Die Mutter der Religionen - Philosophien und Wissenschaften


Zitat:
@burkl
Aber auch große Theologen wie z.B. Augustinus haben sich in wichtigen Teilbereichen stark verrannt, aber so ist das nun einmal, auch geniale Menschen sind Irrende.

du sagst es lieber Burkl, das ist der, der den Tieren die Seele absprach.
Und lange Zeit sprach man sogar den Frauen die Seele ab, was es leichter für die Kirchenväter machte diese zu unterdrücken und jeglicher Willkür auszusetzen. (der "Heilige Geist" lässt grüssen)
Zitat:
@burkl
Wir haben ja in der katholischen Kirche zum Glück das immerwirksame Korrektiv des Heiligen Geistes, um in der theologischen Erkenntnis die geistliche Spreu vom Weizen zu trennen und Entwicklung zu ermöglichen.

Der "Heilige Geist" ?
Also "Er" hat die Verfolgung von vegetarischen Christen (Ketzer), Hexenverfolgung, etc. befohlen?
Die Spreu vom Weizen trennen? mit der Fackel der Inquisition?

Die "theologische Erkenntnis" hat über 300 Jahre lang mit Schwert und Feuer Europa und den Rest der Welt terrorisiert.
Der "Zeit-Geist", den du den "Heiligen-Geist" nennst, hat sich nicht nur bei der Kirche gewandelt.

Aus meiner Sicht lässt sich sehr leicht erkennen WAS für ein "H....-Geist" dahinter steht.
Wie lehrte Christus uns; "an den Früchten könnt ihr sie erkennen"

Tatsache ist, dass trotz dem Gebot der Nächstenliebe und Barmherzigkeit diese von der Kirche immer nur an die Situation angepasst worden ist!
Wie bei einer Fahne die sich immer schön nach dem Wind dreht.
Das war sehr deutlich zu sehen im II-Weltkrieg und der Judenverfolgung.
Es gibt also sehr viele und sehr lang anhaltende "dunkle Zeiten" die der angebliche "Heilige-Geist" in die Kirchen brachte.
"an den Früchten könnt ihr sie erkennen", oder hätte Christus nicht viel mehr sagen müssen; "an ihrem Wendehals..."

Gruss
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"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."
(Lucius Annaeus Seneca)
Hallo Soraya,

Zitat:
@soraya
Chanten, beten, Namen...ich denke, das ist alles nicht wichtig. Sich an Gott zu erinnern, auf welche Art auch immer, ist wichtig.

Sich an Gott zu erinnern, setzt immer voraus das man sich an eine Person erinnert. Und diese Person hat eine Form, hätte sie keine dann könnte man sich auch nicht erinnern.

Gruss
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"Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer."
(Lucius Annaeus Seneca)
http://www.schattenblick.de/infopool/medien/altern/sozz1530.html

Zitat:
SOZ: Hat die römisch-katholische Kirche in Polen eine Zukunft und woran machst du sie fest?

STANISLAW OBIREK: Die Kirche hat sich niemals von innen heraus erneuert. Dies wurde ihr Immer von außen aufgezwungen. Jetzt sind es solche äußeren Bedingungen wie die Globalisierung und die Säkularisierung. Die Grenzen sind offen, unsere Landsleute lernen andere Länder und Kulturen kennen. Sie lernen auch andere Formen, Religion und Glaube auszuüben. Es liegt nach meiner Auffassung als Anthropologe in der Natur des Menschen, nach Ursprung und Sinn zu fragen, letzten Endes hat dann auch - auf welche Weise auch immer - die christliche Kirche eine Zukunft. [color=red]Aber das wird eine radikal andere Zukunft sein, auf welche Weise, ist schwer zu sagen. [/color]Doch zunächst wird sie viele Federn lassen müssen. Spanien und Frankreich sind gute Beispiele dafür.


SOZ: In den Schulen gibt es das Pflichtfach Religion oder Ethik. Ethik nur zu einem ganz geringen Prozentsatz angeboten wird. hat sich die Kirche angeboten, auch Ethikunterricht durchzuführen! alles römisch-katholisch!

STANISLAW OBIREK: Auch hier möchte ich mich auf die Untersuchungen von Prof. Baniak berufen. Aus ihnen geht eindeutig hervor, dass der Religionsunterricht in den Schulen der wichtigste Faktor ist, der die Jugendlichen aus der Institution Kirche vertreibt. Religion oder Ethik sind ein obligatorisches Schulfach, und Ethik wird fast gar nicht angeboten. So sind fast alle (über 90%) gezwungen, am Religionsunterricht teilzunehmen, den die große Mehrheit sehr kritisch sieht. Sogar in kleinen Städten, scheint es, bleiben Jugendliche gruppenweise dem Unterricht fern. Und die Religionslehrer sind frustriert, weil sie Hochschätzung und nicht Verachtung gewohnt sind.


