Ich kann nicht mehr nachhause


Seit heute Morgen um acht muss ich andauernd weinen.
Wenn ich aber ehrlich bin, muss ich seit über vierzig Jahren andauernd weinen.
Ich kann nicht mehr.
Ich habs so lange ausgehalten, aber Gottes Versprechen hält er nicht.
Ich hab gesagt, dass ich nicht ausweichen werde.
Dass ich es aushalten werde. Schon als ich sieben Jahre alt war, hat mich Gott gefragt, ob ich mein Leben Ihm übergeben werde.
Ja, hab ich gesagt- aber warum tut es so weh?
Ich hab nicht wie die anderen Drogen genommen oder Selbstmord gemacht, nicht Psychopharmaka, ich hab statt dessen gebetet und versucht, Hoffnung zu haben- ich hab es so lange ausgehalten-

aber es wird nicht besser.

Früher hab ich Gott gespürt- mir wurde leichter, wenn ich gebetet habe- aber jetzt spüre ich gar nichts mehr.

Dass mich alle nicht wollten, konnte ich irgendwie verkraften, denn ich hatte ja Gott.
Jetzt aber kann ich es nicht mehr verkraften, denn trotz permanentem Denken an Gott, habe ich seit fünf Jahren nichts mehr von Ihm gehört und alles wird immer schlimmer.

Jetzt kann ich nicht mehr nachhause.
Mein Sohn hat mich bedroht heute zum ersten Mal.

Ich bin völlig am Ende.

Gott hat mich schon lange verlassen und jetzt greift mich mein Kind an.

Ich verstehe nicht, was das alles soll.
Ich kann nichts mehr tun. Arbeit finde ich keine, nachhause kann ich nicht mehr, es geht nicht vor und nicht zurück.

Ich kann nichts tun und nicht nichts tun. Ich kann nirgendwo hin.
Bitte sag mir niemand, ich solle zu einem Therapeut gehen. Alle Therapeuten haben mich raus geworfen, weil sei leider für mich nichts tun können- das ist ihnen zu heftig, zu viel Verantwortung, ist ihnen zu heiß.

Der Weg ist auch versperrt. Jeder Weg ist versperrt.

Ich such eigentlich nur eine Antwort:

Warum lässt Gott mich so im Stich, wo ich seit vierzig Jahren treu an Seiner Seite stehe? Warum?

Und für was sind all die Tränen gut? Warum muss das Leiden so unendlich groß sein? Ein Leiden, das mir niemand ansieht- das ganz tief in mir ist und das niemand von außen nachvollziehen kann, warum?
Liebe soraja,

hab jetzt leider keine Zeit mehr - aber GOTT läßt sich nicht erpressen.

Bitte Deine Helfer, die es ganz bestimmt um dich herum gibt, Du wirst sehen - Du bekommst Hilfe.

Aber - fordere nicht.

Alles Liebe Dir
Rose
_________________
"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Ich habe mein ganzes Leben lang gebetet- aber habe ich nicht um etwas gebeten, sondern nur versucht, in der Gegenwart Gottes zu verweilen.
Früher hat das eine Linderung verschafft, aber jetzt schon lange nicht mehr.
Gott hat mich verlassen, bloß ich weiß nicht warum.

Womit also erpresse ich Gott?
Damit, dass ich bete?

Aber eigentlich bestätigst du mir nur, was ich ohnehin schon so empfinde: Gott möchte von mir nicht mehr belästigt werden-bloß ich weiß nicht warum.

Vielen Dank also- es gibt Seelen, die Gott verstößt- und das ganz ohne Erklärung.
Zu wertlos wahrscheinlich, zu nichts, zu böse (aber was Böses habe ich getan?) ein Unmensch.
Liebe Soraja

Dein Fall tut mir leid, ich hoffe, dass sich deine Lage wieder bessert.

soraja hat folgendes geschrieben:

Ich kann nichts tun und nicht nichts tun. Ich kann nirgendwo hin.
Bitte sag mir niemand, ich solle zu einem Therapeut gehen. Alle Therapeuten haben mich raus geworfen, weil sei leider für mich nichts tun können- das ist ihnen zu heftig, zu viel Verantwortung, ist ihnen zu heiß.

