Gedanken zu Depression und Suizid


Sie sagen zu uns: wir sollen stark sein.
Sie sagen zu uns: wir sollen kämpfen.
Sie sagen zu uns: wir sollen auch die guten Seiten der Menschen und der Welt sehen in der wir leben . Sie sagen zu uns: wir sollen uns behandeln lassen.
Sie sagen zu uns: das es feige ist, eine Flucht vor unseren Problemen, vor dem Leben.


Aber niemand hilft uns, keiner damit dem du reden kannst über deine Sorgen, die Not, die Angst die dich umgibt, die dich immer weiter runterzieht.
Niemand da der dich Ernst nimmt, kein Verständnis, keine Hilfe oder Unterstützung, keine Liebe.


Wir sollen stark sein, jeder Krieger kommt irgendwann an einen übermächtigen Gegner, er weiß das er keine Chance hat und kämpft bis zum Ende.


Bei uns ist der Gegner die Depression, die Einsamkeit der Suizidgedanke,
er läßt uns nicht mehr atmen, nichts mehr Wahrnehmen, wir empfinden keine Freude mehr am Leben.
Sehen kein schwarz, kein weiß, nur noch grau.


Du bist alleine in deiner Wohnung, deinem Zimmer so wie die meißte Zeit.
Du fängst an zu grübeln über dich, dein Leben, Vergangenheit und Zukunft
Zukunft ?
Kein neuer Tag, keine Woche, kein Monat, nichts nur Leere.


Irgendwann stellst du fest das es sie nicht mehr gibt, die Zukunft.
Irgendwann ist die Batterie leer,die kraft weg, kein Mut mehr da, der Kampf verloren.
Aus, vorbei.


Und dann.


Ich kenne einen Friedhof, dort unter einer uralten Eiche liegt ein großer Felsen.
Auf ihm liegen Plüschtiere, Steinherzen, Stein und Holztafeln und viele Kerzen.
Auf jedem Gegenstand seht ein Name und ein Datum oder einfach nur
warum.
Es ist eine Gedenkstätte für Menschen die in ihren Leben keinen Sinn mehr sahen.
Dort wurde ihre Asche in alle Winde verweht und nach sechs Jahren kommt die Kerze das Plüschtier weg, Platz für neue.


Auch ich habe diesen Kampf verloren.

Auch ich möchte dort verstreut werden, in alle Winde, an meinem Grab wird niemand stehen.
Nicht mal ein Stein wird an mich erinnern (keiner da der ihn hinlegt).

Wozu auch.

Wir sollen stark sein: für wen, wofür.


Schnitzler




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TRÄNEN SIND DIE BESTEN FREUNDE, DENN SIE BLEIBEN WENN ANDERE SCHON LANGE WEG SIND.
Lieber Schnitzler

Ich kann dich sehr gut verstehen ich mache momentan auch gerade so eine Zeit durch ( Meine Freundin ist gestorben vor 3 Monaten) ich leb vor mich hin ohne ziel ohne sinn. Und dennoch frag ich mich was der Sinn des Lebens ist, wo es mit mir hin will.

Die Flucht ist feige, zugegeben ich hab immer noch Gedanken darüber da ich so wie ich denke, dann bei ihr wäre. Aber das hätte sie sicher nicht gewollt.

Ich kann mir deine Leere deinen Schmerz sehr gut nachempfinden da ich diese Zeit auch gerade durchmache.

Aber gib bitte nicht auf, kämpfe weiter so wie ich das auch versuche. Gib nicht nach probier an den kleinen dingen wieder Freude zu gewinnen.

Falls du fragen hast oder schreiben willst melde dich einfach.

LG Simon
wenn du depressionen hast
dann hilft es nicht " stark zu sein " zu kämpfen"
ich meine gedanken und der wille alleine reicht nicht aus.
depressionen heißt störung der seele und des körpers.
es ist nicht nur etwas psychologisches sondern auch biologisches.
warst du schon beim artzt ? vielleicht brauchst du zeit, medikamente, und gute bücher die dich auf neue gedanken bringen und hoffnung geben könnten.
nimmst du medikamente gegen deine depressionen ?

mfg softees
Hallo Schnitzler,

vielleicht hilft Dir mein neuer Beitrag etwas:

Wie überwindet man Depression und Angst?

Hier im Forum, http://www.geistigenahrung.org/ftopic69592.html

oder auf meiner HP: http://www.demetrius-degen.de/zeit-themen/mensch05.htm

Alles Gute,

Demetrius
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Auf der Erde gibt es seit jeher den Kampf zwischen Egoismus und Selbstlosigkeit.
Die Egoisten werden reich, die Selbstlosen schaffen große Werke.
www.demetrius-degen.de
Hallo Simon

Ich nehme bereits seit zwei Jahren starke Medikamente.
Mein Problem ist das ich niemanden habe, mich in dieser Welt nicht wohlfühle.
Daher habe ich einen Entschluß gefasst (ist hier nachzulesen).
Die Menschen sind mir in weiter Ferne am liebsten.

Schnitzler
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TRÄNEN SIND DIE BESTEN FREUNDE, DENN SIE BLEIBEN WENN ANDERE SCHON LANGE WEG SIND.
Ich finde das sehr traurig, was ich hier gelesen habe.

Aber ich frage mich, wie kann man depressiv werden, wenn man an Gott glaubt? Wenn Gott das Wichtigste ist für mich auf Erden, dann kann ich immer weiterleben, egal was geschieht. Denn Gott ist immer bei mir.
Hallo Rosenblüte

Ich war acht Jahre in einem kath. Kinderheim.
Gott hat mich schon lange verlassen und wenn nicht er mich. dann ich
ihn.
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Das katholische Kinderheim hat dir sicher nicht all die Liebe geschenkt, die du gebraucht hättest und daher hat es nicht im Sinne Gottes gehandelt.

Aber Gott hat dich nie verlassen, er ist nach wie vor in deinem Inneren und wartet nur darauf von dir wieder gefunden zu werden.
Da bekamen wir Prügel und wurden eingesperrt im Namen Gottes.

Woran würdest du glauben
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Ich glaube, das waren sehr böse Menschen, die dich prügelten und einsperrten. Die hatten nichts mit Gott gemein.
Das waren sicher sehr schlimme Erlebnisse für dich.
Gott war daran aber nicht schuld.