Frage zum Buddhismus.


Svenson hat folgendes geschrieben:
ok nur ganz kurz:

Die Buddhisten glauben, im Gegensatz zu den Abrahamiten, dass das, was Menschen "Gott" nennen, nicht etwas ist, was von aussen auf uns schaut, zu dem wir aus der Entfernung beten, sondern es sich im Inneren des Menschen und jedem Leben befindet, sie erlangen Erkenntnis dadurch, dass sie ihren Geist nach innen lenken, und eben nicht, wie die Abrahamiten, zu etwas ausserhalb ihrer selbst beten und hoffen, es geht ihnen nicht so um glauben und hoffen, sondern eher um Erkenntnis und Wissen...

mfg


Bei den "Abrahamiten" kann ich nur von den Christen reden, zu denen ich selbst mich zähle, gibt es jede Menge Vertreter, die Gott in ihrem Inneren begegnen. Es gibt ein Einssein, bei dem der Unterschied zwischen Du und ich aufgehoben ist, wie dies z.B. von den sogenannten Mystikern erfahren und beschrieben wird.

Meiner Meinung nach, hat der historische Jesus selbst diesen Weg gelebt und gelehrt, auch wenn er gleichzeitig für die "Kinder im Glauben" Gott als den guten, gerechten Vater beschrieben hat.

Diejenigen Christen, die die Subjekt-Objekt-Ebene in der Meditation bereits überschritten haben, können trotzdem noch auf der "personalen" Ebene Gott als ein Gegenüber anreden, brauchen es für sich selbst jedoch nicht mehr.

Es ist so ähnlich, und dies ist wohlgemerkt eine unvollkommener Vergleich, wie bei zwei Menschen, die in tiefer Liebe verbunden sind: sie brauchen kaum noch Worte und können aus einem "Einssein" heraus leben und handeln.

Es gibt übrigens auch Buddhisten, die zu Buddha als einem "Gott" beten, wenngleich dies meines Wissens nach vom historischen Buddha nicht gelehrt wurde.

Ich denke, es hängt mit den Bedürfnissen der Menschen zusammen und ihren persönlichen Entwicklungsstufen, was aus der Botschaft und Lehre ihres Meisters später einmal wird.


LG

Mara
_________________
***************************************
OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Svenson hat folgendes geschrieben:
ok nur ganz kurz:

Die Buddhisten glauben, im Gegensatz zu den Abrahamiten, dass das, was Menschen "Gott" nennen, nicht etwas ist, was von aussen auf uns schaut, zu dem wir aus der Entfernung beten, sondern es sich im Inneren des Menschen und jedem Leben befindet, sie erlangen Erkenntnis dadurch, dass sie ihren Geist nach innen lenken, und eben nicht, wie die Abrahamiten, zu etwas ausserhalb ihrer selbst beten und hoffen, es geht ihnen nicht so um glauben und hoffen, sondern eher um Erkenntnis und Wissen...

mfg


Bei den "Abrahamiten" kann ich nur von den Christen reden, zu denen ich selbst mich zähle, gibt es jede Menge Vertreter, die Gott in ihrem Inneren begegnen. Es gibt ein Einssein, bei dem der Unterschied zwischen Du und ich aufgehoben ist, wie dies z.B. von den sogenannten Mystikern erfahren und beschrieben wird.

Meiner Meinung nach, hat der historische Jesus selbst diesen Weg gelebt und gelehrt, auch wenn er gleichzeitig für die "Kinder im Glauben" Gott als den guten, gerechten Vater beschrieben hat.

Diejenigen Christen, die die Subjekt-Objekt-Ebene in der Meditation bereits überschritten haben, können trotzdem noch auf der "personalen" Ebene Gott als ein Gegenüber anreden, brauchen es für sich selbst jedoch nicht mehr.

Es ist so ähnlich, und dies ist wohlgemerkt eine unvollkommener Vergleich, wie bei zwei Menschen, die in tiefer Liebe verbunden sind: sie brauchen kaum noch Worte und können aus einem "Einssein" heraus leben und handeln.

Es gibt übrigens auch Buddhisten, die zu Buddha als einem "Gott" beten, wenngleich dies meines Wissens nach vom historischen Buddha nicht gelehrt wurde.

