Wo fängt Krieg an?


hexler hat folgendes geschrieben:
Eigentlich war nicht die Frage, welcher Irre steht am Ende des Krieges, sondern: Was steht am Anfang? Der Krieg fängt bei uns selbst an. Und anfangen tut der, der Angst hat. Angst, nicht beachtet zu werden. Angst, betrogen zu werden etc. etc.


Namaste

Ich sehe das wie Hexler. Der Krieg beginnt wenn ein Mensch beginnt Gier, Hass, Angst und Wut zu empfinden und nichts dagegen zu unternehmen. Wir sind alle nur Menschen und haben uns daher nicht immer im Griff. Wir empfinden negatives und das darf ruhig auch öfter passieren. Was wir lernen müssen ist der Umgang damit. Wir müssen Hass und Zorn erkennen und uns mit den Gründen, den Menschen die sie verursachen und uns selbst aussöhnen...

Wir alle haben uns im Laufe der Jahrtausende teilweise so sehr an negative Gedanken gewöhnt das wir deren Existenzberechtigung gar nicht mehr in Frage stellen. Nicht nur das, es ist bereits soweit das es eine ganze Anzahl an Menschen gibt, prominenter wie durchschnittlicher Natur und Stellung, die meinen man könne positives aus negativen Emotionen und Handlungen erwachsen lassen. Bewaffneter Frieden ist dabei als Modeunwort herausgekommen.

Gewalt kann nie durch Gewalt beendet werden und kein Krieg kann gewonnen werden, es gibt immer nur Verlierer wenn Menschen negativ denken und/oder handeln.

Soweit meine Meinung.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Aleks7 hat folgendes geschrieben:
soraja hat folgendes geschrieben:


Aber um eine Waffe in die Hand zu nehmen und in einem Krieg zu kämpfen, ist eine verstandesmäßige Überlegung nötig und eine Entscheidung. Das würde ich nicht tun. Ich würde mir statt dessen überlegen, wo ich hingehen kann, wo der Krieg nicht ist.


Naja ok, bei Kriegssituationen ist es auch etwas anders, ist ja auch eher Männersache Dich würde ich natürlich auch irgendwo in ein sicheres Versteck bringen wollen; und natürlich wehrt man sich wenn man angegriffen wird.


Das ist aber nett. Wenn ich ein Versteck brauche, melde ich mich bei dir...
Krieg beginnt dann wenn Menschen etwas kriegen wollen, also wenn sie etwas bekommen wollen.
hexler hat folgendes geschrieben:

Es ist für alle genug da.


Aus dem Anfangsbeitrag!

Hallo,
das ist erstmal eine These.

Gut formuliert las ich das so:

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier. Mohandas Karamchand Gandhi.

Soweit hatte Herr Gandhi auch recht, aber eben damals bei einer Weltvevölkerung knapp über 2,2 MRD 1937.

Wer aber z.B. das Essay von Carl Amery "Hitler als Vorläufer" liest und durchdenkt, der bekommt kalte Füße und ziemlich berechtigte Sorgen über die Friedensfähigkeit der Erdbevölkerung in dieser großen Anzahl AUCH bei Bescheidenheit. Es reicht eben NICHT mehr für alle....

Sowohl der Optimismus der Bahaii mit der Weltregierung unter dem Haus der Gerechtigkeit, die den "Bilderbergern" unterstellten Absichten als auch die "Aufträge" der "Georgia Guidstones" zeigen die vermutlich nur möglichen Wege zu umfassenden Frieden.

Gruß
Krieg ist immer übel, aber er kann unter gewissen Umständen das geringere Übel sein. Um einen Massenmord oder Genozid an millionen von Menschen zu verhindern, ist es doch vielleicht gerechtfertigt, eine weitaus geringere Anzahl an Soldaten zu opfern?

Genauso ist Frieden nicht unbedingt immer gut. Auf dem Friedhof ist es ja auch sehr friedlich. Oder wenn die Bevölkerung komplett im Gefängnis sitzt... das unter Umständen ein gesamtes Land umfassen kann.

Aber ich vermute, mit Krieg ist hier vor allem der Krieg zwischen Staaten gemeint.

Die Baha'i-Religion ist, so wie ich sie verstanden habe, keine Lehre, die blauäugig den Frieden erträumt, ohne darauf hinzuweisen, wie er zu erreichen sein soll.

So wird bis auf weiteres ein Modell kollektiver Sicherheit befürwortet: Die Regierungen sollen sich zusammenschließen und wenn "ein Staatenführer sich erhebt, um einen anderen Staat anzugreifen, so sollen sich alle zusammenschließen und ihn niederwerfen". (Hab gerade den exakten Wortlaut und Quelle nicht parat)

Krieg ist aus Baha'i-Sicht also gerechtfertigt, wenn nach Errichtung einer Weltgemeinschaft einer der Mitgliedsstaaten die gemeinsam akzeptierten Regeln verletzt.

Auf unsere heutige Situation bezogen könnte das bedeuten, dass Militärinterventionen, die durch die Vereinten Nationen legitimiert sind, durchaus ihre Berechtigung haben.

Zumindest bis eines Tages der Idealzustand erreicht ist, dass es keine Diktaturen mehr gibt, die die eigene Bevölkerung ermorden und Nachbarstaaten überfallen.

LG,
B.
Krieg fängt bei der ersten Kritik an, die wir denken.

Deshalb soll es unser Ziel sein, nicht zu kritisieren.

Also der Krieg fängt in unserem Denken an.
Hallo Glühwürmchen,
ohne Kritik gibt es keine Wahrheitsfindung. Destruktive Kritik sollte man allerdings möglichst vermeiden.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Ja, aber etwas als falsch zu erkennen, heißt ja nicht, dass man es angreifen muss oder gar die Menschen, die es glauben.
Man kann auch einfach das Wahre aussprechen und das Falsche ignorieren ohne irgendeine Form von Streit zu entfachen.
Hallo Glühwürmchen,
Zitat:
Man kann auch einfach das Wahre aussprechen und das Falsche ignorieren ohne irgendeine Form von Streit zu entfachen.


hmm, das ist nicht so einfach, wie es im ersten Augenblick scheint. Hätte z.Beispiel England die Entwicklung in Deutschland nicht so lange falsch eingeschätzt, wäre uns mit einem kleineren Krieg der 2.Weltkrieg wahrscheinlich erspart geblieben.
Wahr und falsch sind in Bezug auf menschliche Verhaltensweisen oder Einstellungen sowieso wenig differenzierte Begriffe (z.B. was dem Einen sin Uhl, ist dem Anderen sin Nachtigall).
So bleibt eigentlich nur übrig, in konkreten Situationen mit möglichst vielen belegbaren Fakten seine persönliche Wahrheit darzustellen oder aber eine im eigenen Erachten falsche Darstellung ebenso mit möglichst vielen belegbaren Fakten zu widersprechen bzw. zu widerlegen.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
@Glühwürmchen, was bedeutet das Wort Kritik?
Ich verstehe darunter ohne schimpfen zu sagen was mir nicht gefällt, aber ist es das auch?