Wo fängt Krieg an?


Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Glühwürmchen,
Zitat:
Man kann auch einfach das Wahre aussprechen und das Falsche ignorieren ohne irgendeine Form von Streit zu entfachen.


hmm, das ist nicht so einfach, wie es im ersten Augenblick scheint. Hätte z.Beispiel England die Entwicklung in Deutschland nicht so lange falsch eingeschätzt, wäre uns mit einem kleineren Krieg der 2.Weltkrieg wahrscheinlich erspart geblieben.
Wahr und falsch sind in Bezug auf menschliche Verhaltensweisen oder Einstellungen sowieso wenig differenzierte Begriffe (z.B. was dem Einen sin Uhl, ist dem Anderen sin Nachtigall).
So bleibt eigentlich nur übrig, in konkreten Situationen mit möglichst vielen belegbaren Fakten seine persönliche Wahrheit darzustellen oder aber eine im eigenen Erachten falsche Darstellung ebenso mit möglichst vielen belegbaren Fakten zu widersprechen bzw. zu widerlegen.

Pjotr Kala


Man kann nicht einfach zwei ganz und gar verschiedene Entwicklungsstufen zusammen werfen, um Wahrheit zu definieren.

Denn wenn du dich innerhalb der Entwicklung befindest, so bist du gezwungen, Gewalt anzuwenden, um den nächsten Schritt in die Überwindung der Gewalt zu tun, da die Angst vor Gott und also die Angst, in die völlige Gewaltfreiheit zu springen, noch zu groß ist.

Denn so viel da Ego ist, ist es im äußeren Leben gezwungen, den nächsten Schritt Leiden zu tun, um die nächsten Schmerzen zu erleben, die den nächsten Schritt Ego abbauen.

Es geht schließlich um den Abbau des Egos, der viele Ikarnationen Entwicklung braucht.

Also musste England als Volk Gewalt anwenden, denn sie haben Angst vor ihrer Vernichtung bekommen.

England hätte nicht kämpfen müssen. Niemand muss kämpfen.
Aber der Mensch beginnt sich zu wehren, wenn die Angst vor der Vernichtung zu groß wird.

Aber wenn wir einen einzelnen Menschen betrachten, der sich bereits außerhalb der Gesellschaft befindet und also nicht mehr innerhalb der Machtstruktur und also näher bei Gott und es bei ihm um seinen nächsten Schritt des Abbaus des Egos handelt, so liegt es bei diesem, zu erkennen, ob er noch Gewalt anwenden muss oder ob er bereits die Größe besitzt, aller Gewalt abzuschwören und den Tod des Egos freiwillig eingeht, denn das genau ist immer die Frage:

kämpfe ich noch, weil ich zu viel Angst vor dem Tod habe oder lasse ich mich auf den Tod ein, weil mir die Gewaltfreiheit, die Nähe zu Gott und also die Liebe wichtiger sind als mein Leben?

Um diese Frage geht es bei der Entscheidung für Gott oder für die Gewalt immer.

Erst der sehr reife Mensch stirbt freiwillig, aber dieser Tod ist ein bewusst erlebter Tod der Seele, es ist der Tod des Egos und man geht ihm, so lange es irgendwie geht, mit einem Haufen Illusionen und Lügen aus dem Weg und ist viel eher bereit, die Wahrheit und somit Gott zu verleugnen als zu sterben.

Denn dieses Sterben ist die wahrhaftige Hölle.

Durch die aber jeder muss, falls es ihm mit Gott und dem Paradies ernst ist.
Be-stile-zen hat folgendes geschrieben:
@Glühwürmchen, was bedeutet das Wort Kritik?
Ich verstehe darunter ohne schimpfen zu sagen was mir nicht gefällt, aber ist es das auch?


Kritik bedeutet zwar ohne zu schimpfen, vielleicht, zu sagen, was dir nicht gefällt, aber jedes gedachte und gesprochene Wort ist der Same für deine persönliche Zukunft.

Und liegt es nicht viel mehr an unserer Kleingeistigkeit, dass uns Dinge nicht gefallen, obwohl wir wissen, dass Gott das Leben geschaffen hat?

Also sind doch wir nur zu dumm, um Gottes Werk zu begreifen, wenn wir es kritisieren.

Und alles, was ist, ist von Gott. Absolut alles.

Wenn man also in das Licht Gottes kommen möchte, wozu keiner gezwungen ist, dann ist es ein Fehler, irgendetwas zu kritisieren, denn es ist immer eine Kritik an Gott, das unser Unverständnis zeigt.

