Wann ist eine Beziehung noch eine Beziehung?


Liebe Marilo

Ob zu viel "Köche den Brei verderben"..ist bei mir die Frage-wenn ich auch noch meine Gedanken
zu einem Problem äussere-
aber da wir alle Erwachsen sind,
und jeder Mensch bereichtigt und fehig sein soll nach umgehenden Beratung eigene Entscheide zu treffen, das jeder die Folgen, seiner Entscheidungen trägt und tragen muss, ob er will oder nicht,
ohne Andern die Schuld für seine persönliche Entscheidungen und Verhalten, in die Schuhe schieben zu wollen,
ich sehe auch das du dessen bewusst und fehig bist, deine eigene Entscheidungen für dich selbst zu treffen.

Nun DU bist jetzt aber nicht mehr allein,
du musst auch Entscheidungen, nicht nur für dich allein , sondern auch für euch beide und für euer Kind treffen und Folgen deiner Entscheidungen betreffen nicht nur dein eigenes ICH -jetzt geht es um WIR gestalltung , und da müssen alle miteinbezogen-und "gefragt " werden.

In einer guten und gesunden Partnerschaft trifft man auch Entscheidungen gemeinsam,
in dem man sich Beratet-Entscheidet und dann ans "Werken "-Umsetzen..Lebensgestallten geht,

zusammen und gemeinsam, statt allein und gegen einander arbeitet, natürlich übernimmt jeder seinen Teil der Aufgaben und Verantwortungsbereiche.
Und da sind nicht so selbstverständlich geübt in einer Beziehung, so bewusst oder gut vorbereitet zu funktionieren

Du liebst diesen Mann-nur du bist dir nicht sicher ob der dich auch liebt-weil er sich nicht so verhällt so wie du dir das wünschst, und du leidest, es stört dich weil du jetzt besonders viel Zuneigung und auch Emotionalen Halt brauchst?

-weil du Schwanger bist-und da ist eine Frau
besonders "Liebesbedürftig"
-zusätzlich deine ganzes Umfeld, deine Familie, Freunde, und Heimat aufgegeben und entsprechende Sicherheit und Halt verloren hast.

Ich finde auch das Emotionen sehr wichtig sind-aber bekanntlich sind Emotionen je nach dem.."wankelmütig"...veränderlich, und sehr verschieden in ihrer Ausdrucksart,

was natürlich auch Kulturell und Familiär bedingt ist, je nach dem ob sie entweder; gelebt, zugelassen, erwünscht oder verpönt und vesteckt wurden.
Marylo ich wess es nicht wie und ob du über deine Befindlickeiten mit deinem Partner offen reden kannst..
Es gäb so viele Kurse und Ausbildungen in denen man lernen kann;
Achtsam, miteinander zu komunizieren..sich klar und offen auszudrücken , den andern und sich selbst in s/einer unsicherheit, verletzlickeit, und bedürftigkeit zu erkennen und sich entsprechend mitzuteilen.
Ich denke das Leben ist ein einziges Uebungs und Lernfeld-weil wir uns unaufhörlich Weiter- entwickeln und immer wieder von neuem an Neue Erregnisse und Begebenheiten anpassen müsssen.

Und wer von uns war schon vorher in einer so engen Partenrschaftlichen Beziehung-oder so krassen Situation, von Heute auf Morgen alles aufzugeben in die Fremde zu ziehen und gleichzeitig schwanger und ohne Job zu sein..ist schon eine Belastungsprobe für Euch beide-für dich die das auf sich genommen
und für deinen Partner der plötzlich so viel Verantwortung tragen und dir so viel ersetzen muss..all deine bisherigen Enerigie und Liebesquellen;
Deine wohlbekannte und vertraute Heimat, Familie , Freunde, Job, Sicherheit, Halt,
und dass ist eine Hypothek und
Erwartung die fast unerfüllbar ist,
wo ganz viele scheitern -aber einigen gelingt es auch..
und entweder meistert Ihr die, oder halt nicht,
es ist schon so, es braucht schon ganz viel Emotionale Unterstützung (Nahrung) und Halt die du dir zum Glück auch immer wieder bei deiner Familie auch holen kannst-
aber mit der Zeit kann auch ein anders Land zur "Heimat" werden..
Ich hoffe dein Partner hat einen guten Beziehungsfeld in dem du dich wohlfühlst und aufgenommen bist.
Aber ich denke es ist wichtig das du auf deine Innere Stimme hörst , mit deinem Partner besprichst- nach Lösungen suchst, wo beide sich identifiezieren können,
und dementsprechend auch handeln-ich sage immer, man soll und darf immer wieder von neuem probieren-experimentieren-eigene Lebens Wege und Muster suchen und finden.

