Wie überwindet man Depression und Angst?


Zitat:
Eine gebrochene Seele ist wirklich.


Nicht die Seele ist gebrochen sondern die eigene Sicht auf die Seele ist gebrochen/verzerrt.
In der Depression betrachtet man nur das zersplitterte Bild der Seele aber nicht mehr das Ganze/Heile.
Man betrachtet alles wie durch ein Kaleidoskop.

Zitat:
dazu gehört auch noch, dass man auch physisch nicht mehr in der Lage ist, auch nur einen Arm zu heben, die Gliedmaßen fühlen sich an, als wären sie aus Blei, man ist wirklich nicht mehr fähig irgend etwas zu tun.


Auch wenn man es nicht wahrhaben will, wenn man sich gerade in der Depression befindet,(was ja auch voll verständlich ist, man sieht und fühlt ja in dem Moment nicht klar) so ist es doch Fakt dass das eigene Gedankenempfinden diesen Zustand auslöst/herbeiführt.

Fakt ist auch dass auf der körperlichen Ebene kein feststellbarer realer Defekt diagnostiziert wird/besteht.

Und hiermit sage ich nicht, dass die psychische Verfassung keine körpelichen Einschränkungen nach sich ziehen kann oder chronische Zustände hervorrufen kann.

Zitat:
Daneben ist eine gute Psychotherapie indiziert.


Und ja, unbedingt wenn man sich selbst nicht mehr zu helfen weiss, sollte man sich unbedingt Hilfe holen.
Ellen hat folgendes geschrieben:
Auch wenn man es nicht wahrhaben will, wenn man sich gerade in der Depression befindet,(was ja auch voll verständlich ist, man sieht und fühlt ja in dem Moment nicht klar) so ist es doch Fakt dass das eigene Gedankenempfinden diesen Zustand auslöst/herbeiführt.

Fakt ist auch dass auf der körperlichen Ebene kein feststellbarer realer Defekt diagnostiziert wird/besteht.



O, da muss ich widersprechen! Das eigene Gedankenempfinden löst keine Depression aus.
Wir kennen eine Reihe von Ursachen der Depression. Ich bin knapp mit der Zeit, darum verlinke ich mal.

Zitat:
Im Erwachsenenleben können belastende Lebensereignisse aller Art Depressionen auslösen:

Häufig sind es Verlusterlebnisse wie Tod, Trennung, Scheidung oder auch der Verlust des Arbeitsplatzes, Verluste von Geborgenheit wie Entwurzelung oder Flucht.
Chronische Konflikte, seien sie beruflicher oder privater Natur, können ebenso zu Depression führen wie langfristige Überanstrengung, beispielsweise durch die Langzeitpflege kranker Angehöriger. Aber auch eigene körperliche und/oder psychische Erkrankungen sind Schicksalsschläge, die zu Depressionen führen können.
Große Aufmerksamkeit haben in den letzten Jahren traumatische Ereignisse wie sexueller oder körperlicher Missbrauch gefunden, die - vor allem, wenn sie in der Kindheit erlebt werden - das Risiko für viele psychische Störungen, so auch jenes für Depressionen, erhöhen.


Organische Depression

Damit ist eine Depression gemeint, die durch eine körperliche ("organische") Erkrankung ausgelöst wird.
Die Ursache ist allerdings keine psychologische: Nicht das Wissen um die Krankheit macht mich depressiv (das würde man als psychogene Depression bezeichnen, weil es sich um ein lebensgeschichtliches Ereignis handelt, mit dem ich konfrontiert bin und auf das ich mit einer Depression reagiere), sondern der körperliche Prozess der Erkrankung selbst verursacht die Depression. Und zwar, indem er im Gehirn auf jene Zentren wirkt, die für die Regulation der Stimmung zuständig sind. Anders ausgedrückt: Die körperliche Krankheit kann mich depressiv machen, auch wenn ich gar nichts von ihr weiß.

Beispiele für Erkrankungen, die zu derartigen Depressionen führen können, sind etwa die Unterfunktion der Schilddrüse, die - durch den Mangel an Schilddrüsenhormon - einen depressionsähnlichen Zustand nach sich zieht, oder ein Tumor im Frontalhirn, der Druck auf die dort befindlichen stimmungsregulierenden Strukturen ausübt.

Depressionen mit diesen Ursachen sind außerordentlich selten. Wer unter einer depressiven Verstimmung leidet, braucht also nicht gleich zu befürchten, dass er einen Hirntumor haben könnte. Für den behandelnden Arzt dagegen ist es wichtig, diese Möglichkeiten mitzudenken, weil die Behandlung - in den seltenen Fällen, wo dies der Fall ist - natürlich andere Maßnahmen erfordert.