Man darf tun und lassen, was man will, aber man muss wissen, dass jedes gesprochene Wort und jede Tat eine Folge hat, die unsere persönliche Zukunft bestimmt.

Nur wer glücklich sein will, sollte Kritik lassen. Und jede andere Form von Gewalt.
Das würde aber bedeuten zu allem ja sagen zu müssen, auch zu dem was mir nicht gefällt.
Be-stile-zen hat folgendes geschrieben:
Das würde aber bedeuten zu allem ja sagen zu müssen, auch zu dem was mir nicht gefällt.


Es bedeutet, ja sagen zu können, aber dennoch dürfen wir auch zugeben, dass wir den Plan Gottes oft nicht verstehen in unserer Begrenztheit. Und noch wichtiger wäre es, keine Abwehr gegen die Dinge zu hegen, die uns nicht gefallen.

Denn unser Ego manifestiert sich durch unsere Abwehr gegen das, was ist.

Wenn du alle Abwehr aufgeben kannst, dann zeigst du damit, dass du wirklich bereit bist, den Willen Gottes zu akzeptieren, sowohl für dich als auch für andere. Denn oft haben wir es ja viel schwerer, das Schicksal anderer Leute zu akzeptieren, die wir als Opfer beschreiben, weil wir den Gesamtzusammenhang nicht erkennen können.
Zitat:
Wenn du alle Abwehr aufgeben kannst, dann zeigst du damit, dass du wirklich bereit bist, den Willen Gottes zu akzeptieren, sowohl für dich als auch für andere. Denn oft haben wir es ja viel schwerer, das Schicksal anderer Leute zu akzeptieren, die wir als Opfer beschreiben, weil wir den Gesamtzusammenhang nicht erkennen können.

Ob es allen nützt, wenn man sich z.B.zusammen schlagen läßt, damit der Gegner friedlich wird ?

http://www.visionen.com/Rubriken/Spirituelles_Spektrum/GEWALT

Gewaltlos zu werden, ist ein Werdegang und wer sein Ich aufgibt, gibt sich selbst auf.

Man stelle sich vor, daß sich jemand um Arbeit bemüht und es gibt nicht so viele Plätze - andernfalls muß man hungern - wir rechnen mal die sozialen Unterstützungen weg und es geht, praktisch gesehen darum, die Kinder ernähren zu müssen.

Wer kämpft dann nicht um sein Leben ?

Wer sein Ich ausgibt, der steht auf einem Felsen und wird springen - wozu braucht er das Leben, das Ich - ist das Leben - also springt derjenige.

Zitat:
„Unsere Spezies hat Wege gefunden, damit ein immer größerer Anteil der Menschheit in Frieden leben kann. Dieser Rückgang an Gewalt ist ein Impuls, die Kräfte von Zivilisation und Aufklärung hoch zu schätzen, durch die er möglich wurde.“

Fast reflexartig bekennt man sich heute dazu, gegen Gewalt zu sein. Diese Ablehnung, die einem das Gefühl verleiht, ein guter Mensch zu sein, mag politisch korrekt sein, vernünftig ist sie deswegen noch lange nicht, zumal man zum Beispiel weiß, dass die Zahl der Gewalttaten durch das Propagieren friedlicher Mittel der Konfliktlösung nicht unbedingt sinkt, manchmal sogar steigt.


www.visionen.com

Wölfe legen sich auf den Rücken, um dem Alpha-Tier zu signalisieren, daß man sich fügt - eine sogenannten Demut vor der Stärke des "Führers".

Und Tiere wissen von Gott nichts. Ist es also ein Reflex-Verhalten, sich ewig demütig zu zeigen, zumal Gott eine Wesenheit ist, ähnlich wie Sauerstoff - man braucht es, man sieht es aber nicht.

Beginnt Krieg nicht auch im Innern - und muß der Mensch nicht erst alles ablegen, was ihn kriegerisch macht und das hängt mit seinem Leben auf der Erde zusammen - mit Macht, Ausweitung seines Lebensraumes und Streben nach irdischen Dingen, die er für nötig hält.

Warum schlachten sich Menschen in all den Kriegen in der Geschichte der Menschheit denn überhaupt ab ?

Literatur zu dem Thema, Macht, Gewalt und Kriege können wir bei Hannah Ahrend sowie vielen Philosophen ansehen, die auf intellektuelle Art und Weise eine komplizierte Welt darstellen.