Auch in eurem Fall-es gibt unendlich viele Möglichkeiten das Leben zu meistern-und es muss nicht immer entweder oder sein,
das Leben hat viele Abstufungen und Entwicklungsmöglichkeiten.
Ich wünsche euch allen viel Geduld Liebe und Verständniss füreinander.
Hallo Marylo,

leider geht nicht ganz hervor wie alt ihr seid, aber was ich aus meinen Erfahrungen gelernt habe, kann ich dir gerne sagen.
Ich wohne auch in Belgien, es it ganz toll da un vor allem sehr ruhig.

Doch zu dem Verhalten eines Menschen muss ich sagen, dass diese sehr komplex ist. Ertmal sind Menschen verschieden, jeder einzelne von uns. Dinge, die dir sehr wichtig sind stehen möglich bei deinem Partner nicht an oberste Stelle und schon sind Probleme vorprogrammiert.

Klar, ich gebe den anderen Recht, ganz Flach betrachtet sollte eine Frau sich dafür zu Schade sein und erst Recht wenn der Partner dich nicht wahrnimmt.

Liebe vergeht nicht über Nacht. Wenn es zwischen euch so geknistert hat, dann habt ihr den Alltag in eurem Leben gelassen und eure Liebe nicht gepflegt. Unternehmungslust, Zweisamkeit, blödsinn zusammen machen, auf die Kleinigkeiten kommt es einfach an.

Ich weiss nicht ob die Schwangerschaft planmässig war, aber eins kann ich dir sagen, die Vorstellung eine Familie zu haben ist toll, die Tatsache eine wirklich zu bekommen ist erstmal erdrückend. Panik ist angesagt, Hilflosigkeit steht auf dem Programm, Pflichten........ Das ist im ersten Moment für dein Partner ein Problem, was nicht heisst er will das alles nicht. Es ist ein innerer Kampf ein wechselbad der Gefühle (Pro und Contra)

Und eine Schwangrschaft bringt ebenfalls ei psychologisches Problem mit, da ist ein KIND im BAUCH! Für dich toll, du spürst es lebst 24Stunden damit, aber dein Partner nicht! Diese Verbindung dauert länger aufzubauen und dann willst du auch noch mit ihm schlafen, scheisse da ist immer noch ein Kind im Bauch, viele Männer verweigern Nähe, Sex wegen der Schwangerschaft. Angs ws falsches zu machen, das Kind zu verletzen..... Ja klingt doof und ist auch totaler quatsch aber das empfinden kann man leider nicht ganz rational Steuern.

Wenn dein Partner das alles sagt, dann meint er das auch so, ich denke mir er will und kann vermutlich nicht darüber reden, aber auch er will dich sichrlich.

Ein Tipp: Fangt klein an, Dinner for two, eine kleine Rückenmassage aber nicht den Fehler machen zu weit zu gehen, dann macht er wohl einen Rückzieher. Versuht Möglichkeiten zu schaffen, die toll sind wo sich beide wohlfühlen aber vlt nicht direkt zu intim sind für den Anfang.

Ich hoffe vlt dir geholfen zu haben

LG
Ach was ich noch los werden wollte.....

... auch wenn es dir nicht ganz bewusst ist, auch du veränderst dich durch diese Schwangerschaft.

Deine Reaktion ist anders HORMONE
deine Lust schein intensiver.....

Das ist alles zusammen immer viel auf einmal. Der Mann hat keine Hormone die sich mal eben so verändern, nein, man muss alles auf einmal hinnehmen und verpacken. Ich finde jedenfalls gut, dass du den Schritt gemacht hast und du kannst nur gewinnen, wenn du bereit bist auch die andere Seite zu sein. Dein Partner hat bereits, auch wenn du es nicht direkt weisst oder siehst, diesen Schritt gemacht dich zu sehen. Alle Veränderungen im Kauf genommen, die Zukunft akzeptiert und innerlich schon verplant.

Ich kenne einige denen es genauso ergangen ist und das beste BSP. Heute glücklich ein Haus und das 3. kind ist unterwegs.

