Wie stellt ihr euch das Jüngste Gericht vor?


Und was ist eine Gottesoffenbarung, Wortwörtlich?
Also weil meine Ex-Frau mir die Kinder nicht mehr geben wollte,
war ich insgesamt 11 x vor Gericht.

Mit der Zeit ziemlich langweilig.

Aber kann nur empfehlen: für das jüngste Gericht einen Prozesskostenhilfeantrag zu stellen und wenns geht einen guten Anwalt mitzunehmen.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Das jüngste Gericht ist natürlich kein Gericht im wortwörtlichem Sinne.
Es ist das abwiegen zwischen den, auf Erden gebrachten, guten und schlechten Früchten. Es ist das Erblühen der innersten Geistesreife. Bei schlechter Frucht wirst du so lange mit der eigenen Bosheit konfrontiert sein, so das du von dir aus eine Wandlung ins Positive beginnen wirst. Oder wie Jesus sagte:

25 Sei willfährig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleinst überantworte dem Richter, und der Richter überantworte dich dem Diener, und wirst in den Kerker geworfen. 26 Ich sage dir wahrlich: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Heller bezahlest.

(Matthäus - Kapitel 5, 25)

Der "Heller" ist ein Bild für das Schlechte im Menschen, mit dem man in direkter unignorierbarer Konfrontation steht.
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Realität ist etwas für Leute, die Angst vor Einhörnern haben!
Ich erinnere mich, als Kind hatte ich ähnliche Vorstellungen ,wie Be-stile-zen.
So wird es wohl in unserer Kultur vermittelt. Was wohl auch dazu führt Begriffe wie das "Jüngste Gericht" irgendwann als naiv und kindlich abzutun.

Zitat:
Ich verstehe unter dem Begriff "Jüngste Gericht" oder "Jüngster Tag" was anderes.

Das "Jüngste Gericht" ist immer dann wenn eine neue Gottesoffenbarung erscheint.


Kannst Du das näher erläutern?
@ziraki
Zitat:
Ich erinnere mich, als Kind hatte ich ähnliche Vorstellungen ,wie Be-stile-zen.
So wird es wohl in unserer Kultur vermittelt. Was wohl auch dazu führt Begriffe wie das "Jüngste Gericht" irgendwann als naiv und kindlich abzutun.


Ja liebe Ziraki, genau so habe ich das auch in Erinnerung und dazu kam dann auch noch die große Angst.

Tims Antwort darauf:
Zitat:
Ich verstehe unter dem Begriff "Jüngste Gericht" oder "Jüngster Tag" was anderes.
Das "Jüngste Gericht" ist immer dann wenn eine neue Gottesoffenbarung erscheint.


Zitat:
Kannst Du das näher erläutern?
frägt Ziraki

und Be-stile-zen:
Zitat:
Und was ist eine Gottesoffenbarung, Wortwörtlich?


Bis unser lieber tim das besser erklärt versuche ich mal zu schreiben wie ich es verstehe:

Zu Gottesoffenbarung: Was uns Gott offenbaren will, tut er jeweils durch Seine Offenbarer. Diese Gottesoffenbarer (z.B. Moses, Christus, Mohammed, Krishna usw.) haben den Menschen der jeweiligen Zeit immer genau das offenbart, was sie zu dem jeweiligen Zeitpunkt verstehen und begreifen konnten, bzw. was die Menschen eben zu dieser Zeit grade gebraucht haben.

Immer wieder wenn ein neuer Gottesoffenbarer erschien, dem Gott aufgetragen hatte den Menschen zu enthüllen was sie eben grade jetzt benötigen um selbst glücklich zu sein und für das Wohlergehen ihrer Mitmenschen zu sorgen, standen die Menschen automatisch im Gericht. Sie konnten sich immer selbst entscheiden ob sie dies annehmen wollten oder nicht.

Niemals wird Er (Gott) ungerecht mit irgend jemandem verfahren, noch wird Er eine Seele über ihr Vermögen belasten. Er, wahrlich, ist der Mitleidige, der Allbarmherzige.
Baha'u'llah, Ährenlese


Wie gesagt, ich habs versucht.

Liebevolle Grüße Linde

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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Die Menschen brauchten, brauchen und werden zu allen Zeiten das Gleiche brauchen - Liebe. Und die Liebe ist immer die Gleiche, weil sie von Gott kommt, weil Gott die Liebe ist. Und er ist zeitlos und ewig.

