Sich der eigenen Endlichkeit bewusst geworden!



Hallo zusammen....ich habe hier schon sehr viel gelesen und es tut gut zu wissen, das man mit den Ängsten nicht alleine dasteht.Und ich dachte mir das ich hier vielleicht auch mal meinen Beitrag eintrage in der Hoffnung, das ihr vielleicht ähnlich empfindet.
Ich habe seit ca 3 Monaten starke Depressionen( hatte ich zwar vorher auch schon, aber ging nicht NUR um das Sterben) und eine schreckliche Angst vor dem Sterben...Von meinem guten Kumpel ist der Vater 2 'Tage nach Weihnachten letzten jahres verstorben und im Feb diesen Jahres ist die Mutter meiner Freundin wegen eines Schlaganfalls in eine Klinik gekommen. Mittlerweile geht es ihr wieder gut und sie ist zu hause. Aber diesen Vorfällen ist MIR erst richtig bewusst geworden, das ich ja auch eines Tages sterben muss....das hat mir regelrecht den Boden unter den Füssen weg gerissen und danach hatte ich starke Angst-u. Panikattacken....kann seitdem nachts so gut wie gar nicht mehr schlafen...ich dachte mir: Das alles kannst du ja auch bekommen an Krankheiten etc...seitdem gehts eigentlich nur noch in meinem Kopf ums Sterben....ich muss dazu sagen, das ich ja gerade wissen müsste, wie es ist mit Sterbenden etc. da ich selbst 15 J Altenpflege hinter mir habe und leider auch privat viele schlimme Sachen durch machen musste und einige Todesfälle mitgemacht habe....aber seitdem es mir in mein BEWUSSTSEIN gedrungen ist, wünschte ich, es wäre so nicht passiert!
Ich kann nicht mehr abschalten und mein Körper spielt auch verrückt: Schmerzen in allen Regionen und Phantasien wies sein könnte bei mir...ich kann manches mal nur noch weinen und ich wünschte mir, das ich nie geboren wäre, da mir das dann alles erspart geblieben wäre....aber anderseits hätte ich mein Kind ja nicht bekommen, der mein ein und alles ist....ich bin alleinerziehend und habe leider auch keine Familie...meine beiden Eltern sind beide schon verstorben und zu der restl Familie besteht keinerlei Kontakt...für mich war u.a. auch ein schlimmes Erlebnis, das mein Vater mit 38 J an einem Herzinfarkt gestorben ist....so alt bin ich heute und ich hatte grosse Panik vor diesem Alter, das es mir durch den Kopf ging, so könnte es mir auch ergehen...aber ich komme nicht damit zurecht, das ich sterben werde eines Tages und auch mein Sohn wird eines Tages sterben und all das zieht mich sowas von runter und macht mich so unentlich traurig....ich bin schon ambulanter Therapeutischer Behandlung seit einigen jahren, da ich u.a. eine Posttraumatische Störung habe durch sex Missbrauch in Kindheit und Erw. Alter....all das habe ich so gut es geht immer wieder "überstanden", wenn Ängste etc kamen, da weiss ich ja auch, das man etwas dagegen tun kann....aber gegen das eigentliche Thema nicht!
Ich kann mir nicht vorstellen, das ich eines Tages hier nicht mehr auf der Erde sein werde, keinen Sonnenschein mehr sehen werde, mit meinem Sohn nicht mehr zus sein kann,mit Freunden etc nicht mehr zus sein kann....mein Magen dreht sich um, bek Herzrasen, feuchte Hände und meine körperliche Anspannung steigt wieder...auf der einen Seite weiss "man" das der Körper sterblich ist, aber "nur bei den anderen"....aber überkommt erst einem die eigene Sterblichkeit spielen die Gefühle, Gedanken verrückt...jeden Tag den man aufsteht, ist wieder ein tag weniger von der Lebenszeit vergangen. Die zeit, habe ich das Gefühl, raßt dahin Tag für Tag, Stunde für Stunde...keiner weiss, wieviel zeit ihm eigentlich bleibt und dann kommt der dicke Kloss in hals und auf Brust...am liebsten würde ich aus meinem Körper raus gehen, weglaufen, mich verstecken, sodass der"Tod" mich nicht finden kann
Aber leider geht der Kelch an keinem vorrüber! Manches mal Frage ich mich: wofür mache ich das alles in meinem Leben, wenn es doch nur zu dem einzigen Ausweg führt!
Auch macht es mich ganz kürre, das man dafür keine Lösung finden kann....ich habe das Gefühl ich "kämpfe" mit dem Nichts....kein Ausweg keine Lösung.....ich empfinde soviel Traurigkeit....ich LEBE doch so gerne....trotz aller unschönen Geschehnisse in meinem Leben..jetzt ist eine Lebensfreude noch mehr getrübt als vorher schon, denn dieses Gefühl "des allgegenwärtigen Todes" werd ich bestimmt nie wieder ganz los werden....ich weiss nicht woran ich glauben soll: ob es nach dem Tod noch ein Leben gibt?Ob es mit allem vorbei ist?Ich habe keine Ahnung.
Ich habe mir schon Bücher gekauft von der Elisabeth-Kübler-Ross....aber eigentlich haben sie mir noch mehr Angst gemacht, ich weiss auch nicht warum..wie soll ich bloss wieder einigermassen "normal" Leben können!