Zitat:
Der Mensch ist unter den Geschöpfen dieser Erde der einzige, der über die entwickelte Fähigkeit verfügt, sich über die Welt und über sich selbst in einem hohen Maße bewußt zu werden. Aus diesem Grund postuliert Theosophie eine besondere Verantwortung des Menschen für den Erhalt der Natur auf unserem Planeten im weitesten Sinne: für die tierischen und pflanzlichen Mit-Lebewesen wie auch für den Lebensraum, den diese zum Leben benötigen, auf den letztlich jedoch auch der heutige Mensch sowie die kommenden Generationen angewiesen sind.

http://www.theosophieadyar.de/theosophie/das-wesen-der-theosophie

http://www.schreiben10.com/referate.....assenpsychologie-reon.php

Zitat:
Freud erklärt in seiner Zusammenfassung von Le Bons Massenpsychologie: „In der Masse verwischen sich die individuellen Erwerbungen des einzelnen, und damit verschwindet deren Eigenart. Das rassenmäßige Unbewußte tritt hervor, das Heterogene versinkt im Homogenen.“


Wenn die Masse es schafft, sich insgesamt zu wandeln, besteht Hoffnung auf Frieden. In dem Film "Die Schwelle" wird deutlich geschildert, wie schnell Menschen aggressiv werden, wenn man sie dazu animiert, sich gegenseitig zu behaupten.

http://www.gleichsatz.de/b-u-t/spdk/glebon.html

Zitat:
GUSTAVE Le BON
Die Ideen der Massen

"Man darf nicht glauben, eine Idee könne durch den Beweis ihrer Richtigkeit selbst bei gebildeten Geistern Wirkungen erzielen. Man wird davon überzeugt, wenn man sieht, wie wenig Einfluß die klarste Beweisführung auf die Mehrzahl der Menschen hat."


Zitat:
Der Wert einer Idee ihrer Rangordnung nach ist übrigens bedeutungslos; nur die von ihr erzeugten Wirkungen sind zu beachten. Die christlichen Ideen des Mittelalters, die demokratischen Ideen des 18. Jahrhunderts, die sozialistischen Ideen der Gegenwart stehen gewiß nicht besonders hoch, man kann sie in philosophischer Beziehung als ziemlich armselige Irrtümer betrachten, aber ihre Bedeutung war und ist ungeheuer, und noch lange werden sie die wesentlichsten Mittel zur Führung der Staaten bleiben.


Zitat:
Ideen brauchen lange Zeit, um sich in der Masse festzusetzen, und sie brauchen weniger Zeit, um wieder daraus zu verschwinden. Auch sind die Massen in bezug auf Ideen immer mehrere Generationen hinter den Wissenschaftlern und Philosophen zurück. Alle Staatsmänner wissen heute, wieviel Irrtum in den Grundideen steckt, die ich soeben anführte; da aber ihr Einfluß noch sehr stark ist, so sind sie genötigt, nach Grundsätzen zu regieren, an deren Wahrheit sie nicht mehr glauben.


Schauen wir in die Realität unseres Lebens, dann erkennen wir, daß die Gedanken Gustave le Bons noch heute Gültigkeit haben.

Die Vereinfachung des Denkens: alle Menschen werden Brüder - scheitert an den tatsächlichen Begebenheiten, denn einer wird immer das Nachsehen haben, wenn er sich nur zu gern der Masse anpassen will.

Und da wir wissen, daß besonders charismatische Menschen die Massen aktivieren, muß man überdenken, daß die Masse wenig darüber nachdenkt, wem sie folgt.

Daß sich Völker in Kriege treiben lassen, zeigt die Richtigkeit der Worte der Philosophen.

Viele Wunschvorstellungen und Visionen blenden die Wirklichheit aus und die Menschen erkennen zu spät, daß Visionen, ausgeführt von Menschen, immer auch ihre Schattenseiten zeigen, wenn sie gelebt werden sollen.
_________________
Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ikarus hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Wenn du alle Abwehr aufgeben kannst, dann zeigst du damit, dass du wirklich bereit bist, den Willen Gottes zu akzeptieren, sowohl für dich als auch für andere. Denn oft haben wir es ja viel schwerer, das Schicksal anderer Leute zu akzeptieren, die wir als Opfer beschreiben, weil wir den Gesamtzusammenhang nicht erkennen können.

