Wie stellt ihr euch das Jüngste Gericht vor?


linde hat folgendes geschrieben:
Es sind wohl die äußerlichen Umstände die sich ändern und wofür von Zeitalter zu Zeitalter die Gesetze angepasst werden müssen.


Die Liebe Gottes auf die "äußeren Umstände" jeder Zeit hin zu übersetzen ist Aufgabe des Menschen. Gott gibt uns dafür seine Liebe, die Gabe und gleichzeitig im wahrsten Sinne auch "Aufgabe" ist - die Liebe Gottes, aus der sich unser Auftrag ableitet diese Welt zu gestalten. Die Details überlässt er uns - denn die sind tatsächlich von äußeren Umständen der Zeit abhängig - aber es ist unsere Aufgabe als "mündige Gläubige" die Liebe Gottes in diese Welt zu bringen und "richtig zu übersetzen". Dafür gibt Gott uns keine "Dienstanweisungen", die alles bis ins Detail regeln.

Gott will freie, große, kreative Menschen. Menschen "auf Augenhöhe" mit dem Schöpfer. Da er selbst uns in Jesus auf "Augenhöhe" gegenübergetreten ist, sind wir keine "Gesetzadressaten" mehr, die sich in periodischen Abständen einem aktualisierten Regelwerk zu unterwerfen haben, sondern geliebte mündige Partnerinnen und Partner Gottes.
Ja ich glaube, dass Gott so groß ist, dass er seine Größe durch sein "Kleinwerden" uns gegenüber für alle Zeiten gezeigt hat - in Jesus Christus. Dieser Akt des "Kleinwerdens" ist die eigentliche Größe, ist das Herz der Liebe, der Kern der alles beinhaltet und alles aussagt, was Liebe ist - was den Menschen ans Ziel führt, ihn Gott ähnlich macht.