Der Weg ist auch versperrt. Jeder Weg ist versperrt.


Richtige Therapeuten sind genau für solche Fälle da. Da gibt es kein "zu heiß". Sowas darf es nicht geben.

Alles Liebe
Liebe Soroja,

Erstmal Willkommen hier!

Du bist hier willkommen und Du bist es sicher auch an anderen "Orten" und bei anderen Menschen. Jeder findet irgendwann mal einen oder mehrere Menschen die er ertragen kann und die ihn ertragen können, im besten Fall wird Freundschaft/Liebe draus. Aber um jemanden oder etwas finden zu können muß man suchen, nicht nur beten! Hilf dir selbst, dann hilft dir vielleicht auch Gott. Wenn es einen Gott gibt, so sagt uns schon die Bibel und fast jeder andere monotheistische Text, dann steht er nicht auf "Opfer" und "Hinnehmer" sondern auf "Macher". "Hilf dir selbst, erst dann hilft der Herr" heißt es nicht umsonst. Glaub mir es gibt liebe Menschen und Orte die man Heim und Heimat nennen kann!

Was die Therapeuten angeht, so stimme ich Long Road zu, es gibt immer einen der sich auf genau diesen oder jenen "Typus" spezialisiert hat. Für einen guten Therapeuten darf es ohnehin kein "zu heißes Thema" geben. Ich habe 3 Jahre unter psychisch/geistig/körperlich Behinderten Menschen gelebt, hautnah Tür an Tür und mit Gemeinschaftsküche. Während dieser Zeit hab ich viele der krassesten Störungen und Sorgen/Probleme kennengelernt, wenn denen allen geholfen werden konnte dann kann auch bei dir noch nicht alles verloren sein. Raff dich auf und gib nicht auf! Der Ausstieg über Suizi und Co. bleibt einem jederzeit, aber erstmal sollte man ALLES andere versuchen!

Ich wünsche dir Kraft und Zuversicht!