Ob es allen nützt, wenn man sich z.B.zusammen schlagen läßt, damit der Gegner friedlich wird ?


Als erstes ist es sinnvoll, sich zu fragen, wie man dazu kommt, zusammen geschlagen zu werden.
Die Resonanz muss man nämlich haben, damit das passieren kann.
Wenn z.B. Frauen in Ehen geschlagen werden, so liegt es an ihnen, sich zu fragen, wie wenig sie sich wert sind und wie weit es mit ihrer Liebe zu sich selbst steht.

Ein Mensch, der wirklich liebt, kann nicht zusammen geschlagen werden.

Das ist das Eine. Das andere ist:


Zitat:
Gewaltlos zu werden, ist ein Werdegang und wer sein Ich aufgibt, gibt sich selbst auf.


Genau darum geht es. Sich aufzugeben und sich ganz dem hinzugeben, was Gott für einen vorgesehen hat, egal, was es ist.

Diese Treue wird von Gott geprüft und nur wer bereit ist, sich ganz hinzugeben, kann auch das ganze Paradies erlangen.

Allerdings gibt man nicht sein Ich auf, das ist unmöglich, man gibt nur seinen Eigenwillen auf.

Zitat:
Man stelle sich vor, daß sich jemand um Arbeit bemüht und es gibt nicht so viele Plätze - andernfalls muß man hungern - wir rechnen mal die sozialen Unterstützungen weg und es geht, praktisch gesehen darum, die Kinder ernähren zu müssen.

Wenn man auf Gott vertraut, dann denkt man nicht über einen Arbeitsplatz nach, dann überlässt man die materielle Versorgung Gott und folgt seiner inneren Stimme.

Dann kommt man entweder zu einem Arbeitsplatz oder man kommt anderweitig an Geld, je nachdem, was der Plan ist.

Zitat:
Wer kämpft dann nicht um sein Leben ?


Der, der Gott vertraut.


Zitat:
Fast reflexartig bekennt man sich heute dazu, gegen Gewalt zu sein. Diese Ablehnung, die einem das Gefühl verleiht, ein guter Mensch zu sein, mag politisch korrekt sein, vernünftig ist sie deswegen noch lange nicht,...

Für einen Menschen, der zu Gott will, ist es das Vernünftigste überhaupt, sich Gott zu überlassen.

Zitat:
Wölfe legen sich auf den Rücken, um dem Alpha-Tier zu signalisieren, daß man sich fügt - eine sogenannten Demut vor der Stärke des "Führers".

Und Tiere wissen von Gott nichts. Ist es also ein Reflex-Verhalten, sich ewig demütig zu zeigen, zumal Gott eine Wesenheit ist, ähnlich wie Sauerstoff - man braucht es, man sieht es aber nicht.

Kommt sehr darauf an, wem gegenüber man sich demütig zeigt.
Verhält man sich einem großen Egoisten gegenüber demütig, so ist das ein großer Fehler, verhält man sich aber Gott gegenüber demütig, so ist das sehr sinnvoll.
Hallo Glühwürmchen,
Zitat:
Als erstes ist es sinnvoll, sich zu fragen, wie man dazu kommt, zusammen geschlagen zu werden.
Die Resonanz muss man nämlich haben, damit das passieren kann.
Wenn z.B. Frauen in Ehen geschlagen werden, so liegt es an ihnen, sich zu fragen, wie wenig sie sich wert sind und wie weit es mit ihrer Liebe zu sich selbst steht.

Ein Mensch, der wirklich liebt, kann nicht zusammen geschlagen werden.


Hier müssten eigentlich alle Christen gemeinsam aufschreien!
In der christlichen Religion ist Jesus nicht nur geschlagen, sondern sogar gekreuzigt worden.
Ausserdem ist die Frage der Einschätzung des Selbstwertes auch eine Frage der Kultur und des Bildungsstandes. Sie kann also gar nicht verallgemeinert werden.

Zitat:
Genau darum geht es. Sich aufzugeben und sich ganz dem hinzugeben, was Gott für einen vorgesehen hat, egal, was es ist.

Das sehe ich anders. Man gibt nicht sich "für Gott" auf, sondern hält seine eigene Einschätzung für "Gottes Willen". Das ist ein sehr bedeutender Unterschied.
Zitat:
Wenn man auf Gott vertraut, dann denkt man nicht über einen Arbeitsplatz nach, dann überlässt man die materielle Versorgung Gott und folgt seiner inneren Stimme.

Na, dann hab mal eine Woche lang Hunger und die Aussicht auf noch weitere Wochen, dann wird dir wahrscheinlich sehr schnell das "Gottvertrauen" vergehen. In den Hungergebieten spielt Religion so gut wie keine Rolle, da geht es ums nackte Überleben

Zitat:
Für einen Menschen, der zu Gott will, ist es das Vernünftigste überhaupt, sich Gott zu überlassen.

Wie passt das zu dem Wort "Hilf dir selbst, so hilft dir Gott"?

Zitat:
Verhält man sich einem großen Egoisten gegenüber demütig, so ist das ein großer Fehler, verhält man sich aber Gott gegenüber demütig, so ist das sehr sinnvoll.

Wie passt dieses Statement zu deiner früheren Aussage:
Zitat:
Wenn man also in das Licht Gottes kommen möchte, wozu keiner gezwungen ist, dann ist es ein Fehler, irgendetwas zu kritisieren, denn es ist immer eine Kritik an Gott, das unser Unverständnis zeigt.
???

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Hallo Glühwürmchen,
Zitat:
Als erstes ist es sinnvoll, sich zu fragen, wie man dazu kommt, zusammen geschlagen zu werden.
Die Resonanz muss man nämlich haben, damit das passieren kann.
Wenn z.B. Frauen in Ehen geschlagen werden, so liegt es an ihnen, sich zu fragen, wie wenig sie sich wert sind und wie weit es mit ihrer Liebe zu sich selbst steht.

Ein Mensch, der wirklich liebt, kann nicht zusammen geschlagen werden.


Hier müssten eigentlich alle Christen gemeinsam aufschreien!
In der christlichen Religion ist Jesus nicht nur geschlagen, sondern sogar gekreuzigt worden.


Da siehst du mal, wie hartnäckig sich die Gewalt durch Lügen erhält.
Es werden immer die Gewalttätigen verherrlicht auf dieser Welt.

Zur Erkenntnis der Wahrheit gehört, dass man die Lüge erkennt.

Wäre das Christentum nicht so falsch, hätte es auch nicht dieses Ausmaß an Mord und Totschlag zur Folge gehabt.

Jesus ist ein Märtyrer, ein Superstar und alle, die Jesus anbeten, verherrlichen ihr eigenes Ego und machen somit sich selbst zum Gott.
Das Wesen des Egos ist Narzissmus, aber das muss man halt erst mal erkennen.

Es gibt aber auch noch eine innere, eine fortgeschrittenere Version der Jesus- Geschichte.
Da wird Jesus nicht mehr verherrlicht, sondern als Symbol des zu sterbenden Egos erkannt, dann hört aber auch die Überhöhung von Menschen auf, allerdings auch die Erniedrigung.

Zitat:
Ausserdem ist die Frage der Einschätzung des Selbstwertes auch eine Frage der Kultur und des Bildungsstandes. Sie kann also gar nicht verallgemeinert werden.

Hab ich was von verallgemeinern gesagt? Ich sagte lediglich, dass wer Gewalt erlebt, das auf seinen eigenen zu niedrigen Selbstwert zurück führen muss (oder bei Narzissten: auf einen zu niedrigen Wert der anderen.)


Zitat:
Zitat:
Wenn man auf Gott vertraut, dann denkt man nicht über einen Arbeitsplatz nach, dann überlässt man die materielle Versorgung Gott und folgt seiner inneren Stimme.

Na, dann hab mal eine Woche lang Hunger und die Aussicht auf noch weitere Wochen, dann wird dir wahrscheinlich sehr schnell das "Gottvertrauen" vergehen. In den Hungergebieten spielt Religion so gut wie keine Rolle, da geht es ums nackte Überleben

Bei den Menschen in Hungergebieten geht es auch nicht um die höchste Stufe der Entwicklung, sondern um eine der niedrigsten.
Wir reden von vielen Inkarnationen, bis der Mensch so weit gekommen ist, das volle Vertrauen in Gott zu geben.

Im Übrigen gibt es sehr viel schlimmere Prüfungen als Hunger.

Zitat:
Zitat:
Für einen Menschen, der zu Gott will, ist es das Vernünftigste überhaupt, sich Gott zu überlassen.

Wie passt das zu dem Wort "Hilf dir selbst, so hilft dir Gott"?

Zwischen dir selbst und Gott ist kein Unterschied, wenn du dich Gott hingibst.