Ich denke, es hängt mit den Bedürfnissen der Menschen zusammen und ihren persönlichen Entwicklungsstufen, was aus der Botschaft und Lehre ihres Meisters später einmal wird.


LG

Mara


ich zähle euch zu den Christen wie man unschwer an meinem Avater erkennen kann
_________________
"Solange ich Gott nicht sehen und fühlen kann leugne ich seine Existenz" sagte ein Atheist zu einem Pfarrer. Der Pfarre antwortete:" Wenn dies dein letztes Wort ist dann sage ich dir: Solange ich deinen Verstand weder sehen noch fühlen kann leugne ich seine Existenz."
Hallo, lieber Raphael,

der Fisch ist heute kein Geheimzeichen mehr, aber ein schönes Symbol.

Gehe ich recht in der Annahme, dass Du noch ein "junger Christ" bist?




Rahiym hat folgendes geschrieben:
Hier kannst Du Dich ein wenig informieren:

http://www.buddhismus.de/01_buddha.php

Das ist eine authorisierte Seite vom buddhistischen Dachverband Diamantweg in Deutschland.

Aus diesem link folgende Seite:
http://www.buddhismus.de/05_wiedergeburt.php

Merkwürdig, meine Buddhistischen Freunde glauben eben gerade nicht an eine "Wiedergeburt wie ein Kleiderwechseln".
Dann nämlich wäre es noch einmal die gleiche Person, nur unter anderen Umständen.

Nach meiner Erfahrung sind es z.B. bestimmte Umstände, Eigenschaften, Erfahrungen, Gefühle die sich aus früheren Leben ableiten lassen. Die Person ist jetzt eine andere.


LG

Mara
_________________
***************************************
OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:

Merkwürdig, meine Buddhistischen Freunde glauben eben gerade nicht an eine "Wiedergeburt wie ein Kleiderwechseln".
Dann nämlich wäre es noch einmal die gleiche Person, nur unter anderen Umständen.

Nach meiner Erfahrung sind es z.B. bestimmte Umstände, Eigenschaften, Erfahrungen, Gefühle die sich aus früheren Leben ableiten lassen. Die Person ist jetzt eine andere.


Also wie der Link schon sagt ist das der Dachverband des Diamantwegs. Das ist eine spezielle Tradition des Buddhismus, zu dem unter anderem der tibetische Buddhismus zählt, da gibt es eben Unterschiede. Die Tibeter glauben, soweit ich da einen Einblick habe, auch an die Reinkarnation besonderer Lehrer (wie eben der Dalai Lama oder der Karmapa).

Die meisten Buddhisten, die ich kenne, und ich selbst, vertreten die von dir angesprochene Meinung, dass gewisse Impulse an die nächste Existenz weitergegeben werden, dass dies jedoch eine komplett andere Existenz ist.

Es würde mich interessieren, ob die Anhänger des Diamantwegs das vielleicht ohnehin genau so sehen, oder ob sie wirklich an eine Reinkarnation in Form eines Kleiderwechsels glauben. Caput Tiro und Yogi kennen sich da besser aus. Ich hoffe daher auf einen Beitrag von ihnen.

Alles Liebe
Das ist auf der Seite nur unglücklich formuliert, im Diamantweg/Vajrayana glaubt man an dieselbe Form der Wiedergeburt wie in den anderen Richtungen.

Bei der Wiedergeburt der Lehrer glaubt man auch nicht, dass die Person wiedergeboren wird, sondern das geistige Potential.
yogi hat folgendes geschrieben:
Das ist auf der Seite nur unglücklich formuliert, im Diamantweg/Vajrayana glaubt man an dieselbe Form der Wiedergeburt wie in den anderen Richtungen.

Bei der Wiedergeburt der Lehrer glaubt man auch nicht, dass die Person wiedergeboren wird, sondern das geistige Potential.


Sehr gut, dann gibt es da keine Unterschiede, das macht es einfacher.

Vielen Dank für die Antwort Yogi.
dankeschön für die bisher informierenden Links!
Vielen Dank für die Erklärungen der Wiedergeburt im Buddhismus!
Damit sehe ich jetzt Vieles klarer. Danke!
_________________
»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten