Gibt es im Leben richtig oder falsch?


Das meine ich ja auch, wenn du einen Kreis berechnest oder die Statik eines Gebäudes etc. ist es irrelevant, ob dem Axiome zu Grunde liegen. Ebenso ist es beim Buddhismus. Die Lehre von Karma ist ein Axiom, aber das stört im Alltag nicht und führt auch nicht zu Widersprüchen.

Alles Liebe
[quote] Genaugenommen hast ja nicht du selbst die wissenschaftlichen Experimente vorgenommen und somit beruht deine Weltanschauung ebenfalls auf einem Glauben an die Richtigkeit der Aussage von Wissenschaftlern. [quote]
Dieses Argument kann ich nicht gelten lassen.
1. Schließlich besitzen wir alle die Mathematik und mit genügend Wissen, kann man ja alles selbst nachrechnen!
2. Ob ich sie (Experimente) selbst mache oder nicht ist nicht von Belangen. Denn es besteht kein Zweifel: wenn ich an einem Forschungsinstitut ein Doppelspaltexperiment mache, bekomme ich die gleichen Ergebnisse, wie jeder andere auch. Es hat also nichts mehr mit Glauben zu tun. Es sind Experimente, die jeder mathematisch oder im konkreten Versuch nachvollziehen kann.
Das ist womöglich auch der bedeutende Unterschied. Eine religiöse Annahme zu "verstehen", wenn man sie selbst nicht "erlebt", ist nunmal nicht machbar. Das ist auch der Grund, warum du sie gegenüber anderen Leuten unmöglich logisch untermauern kannst (was man ja auch nicht muss )!
Zustimmen muss ich dir darin, dass es womöglich durchaus Praktiken geben kann, durch die du in einen "anderen" Bewusstseinszustand gelangen kannst (Meditation etc.)! Was man in diesen Zustand jedoch hineininterpretiert ist von der Person selbst abhängig. Sie auf "Gott" oder auf einen "übergeordneten" Geisteszustand zurückzuführen ist aber nur eine Annahme unter vielen, und keineswegs muss gerade diese DIE Wahrheit sein!
lg
@atheist

Sie muss nicht, kann aber die Wahrheit sein.

Für mich ist Gott, der sich in mir offenbart, die Wahrheit, weil ich diesen Gott erfahren habe. Ohne Erfahrung hätte auch ich selbst nicht um diese Wahrheit gewusst.

Ausserdem bin ich der Ansicht, dass sich Gott jedem offenbart, der bereit ist zu dieser Erfahrung.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
@leuthner:
Zitat:
Sie muss nicht, kann aber die Wahrheit sein.

Dieses habe ich hier auch gar nicht bestritten.
Ausgehend vom Thema, ob es richtig oder falsch gibt, meinte ich nur:
Wenn die Annahme des gläubigen Kollegen lautet:
"Je näher man Gott ist, desto richtiger wird eine Entscheidung!" (genau diese Hypothese wurde nämlich einige Seiten vorher getätigt), so hat er zwei Möglichkeiten:
Entweder:
Er sagt einfach "Gott", hinterfragt den Ausdruck aber nicht! So kann man folgern, dass man jeden beliebigen AUsdruck einsetzen darf:
"Je näher man einer Teekanne, einem Spagethimonster, etc., ... ist, desto richtiger wird die Entscheidung!"
Oder zweitens:
Er sagt, was er mit dem Begriff Gott meint!
Da der Begriff undefiniert ist, bleiben wiederum nur Hypothesen, die wieder hinterfragt werden können.
Eine Erklärung, die den Begriff "Gott" beinhaltet MUSS demnach inhaltsleer sein, da sie willkürlich ist.
Darauf meinte er, die Wissenschaft wäre ebenso nur ein Glaube, wie seine "Gotteshypothese".
Dieses ist aber nunmal vollkommen falsch, da Wissenschaft zumindest im "wahrnehmbaren" Bereich Hypothesen bestätigen oder widerlegen kann. Glaube kann dies, außer im einzig und allein PERSÖNLICHEN Bereich, nicht!
lg
So weit ich weis ist im Leben alles falsch,... aber dann ist das eben auch nicht richtig.
hm...

Mist
Hallo Parrot,

nö, es ist nicht alles falsch, es lässt sich halt nur nicht alles so bestätigen, wie es Anhänger von Religionen gern möchten. Das heisst, es kann keine wissenschaftliche Bestätigung von Gott geben, da er sich sonst experimentell belegen lassen müsste oder rechnerisch erfasst werden könnte. Beides widerspricht aber dem Grundgedanken an einen Gott. Die Religionen haken im Bereich der Wissenschaft immer dort nach, wo es noch ungeklärte Phänomene gibt. Sobald sich aber ein Bereich wegen dem Vorliegen von zuvielen nachprüfbaren Experimenten oder zumindest in grösseren Bereichen bestätigten Theorie nicht mehr halten lässt, ziehen sich die Religionen aus diesem Bereich zurück. Gut kann man das nachvollziehen am geozentrischen und heliozentrischen Weltbild und heute an der Anerkennung der Evolutionstheorie.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Deswegen eben.
Der These das alles im Leben falsch ist schliesst sichselbst aus. Der These das alles richtig ist aber nicht.
Es gibt Gläubiger die meinen alles ist von Gott genau so geplant wie es ablauft. Falsch gibts nicht.