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
soraja hat folgendes geschrieben:
...Wenn ich aber ehrlich bin, muss ich seit über vierzig Jahren andauernd weinen... Ich habs so lange ausgehalten, aber Gottes Versprechen hält er nicht... Schon als ich sieben Jahre alt war, hat mich Gott gefragt, ob ich mein Leben Ihm übergeben werde.
Liebe soraja, ich möchte dir gerne helfen, aber es ist Vieles etwas unklar, bitte schreibe genauer, was vorgefallen ist. Wie hast du Ihm dein Leben übergeben? Wer hat dir denn gesagt, dass Gott dein Leben haben will?
Ich glaube, es tut weh, weil irgendwo in dieser Annahme ein falsches Verstehen ist. So bist du in eine Sackgasse gekommen, weil deine Vorstellungen nicht der Realität entsprechen.
Zitat:
Jetzt aber kann ich es nicht mehr verkraften, denn trotz permanentem Denken an Gott, habe ich seit fünf Jahren nichts mehr von Ihm gehört und alles wird immer schlimmer.
Wie stellst du dir vor, "von Ihm zu hören"?
Gott ist immer da, vor dir und hinter dir, in jeder Blume schaut dir Sein Antlitz entgegen, und in jedem Menschen...
Zitat:
Mein Sohn hat mich bedroht heute zum ersten Mal.
Gott hat mich schon lange verlassen und jetzt greift mich mein Kind an.
Arbeit finde ich keine, nachhause kann ich nicht mehr, es geht nicht vor und nicht zurück.
Sackgasse bedeutet: ich muss zurück gehen, dahin, wo es noch hell war.
Wo war noch hell, Liebes? Und warum bedroht dich dein Sohn?
Wovon hat er so genug, dass er dich nicht mehr sehen will??
Zitat:
Alle Therapeuten haben mich raus geworfen, weil sei leider für mich nichts tun können- das ist ihnen zu heftig, zu viel Verantwortung, ist ihnen zu heiß.
Was ist so heiss, soraja?
Zitat:
Warum lässt Gott mich so im Stich, wo ich seit vierzig Jahren treu an Seiner Seite stehe?
Was hast du denn alles getan, ausser Beten und Frommsein?
Und mal ganz ehrlich: was hättest du gerne getan, ausser Beten und Frommsein?
Zitat:
Und für was sind all die Tränen gut? Warum muss das Leiden so unendlich groß sein?
Tränen haben die Eigenschaft, dass sie verhärtete Strukturen aufweichen können. Und wir leiden immer dann, wenn etwas in die falsche Richtung läuft. Leiden heisst soviel wie: "Mein Weg stimmt nicht mehr". Schau, wenn du an Brennnesseln anrührst, brennen sie dich, richtig? Sind sie daran schuld? Und was musst du dann tun?
Das musst du auch hier tun, soraja.
Möchtest du sagen, was es ist? Bitte gib mir eine Antwort auf alle 11 Fragen, dann habe ich ein klareres Bild und kann dir helfen - wenn du magst
_________________
Ich Bin was ich wähle zu sein
Eranos hat folgendes geschrieben:
Liebe soraja, ich möchte dir gerne helfen, aber es ist Vieles etwas unklar, bitte schreibe genauer, was vorgefallen ist. Wie hast du Ihm dein Leben übergeben? Wer hat dir denn gesagt, dass Gott dein Leben haben will?


Ach je, wie nett, dass ihr geantwortet habt.

So schlimm wie heute war es schon lange nicht mehr.
Es ist dieser Schmerz in der Seele und manchmal tut es so wahnsinnig weh, dass es keine Worte dafür gibt.

Und immer soll ich reden, ich hab schon bei soooo vielen Therapeuten geredet, aber das hilft nichts.

Wenn ich erklären soll, was so weh tut, dann muss ich ein ganzes Buch schreiben und immer noch hätte ich niemanden gefunden, der mich versteht.
Ich bin ein schwer misshandeltes und verlassenes Kind. Man hat mich weggeworfen sozusagen und ich möchte nicht mehr alles in allen Einzelheiten erzählen, weil ich es schon so oft getan habe und das überhaupt nichts nützt, außer dass es nur immer wieder weh tut.

Weil ich also von Geburt an keine Personen um mich herum hatte, die eine Bindung zu mir aufgebaut hätten, kam ich sehr früh zu einem Kontakt mit Gott.

So ab sieben Jahren. Gott hat mit mir geredet, mir gesagt, was ich nicht tun soll, wie ich mich verhalten soll und überhaupt, war Gott eben meine Eltern.
Ich hab nie daran gezweifelt.
Es war nicht so, dass Gott mein Leben haben will, sondern mein Vertrauen. Ist doch klar.

Trotzdem aber kamen immer wieder diese furchtbaren Schmerzen und andauernd bin ich mit der Welt angeeckt.
Immer dann, wenn die Welt was anderes gesagt hat als Gott.
Immer wieder ging es darum, ob ich Gott treu bin und die Menschen vor den Kopf stoße oder ob ich zu feige bin, ehrlich zu sein.

Viele viele Prüfungen. Viele.

Mit den Jahren habe ich manchmal richtige spirituelle Höhepunkte erlebt, manchmal halt. Deshalb kann ich unmöglich an Gott zweifeln.
Wenn man das erlebt hat, so kann man nie mehr zweifeln.

Aber dieses Glück bleibt nicht.

Es geht weg. Gott geht einfach weg und dann kommt ein noch schlimmerer Schmerz und ein noch schlimmerer.