Vielleicht mag der eine oder Andere mir antworten oder viell auch in näheren Kontakt treten, zwecks Gedankenaustausch, das wäre net Tolle Sache....

glg kruemel567
Hallo, liebe Krümel-Mamma!

Deine Verwirrung und Deine Angst vor dem Sterben ist ein Ausdruck Deines leidvollen und ungelebten Lebens, denn wie gut und glücklicht lebt hat keine groß Angst vor dem Tode, weil er die Fülle und das Glück spürt und weißt, daß der Tod zum Leben gehört und nicht selten sogar herbei gesehnt und als Erlösung empfunden wird, wenn im Alter das Leiden überhand nimmt.

Deine Blickrichtung sollte also in Richtung auf das noch nicht verarbeitete Leid und auf Ungelebte Deines Lebens gehen, denn daß ist der Grund Deines Schreckens in Anbetracht der Endlichkeit allen Lebens!

Zum Glück lebst Du ja im bestorganisierten und reichstem Lande der Welt und kannst Dir jederzeit kostenlos und ganz unkompliziert 25 Stunden Psychotherapie gehnehmigen, um Dein Herz zu erleichtern. (Krankenkärtchen genügt)

Ich hoffe Dir damit ein wenig den Druck genommen zu haben, der Dein so arg strapaziertes Herz bedrückt und ich wünsche Dir von ganzem Herzen Balsam und Heilung für Deine leidende Seele!
hallo iron Member....vielen lieben Dank für deine lieben Worte....da ich ja schon in psychotherapie bin und versuche schon seit einigen jahren vieles zu bearbeiten, werde ich best nochmal 25 Sitzungen bek ; ))
Ich hoffe doch sehr, das ich wenigstens meinem kl Krümel das Leben so angenehm wie möglich machen kann, wenn schon meines nicht "ganz so einfach" war...aber es ist trotzdem sehr schwer sich vorzustellen das man irgendwann nicht mehr ist und ich weiss eben nicht wie ich dieses akzeptieren kann...meine 'Angst besteht auch darin, das ich zu früh viell diese Erde verlassen muss und mein Kind nicht mehr versorgen kann.Ich möchte noch ganz lange hier verweilen und wenn es meine "Schutzengel" zulassen dann habe ich viell auch noch das Glück; ))

gglg kruemel
Sehr interessant, dass wenn jemand ein glückliches Leben führte leichter stirbt... dann frage ich mich, warum es soviele Suizidfälle gibt, die den Tod als Er/Lösung sehen...na gut, jedem das seine.