Zitat:
Zitat:
Verhält man sich einem großen Egoisten gegenüber demütig, so ist das ein großer Fehler, verhält man sich aber Gott gegenüber demütig, so ist das sehr sinnvoll.

Wie passt dieses Statement zu deiner früheren Aussage:
Zitat:
Wenn man also in das Licht Gottes kommen möchte, wozu keiner gezwungen ist, dann ist es ein Fehler, irgendetwas zu kritisieren, denn es ist immer eine Kritik an Gott, das unser Unverständnis zeigt.

???

Versteh nicht, was du meinst.

Denkst du, es ist Kritik, einen Egoisten als solchen zu erkennen und ihn zu meiden?
Ist es nicht. Es ist nur ein Fehler, ihn anzugreifen.
Hallo Glühwürmchen,
Zitat:
Wäre das Christentum nicht so falsch, hätte es auch nicht dieses Ausmaß an Mord und Totschlag zur Folge gehabt.

Da bin ich ja mal auf die Reaktion der Christen hier im Forum gespannt.

Zitat:
Hab ich was von verallgemeinern gesagt? Ich sagte lediglich, dass wer Gewalt erlebt, das auf seinen eigenen zu niedrigen Selbstwert zurück führen muss (oder bei Narzissten: auf einen zu niedrigen Wert der anderen.)

Das heisst nicht anderes, als dass ich eigentlich selbst Schuld an der Misere habe, in der ich stecke. Du gestattest, dass ich mir eine solche Aussage nicht zu eigen mache, da sie sämtlichen Erfahrungen widerspricht. Klar, manches habe ich mir selbst zuzuschreiben, aber längst nicht alles.
Der Versuch, das alles durch "Reinkarnation" zu erklären, ist meines Erachtens zu weit her geholt (und natürlich vollkommen metphysisch).

Zitat:
Bei den Menschen in Hungergebieten geht es auch nicht um die höchste Stufe der Entwicklung, sondern um eine der niedrigsten.
Wir reden von vielen Inkarnationen, bis der Mensch so weit gekommen ist, das volle Vertrauen in Gott zu geben.


Ich denke, dass ist den Menschen in den Hungergebieten vollkommen wurscht, welche Reinkarnation sie gerade sind. Sie haben Hunger!
Ausserdem scheint mich meine "satte Reinkarnation" immer weiter vom "vollen Vertrauen in Gott" zu entfernen. Was mache ich falsch?

Zitat:
Zitat:
Zitat:
Verhält man sich einem großen Egoisten gegenüber demütig, so ist das ein großer Fehler, verhält man sich aber Gott gegenüber demütig, so ist das sehr sinnvoll.

Wie passt dieses Statement zu deiner früheren Aussage:
Zitat:
Wenn man also in das Licht Gottes kommen möchte, wozu keiner gezwungen ist, dann ist es ein Fehler, irgendetwas zu kritisieren, denn es ist immer eine Kritik an Gott, das unser Unverständnis zeigt.

?

Versteh nicht, was du meinst.

Denkst du, es ist Kritik, einen Egoisten als solchen zu erkennen und ihn zu meiden?
Ist es nicht. Es ist nur ein Fehler, ihn anzugreifen.

Was ist für dich ein nicht demütiges Verhalten? Das Vermeiden von Kontakten mit Egoisten? Dann überlässt du ihnen die Handlungsfreiheit.
Ausserdem ist es eine grosse Spanne zwischen "Widerspruch" und "Angreifen", obwohl es sicher auch Situationen gibt, in denen ein "Angriff" die wahrscheinlich bessere Wahl ist.

Pjotr Kala
_________________
Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Es ist doch ziemlich simpel: Wenn jemand Gewalt anwendet, um einem das zu nehmen, was einem gehört, oder um einen sogar umzubringen, dann muss man sich entweder verteidigen, oder sich selbst völlig aufgeben, sogar sein eigenes Leben.

Wenn man die Selbstaufgabe wählt, werden bald keine Pazifisten auf der Welt mehr übrig sein und alle, die keine Skrupel zur Gewaltanwendung haben, werden auf diese Weise alles bekommen, was sie nur wollen.

Wenn ein Krieg also zur Abwehr solcher unrechtmäßiger Gewalt dient, ist er dann nicht gerechtfertigt?

Mach es keinen Unterschied, ob ein Mörder aus Habgier sein Opfer umbringt, oder ein Polizist aus Selbstverteidigung einen Mörder erschießt?

Ich denke schon.

LG,
Bernhard