Gericht bedeutet für mich, dass ich am Ende meines Lebens im Jenseits unmittelbar damit konfrontiert sein werde, wo ich hier auf dieser Welt hinter der Liebe zurückgeblieben bin.
Dieser "ungeschönte" und direkte und unausweichliche Blick des Menschen auf sich selbst nach seinem Tod, das stelle ich mir unter dem Gericht vor. Das Offenbarwerden der "ganzen Wahrheit" über den jeweiligen Menschen. Die Messlatte wird das "Vollmaß der Liebe" sein, das uns Gott gezeigt hat - Jesus Christus.
Zitat:
Die Menschen brauchten, brauchen und werden zu allen Zeiten das Gleiche brauchen - Liebe. Und die Liebe ist immer die Gleiche, weil sie von Gott kommt, weil Gott die Liebe ist. Und er ist zeitlos und ewig.


Ja Burkl, das sehe ich auch so. An der Liebe wird sich niemals etwas ändern. Dies brauchte und braucht der Mensch zu allen Zeiten. Diese geistigen Gesetzte wurden und werden wohl niemals geändert werden.

Es sind wohl die äußerlichen Umstände die sich ändern und wofür von Zeitalter zu Zeitalter die Gesetze angepasst werden müssen.

Schöne Grüße
Linde

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Bahá'u'lláh
Mal im Ernst:

Gott ist Liebe und Verständnis.
Und Sätze wie: "Vergebe nicht sieben mal, sondern sieben mal siebzig mal." kommen doch nicht von ungefähr.
Desweiteren muss Gott uns ja nichts vergeben, denn Gott hatte uns niemals verdammt.
Gott ist voller Verständnis und somit kennt Gott auch die Seelenreife jedes Wesens, welche auch das Maß an Selbstsucht oder Selbstlosigkeit in den Taten wiederspiegelt.

Wieso sollte Gott die unreife Seele verdammen?
Das Unreife muss eben erst noch reifen und das ist auch gut so.

Und außerdem ist auf Seelenebene Zeit kein so wichtiger Faktor.
Was jetzt nicht funktioniert, tut es irgendwann anders.
Die Ewigkeit bietet immer genügend Zeit.

Ein Glauben ohne Heilsgewissheit kann niemals erfüllend sein.
Und von Hoffnung, die ein Glauben gibt, sprechen nur jene Menschen,
die eben jene Gewissheit verloren haben, und das ist doch schade!

Gott richtet nicht, Gott bietet Chancen!
Und verpassten Chancen folgen immer wieder neue Chancen.
Denn wie könnte ein Himmel denn jemals erfüllend sein,
wenn diesen Himmel nicht alle Seelen erreichen würden.

Eine Qualität, die die Seele Gott näher bringt ist doch das Mitgefühl.
Aber wie könnte es Glückseligkeit geben, wenn die Seelen wissen, dass andere Seelen noch leiden.
Und wie könnte Gott es Mitfühlenden Seelen verwehren, eben jene leidenden Seelen zum selben Glück zu verhelfen.
Das würde ja bedeuten, dass es in diesem Himmel kein Mitgefühl und keine Nächstenliebe mehr gäbe.

Daraus folgt unweigerlich, dass ein Glaube mit jüngstem Gericht und ohne Heilsgewissheit einen erfüllenden Himmel gar nicht haben kann.
Seelen würde verweigert, sich frei zu entscheiden, Seelen würde verweigert, aus Liebe zu den Mitmenschen wieder in der grobstofflichen Ebene zu inkarnieren.

Dieser Glaube ist für mich nicht erstrebenswert und sorgt unter Gläubigen auch oft für Trauer.
Ich kenne das, wenn Angehörige meinen, sie müssten Menschen, die ihnen nahe stehen noch zu Lebzeiten zu ihren Glauben bekehren,
oder sie werden später in alle Ewigkeit von ihnen getrennt sein.
Unzählige Menschen wurden unter diesem Irrglauben depressiv.
Muss das denn sein?
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Bravo.
PapaLoooo hat folgendes geschrieben:
Ich kenne das, wenn Angehörige meinen, sie müssten Menschen, die ihnen nahe stehen noch zu Lebzeiten zu ihren Glauben bekehren,
oder sie werden später in alle Ewigkeit von ihnen getrennt sein.
Unzählige Menschen wurden unter diesem Irrglauben depressiv.
Muss das denn sein?


Von mir auch Bravo
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