Liebe Kruemel,
sich der eigenen sterblichen Seite bewusst werden ist vielleicht gar nicht so schlecht. Meiner Meinung nach zeigt dir dein Körper, dass du dich damit auseinandersetzen sollst, weil du ja an Panikattacken leidest.

Ich persönlich stand dem Tode schon einige Male sehr nahe und kann dir von diesen Erfahrungen erzählen.
Als mein Sohn geboren wurde erlitt ich zwei Tage später einen Blutsturz, wo das Blut nur so aus mir raus strömte. Mein Glück war, dass ich im Krankenhaus war und ich meinen Sohn hatte, ansonsten wäre ich nicht hiergeblieben.
Im Moment als ich soviel Blut verlor, wurde mein Körper immer schwächer und ich wurde sehr müde, ein anderes müde wie Abends
Ich wußte, wenn ich die Augen schließe, dann sterbe ich. Naja, die Ohrfeigen der Schwester, der Alarm und die anschließenden Gespräche haben dies auch bestätigt...egal. Entscheident war der Moment kurz vor dem Sterben... Ich hatte kein Gefühl der Angst, nicht mal ein schlechter oder angstvoller Gedanke kam hoch in dem Moment... ich wußte aber, dass ich mich entscheiden sollte. Es war, als wären plötzlich fremde Stimmen in meinem Kopf, aber ohne sie wirklich zu hören...ist seltsam zu erklären. Nun gut, man sagte mir ich könne gehen, es wäre ok...ich sollte mich entscheiden... ich kann dir auch sagen, dass es nicht mal ein Zeitgefühl gab/gibt in so einem Moment...
Naja wofür ich mich entschied ist klar
Ich könnte hier noch einige andere Geschichten erzählen, die hier aber den Rahmen sprengen würden und aber auch sehr persönlich sind, deshalb lasse ich es nun...
Ich denke aber, dass es hier im Forum einige Themen gibt, in denen du vielleicht für dich was mitnehmen kannst und die dir die Angst nehmen können.
Vielleicht wären für dich auch Engel interessant, die dir viel Kraft geben können, Vertrauen und die Angst verschwinden lassen können...
Alles Liebe für dich
_________________
Wahre Liebe kennt keine Bedingungen
Hallo Jule80....ich glaube ich habe hier fast jeden Beitrag schon gelesen und es tut gut zu wissen, das man ja mit diesen Problem nicht ganz alleine ist hier auf dieser Welt ; )
Ich glaube kaum einer kann sagen wie ist wenn man nicht mehr ist...aber das was du z. B hattest ist ja auch schon ziemlich heftig und schön wenn du fürdich einen Weg gefunde hast damit zurecht zu kommen ; ))
Engel sind für mich sehr interessant: ich sammel sie ; )) habe auch schon eine ganze menge davon in dem Glauben, sie beschützen mich und meinen Sohn....nur leider sind sie noch nicht in meinen Vorstellungen präsent, aber ich kann ja mal versuchen daran zu arbeiten....
dir auch alles Liebe
Engel erscheinen sehr selten! Aber wenn es dir mal richtig schlecht geht, dann bitte sie mal um eine Umarmung oder das sie deine Hand halten...ich denke schon, dass du es fühlen wirst. Genauso kannst du es machen, wenn du z.b. Schmerzen irgendwo hast. Bitte um Hilfe und du bekommst sie.