Ich drücke euch die Daumen
Danke für Eure Antworten.
Nun, ich finde nicht dass zu viele Köche den Brei verderben.
Ich bin jemand, der sich gerne andere Meinungen anhört, und nicht nur den eigenen Blickwinkel in Betracht zieht.

Er ist 30 und ich bin 28. Im Grunde genau das richtige Alter für ein Kind, und im Prinzip das Alter wo Mann wissen sollte was er tut.

Aber es ist genau das was Alec geschrieben hat:
"die Vorstellung eine Familie zu haben ist toll, die Tatsache eine wirklich zu bekommen ist erstmal erdrückend. Panik ist angesagt, Hilflosigkeit steht auf dem Programm, Pflichten........ Das ist im ersten Moment für dein Partner ein Problem, was nicht heisst er will das alles nicht. Es ist ein innerer Kampf ein wechselbad der Gefühle (Pro und Contra)"

So hat er mir das auch erklärt: er bekam damals Panik!
Ich habe schon einiges gutes und schlechtes erlebt, und daher überlege ich mir immer sehr genau, was ich meinem gegenüber sage und versuche in mich zu gehen um sicher zu sein. So wars bei der Entscheidung mit dem Kind, genauso wie ich mich damals entschieden habe, wenn ich mit ihm zusammen sein will, dann lass ich mich voll und ganz auf ihn ein.

Natürlich ist das logisch vom Verstand her gesehen dumm und naiv dort hin zu gehen: Ich lasse alle meine Sicherheit hier, mein wunderbares Umfeld!
Doch irgendwie trotz der ganzen Bedenken ist etwas in mir (und wenns auch nur mein Sturkopf ist), dass mir sagt: versuche es!
Ich kann vor Glück sagen, dass ich in seiner Mutter eine sehr sehr gute Freundin gefunden habe! Mit ihr kann ich lachen und weinen!
Das ist auch etwas was mir einwenig die Angst nimmt. Ich weiß, dass sie für mich da ist. Und das ist auch nicht selbstverständlich bei Schwiegermüttern.

Ich werde es Schritt für Schritt versuchen, denn obwohl ich ihn bestimmt noch liebe, (durch den Schmerz, die Enttäuschung, kann ich die Gewichtung nicht ganz auseinander nehmen) habe ich mich ebenfalls sehr zurück genommen.
Aus Angst, nicht weiter verletzt zu werden und für mich auf die Beine zu kommen.

Auch merke ich, dass er schon versucht auf mich zu zugehen, auf die ein oder andere Weise.
Und dabei ist es genau wie Alec beschrieben hat: peu à peu.
Und was mir auffällt, dass es zurückkommt, sobald ich einwenig auf ihn zu gehe.
Das ist alles noch nicht so das Gelbe vom Ei, eher noch ziemlich zart. Mal gucken, ob es sich dafür gelohnt haben wird.
Ich will es ehrlich versuchen! Auch wenn das heißt, dass ich selbst hart an mir arbeiten muss: Geduld und ebenso Verständis. Auch wenn das erstmal blöd klingt. Denn eigentlich war er derjenige der immer ein Kind forciert hat. Aber dieses hin und her à la wer war Schuld bringt niemanden von uns weiter.
Vielleicht wird es nicht klappen, denn alles auf einem Kind zu begründen ist naiv gedacht.
Vielleicht klappt es trotzdem, weil WIR es wollen. Und das will ich durch die Zeit die ich dort nun sein werde in Erfahrung bringen.
Ich hoffe halt nur, dass ich diese Stärke die ich grade habe, nicht verliere.
Danke, Alec.

Ja wahrscheinlich tun die Hormone noch ihr Übriges hinzu.

Wer weiß vielleicht ergibt sich alles. Ich bin jedenfalls bereit, es zu versuchen. Genauso wie ich bereit bin, es hier in Dtl. alleine zu stemmen.

Also viel Hoffnungen mach ich mir lieber nicht, sondern arbeite statt dessen daran und schaue was sich ergeben wird.

Denn in seinen Gedanken ist es so, dass er es zwar einerseits versuchen will, so wie du sagst: sich schon entschieden hat. Aber ich denke auch er hat Angst.
Und andererseits, plant er schon Haus, und das zweite Kind. Wo ich mir dann denke... lass erst mal das erste kommen.
Liebe Marylo,

das hört sich überlegt an, wie Du das Ganze jetzt angehen willst.

Es ist einerseits hilfreich, dass Du Dir über alles bewusst bist und nachdenkst, andererseits vielleicht gerade auch, wenn Du im Finanzbereich arbeitest, solltest Du nicht vergessen, Dein Bauchgefühl, d.h. Deine Intuition zu schätzen und einzubeziehen.