"Endogen" bedeutet "von innen kommend" und stellt somit einen Gegensatz zu der beschriebenen "psychogenen" (durch Umwelteinflüsse bedingten) Depression dar. Der Ausdruck hat seinen Ursprung in der Beobachtung, dass es Menschen gibt, bei denen keinerlei lebensgeschichtliche Ursachen für eine Depression auszumachen sind: Es finden sich also keine maßgeblichen Konflikte, Verlusterlebnisse oder Traumata, und dennoch haben diese Menschen eine (oft schwere) Depression. Aussagen wie "Ich versteh das nicht, in meinem Leben ist doch alles in Ordnung. Ich könnte der glücklichste Mensch sein, und trotzdem geht’s mir so schlecht" können diese Situation veranschaulichen.

Aufgrund des Fehlens äußerer Gründe vermutete man auf Seiten der Wissenschaft, dass es sich eben um "innere" Ursachen handelt: Veränderungen jener Zentren im Gehirn, die für die Regulation der Stimmung zuständig sind. Genetische Faktoren spielen dabei eine wichtige Rolle, wie sich auch an der Tendenz zu einer familiären Häufung depressiver Erkrankungen zeigt. Das Problem dieser Hypothese war lange Zeit, dass sie nicht überprüfbar war, man konnte die angenommenen Störungen der Nervenzellen also nicht nachweisen. Das war einer der Gründe, warum dieser Begriff in den letzten Ausgaben der diagnostischen Handbücher keine Verwendung mehr fand.


Mittlerweile weiß man aber zunehmend genauer, dass im Zustand der Depression zahlreiche messbare Funktionen der Gehirntätigkeit verändert sind: So ist es heute unbestritten, dass das psychische Phänomen "Depression" auch eine körperliche, eine biologische Grundlage hat - etwa veränderte Funktionen von Nervenzellen in bestimmten Hirnregionen, wie dem Hippocampus, der Amygdala und dem Frontalhirn sowie Veränderungen in der Aktivität der Neurotransmitter Serotonin und Noradrenalin. Derartige biologische Veränderungen können wir bei jeder Art von Depression finden, unabhängig von ihrer Ursache. Die Ausdrücke "psychogen" und "endogen" beschreiben lediglich, wo der Prozess vermutlich seinen Anfang genommen hat.

http://www.netdoktor.at/health_center/depression/ursachen.shtml


Hervorhebung im Text von mir.
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Ja Minou
Ich hab in meinem Leben so manches Trauma und auch Depri hinter mich gebracht.
Mir ist auch bewusst, so hab ich es zumindest erlebt, dass eine Depression auch erst Jahre später ihren Ausdruck finden kann. Zb wenn man unerwünschte Erlebnisse erinnert und dann mal wieder ganz flugs in diesem sogenannten Hamsterrad/Teufelskreis aus Denken und Empfinden drin steckt bevor man es bemerkt.
Aber das war nicht das ausgesagte auf das sich meine Antwort bezogen hat.
Hallo Ellen,

es gibt natürlich verschiedene Schweregrade einer Depression:
die leichte,
die mittelgradige und
die schwere depressive Phase.

Die depressive Verstimmung, bei der man sich ein paar Tage nicht wohl fühlt, ist keine echte Depression.

Zitat:
Aber das war nicht das ausgesagte auf das sich meine Antwort bezogen hat.


Was willst Du mir damit sagen?

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Hallo Minou

Zitat:
Was willst Du mir damit sagen?


Nun die Aussage folgte eigentlich dem Gedanken von sich fühlen wie begraben sein.

und dann eben noch dass man da nicht mehr aufstehen kann (man kann schon nur das Empfinden signalisiert etwas anderes)

und ich meinte dass dieses Empfinden eine bildliche Vorstellung ist, auch wenn man es so fühlt. Also Gedankenempfindung.
Man kann auch sagen Empfindungsgedanken.
Dem man folgt und in den man sich aber auch immer weiter drin verstrickt.

Mir fällt im Moment kein besserer Vergleich ein.

Lieben Gruss
Ellen
Ellen hat folgendes geschrieben:
und ich meinte dass dieses Empfinden eine bildliche Vorstellung ist, auch wenn man es so fühlt. Also Gedankenempfindung.
Man kann auch sagen Empfindungsgedanken.
Dem man folgt und in den man sich aber auch immer weiter drin verstrickt.


Liebe Ellen,

ich würde sagen, das kommt auch auf die Art der Depression an.
Bei einer so schweren Depression wie oben beschrieben würde ich doch meinen, dass die Veränderung der Neurotransmitter im Gehirn eine nicht unwesentliche Rolle bei der Verursachung der Gedankenempfindung spielt.
Und die kann man nur medikamentös in den Griff bekommen.

LG,
Minou
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Zitat:
ich würde sagen, das kommt auch auf die Art der Depression an.


Ja natürlich, Minou

Ich hab auch mittlerweile gecheckt, dass wir uns im Kummerkasten unterhalten und nicht in Allgemeine Themen.

Wünsch dir eine gute Nacht