Naja, viele Menschen haben Erfahrungen, über die sie nicht gerne reden und einigen machen meine dagegen eher angst.
Ich kann dir auch empfehlen mal bei youtube zu schauen. Schau mal nach Menschen mit Nahtod Erfahrungen, es wird dir sicherlich einiges an angst nehmen. Es gibt dort sogar ein Bericht über eine Frau, deren Gehirn operiert wurde und sämtliche Körperaktivitäten+Hirnaktivtäten runtergeschraubt wurden, nicht mal hören hätte sie können...sie trat aus ihrem Körper und erzählt ihre Geschichte was sie erlebt hat. Auch die Gespräche der Ärzte etc...und all dies ist dokumentiert worden.
Es gibt auch Menschen die als Hirntod angesehen wurden und Nahtod Erfahrungen hatten, Blinde, die während ihrer Erfahrung sehen konnten und alles beschreiben konnten!
Nimm dir einfach mal die Zeit für dich und stell dich dem Thema... mit Sicherheit wird es dir dann besser gehen.
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Wahre Liebe kennt keine Bedingungen
ich werde mal schauen und ich hoffe sehr, das es mir irgendwann wieder besser geht; )
Viell schaffe ich es ja auch irgendwann mich ganz mit diesem thema auseinander zu setzen....ohne das es mir weiterhin Angst macht; )
Von den nahtoderfahrungen habe ich schon viel gehört und einiges darüber gelesen....aber was man ja eigentlich möchte ist, zu leben und das zwar lange und gesund; ))...viell wissen wir erst wies ist, wenn der zeitpunkt gekommen ist ; ))
Zitat:
Ich kann dir auch empfehlen mal bei youtube zu schauen.
Schau mal nach Menschen mit Nahtod Erfahrungen,
es wird dir sicherlich einiges an angst nehmen.

Was gibst Du für Ratschläge?
kruemel567 befaßt sich die ganze Zeit manisch mit dem Tod.
Wieso denn sowas noch schüren?
Zitat:
Ich kann mir nicht vorstellen, das ich eines Tages hier nicht mehr auf der Erde sein werde

Das kann keiner und das braucht auch keiner, weil wir nämlich lebendig sind!
Frag dich doch lieber, warum Du nicht Leben magst
oder was Dich davon abhält das Leben zu mögen.
Das muß ja wohl so sein, wenn Du Dich so zwanghaft mit dem Tod beschäftigst.
Und niemand steht mit der Knarre hinter Dir und zwingt Dich dazu!
Ich hatte auch meine "Nahtoderfahrungen".
Ich nenne das aber nicht so, weil ich mit diesen Spinnereien nichts am Hut haben möchte.
Es können sich so viele "Was wäre, wenn..." anhäufen, von denen man meint,
daß man das irgendwie alles noch abarbeiten müßte.
Was glaubst Du, wie schön das ist, wenn man mal so richtig innerlich Bilanz
machen kann und all den Sorgenschrott, der wirklich nichs macht, als Dich davon abzuhalten,
Dein Leben zu genießen, über Bord schmeißt.
Du darfst dem Grinsemann den Mittelfinger zeigen
und ihn einen guten Mann sein lassen.
Der ist abgeklärt und das stört ihn nicht .
_________________
"
Das ist das Verhängnis
zwischen Empfängnis
und Leichenbegängnis
nichts als Bedrängnis.
"
Erich Kästner
HI.....leider kann ich diesen "Sorgenschrott", wie du es nennst, nicht einfach so ablassen....wenn ich es könnte hätte ich es schon getan....was mich davon abhält zu leben?...Der Sex Missbrauch lässt mich nicht wirklich leben...er existiert zu sehr in meinem Kopf, was aja auch noch erschwert hinzu kommt und ich bin mmer noch mit Therapeutischer Hilfe dabei, etwas davon aufzuarbeiten....ich ahbe mnich ja nicht einfach nur so mit dem Tod beschäftigt, sondern es kam einfach so in mein Bewusstsein bzw der Eigene Tod....ich versuche nur für mich einen weg zu finden damit ich viell besser damit umgehen kann.....danke dir für deine offenen Worte.....
@maxzwo
wow, du räts jemanden etwas zu verdrängen! Klasse, dafür würde dir jeder Psychologe eine runterhauen
Ich hoffe für dich, dass du nichts verdrängst bis es deinem Körper zu viel wird
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Wahre Liebe kennt keine Bedingungen