Kommen Religionen wieder auf ihren Ursprung zurück ?

http://www.trend.infopartisan.net/trd1202/t101202.html

archiv-suche: religionen verändern

http://de.wikipedia.org/wiki/Religion

Zitat:
Einige Religionen beruhen auf philosophischen Systemen im weitesten Sinne oder haben solche rezipiert. Einige sind stärker politisch, teils sogar theokratisch orientiert. Einige legen starken Wert auf spirituelle Aspekte, andere weniger. Überschneidungen finden sich in nahezu allen Religionen und insbesondere bei deren Rezeption und Ausübung durch den einzelnen Menschen.


google: ursprung der religionen ist philosophie

http://religionsphilosophischer-salon.de/t o p i c s/religion-und-philosophie

Zitat:
Hat die Philosophie einen anderen Vorschlag? Ich denke ja, sie kann die Erwartung eines „besonderen“ Menschen, eines Gott – Menschen, unterstützen, indem sie allerdings deutlich macht: Menschliches und Göttliches stehen einander nicht fremd gegenüber; unter der Voraussetzung, philosophisch könnte der Aufweis gelingen, der Mensch sei in seinem Geist über das Endliche immer schon hinaus und tangiere so sehr das Göttliche, dass er die Möglichkeit dieses Transzendierens bereits als Kraft des Göttlichen IM Menschen erlebt.


Vorausschauen kann niemand, wie sich die Welt weiter entwickeln wird. Aber auch nicht, inwieweit Religionen gebraucht werden.

Alles ein Zeichen der Zeit.

http://geschichtsverein-koengen.de/RoemReligion.htm

Zitat:
In der Zeit der späten Republik kommt es unter dem wachsenden Einfluss der griechischen Philosophie zu einer regelrechten Krise der alten Religion. Während bei großen Teilen der ländlichen Bevölkerung der alte Glaube nach wie vor lebendig war, griffen in der Führungsschicht, bei den Gebildeten, aber auch schon im römischen Bürgertum philosophische Skepsis, Rationalismus, vor allem jedoch der Glaube an die Astrologie immer weiter um sich.


Wiederholt sich Geschichte - nur in einem anderen Rahmen ?
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Zitat:
Die "theologische Erkenntnis" hat über 300 Jahre lang mit Schwert und Feuer Europa und den Rest der Welt terrorisiert.
Der "Zeit-Geist", den du den "Heiligen-Geist" nennst, hat sich nicht nur bei der Kirche gewandelt.



Nun, bei der rkK hat sich nicht sehr viel gewandelt, was sich gewandelt hat geht gegen Null.


Sie geht mit ihren Maßnahmen Ungelegenes zu entsorgen immer soweit, wie es die weltliche Gesetzgebung zulässt.

Wehe sie könnten/dürften wie sie wollten!

Buch von Majella Lenzen, einer ehemaligen, langjährigen rk Ordensschwester in leitender Funktion: Das möge Gott verhüten! (Sehr lesenswert)
Pjotr Kala hat folgendes geschrieben:
Es ist eine immer wiederkehrende Behauptung, daß die menschliche Gesellschaft eine nur begrenzte Fähigkeit hat, sich positiv zu entwickeln.

Aber seltsamerweise will trotzdem keiner die Entwicklung auf z.Beispiel das Mittelalter zurückschrauben. Warum eigentlich nicht?

Das Bewußtsein der Menschen verändert sich, ob mit oder ohne Religionen.
Die Frage ist wohl eher, sind die Religionen ein Hemmschuh oder eine
treibende Kraft bei dieser Entwicklung.

Ich persönlich sehe sie inzwischen eher als Hemmschuh.



Pjotr Kala

Nun man darf dabei auch nicht vergessen,
dass überall dort, wo Menschen in Anarchien leben,
allzu viele Menschen eine allzu große Gewaltbereitschaft entwickeln.

Hätte ich die Wahl zwischen dem Mittelalter und dem Nazideutschland Anfang der 40er,
dann würde ich das Mittelalter wohl noch bevorzugen.

Dann fragt man sich,
wie es wohl in unserem gesitteten Land zuginge,
wenn die Exekutive eine Woche konsequent streiken würde,
und Vergehen in dieser Woche auch im Nachhinein nicht geahndet werden würden.

