Stellung der Götter im Buddhismus


Long Road hat folgendes geschrieben:


Liebe soraja

Alle Achtung! Selbstvertrauen hast du ja.


Das kommt vom sterben, irgendwann ist einem alles egal....
Götter gibt es im Buddhismus, es gibt sogar einen Gott den man als Schöpfergott bezeichnen kann, zumindest hält er sich selber dafür.

Götter werden im Buddhismus sehr als, so alt, dass sie vergessen, dass sie sterblich sind, so alt, dass sie sich für den Gott halten. Der Tod eines Gottes ist der schrecklichste, den es geben kann, denn kurz vor dem Tod wird dem Gott seine wahre Natur bewusst, ihm wird bewusst, dass er seine Chance Erleuchtung zu erlangen vertan hat und dass ihm aufgrund seines Lebenswandels eine eher ungünstige Inkarnation bevor steht. (Man bedenke was für schreckliche Dinge Götter selbst tun und anordnen.)

Götter sind unvollkommen, deswegen bat auch Brahma einst Buddha ihn den Dharma zu lehren. Laut buddhistischer Mythologie ist Gott selbst Buddhist, Buddha der Lehrer der Götter. Man kann Götter anbeten, sie um Hilfe bitten, was sie auch in gewissem Umfang tun (können). Nur die Erlösung können sie einem nicht schenken. Der Fremderlösung im Juden, Christen- usw. - tum, steht im Buddhismus die Selbsterlösung gegenüber. Buddha lehnte einen Gottesglauben mit, wie ich finde, sehr eindrucksvollen Worten ab, indem er sinngemäß sagte: Die Priester reden von ihm, aber ich kenne ihn.

Zu soraja Beiträge möchte ich nur sagen, dass schon der Titel des Buches, aus dem sie zitiert, sachlich falsch ist. Der Dalai Lama ist kein Gottkönig, d.h. er ist weder ein König von Gottes Gnaden, noch ist er ein Gott, sein Stellvertreter oder gar seine Inkarnation.

Das Buch hat den Anstrich neofaschistischer Literatur, verdammt es doch ein ganzes Volk. (Man ersetze Tibeter durch Juden, dann kommt einem das ganze sehr bekannt vor.) Bei aller Berechtigung für Kritik an der feudalen Ordnung, welche die tibetische Gesellschaft vor der Invasion durch die Chinesen hatte, ist dieses Buch schmierige, schlecht (wenn überhaupt) recherchierte, hasserfüllte Polemik. Der Autor kann einem schon leidtun.
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud
Die Wahrheit ist immer unangenehm.
Dass sie Tibeter eine Resonanz haben müssen, um so angegriffen zu werden, ist dir wohl bis jetzt nicht klar.
Es kommt immer zurück, was man austeilt.

Und ich bin nicht rassistisch, nur realistisch.

Ich persönlich habe weder was gegen Tibeter, noch gegen Juden, noch gegen Buddhisten.

Ich betrachte nur die Realität sachlich.

Ich habe gegen niemanden was.
soraja hat folgendes geschrieben:
Die Wahrheit ist immer unangenehm.


Ich bezweifle stark, dass das die Wahrheit ist.

soraja hat folgendes geschrieben:
Dass sie Tibeter eine Resonanz haben müssen, um so angegriffen zu werden, ist dir wohl bis jetzt nicht klar.


Mir ist vor allem nicht klar, was dieser Satz bedeuten soll.

soraja hat folgendes geschrieben:
Es kommt immer zurück, was man austeilt.


Aber nicht alles was man an Freude oder Leid erfährt, hat man vorher auch ausgeteilt.

soraja hat folgendes geschrieben:
Und ich bin nicht rassistisch, nur realistisch.


Ich habe dir auch keinen Rassismus unterstellt.

soraja hat folgendes geschrieben:
Ich betrachte nur die Realität sachlich.


Wie realistisch und sachlich gehst Du an die Sache ran, wenn Du die Gita fälschlicherweise kurzerhand unter buddhistischer Literatur verbuchst? Einen gut informierten Eindruck hinterlässt Du damit nicht, gerade weil Du noch betonst, es sei dir egal ob die Gita hinduistisch oder buddhistisch sei.
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud
yogi hat folgendes geschrieben:


Dass sie Tibeter eine Resonanz haben müssen, um so angegriffen zu werden, ist dir wohl bis jetzt nicht klar.

Mir ist vor allem nicht klar, was dieser Satz bedeuten soll.


Dann hat es eh keinen Wert, dass ich mehr dazu sage. Dann endet für mich unser Dialog hier, weil Ende der Sackgasse, führt nicht weiter.
Ohne Groll, selbstverständlich.
Der Satz war grammatikalisch... fragwürdig.