Oke dann, ja... oder?

In der Wissenschaft ist das Leben erst richtig wenn es falsch geht, dann gibts etwas neues zu erforschen. Dann glaubt mann und wenn das Glauben sich dann als richtig erweist muss wieder was falsch gehen. Wenn das so geht, geht es richtig.

Mal gans im Ernst, es ist mir im Leben mehrmals passiert das ich von einen "Fehler" gerettet worden bin. Dass etwas schief geht, aber mir dann später dermaßen gut passt, das es fast beängstigend ist. Das hat mir gans schön geprägt. Wenn jetzt was schief geht bin ich viel lockerer als früher. Ich ärgere mich kaum und freue mich auf wie es sich lohnt. So rein auf die Würfel leben bringt mir nichts, aber das locker lassen, das ist der Hammer.
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Bleib Glücklich und Gesund, und deine Seele treu.
Parrot hat folgendes geschrieben:
Deswegen eben.
Der These das alles im Leben falsch ist schliesst sichselbst aus. Der These das alles richtig ist aber nicht.
Es gibt Gläubiger die meinen alles ist von Gott genau so geplant wie es ablauft. Falsch gibts nicht.


Die Wahrheit ist immer paradox.
Weil Gott aus entgegengesetzten Polen besteht.
Die Wahrheit liegt immer in einem Gleichgewicht der Pole.
Und so auch muss sie ausgedrückt werden.

Als: sowohl-als-auch.

Es stimmt als, dass nichts Falsches existiert- von dem einen Pol aus gesehen: dem Objektiven.
Es stimmt, dass es Falsches gibt, das erkannt werden soll und geändert- vom anderen Pol aus gesehen- dem Subjektiven.

So ist das Gleichgewicht der Polarität objektiv-subjektiv gewahrt und somit Ausdruck der Wahrheit.

Ist die Wahrheit vollständig erkannt, so erlangt das Subjekt die gesamte Objektivität und befindet sich im Gleichgewicht, d.h. es besteht dann kein Unterschied mehr zwischen Objektivität und Subjektivität.

Das nennen die Esoteriker dann die Überwindung der Polarität und Ausgang aus der Dualität.
@ Soraja

So ungefähr sehe ich das auch.
atheist hat folgendes geschrieben:
@leuthner:
Zitat:
Sie muss nicht, kann aber die Wahrheit sein.

Dieses habe ich hier auch gar nicht bestritten.
Ausgehend vom Thema, ob es richtig oder falsch gibt, meinte ich nur:
Wenn die Annahme des gläubigen Kollegen lautet:
"Je näher man Gott ist, desto richtiger wird eine Entscheidung!" (genau diese Hypothese wurde nämlich einige Seiten vorher getätigt), so hat er zwei Möglichkeiten:
Entweder:
Er sagt einfach "Gott", hinterfragt den Ausdruck aber nicht! So kann man folgern, dass man jeden beliebigen AUsdruck einsetzen darf:
"Je näher man einer Teekanne, einem Spagethimonster, etc., ... ist, desto richtiger wird die Entscheidung!"
Oder zweitens:
Er sagt, was er mit dem Begriff Gott meint!
Da der Begriff undefiniert ist, bleiben wiederum nur Hypothesen, die wieder hinterfragt werden können.
Eine Erklärung, die den Begriff "Gott" beinhaltet MUSS demnach inhaltsleer sein, da sie willkürlich ist.
Darauf meinte er, die Wissenschaft wäre ebenso nur ein Glaube, wie seine "Gotteshypothese".
Dieses ist aber nunmal vollkommen falsch, da Wissenschaft zumindest im "wahrnehmbaren" Bereich Hypothesen bestätigen oder widerlegen kann. Glaube kann dies, außer im einzig und allein PERSÖNLICHEN Bereich, nicht!
lg



Lieber atheist!

Da muss ich dir wohl oder übel zustimmen. Das Wissen um Gott ist immer eine subjektive Erfahrung, die, wie bei mir , sehr intensiv sein kann, weswegen ich eine subjektive Erklärung für Gott habe:

Was ist Gott? Gott ist der Schöpfer und der Ursprung allen Seins; doch Gott ist mehr: Gott ist in allem, was war, was ist und was sein wird; Gott ist das Wesen der Natur, Gott schwingt und Gott fließt - auch in meinem Herzen: "Darum bin ich glücklich und hoffe für alle und alles!" Und was ist Gott in mir? Mein Körper, mein Geist und meine Seele sind Eins; ich lebe in Harmonie und Einklang mit mir und meiner Natur; ich lebe nach sieben gleichgewichtigen Weisheiten, die einander bedingen und aufeinander aufbauen; diese sind: Urvertrauen, Selbstvertrauen, Lebensfreude, Liebe, Kraft, Einsicht und Wahrheit. Ich gebe, ich habe und bin, und ich empfange diese Energien. "Darum bin ich glücklich und hoffe auf Glückseligkeit!"

Alles Liebe

Erich
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Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!