Marihuana


Prohibition? Mußt du das bemühen, um eine Meinung abzuwerten? Ich hatte von Vernunft gesprochen. Da habe ich wohl zuviel erwartet.
Außerdem bin ich auch gegen Legalisierung...was sollls.

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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
Lieber Burkl,

Ich mache mir nicht mehr die Arbeit dir zu widersprechen, jeder hat ein Recht auf eine eigene Meinung, solang er sie nicht als objetiv geltend deklariert.

Lieber Dtrainer,

Du fragst:
Zitat:
Wie soll man das in den Griff bekommen, wenn man legalisiert?


Über Details nachzudenken obliegt natürlich den ausgebildeten Experten, aber ich würde sagen man bekommt die negativen Folgen bzw. die nur negative Nutzung von Cannabis genauso in den Griff wie es bei Tabak und Alkohol auch sein sollte. Durch härtere Kontrollgesetze, härtere Strafen bei "nicht sachgerechtem Konsum" und durch verstärkte überwachung durch unabhängige Kontrollorgane während und nach dem Konsum. Es geht mir ja nicht darum an jede Ecke einen Cannabisdealer aufzupflanzen der sein Produkt munter wie "Kamelle" unters Volk wirft. Ebenfalls sollten die Regelungen nicht so "lax" sein wie zurzeit noch bei Tabak und Alkohol. Eine solche Form der Legalisierung würde ja in der Tat mehr schaden als nutzen.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Hallo Tiro,

Das spricht aber eher dafür bei Alkohol weniger nachsichtig zu sein. Ich sehe keine Notwendigkeit, weitere Drogen zuzulassen, solange es nicht gelingt die schon vorhandenen in den Griff zu bekommen. Schließlich benötigen wir gar keine Drogen um zu leben, und was sie an positiven Effekten bringen, läßt sich auch anders - und ungefährlicher - erreichen.
Kontrollen fördern auch grade die Lust, vor allem bei Jugendlichen, sie zu umgehen.

Aufklärung halte ich für das Mittel der Wahl.

Grüße
Hm.. ein wichtiger und sinnvoller Grund gegen eine Legalisierung, das muß ich zugeben. Die Frage müßte also lauten welches Gute vorzuziehen ist, die Entkriminalisierung persönlicher Freiheiten und die Aufhebung der cannabisbasierten Beschaffungskriminalität oder die Aufrechterhaltung der relativen Beschaffungsschwierigkeiten für /jugendliche) Konsumenten?

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
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"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Da muß ich passen, ob es wegen Haschisch nennenswerte Beschaffungskriminalität gibt, kann ich nicht beurteilen. Ich meine, das ist mehr eine Sache bei schwerer Abhängigkeit, also harten Drogen und Alkohol.
Ich kann auch nicht behaupten es wäre schwierig das Zeug zu beschaffen; meine Tochter hat im Alter von 12 Jahren schon erzählt daß etliche in der Klasse gekifft haben, was ich als Skandal empfinde.
Die werden dann nikotinabhängig bevor sie volljährig sind...das kanns doch nicht sein. Von den negativen Wirkungen des Cannabis auf Minderjährige mal ganz zu schweigen.
Sie hat aber nicht damit angefangen, was ich als Bestätigung für meine Haltung, aufzuklären und nicht zu drohen, empfinde.
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Da muß ich passen, ob es wegen Haschisch nennenswerte Beschaffungskriminalität gibt, kann ich nicht beurteilen. Ich meine, das ist mehr eine Sache bei schwerer Abhängigkeit, also harten Drogen und Alkohol.


Bei Alkohol gibt es keine "Beschaffungskriminalität".

Siehe z.B. rechtsmedizinisches Fachbuch hier:

http://books.google.at/books?id=AIB.....A4t%20alkohol&f=false

Wäre auch sinnlos, da so gut wie überall zu Minimalpreisen erhältlich.
Tut mir leid Burkl, ich habe selbst miterlebt wie ein Alkoholiker zu einer Gemeinde kam weil er grade in einen Supermarkt eingebrochen war und meinte, wir würden helfen das zu vertuschen.
Da brauche ich keine Bücher lesen, wer schwerstabhängig ist schert sich nicht mehr um Recht und Ordnung.
Paßt nicht ins Weltbild, ich weiß. Ist aber so.
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Tut mir leid Burkl, ich habe selbst miterlebt wie ein Alkoholiker zu einer Gemeinde kam weil er grade in einen Supermarkt eingebrochen war und meinte, wir würden helfen das zu vertuschen.
Da brauche ich keine Bücher lesen, wer schwerstabhängig ist schert sich nicht mehr um Recht und Ordnung.
Paßt nicht ins Weltbild, ich weiß. Ist aber so.


Kann schon sein, dass es Einzelfälle gibt, wo jemand sich durch Kriminalität "seinen" Alkohol verschafft.

Die "Beschaffungskriminalität" als breites kriminologisches Phänomen ist aber bei Weitem kein alkoholbedingtes Phänomen. Das ist ganz eindeutig so. Sehr wohl gab es eine solche alkoholbedingte Beschaffungskriminalität allerdings z.B. in Zeiten der Prohibition im Amerika der 30er-Jahre (z.B. Überfälle auf Apotheken, um Laboralkohol zu erbeuten).
Einzelfälle.
http://www.journascience.org/de/sta.....r_Jugendkriminalitaet.pdf
Warum bemühst du nicht selbst Google. Du redest etwas harmlos das tausende Menschen jährlich elend zugrunde gehen läßt. Und in der Polizeistatistik auffällt.

Das ist hier gar nicht das Thema, und ich habe auch keine Lust jemanden zum sehen zu bringen der das gar nicht will.
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Einzelfälle.
http://www.journascience.org/de/sta.....r_Jugendkriminalitaet.pdf
Warum bemühst du nicht selbst Google. Du redest etwas harmlos das tausende Menschen jährlich elend zugrunde gehen läßt. Und in der Polizeistatistik auffällt.

Das ist hier gar nicht das Thema, und ich habe auch keine Lust jemanden zum sehen zu bringen der das gar nicht will.


Ich habe eine akademische Ausbildung auf dem Gebiet der Kriminologie. Ich weiß also was "Beschaffungskrimininalität" wissenschaftlich bedeutet. Auch der von dir verlinkte Artikel zeigt nicht auf, dass es eine solche im Zusammenhang mit Alkohol gibt.

Dass Alkohol mitverantwortlich für Straftaten ist habe ich im Übrigen nie bestritten - nur eben, dass er Auslöser für "Beschaffungskriminalität" ist.

LG Burkl