Liebe wertet nicht - Liebe richtet nicht


Es gibt Menschen, die wünschen sich eine friedliche Welt. Sie wünschen sich eine gewaltfreie, klassenlose Welt. Sie würden dafür all der Gewalt, die hilflosen und unterdrückten Menschen in dieser Welt zuteilwird (einschließlich ihnen selbst) mit aller Härte und voller Gewalt entgegen wirken. Sie wünschen sich die Liebe und wollen sie mit Hass erkaufen. Dieser Ansatz ist weder richtig noch falsch. Der Impuls ist Liebe.
Aber:
Die Liebe, das Potenzial, der Ursprung, also das wahre Wesen der Liebe wertet nicht. Sie richtet nicht. Sie beobachtet ohne jede Negativität. Wer die Liebe wählt, wählt niemals den Hass oder die Angst. Wahre Liebe richtet nicht. Wahre Liebe entsteht NIEMALS aus Gewalt. Nehmt die WERTUNG aus Eurem Denken und es bleibt einzig die Liebe übrig. Wenn Ihr aufhört, Menschen, Situationen, Ereignisse zu bewerten, dann werdet Ihr im Ansatz spüren, Was-Ihr-Seid! Ohne Urteil ist ALLES Liebe. Wenn Ihr es geschafft habt, dann sagt mir bitte wie
Hört auf, zu reagieren. Handelt aus Eurer tiefsten Einsicht heraus, aus Eurem Glauben an das, was Ihr sein wollt. Dann reagiert Ihr nicht, Ihr SEID. Dann wird den Handlungen nichts Negatives mehr anhaften. Versucht einmal alles Urteil, jede Bewertung (und sei es nur die Feststellung, dass ein Stein hart und kalt ist – denn auch das ist eine Bewertung und noch dazu nicht gerade eine „positive“. Unser Verstand möchte „hart und kalt“ als schlecht abtun) aus Eurem Denken zu nehmen. Wie fühlt sich das an? Es ist Liebe, nicht wahr? Und nun versucht, die Liebe wegzunehmen…
Es funktioniert nicht! Wollt Ihr wissen, warum es nicht geht? Weil der Urzustand nicht weggenommen werden kann! Es ist das, was ist, war und sein wird. Es ist der einzige Moment und alle Zeit und aller Raum auf einmal. Es gibt kein vorher, nachher, Jetzt. Es gibt nur das EINS. Und das Eins IST. Und das ist LIEBE. Bitte nehmt auch hier die Wertung aus dem Begriff „Liebe“. Liebe ist kein Begriff. Liebe ist das Was-Ist.

Ich möchte so gerne nach meinen eigenen Worten leben. Bisher habe ich es nicht geschafft. Vielleicht weiß es ja jemand von Euch... Könnt Ihr mir helfen?
Liebe ist eine Macht. Gott erschafft das Universum und damit auch die Menschheit aus Liebe. Er kann das, weil Er die Macht hat, das zu tun. Die Ausübung einer Macht impliziert ein Ziel. Beim Menschen ist es auch nicht anders: Wer liebt, bewirkt mit seiner Liebe, daß wieder mehr positive Energie fließt. Damit hat er Macht. Wer die anderen so liebt wie sich selbst verändert sehr viel. Sich selbst lieben, heißt dieser Seele in ihm, die von Gott ist, etwas Gutes zu tun. Die Seele möchte so rein zu Gott zurückkehren, wie sie auf die Erde gekommen ist. Darum sollten wir uns überlegen, welche Taten unsere Seele evtl. beschmutzen könnte. Also alles Tun des Menschen hat ein Ziel. Das heißt aber auch, daß der Mensch sich die Frage stellen muß: Was ist der Sinn meines Lebens! Wer diese Frage gleichgültig behandelt liebt sich selbst nicht und damit auch seine Seele nicht.
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...und die Menschen auf der Erde machen Wumtata!
Katja-78 hat folgendes geschrieben:
Hört auf, zu reagieren. Handelt aus Eurer tiefsten Einsicht heraus, aus Eurem Glauben an das, was Ihr sein wollt.
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Es funktioniert nicht! Wollt Ihr wissen, warum es nicht geht? Weil der Urzustand nicht weggenommen werden kann!


