Religion und Liebe


Marcolo hat folgendes geschrieben:
@ Peter.Trim

Zitat:
Wenn man Alles etwas freier sieht, kann man auch religiös sein, ohne auf solche meiner Meinung nach Kleinigkeiten wie sexuelle Neigungen fragen zu müssen, ob diese gerechtfertigt sind ...


Das ist wohl richtig, nur stellt sich dann die Frage: Wie frei darf ich als religiöser Mensch meiner Eingebung folgen ? Jenes intuitive, von Gott gegebene Wissen anzuwenden, ohne mich dabei in Widersprüche zum geltenden Dogma zu verstricken? Indem ich dieses spirituelle Wissen unterdrücke, um es einer irdischen Verwaltung recht zu machen - verleugne ich Gott. So diene ich dann nicht ihm, sondern einer Fassade.

Ich fürchte, den wenigsten Menschen ist das tatsächlich bewusst.


Zitat:
... denn warum sollen diese denn vor Gott nicht eine Daseinsberechtigung haben, wie sie auch immer sind?


Nicht nur das. Der legitime Anspruch geht über eine bloße Daseinsberechtigung weit hinaus. Man könnte hier die philosophische Frage stellen: Wozu wurden wir erschaffen? Viele religiös eingestellte Menschen (ob nun Christen, Juden, Baha'i oder Muslime) werden darauf sinngemäß antworten: Um Gott zu dienen.

Und ich, der ich weder Christ noch Jude, weder Baha'i noch Moslem bin, stimme dem zu. Allerdings - und das ist wichtig - bedeutet dienen hier für mich nicht blinder Gehorsam. Hätte Gott den gewollt, würden an Stelle der Menschen emotionslose Roboter die Erde bevölkern.

Menschen sind - im Gegensatz zu Robotern der aktuellen Generation - denkende, fühlende sexuelle Wesen, mit unterschiedlichen Präferenzen ausgestattet. Es stellt sich überhaupt nicht die Frage, ob Heterosexualität, Bisexualität oder Homosexualität "gut" oder "schlecht", "richtig" oder "falsch", "erstrebenswert" oder "verwerflich" ist - denn die Antwort kann nur lauten: Die Natur ist bunt und vielgestaltig - jeder ist so wie er ist.

Ich habe die Bibel gelesen - vor 20 Jahren war das wohl. Nur weniges davon ist in meinem Gedächtnis haften geblieben. Ein Satz (Buch Mose, AT) hat sich jedoch fest in mein Gedächtnis eingenistet:

... Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde ...

Ich habe über diesen Satz oft und lange nachgedacht. Bin dann schließlich bei der Evolutionsstrategie gelandet. Vom Einzeller bis zum hochkomplexen menschlichen Organismus. Weiter inspiriert von den modernen Erkenntnissen der Zellbiologie (Bruce Lipton, Ph.D.) wurde mir dann zunehmend klar, dass wir aus einer ausgeklügelten Struktur weitgehend autonomer Zellen bestehen und Gesundheit in erster Linie auf innerer Harmonie / zellulärer Inklusion beruht. Und das geht deshalb, weil eine Leberzelle anders als eine Nervenzelle oder Knochenzelle funktioniert.

Und genauso wie unsere 60 bis 70 Billionen Zellen ein Ganzes bilden, was wir dann menschliches Individuum nennen, welches über ein Ich-Bewusstsein verfügt, sind wir potenziell in der Lage, uns als menschliche Spezies so weit zu vernetzen, dass sich im Zuge dieser Höherentwicklung ein Wir-Bewusstsein herauskristallisiert. Das ist Gottes Plan. "Sein Bild" ist nicht der einzelne Mensch, sondern ein hoch entwickeltes sozial-biologisches System menschlicher Einheit.

Homosexuelle Liebe ist ein zwar kleiner, aber nicht unwichtiger Mosaikstein davon. Die Kleriker, die sich gern den Anschein geben, Gott näher zu sein, sollten aus ihrem "Dornröschenschlaf" erwachen und den Dingen gefasst ins Auge blicken.


Hallo Marcolo-

das ist ein wirklich guter, tiefsinniger, durchdachter Text, mein Kompliment.

Vor allem dieser Satz wäre es wert, über's Bett gehängt zu werden:

Zitat:

Indem ich dieses spirituelle Wissen unterdrücke, um es einer irdischen Verwaltung recht zu machen - verleugne ich Gott. So diene ich dann nicht ihm, sondern einer Fassade.
Frage an Alle ?

Warum gibt es zwei verschiedene Menschen ?

Was ist der Sinn der dahinter steckt ?

Frau und Mann sind doch nicht umsonst erschaffen worden .Oder ?

Ich glaube diese Gegengesetzlichkeit hat die größte Anziehungskraft
auf Erden , die nicht zu toppen ist .

Und ein hohes Glück ist , das durch diese Vereinigung 12 neue Menschen entstanden sind .

Man gab diese Wesen eine Chance Ihren Anfang in dieser Welt zubeginnen .


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