Und am Schlimmsten ist es seit sieben Jahren.

Bis dahin hatte ich einen fühlbaren Kontakt zu Gott. Nicht nur im Kopf, sondern auch im Gefühl.

Dann aber hat das aufgehört.

Es sind viele schreckliche Dinge passiert und wann immer ich nach gefragt habe, warum es so weh tun muss, sagte mir Gott: weil das Ego sterben muss, damit jeder Eigenwille aufhört, damit du ganz bei Mir angekommen sein kannst.

Aber- das ist jetzt schon so lange her und die Schmerzen werden immer größer, dass ich nur noch Angst habe- weil ich nichts mehr fühle.

Und ich habe keine Kraft mehr, zu einem Therapeuten zu gehen. Die verstehen mich nicht.
An Gott zu glauben ist für die eine Krankheit. Das Sterben von einem Ego gibt es schon gar nicht für die und Stimmen hören ist schizophren.

Ich höre gar nicht Stimmen in dem Sinn- ich fühle die Worte mehr, bzw. habe sie gefühlt.
Ich bin ja so unglücklich, weil ich sie nicht mehr fühle.

Ich habe immer wieder nach gefragt, warum es so weh tut- Gott sagt, der innerste Kern des Ego ist hart, wie bei einer Pflaume oder einer Mango, es braucht viel Schmerz, um den harten Kern aufzulösen.

Aber warum hat Er es nicht anders gemacht?

Im Moment sehe ich nur Leiden, wohin ich auch schaue. Ich habe schon so lange keine Freude mehr gefühlt- ich fühle mich wie nichts, als würde ich gar nicht existieren, nur Schmerzen. Jeder Gedanke tut weh und das Schwere ist, dass ich es nirgends aushalte.

Ich geh spazieren, mir tut die Anwesenheit von Menschen weh. Mir tut weh, dass sie so normal sind und einfach ruhig. Ich versteh nicht, wieso sie so ruhig sein können, in mir ist der Teufel los, aber nach außen bemerkt niemand was. Das ist ganz ganz innen, das Leiden.

Ich fühle mich so verlassen und vor mir nur schwarz- wie kann ich nur wieder Hoffnung finden?

Zitat:
Gott ist immer da, vor dir und hinter dir, in jeder Blume schaut dir Sein Antlitz entgegen, und in jedem Menschen...

Ja, ich weiß, aber versteh mich doch: ich kann Gott nicht mehr fühlen, als wäre ich tot, dabei lebe ich doch.


Zitat:
Sackgasse bedeutet: ich muss zurück gehen, dahin, wo es noch hell war.
Wo war noch hell, Liebes? Und warum bedroht dich dein Sohn?


Oh Gott, ich kann nicht mehr aufhören mit weinen- jemand nennt mich Liebes- das haut mich echt um. Bumm.

Zuletzt hell war es mit meinem letzten Mann, aber der hat mich so oft so schlecht behandelt, dass ich die Trennung durchziehen muss, weil ich ernsthaft krank geworden bin.
Aber irgendwie ist das beides nicht auszuhalten.
Mein Sohn ist 18 und probiert seine Grenzen aus. Bis jetzt hat er sich nicht getraut. Heute hab ich was wegen seiner Frisur gesagt- der sah so lächerlich aus, so affig, mit nach oben gegeelten Haaren- wie sie alle rumlaufen- so peinlich.
Und dann ist er laut geworden und hat mir gedroht, mit Stimme und Ausdruck eben. Das hat mich so getroffen. Ich meine, die Kinder lästern dauernd über mich, wie ich aussehe, was ich denke, was ich mache- dabei putze ich nur immer ihren Dreck, mach Wäsche und koche.

Die sind so respektlos und so arrogant.
Aber alle.
Ich habe versucht, dass sie nicht so manipuliert werden von den Medien- aber es ging nicht.
Mein Sohn hatte erst Fernsehen ab 12 und Computer ab 17, aber meine Tochter schon früher.
Ich kann sie von der Entwicklung nicht fernhalten.