Nachdem Du noch mehr Persönliches von Euch offengelegt hast und interessiert an den Gedanken anderer bist, schreibe ich Dir was mir auf- bzw. einfällt.

Wichtig scheint mir, auch oder gerade bei gutem Familienzusammenhalt, dass Schwierigkeiten und Missstände klar angesprochen werden.
Manchmal werden da über Generationen Geheimnisse gehütet (dunkle Flecken vertuscht und sogar Lügen erzählt) und man weiß dabei nicht, dass bestimmte Leiden und Schwierigkeiten der Nachkommen dort ihre Ursache haben.
So ist z.B. Deine innere Einstellung zu Deinem leiblichen Vater wichtig.

Du schreibst, dass Du Dir vorbehälst gehen zu können und gleich danach, dass Deine Mutter Deinen Vater verlassen musste. Kann es sein, dass da unbewusst Angst, Trotz , Schmerz bzw. andere Gefühle mitschwingen?

Es wird Dir helfen, wenn Du Dir klar wirst, über die Parallelen aber auch die Andersartigkeit Deiner eigenen Situation und wie gesagt, Deiner inneren Einstellung gegenüber Deinem leiblichen Vater.


Dass Du Dich mit der Schwiegermutter gut verstehst ist sicher ein großes Plus für Dich, macht es für Deinen Partner als "einzigem Mann" aber schwieriger.
An Alecs Beitrag hast Du ja gemerkt, dass Männer oft anders denken und fühlen als wir Frauen.
Wie sieht es bei Deinem Partner aus, hat er männliche Unterstützung auf seinem Weg?

Wie akasha schon angesprochen hat, ist das Miteinander reden können ein wichtiger Grundstein für eine Beziehung.

Wenn das sprachlich für Dich geht und es in Belgien auch Familienberatungsstellen gibt, wie bei uns, könnte es für Euch hilfreich sein, eine zeitlang regelmäßig sich "coachen" zu lassen.

Ich sehe inzwischen gute Chancen, dass ihr es schaffen könnt und habe den Eindruck, dass Euer Kind nicht die Grundlage sondern der Anlass für die Intensivierung Eurer Beziehung sein kann.


Liebe Grüße und alles Gute für Euch!

Mara
_________________
***************************************
OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Liebe Mariylo

Angst und Zweifel zu haben ist die Natürliche erste Reaktione-bei allem Neuen und Unbekannten gegenüber
Du schreibst-du willst versuchen
und in diesem klinem Wort versuchen, liegt die Gefahr, weil sie signalisiert..nur den Versuch
aber nicht den Willen- und die Entschlossenheit
Ja ich will...in gutern und schlechten Zeiten, bei dir bleiben, lernen, üben, druchhalten,
Die Gefahr mit dem Wörtchen -Versuch ist, bei ersten Schwirigkeiten und Krisen, die absolut Normal und Selbstverständlich dazu gehören, auszusteigen- und den andern zu verlassen.

Aber sieh hin, du hast jemanden an deiner Seite der dir den Halt und Sicherheit geben möchte..und gibt,
jemanden der zu dir und zu eurem Kind ein volles Ja, trotz Aengsten und Unsicherheiten schenken will.

Sehr wahrscheinlich habt-spürt Ihr beide die Unsicherheit und Angst, und du möchtest dir einen Fluchtweg offen lassen..und das ist auch verständlich.
Es ist so tröstlich zu wissen ,eine "Verbundete" Freundin zu haben-normale Weise ist das selten..
ein gutes Verhältnis zwischen Schwiegertochter und Schwiegermutter..unterschätze das nicht!

Das leben planen gehört dazu-aber es ist auch richtig ,den Schritt um Schritt vorwärts zu gehen das Jetzt voll zu leben
-statt sich von der Zukunfts Plänen und Aengsten vom Jetzt und im Hier leben, abzulenken und belasten!
Liebe Marylo natürlich ergbit sich alles-und du sollst dich auch auf das Heute ,das dir und dem Kind gut geht konzentrieren-weil für dich und dein Wohbefinden, bist du du allein verantwortlich,
und Morgen ist, eine Neue Herausforderung,
die du noch nicht kennst, aber wenn dir Heute gut geht wirdst du auch Morgen gerüstet und stark sein,
mit den Lebensherausforderungen aus denen du lernen und auf denen du wachsen wirdst, fertig zu werden.
Hallo Liebe Mara-Devi,
Hallo Liebe Akasha,

interessante Frage wie ich zu meinem leiblichen Vater stehe... hm. Ich habe den Kontakt vor zwei Jahren abgebrochen, als er scheinbar eingeschnappt war mir zu helfen.
Ich war auch diejenige, die mit 22 oder 23 den Kontakt zu ihm aufgenommen hat. Und ich war auch immer diejenige die sich gemeldet hat bei ihm.

