Wo fängt Krieg an?


Die Geschichte der Menschheit ist auch eine Geschichte des Krieges. Dabei habe ich für die Völker, die des Überlebens wegen gekämpft haben, Verständnis. Dieses Thema sollte heutzutage vom Tisch sein. Wenn es das nicht ist, dann nicht, weil nur für einen genug da ist. Es ist für alle genug da.
Ursache für die heutigen Kriege ist die Sturheit. Ich finde es traurig, daß die Menschen, von denen man sagt "man kann mit ihm nicht streiten" keinen Einfluß in unserer Welt haben. Beklatscht werden diejenigen, die hinausposaunen: Wir haben recht! Das passiert bei den Nationalisten aber auch bei den Gläubigen. Arme Menschen! Wenn sie keine Millionen oder Milliarden hinter sich haben, fühlen sie einen Mangel. Aus diesem Grund glaube ich, daß ein ganz großes geistiges Problem das Problem der Ichfindung ist. Wer sich als Einzelmensch so fühlt, als würde er ganz allein durchs Weltall schweben, dem kann ich nachfühlen, daß er mit den Füßen fest auf der Erde sein möchte. Jedoch: Er ist selbst schuld! Er hätte sich doch an den Herrn des Weltalls anschließen können! Der ist überall; da würde er sich überall sicher fühlen.
Mir scheint, wir leben in der Zeit der Quadratur des Kreises. Das bedeutet sehr vieles:
Da ist ein Individualist also kein Outsider, sondern einer der die Gemeinschaft bereichert.
Man lebt in einer Familie, wir daber nicht gezwungen der "Linie" (z.B. Parteilinie) zu folgen.
Männer scheuen sich nicht, weibliche Eigenschaften zu zeigen.
Frauen wird erlaubt in Männerdomänen einzudringen.
Es gäbe noch einige Gegensatzpaare aufzuzeigen, aber das Prinzip habe ich angerissen.
Mein Wunsch zum Abschluß: Rechts und links, oben und unten: shakehands!
_________________
...und die Menschen auf der Erde machen Wumtata!
In dem Moment, wo Gewalt als Mittel zur Konfliktlösung eingesetzt wird, beginnt der Krieg in die Welt zu kommen.

Im ersten Steinwurf unserer Vorfahren zur Tötung des gegnerischen Stammesangehörigen ist von der Art des Bösen her dasselbe geschehen, wie bei den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki.

Jeder Einsatz des Schwertes - egal ob zu "Friedenszwecken" oder nicht hat das potentielle Beginnen der Gewaltspirale zur Folge, deshalb warnt Jesus auch vor jedweder Gewaltanwendung - es gibt keine "gute" Gewalt:

"Sogleich ging er auf Jesus zu und sagte: Sei gegrüßt, Rabbi! Und er küsste ihn.
Jesus erwiderte ihm: Freund, dazu bist du gekommen? Da gingen sie auf Jesus zu, ergriffen ihn und nahmen ihn fest.
Doch einer von den Begleitern Jesu zog sein Schwert, schlug auf den Diener des Hohenpriesters ein und hieb ihm ein Ohr ab.
Da sagte Jesus zu ihm: Steck dein Schwert in die Scheide; denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen." (Mt 26, 49-52)
Nehmen wir an wir hätten einen zweiten Hitler in Europa und er tötet Millonnen von Volk xY, sollen wir das einfach so hinnehmen und sagen: Nein, krieg ist keine lösung?

Oder sollen wir zugucken wie ein Herr gaddaffi sein eigenes volk tötet?
_________________
Das Leben mag keinen Sinn haben,
was aber noch lange nicht heißt das es sinnlos ist.
Griswo hat folgendes geschrieben:

Oder sollen wir zugucken wie ein Herr gaddaffi sein eigenes volk tötet?


Die Frage ist - warum gibt es überhaupt einen Gadaffi in der Position? Wer hat ihn geduldet und akzeptiert, um die Geschäfte nicht zu gefährden?

Zuerst Diktatoren fördern und unterstützen und dann wenn's halt einmal nicht mehr geht, weil das Volk aufsteht, schnell den "Retter in der Not" durch einen "Verteidigungskrieg" spielen.

Die Spirale des Bösen hat hier bereits viel früher begonnen. Den "Keim des Bösen" akzeptieren und beim Wachsen zuzusehen, um daneben mit der gewetzten Sense bereitzustehen, ist jedenfalls keine "Friedenspolitik".

Bei Hitler das Gleiche - wie lange haben alle möglichen Akteure tatenlos zugesehen - viel zu lange! In Wien gibt es einen "Mexikoplatz", weil Mexiko im März 1938 das einzige Land war, das vor dem Völkerbund offiziellen Protest gegen den gewaltsamen Anschluß Österreichs an das nationalsozialistische Deutsche Reich einlegte. Zum Gedenken an diesen Akt hat die Stadt Wien diesem Platz den Namen Mexiko-Platz verliehen.

Alle kuschten sie und sahen dem Bösen beim Wachsen zu.
Griswo hat folgendes geschrieben:
Nehmen wir an wir hätten einen zweiten Hitler in Europa und er tötet Millonnen von Volk xY, sollen wir das einfach so hinnehmen und sagen: Nein, krieg ist keine lösung?