Mir tut das so weh, weil ich sehe, wie die Kinder mir unter den Fingern zerrinnen durch die Medien. Die sind alle so arrogant und überheblich, cool, um nicht zu sagen eiskalt- herzlos, unmenschlich.
Kein Familienleben mehr möglich. Ich empfinde alles zerstört in dieser Welt.
Mir tut dieses Seelensterben so weh, mit jedem Tag mehr sehe ich in kalte leblose Augen überall.
Die Menschen, die Häuser, alles wird immer häßlicher und unmenschlicher.

Warum leidet ihr denn da nicht darunter?

Die Kinder werden doch kaputt gemacht, bevor sie ein vollständiges Ich haben und ich kann es nicht verhindern.
Wenn ich was sage, nur bei den schlimmsten Dingen, dann beschimpfen sie mich.
Was ist denn das noch für ein Leben?
Die Kinder sind doch ohne ihren Bildschirm nichts mehr. Die können kein Buch mehr lesen und haben keine eigene Meinung und keinen eigenen Geschmack- die sehen alle gleich aus- nämlich affig.
Zitat:
Was ist so heiss, soraja?


Die Therapeuten fühlen sich mit mir überfordert, das haben sie mir auch genau so gesagt- sie können mir nicht helfen.
Sie merken, dass ich intelligent bin und das, was sie ihren Patienten sonst sagen können, schon lange weiß.
Sie merken, dass sie mir überhaupt nicht helfen können.
Zitat:
Zitat:
Warum lässt Gott mich so im Stich, wo ich seit vierzig Jahren treu an Seiner Seite stehe?
Was hast du denn alles getan, ausser Beten und Frommsein?


WAS kann man denn noch mehr tun, als andauernd an Gott denken?
Zitat:
Und mal ganz ehrlich: was hättest du gerne getan, ausser Beten und Frommsein?

Ich hab alles so gemacht, wie es am Besten möglich war.

Zitat:
Tränen haben die Eigenschaft, dass sie verhärtete Strukturen aufweichen können. Und wir leiden immer dann, wenn etwas in die falsche Richtung läuft. Leiden heisst soviel wie: "Mein Weg stimmt nicht mehr".


Ist ja lustig, dass du das genau jetzt sagst.
Darüber habe ich vorhin auch nach gedacht.
Und ich bin schon so weit überreif, dass ich das Gefühl habe, ich kann nicht mehr zurück.

Ich sehe nur noch Psychiatrie, weglaufen oder Selbstmord vor mir.
Und alles drei darf ich nicht.

Wenn ich aber jetzt sage, was ich wirklich will- dann hassen mich bloß wieder alle.

Denn ich will nicht mehr mit den Kindern zusammen leben.
Ich bin jetzt 17 Jahre allein erziehend. Und ich kann es nicht mehr aushalten.
Aber da gibt es niemand, wo sie hin könnten und deshalb gibt es auch keine Lösung. Ich werde die Kinder nicht in ein Heim geben.
Ich weiß, wie Kinder werden, die da sind.

Die werden ja durch das ganz normale Leben- obwohl ich das nicht normal nennen kann- schon verrückt gemacht.

Ich halte das einfach nicht mehr aus und eine Lösung gibt es nicht.

Und Beziehung klappt eh nie. Ich treffe nur gewalttätige Männer oder Weicheier und jetzt treffe ich überhaupt keine mehr.

Der letzte hat mich umgehauen. Ich bin nach fünf Jahren Leiden gegangen, aber es fühlt sich so an, als werde ich diese Trennung niemals überwinden.
Da gibt es also auch keine Lösung.

Und arbeiten kann ich nicht, weil ich so frustriert bin, dass ich viel zu wenig schlafe- außerdem weine ich andauernd. Ich könnte mich niemals bewerben- ich bin viel zu kaputt.