Ich weiß, warum es nicht funktioniert, liebe Katja. Weil der Mensch von sich aus - auf sich alleine gestellt - nicht dazu fähig ist, nachhaltig nach dem Guten zu streben und es auch umzusetzen. Wir alle tragen den "Keim des Bösen" in uns. Oder wie es die Bibel ausdrückt:

"Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse.
Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist.
Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen.
Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will.
Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vorhanden ist, obwohl ich das Gute tun will.
Denn in meinem Innern freue ich mich am Gesetz Gottes,
ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt und mich gefangen hält im Gesetz der Sünde, von dem meine Glieder beherrscht werden.
Ich unglücklicher Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten?
Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Es ergibt sich also, dass ich mit meiner Vernunft dem Gesetz Gottes diene, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde. " (Röm 7,15-25)

Das Christentum geht also davon aus, dass der Mensch von sich aus nicht dazu fähig ist das Gute wirklich auch zu tun, sein Leben darauf zu gründen, obwohl er es eigentlich im Inneren, in seinem Gewissen, sehr wohl will und als richtig erkennt. Das nennt man "Erlösungsbedürftigkeit". Und die Erlösung hat durch Jesus Christus stattgefunden.
Ich danke Dir, es wunderschön, was Du da schreibst. So habe ich das bisher noch nicht gesehen. Wer sich selbst liebt, liebt Gott. Und der Johannes sagte: Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott und Gott bleibt in ihm." Ist es das, was Du sagen möchtest? Ich soll mich selbst lieben, weil nur so die Liebe in die Welt gebracht werden kann? Eine Liebe an sich selbst ohne Ego, sondern Liebe in Form von Hingabe?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Katja-78 hat folgendes geschrieben:
Hört auf, zu reagieren. Handelt aus Eurer tiefsten Einsicht heraus, aus Eurem Glauben an das, was Ihr sein wollt.
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Es funktioniert nicht! Wollt Ihr wissen, warum es nicht geht? Weil der Urzustand nicht weggenommen werden kann!


Ich weiß, warum es nicht funktioniert, liebe Katja. Weil der Mensch von sich aus - auf sich alleine gestellt - nicht dazu fähig ist, nachhaltig nach dem Guten zu streben und es auch umzusetzen. Wir alle tragen den "Keim des Bösen" in uns. Oder wie es die Bibel ausdrückt:

"Denn ich begreife mein Handeln nicht: Ich tue nicht das, was ich will, sondern das, was ich hasse.
Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, erkenne ich an, dass das Gesetz gut ist.
Dann aber bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
Ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist bei mir vorhanden, aber ich vermag das Gute nicht zu verwirklichen.
Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will.
Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, dann bin nicht mehr ich es, der so handelt, sondern die in mir wohnende Sünde.
Ich stoße also auf das Gesetz, dass in mir das Böse vorhanden ist, obwohl ich das Gute tun will.
Denn in meinem Innern freue ich mich am Gesetz Gottes,
ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das mit dem Gesetz meiner Vernunft im Streit liegt und mich gefangen hält im Gesetz der Sünde, von dem meine Glieder beherrscht werden.
Ich unglücklicher Mensch! Wer wird mich aus diesem dem Tod verfallenen Leib erretten?
Dank sei Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn! Es ergibt sich also, dass ich mit meiner Vernunft dem Gesetz Gottes diene, mit dem Fleisch aber dem Gesetz der Sünde. " (Röm 7,15-25)

Das Christentum geht also davon aus, dass der Mensch von sich aus nicht dazu fähig ist das Gute wirklich auch zu tun, sein Leben darauf zu gründen, obwohl er es eigentlich im Inneren, in seinem Gewissen, sehr wohl will und als richtig erkennt. Das nennt man "Erlösungsbedürftigkeit". Und die Erlösung hat durch Jesus Christus stattgefunden.
Vielleicht ist dir bewußt wieviel Leid diese Ideologie auf die Menschen gehäuft hat! Der Mensch kommt direkt von Gott!! Wenn du sagst, daß die Erbsünde eine Wirklichkeit ist, beleidigst du Gott. Denn dann würde Er uns mit einem Fehler behaftet auf die Erde senden. Nein, der Mensch ist vom Anbeginn rein und gut. Es ist die mangelhafte Erziehung, die ihn fehlerhaft macht.
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...und die Menschen auf der Erde machen Wumtata!
hexler hat folgendes geschrieben:
Wenn du sagst, daß die Erbsünde eine Wirklichkeit ist, beleidigst du Gott. Denn dann würde Er uns mit einem Fehler behaftet auf die Erde senden. Nein, der Mensch ist vom Anbeginn rein und gut.


Die Sünde kommt nicht von Gott, sie ist ja das Nein zu ihm.

Wir wurden makellos und gut von Gott gedacht und geschaffen, die Möglichkeit des Abfalls hat er allerdings "miteinkalkuliert", sie ist Folge der Freiheit, die wir haben.

Warum hat uns dann Gott überhaupt erschaffen?

Aus Liebe - weil sich Liebe immer ausgeben will, sich vergrößern will, "beantwortet" werden will. Und weil er wusste, dass die Liebe stärker als die Sünde ist und er uns deshalb wird retten können, wenn es tatsächlich zum Abfall von ihm kommt.

Es gibt eine Anekdote, die ich immer gerne bringe, wenn es darum geht die "Erbsünde" zu erklären. Es gab einen Dialog zwischen Gott-Vater und Gott-Sohn bevor der Mensch erschaffen wurde:

"Gott-Vater: Sollen wir also den Menschen schaffen, damit er unsere unendliche Liebe erkennt?