Sicherlich würde noch immer die Mehrzahl der Menschen den rechtschaffenen Weg deswegen nicht verlassen.

Aber diejenigen, die es dann täten hätten damit genug Potential,
unsere Gesellschaftsordnung erheblich ins schwanken zu bringen.

Oder wie seht Ihr das?
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Hallo PapaLoooo,

irgendjemand hat mal geschrieben (kann sogar hier gewesen sein), daß es ausreicht, ca 20% einer Gemeinschaft hinter sich zu versammeln, um sie umzuformen oder umzustürzen.
Da ist meines Erachtens sicher was dran, denn viele Autokraten oder Despoten haben sich zunächst auf relativ wenige Anhänger gestützt, die dann aber konsequent die Machtbasis ausgebaut haben. Beste Beispiele heute dafür sind die Türkei, Ungarn und ganz aktuell Polen.

Die sogenannte "schweigende Mehrheit" ist eher eine träge Masse, die erst in Bewegung kommt, wenn sich die Änderungen negativ auf ihren persönlichen Bereich auswirkt.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Pjotr!
Zitat:
Das Bewußtsein der Menschen verändert sich, ob mit oder ohne Religionen.
Die Frage ist wohl eher, sind die Religionen ein Hemmschuh oder eine
treibende Kraft bei dieser Entwicklung.

Sie können beides sein. wenn sie allerdings als Machtmittel missbraucht werden, werden sie
wahrscheinlich zum Hemmschuh.

Allerdings schockierte mich ein Beitrag über eine amerikanische Studie nicht weniger als Religionen.
Dabei ging es um 24 Studenten die bei einem Versuch teil nahmen.
12 spielten Gefangene und 12 Gefangenenwerter. Wobei sie im vorhinein nicht wussten welche Rolle ihnen dabei zugeteilt wurde.
Das Ergebnis des Versuchs war, dass er vorzeitig, zum Schutz der Gefangenen abgebrochen werden
musste, weil die Häftlinge von den Wertern so tyrannisiert wurden.
So scheint der Umgang mit Macht noch immer die größere Gefahr zu sein.
Liebe Grüße!
Monaliesa
Hallo Monaliesa,

diese Versuche sind in unterschiedlichen Variationen schon oft durchgeführt worden.
Alle mit dem Ergebnis, daß die Leute, die die Macht hatten, ihre Macht auch ausgespielt teilweise bis zum Exzess ausgenutzt haben und Versuche abgebrochen haben.
Allerdings gibt es auch den zweiten Teil dieser Versuche. Als man im zweiten Teil die Verhältnisse bei den gleichen Personen umgedreht hat, haben sich die vorher tyrannisierten Menschen doch etwas humaner gegenüber ihren ehemaligen Schinder verhalten.

Irgendjemand hat mal geschrieben: "Der Mensch ist des Menschen Feind"
Das würd ich zwar so nicht unterschreiben, aber je mehr unkontrollierte Macht eine eher extreme Gruppe erreicht, umso größer ist die Gefahr, daß es ab einer gewissen Größe kein lineares Wachstum mehr gibt, sondern durch Einfluß auf Verwaltung, Gesetzgebung, Judikative, Geheimdiensteinschaltung usw ein potenziertes Wachstum erfolgt.

Pjotr Kala
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Hüte dich vor Institutionen, die dir das Denken abnehmen wollen!
Hallo Pjotr!
Zitat:
Allerdings gibt es auch den zweiten Teil dieser Versuche. Als man im zweiten Teil die Verhältnisse bei den gleichen Personen umgedreht hat,
haben sich die vorher tyrannisierten Menschen doch etwas humaner gegenüber ihren ehemaligen
Schinder verhalten.

*gg* Autsch!
soll doch hoffentlich nicht bedeuten, dass sich menschen Quälen lassen müssen
um nicht andere zu Quälen.
Aber im Ernst, eines der größten Probleme der Menschheit, scheint mir der Missbrauch zu sein,
wobei natürlich _alles missbraucht werden kann.

Liebe Grüße!
Monaliesa
Religionen können beides sein?

Ja, könnten, sind sie aber nicht. Die menschliche Seele benötigt keine von Menschen gemachten Religionen. Die menschliche Seele benötigt
Gott erkennen. Wissen wie Schöpfung funktioniert.

Bisher war es nach meiner Beobachtung immer so: Sobald die Botschaft eines "Lichtbringers" zur Religion (missbraucht) wurde, ging es ab in die Hose. (Das meine ich nicht sexuell)

Ich kenn keine Religion, die die Menschen langfristig zur Eigenverantwortung und zum Licht führte.