Es gibt also keine Lösung. Ich kann nicht mal saufen oder Drogen nehmen, weil mir schlecht wird davon. Ich kann nichts, außer den ganzen Tag nichts fühlen, mich zu Tode langweilen und heulen.

Und es sieht so aus, als würde das nie nie nie niemals enden. Die ewige Verdammnis- genauso stelle ich mir die vor- obwohl ich noch nie daran geglaubt habe- welche Ironie.
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:

Du bist hier willkommen und Du bist es sicher auch an anderen "Orten" und bei anderen Menschen. Jeder findet irgendwann mal einen oder mehrere Menschen die er ertragen kann und die ihn ertragen können

Ich aber offensichtlich nicht.


Zitat:
Was die Therapeuten angeht, so stimme ich Long Road zu, es gibt immer einen der sich auf genau diesen oder jenen "Typus" spezialisiert hat. Für einen guten Therapeuten darf es ohnehin kein "zu heißes Thema" geben.

Wenn etwas wiederholt frustrierend ist, dann geht dieser Weg nicht mehr.
Zitat:
Der Ausstieg über Suizi und Co.

Nicht mal das geht- ich darf nicht, verstehst du- Gott hat es mir ausdrücklich VERBOTEN!
Wer sich von anderen, ob nun Menschen, Gott oder eingebildeten Stimmen, etwas verbieten lässt der muß ja unglücklich werden. Ich befehle niemandem und beuge mich keinem Befehl, ich bin mittlerweile in 99% meiner Tageszeit glücklich. Versuch mal weniger an Gott und etwas mehr an das Leben im Hier und Jetzt zu denken.
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:
Wer sich von anderen, ob nun Menschen, Gott oder eingebildeten Stimmen, etwas verbieten lässt der muß ja unglücklich werden. Ich befehle niemandem und beuge mich keinem Befehl, ich bin mittlerweile in 99% meiner Tageszeit glücklich. Versuch mal weniger an Gott und etwas mehr an das Leben im Hier und Jetzt zu denken.


Hä? Verstehe nicht. Was anderes ist denn Gott als das Leben im Hier und Jetzt?
Und mein Hier und Jetzt tut weh- wie soll ich das ändern?

Und wieso gibt es Gebote von Gott, wenn sie unbedeutend sind?

Gott verbietet mir nur deshalb Dinge, um mich zu schützen, um mir zu helfen, damit ich nicht noch mehr Leiden erschaffe.

Dass ich jetzt so leide, liegt doch auch bloß daran, dass ich zu anderen Zeiten Dinge getan habe, die ich mal besser gelassen hätte.
Kinder von den falschen Männern bekommen, mich auf die falschen Männer eingelassen...
Aber kann ich was für meine Prägung?

Und kann man es mir vorwerfen, dass ich einen massiven Missbrauch mit 25 noch nicht unter Kontrolle hatte?
Ich bin schon stolz darauf gewesen, dass ich in alle anderen Fallen wie Drogen und Prostitution und andere nicht gegangen bin- das war ja schon so schwer.
Aber immer alleine zu sein mit den seelischen Schmerzen schafft man mit 30 noch nicht- und dann hatte ich die Probleme schon an der Backe- und Kinder sind nun mal eine Verantwortung- aber ich kann es alleine nicht tragen- aber die staatlichen Hilfsangebote sind keine Hilfen.

Das habe ich schon alles probiert- die Hilfe, die ich da bekommen habe, hat alles noch schlimmer gemacht. Da musste ich sehen, dass ich aus der Hilfe wieder raus komme.
Ich habe ja alles versucht.
Ich wäre doch nicht so verzweifelt, wenn ich irgendeinen Weg gehen könnte, den ich noch nicht probiert habe.


Und: wie kannst du wissen oder warum kannst du behaupten, dass die Stimme Gottes, die ich höre bzw. gehört habe, eingebildet ist?
Ich meine, woher weißt du das?