Irgendwann dachte ich mir, ich bin kein Hund der einem Herrchen hinterherlaufen muss. Mir zu sagen ich sei immer willkommen und selbst von alleine nichts zu tun, war mir zu wenig. Ich finde Kontakte müssen zweiseitig gepflegt werden - und dazu gehört nun mal einwenig Aufwand. Mich hat auch damals der Satz zurückgeschreckt: Du kannst gerne immer kommen, aber du musst dich von alleine melden, denn ich habe meine eigene Familie.
Für mein Verständnis aboluter Blödsinn.

Und das Verhältnis zu ihm und meiner Mutter war nicht das Beste: sie war damals 21 und er 20. Viel zu jung. Und hinzu kam, dass er damals sehr jähzornig war; sodass meine Mutter das einfach nicht mit ihm aushalten konnte. Ich weiß jedenfalls nicht ob er heute noch so ist, denn so wie ich ihn kennen gelernt habe, war er sehr höflich, kontrolliert und interessiert.

Mein Verständnis von Familie ist Zusammenhalt. Da geht man gemeinsam aufeinander zu. Es ist nicht einseitig. So jedenfalls habe ich es in meiner Familie kennen gelernt.

Mein Freund selbst, hat einen sehr guten Kontakt zu seinem 15jahre älteren Bruder. Den Vater haben wir vor ca 2 Wochen gesehen, denn durch seine Krankheit sucht er nun den Kontakt zu seiner Famile.
Ansonsten hat er eine handvoll guter (männlicher)Freunde, auf die er sich verlassen kann, sowie mehrere weibliche Freundinnen.
Also erstmal nichts komisches. Dennoch wundert mich das Verhältnis zwischen ihm und seiner Arbeitskollegin (gut sie ist wechselt bald die Stelle), aber obwohl sie anscheinend selbst in Problemen wegen ihrem Ex steckt und von ihm ein 8-Monate altes Kind hat, scheinen die beiden sich sehr gut zu verstehen. Ich weiß nicht wie ich dazu stehen soll. Er gibt ihr gute Ratschläge etc. Aber dabei denke ich mir, soll er sich doch erstmal um seine eigene Familie kümmern. Hm... vielleicht ist da mehr, vielleicht auch nicht. Und da sie auch um seine/unsere Situtation mit Sicherheit weiß, versteh ich ihre Denke nicht. Meiner Meinung nach soll sie sich Trost und Rat bei jemandem suchen und auch ne enge Freundschaft, dessen Freundin nicht in derselben Situation steckt wie sie. Das ist egoistisch.
(sry... aber da musste ich mal irgendwo Dampf ablassen und ich will da nicht zuviel interpretieren)

Ich bin auch sehr froh darüber mit meiner Schwiegermutter solch ein gutes Verhältnis zu haben, denn ich weiß dass das nicht selbstverständlich ist. Für mich ist es wirklich was besonderes.
Dennoch bleibt zwischen ihr und meinem Freund immer noch ein sehr enger und guter Kontakt.
Sie hat halt Verständnis für beide von uns.

Natürlich will ich es versuchen. Weil ich es will. Wenn es wirklich so kommt, dass sich alles einrenkt, bin ich die Letzte die ihm dann den Rücken kehren wird. Und ich habe ihm damals gesagt, auch wenn er mich fallen lässt, jetzt sind und bleiben wir eine Familie. Und da ist es egal was passiert, zusammen oder nicht, eine Familie hält zusammen wenn was ist.

Ich bin offen für das was kommt, aber ich will mich gleichzeitig auch vor weiteren Enttäuschungen schützen.
Ich habe das mit ihm offen angesprochen. Das schöne an der verfahrenen Situation ist: wir streiten uns nie (zum Glück), sondern sprechen in Ruhe darüber. Und das obwohl wir beide sturre Dickköpfe sein können.

