Ich habe keine Freunde


Hallo Soraja,

ich habe hier nicht alles gelesen, aber vielleicht trotzdem ein paar kurze Gedanken von mir, aber ich weiß nicht inwieweit du das schon versucht hast.

Von einem Klink Aufenthalt würde ich erst einmal abraten. Auch deinen Sohn fallenzulassen, sollte wohl die letzte Option sein.

Hast du vielleicht einmal echtes Interesse an dem gezeigt, was dein Sohn tut? Mich würde es auf jeden Fall interessieren, welche spiele mein Sohn da so spielt (wenn ich einen hätte). Vielleicht gelingt es dir auch herauszufinden, was ihn daran so fasziniert. Vielleicht, warum er die relative Realität nicht aushalten kann und sich in die virtuelle flüchtet. Wer ist er da? Woher kommt die Enttäuschung, die Angst? So etwas könnte man z.B. fragen. Nicht um Antworten zu bekommen, aber Denkanstoße zu liefern. Sehr vorsichtig herantasten, in seinem Tempo. Aber erst einmal akzeptieren und ihm auch das Gefühl geben, dass es ok ist.

Vielleicht kann man sich auf computerfreie Zeiten einigen.

Er muss auch nicht ins Museum gehen oder ein Buch lesen, wenn er das nicht will. Aber vielleicht kannst du ja mal mit ihm ins Kino gehen, oder sogar in die Natur fahren.

Zeige ihm das wahre Leben, damit er selbst erkennt, wie er seine kostbare Zeit verschwendet.

Vielleicht kannst du ihn ja verstehen und ihm ein Fels in der Brandung sein. Vielleicht nicht als Mutter, aber als Freundin.

Alles Liebe
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Om
Purnamadah Purnamidam
Purnat Purnamudachyate
Purnasya Purnamadaya
Purnameva Vashishyate
Om shanti, shanti, shanti
Soraja
Zitat:
Wenigstens hat er kein Interesse an Ballerspielen.

Solaris
Zitat:
Hast du vielleicht einmal echtes Interesse an dem gezeigt, was dein Sohn tut? Mich würde es auf jeden Fall interessieren, welche spiele mein Sohn da so spielt (wenn ich einen hätte

Warum ist das so wichtig, was man spielt und dass er keine Shooter (so heißt's richtig, nicht Ballerspiele ) spielt?
Ich bin begeisterte Zockerin und spiel von Pokemon über Simulation bis Shooter ALLES. (zur Information: ich bin auch 18 ). Aber ich hatte und habe immer schulisch ausgezeichneten bis guten Erfolg, was sich auch in Zukunft nicht ändern wird. ^^ Ich lese viel, schreib selbst an Geschichten und geh auch mit Freunden weg. Qualität der "Zockerzeit" >>> Quantität.
Es ist aber eben nicht jeder der Typ für Sportvereine und dauernd Partys, etc ... Man sollt jedem seine Hobbys lassen.


Solaris
Zitat:
Vielleicht, warum er die relative Realität nicht aushalten kann und sich in die virtuelle flüchtet.

Das klingt schon sehr nach "Hobbyseelenklempnerei", wenn ich das so sagen darf. ^^"
Jemanden, der viel Bücher liest, fragt man ja auch nicht: "Weshalb hältst du die Realität nicht aus, dass du lesen musst? Was treibt dich dazu? =/"
Der einzige Unterschied besteht darin, dass die breite Masse Bücher schätzt, aber Videospiele "verabscheut".
@Bastet: Das Problem scheint hier aber eher zu sein, dass das Zocken zum Problem geworden ist.
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Hallo lieber Mobb,

ich kenne das Problem nur zur Genüge.
Mir geht es ähnlich.

Wahre Freunde zu finden ist wahrlich nicht einfach. Ich glaube, alles hat seinen Zeitpunkt im Leben. Und es klingt jetzt vllt ziemlich blöd: aber vllt solltest du diese Erfahrungen machen, um daraus zu lernen. Es kommen bestimmt bald die richtigen Freunde. Man muss nur geduldig sein..Aber zumindest das beste aus seinem Leben machen bzw. es versuchen und wenn es nicht klappt, sich professionelle Hilfe holen, bevor du dich noch mehr zurückziehst und deine "Depressionen" noch heftiger werden. Ich finde es krass, dass selbst junge Menschen schon solche Probleme haben.

Kopf hoch, es geht immer weiter. Aber wie du schon geschrieben hast, such´ dir etwas was dir Spaß machst, vllt findest du wirklich dort jemanden, der deine Freundschaft zu schätzen weiß...