Oder sollen wir zugucken wie ein Herr gaddaffi sein eigenes volk tötet?


Natürlich guckst du nicht zu. Im Christentum ist aber auch dazu das Motiv die Liebe zu denen die man beschützt, denn "es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt." Jh 15,13 - Christus.

Da musst du natürlich die Waffe in die Hand nehmen um die unschuldigen Leute zu beschützen und für das Recht einzustehen.
_________________
"Die Kirche des lebendigen Gottes ist die Säule und die Grundfeste der Wahrheit" 1.Tim 3,15
Griswo hat folgendes geschrieben:
Nehmen wir an wir hätten einen zweiten Hitler in Europa und er tötet Millonnen von Volk xY, sollen wir das einfach so hinnehmen und sagen: Nein, krieg ist keine lösung?

Oder sollen wir zugucken wie ein Herr gaddaffi sein eigenes volk tötet?


Abgesehen davon, dass das sehr schwere Fragen sind- glaubst du, auch nur einer würde einen Finger rühren wegen dem Volk, wenn da nicht so viel Öl wäre?
@ burkl

Das magst du sogar größtenteils Recht haben, dennoch wollen wir wirklich tatenlos zusehen wie ein Irrer sein eigenes Volk umbringt, nach dem Motto: "Das ist ja nicht mein Bier"

der Mensch ist nun mal nicht immer in der Lage sich brüderlich und klug,herzvoll zu verhalten.

Und man kann sich nicht damit rausreden," ja wir hätten schon viel früher handeln müssen, aber da uns dass nicht gelungen ist, sehen wir eben zu, wie z.B gaddaffi sein Volk umbringt!"

So ein Verhalten ist ja noch viel schlimmer als dein beschriebenes Problem(das man sowieso nicht abschalten kann(auf die Menschheit gesehen, einzelt ist das möglich))
_________________
Das Leben mag keinen Sinn haben,
was aber noch lange nicht heißt das es sinnlos ist.
Griswo hat folgendes geschrieben:
Das magst du sogar größtenteils Recht haben, dennoch wollen wir wirklich tatenlos zusehen wie ein Irrer sein eigenes Volk umbringt, nach dem Motto: "Das ist ja nicht mein Bier"


Das sage ich nicht - aber hätte man bereits die Weltordnung gerechter gestaltet und früher eingegriffen, dann hätte es gar nicht so weit kommen müssen darauf wollte ich hinaus. Jetzt geht es eben nicht mehr ohne noch mehr Blutvergießen. Ich halte die großen Westmächte im Grunde für "scheinheilig".

LG Burkl
Aleks7 hat folgendes geschrieben:
Griswo hat folgendes geschrieben:
Nehmen wir an wir hätten einen zweiten Hitler in Europa und er tötet Millonnen von Volk xY, sollen wir das einfach so hinnehmen und sagen: Nein, krieg ist keine lösung?

Oder sollen wir zugucken wie ein Herr gaddaffi sein eigenes volk tötet?


Natürlich guckst du nicht zu. Im Christentum ist aber auch dazu das Motiv die Liebe zu denen die man beschützt, denn "es gibt keine größere Liebe, als wenn einer sein Leben für seine Freunde hingibt." Jh 15,13 - Christus.

Da musst du natürlich die Waffe in die Hand nehmen um die unschuldigen Leute zu beschützen und für das Recht einzustehen.


Au weia. Schwere Fragen. Ich glaube, dass wenn man eine Waffe in die Hand nimmt, dann ist man schon falsch.
Auch wenn dabei einige zu Tode kommen. Das muss man hinnehmen.

Denn die andere Backe hinhalten heißt: keine Waffe in die Hand nehmen.
Keine Gewalt tun heißt keine Gewalt tun.

Ich sag doch, das ist schwer.

Ich würde sagen, wenn wieder so ein Hitler käme, dann würde ich versuchen zu fliehen- Wenn das nicht geht, würde ich mich umbringen lassen- und ja, die Kinder auch.
Aber ich kann nicht sagen, ich bin gegen Gewalt und dann nehme ich eine Waffe in die Hand, wenn es Ernst wird.
Zitat:
Das sage ich nicht - aber hätte man bereits die Weltordnung gerechter gestaltet und früher eingegriffen, dann hätte es gar nicht so weit kommen müssen darauf wollte ich hinaus. Jetzt geht es eben nicht mehr ohne noch mehr Blutvergießen. Ich halte die großen Westmächte im Grunde für "scheinheilig".


Das Problem ist, wir sind Menschen und haben damit einen Haufen fehler und das Leben ist nun mal nicht fair, aber man sollte versuchen, so nah wie möglich an "der Gerechtigkeit" dran zukommen!

Wir leben in der gegenwart und sollten nicht reumütig zurückblicken, es hätte soviel besser sein können....

Sondern wir sollten versuchen aus unserer Situation das Beste zu machen

Mit der sheinheilligkeit hast du schon Recht.

Wir haben eine Doppelmoral, versuchen aller welt zu zeigen, wie toll demokratie ist, aber sobald wir selber groß abräumen können, vergessen wir unsere angepriesene Moral und handeln nur zum unserem eigenen Vorteil
_________________
Das Leben mag keinen Sinn haben,
was aber noch lange nicht heißt das es sinnlos ist.