Gott-Sohn: Du weißt, dass er diese Liebe auch ablehnen kann und dann schrecklich ins Nichts fällt!

Gott-Vater: Würdest du dann gehen, um sie zu retten?

Gott-Sohn: Ja - das würde ich!

Gott-Vater: Dann lass uns den Menschen erschaffen!"

Gott "begnügt" sich aber nicht damit, dass wir sozusagen auf der "ersten Schöpfungsstufe", auf der wir gerade sind, der Sünde verfallen sind. Wir haben jetzt sozusagen die schmerzhafte Erfahrung gemacht, dass es ohne Gott nur das Nichts gibt! Das ist genug für einen Neuanfang - der erste Mensch dieses Neuanfanges ist Jesus Christus. Die "Narben" wird der Mensch nie vergessen - aber die Heilung hat durch Jesus Christus schon begonnen.

hexler hat folgendes geschrieben:

Nein, der Mensch ist vom Anbeginn rein und gut. Es ist die mangelhafte Erziehung, die ihn fehlerhaft macht.


Meditiere dich in die Welt hinein. Denkst du wirklich, dass das Böse, das es in ihr gibt nur auf "Erziehungsfehler" zurückzuführen ist?

Beobachte einmal Kinder im Kindergarten, auch dort gibt es bereits das Böse, eben in kindlicher Form, wie z.B. Schläge, Mobbing etc.

Nein - das Böse hat weit tiefergehende Ursachen als schlechte Erziehung durch die Eltern.
Vielleicht ist dir bewußt wieviel Leid diese Ideologie auf die Menschen gehäuft hat! Der Mensch kommt direkt von Gott!! Wenn du sagst, daß die Erbsünde eine Wirklichkeit ist, beleidigst du Gott. Denn dann würde Er uns mit einem Fehler behaftet auf die Erde senden. Nein, der Mensch ist vom Anbeginn rein und gut. Es ist die mangelhafte Erziehung, die ihn fehlerhaft macht.[/quote]

Danke, lieber hexler, ja, genauso sehe ich das auch. Wir alle sind EINS mit GOTT. Ich glaube nicht, dass es so etwas wie Sünde und das Böse gibt. Wir könnten nur die Liebe und Gott nicht erfahren, wenn es nicht auch ein Gegenteil geben würde. Weil aber alles aus einer Quelle kommt, dann kann es auch nur EINS geben und das ist weder gut noch schlecht. Es ist Gott, EINS, Universum, Liebe, Weltenseele.... der Begriff ist letztlich wahrscheinlich egal. (leider scheitere ich tatsächlich in meinem Leben immer wieder an der Umsetzung und erliege der Materiehaftigkeit und meinen Verhaltensmustern, die ich einfach nicht ablegen kann - oder will)
Katja 78 hat folgendes geschrieben:
Danke, lieber hexler, ja, genauso sehe ich das auch. Wir alle sind EINS mit GOTT. Ich glaube nicht, dass es so etwas wie Sünde und das Böse gibt.


Ein Blick in die Geschichtsbücher und die täglichen Nachrichten beweist eindrucksvoll das Gegenteil.
Ich hatte einmal mit einem Satanisten zu tun. Er meinte, der Satan sei notwendig für diese Welt, denn Gott ist der Schöpfer und Satan der Zerstörer. Mit einem Wort, er meinte, jeder Fortschritt sei von Gott und jeder Niedergang vom Satan. Ich kann mich dem nicht anschließen. Was so als Niedergang bezeichnet wird ist eine Umwandlung, eigentlich ist das Ende auch immer der Beginn von etwas Neuem.
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...und die Menschen auf der Erde machen Wumtata!
hexler hat folgendes geschrieben:
Ich hatte einmal mit einem Satanisten zu tun. Er meinte, der Satan sei notwendig für diese Welt, denn Gott ist der Schöpfer und Satan der Zerstörer. Mit einem Wort, er meinte, jeder Fortschritt sei von Gott und jeder Niedergang vom Satan. Ich kann mich dem nicht anschließen. Was so als Niedergang bezeichnet wird ist eine Umwandlung, eigentlich ist das Ende auch immer der Beginn von etwas Neuem.


Genau, das Ende sollte angenommen und nicht abgelehnt werden. Erst, wenn wir das lieben, was wir nicht wollen, werden wir die Hingabe spüren. Die Hingabe und die Liebe. Wenn das, was wir als "böse" bezeichnen geliebt wird, dann ist es nicht mehr böse. Und dann beginnt etwas Neues. Ist es das, was Du sagen möchtest?
Ich verstehe Dich. Irgendwie. Leider ist es schwer, in Worte zu fassen, was ich fühle. Damit werde ich oft falsch verstanden.... Weißt Du, was ich meine?