selbst zu "bestrafen".
So fällt es uns auch schwerer, anderen zu verzeihen, die ähnliche Schwächen haben.
Recht einfach - Selbstverliebte nehmen andere meist entweder gar nicht oder nur am Rande und eher abwertend zur Kenntnis. Selbstliebende dagegen sind offen und urteilsfrei gegenueber den anderen
antares hat folgendes geschrieben:
Recht einfach - Selbstverliebte nehmen andere meist entweder gar nicht oder nur am Rande und eher abwertend zur Kenntnis. Selbstliebende dagegen sind offen und urteilsfrei gegenueber den anderen




Ich bin dir zutiefst dankbar für diesen Satz.
soraja hat folgendes geschrieben:


Ich bin dir zutiefst dankbar für diesen Satz.


Gern geschehen
HmmH, Moment mal, fällt nicht beides unter den Begriff "Narzissmus" mit den entsprechenden Nuancierungen ?

Selbstverliebtheit oder Selbstliebe - ist sie zu stark, kommt der Narziß zum Vorschein.

Kann der Mensch sich bewußt in den Grenzen bewegen, die dann wirklich nur ein gewisses Selbstbewußtsein zeigt ? Sich des Menschlichen im Menschen bewußt sein - muß Selbstliebe nicht auch zu Egoismus führen ?

Da kommen wir dann wieder in Bereiche, wo Egoismus seine Nuancierung erfährt.

Wenn wir anfangen, dieses Thema zu sezieren, kommen wir vielleicht zu ganz anderen Ergebnissen.

Mal tiefer geschaut.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:


Wenn wir anfangen, dieses Thema zu sezieren, kommen wir vielleicht zu ganz anderen Ergebnissen.

Mal tiefer geschaut.


...deshalb auch frage ich nach. Wo ist die Grenze zwischen Liebe macht auf für den anderen und Liebe schließt den anderen aus?
Vielleicht, meine Gute, kann man das alles gar nicht so eindeutig definieren, weil die Menschen ihre Selbstinterpretation in dieses Thema legen.

Wird aber auch schon im Internet diskutiert, weil Du da ein aktuelles Thema angesprochen hast.

Egoismus gleich Selbstverliebtheit oder Selbstliebe - schlecht oder gut - für die Menschheit ?

Darf der Mensch sich zu sehr lieben und dabei die anderen vergessen - oder braucht er erst einmal "Streicheleinheiten" für die Seele, um auch andere lieben zu können ?

Betrachten wir einmal die biologische Entwicklung des Menschen: erst Baby - erhält die uneingeschränkte Liebe der Eltern, später lernt das Kind, auch die anderen Menschen einzuordnen, ob es sie lieben kann oder nicht und vor allem, wie sie dem Kind entgegen kommen.

Das Kind lernt, die Dinge auseinander zu halten und lernt seine Eltern lieben, wenn sie gut zu ihm sind, sind sie es nicht, dann sind es nur autoritäre, lieblose Vorbilder, die unbedingten Gehorsam verlangen.

Liebe ich michselbst, kann ich mich annehmen, wie ich bin oder haben Eltern schon den Grundstock in der Kindheit für Zweifel an sich selbst gesorgt ?

Lieben sie dich, obwohl du nicht den Idealnormen entsprichst oder lieben sie dich, weil sie sich in dir noch mal wieder sehen möchten, oder lieben sie dich, weil sie jemanden zum lieben brauchen oder lieben sie dich aus pragmatischen Gründen, weil sie im Alter nicht allein sein wollen - wo ist Liebe, wo Selbstliebe - wo hört es auf und wo fängt es an.

Wie entwickelt sich Liebe und wie kommt man zur Selbstliebe und was bleibt für die anderen, die der Nächste sind ?

Alles Fragen, die rund um dem Thema liegen und vielleicht dazu gehören - wo ist der Anfang, wo das Ende ?

Zu welchem Schluß kommen wir ?

Die Behauptung, daß wir Gott sind, habe ich nie geglaubt. Aber wir können vielleicht etwas für uns tun - unsere Seele streicheln, damit sie nicht ganz verkümmert.

Zitat:
Erst wenn ihr euch lieben könnt, könnt ihr auch andere lieben...

http://www.sai-baba.de/zitate.htm

LG
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Hm... dar war doch was. Ach ja...

Selbstliebe ist ein ausgeglichenes Selbstgefühl. Selbstverliebtheit dagegen ist die euforische Seite einer Unbalanz. Die depressive Seite heist Selbsthass.

Fast jeder hat ein teilweise ausgeglichen Selbstgefühl. Das nicht ausgeglichene Teil ist eine Mischung aus Selbstverliebtheit und Selbsthass und andere unausgeglichene Selbstgefühle so wie Egoismus, Egocentrismus usw.

Nur selbstliebend sein ist eher utopisch.
Nur selbstverliebt sein ist eigentlich nicht möglich.

Mann könnte somit die eigene Selbsthass überwinnen damit mann die eigene Selbstverliebtheit bekämpft.
Ob das auch in der Praxis umzusetzen ist...? Oder wünschlich?

Übrigens ist Selbstverliebtheit kein Egoismus. Es ist sehr wohl möglich ein selbsthassender Egoist zu sein... leider. Das sind nicht direkt die pflegeleichteste Leute.
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Bleib Glücklich und Gesund, und deine Seele treu.
soraja hat folgendes geschrieben:
Wo ist die Grenze zwischen Liebe macht auf für den anderen und Liebe schließt den anderen aus?
Ich verstehe nicht: wieso oder seit wann schliesst Liebe andere aus??
Ich weiss dass Liebe andere nur einschliesst, denn Liebe ist das, was von Wesen zu Wesen fliesst, ohne Abgrenzung.
Andere ausgrenzen bedeutet immer, den eigenen Horizont zu verkleinern - aber das ist mit einem Lichtwesen das wir sind nicht zu vereinbaren, oder?
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Ich Bin was ich wähle zu sein