Er hat mich sehr verletzt, klar und gesprochene Worte sind nicht mehr zurück zu nehmen, aber ich sehe auch dass er die Verantwortung übernimmt (übernehmen will.... weiß ich nicht, aber er macht's) und das ist für mich sehr sehr erleichternd. Auch klar ist er müsste das nicht, sondern könnte sich nur finanziell um das Kind kümmern. Umso schöner ist es, dass er die Möglichkeit einräumt, dass wir das gemeinsam durchziehen.

Ich will mir vornhemen, keinen Kopf großartig zu machen, denn vieles proiziert man auch unbewusst. Deswegen übe ich mich jetzt darin trotz all der Risiken die damit verbunden sind, positiv in die Zukunft und ins Jetzt zu blicken. Ich glaube auch, dass das was bewirkt. Denn oft ist das Leben ja auch so zu einem wie man selbst über Dinge eingestellt ist: à la "Wie es in den Wald hineinschreit, so hallt es heraus". Bestimmt kann ich damit auch was bewirken.
Übrigens, möchte ich noch kurz erwähnen:
Wirklich: vielen vielen lieben Dank!

Es tut wirklich gut mit Euch darüber zu quatschen. Damit hilft ihr mir, dass ich mich gut fühle und fröhlich bin!

Danke!
NUR ein Gefühlsloser MENSCH hätte keine ANGST.

Nun wir sind im gleichen Alter und ich kenne diese Situation nur zu gut. Werfe alle vorbehalte über Bord, ob es klappt oder nicht spielt jetzt keine Rolle. Erstmal hast du dich entschieden dafür und das ist auch sehr gut so, finde ich, was kannst du schon verlieren. Du bist eine taffe junge Frau!

Ja klar, ein KIND! Wau, es ist toll und unglaubliches Gefühl. Auf der anderen Seite der Medaille stehen, Verpflichtung, Bindung, Mühe, Leid, Sorgen......

Das bringt eine Familie mit sich. Die schlimmste Zeit ist die Schwangerschaft, du hast dein Gefühl dass dir jemand dein Leben weg nimmt, deine Freiheit, oft empfindet man Familiengründung schlimmer wie die Ehe. Weil dies in der Regel und so wünscht es sich jeder, für die Ewigkeit ist. Da wächst ein riesiger Druck. Das was ich schreibe, darfst du nicht negativ aufnehmen, es sind die klaren Gedanken die einem in dem Kopf kommen.

Viele denken, boh der kriegt kalte Füsse. NEIN es ist wieder einmal ein ganz neuer riesiger Abschnitt im Leben. Wenn wir zurückdenken wie wir jünger waren und wie viele haben sich so schwer getan als Jungendlicher eine klare Berufswahl zu treffen..... Weil man weiss, dass es sein Leben verändern wird und prägen wird.

Ich bin ebenfalls 30 und meine Freundin 28, wir haben einen 6jährigen Sohn. SO oft schon habe ich ihn verwünscht, dennoch würde man es rückgängig machen wollen.

Glaub mir, alles was man hört von anderen, Freunde oder Kollegen die über ihre Ehe klagen oder über ihre Rotzlöffel reden, das ermutigt nicht gerade einen die ganze Sache nur positiv zu sehen. Wie gesagt, deine Bindung zu allem steht; seine leider nicht. das braucht Zeit und Geduld.

Ach und noch etwas, wenn man zusammen eine schöne unbeschwerte Beziehung hat und dann kommt da ein Kind zwischen. Man kämpft oft mit dem Gedanken, dass dieses Kind wie ein Eindringling ist. Die Mutter hat sofort diese enge Bindung, man spricht pausenlos über Zukunft, das Kind, das Kind worauf man aufpassen muss..... Immer das Kind. Man fragt sich dann ganz schnell... und ICH? und WIR beide?

Das leiden einer Mutter ist es oft nur noch zu 100% Mama zu sein und nicht mehr Ehefrau oder Lebenspartnerin. MANN ist laut vielen Aussagen Oberflächlich, Gefühlsarm- aber auch wenn man sein Herz und Gedanken nicht auf die Zunge trägt, so sind viele Aufmerksamer als man denkt und vor allen sehr Feinfühlig. Nur bekommt man dies nicht zu sehen.

Eine Garantie gibt es nie für eine Beziehung, aber wenn man einander schätzt und repektiert versucht zusammen die Probleme zu bewältigen, dann stehen die Chancen sehr gut

So wünsch dir was und leb dich mal ins kleine Belgien gut ein, die DG ist ein schönes Fleckchen