eine beziehung zwei religionen...hilfe!


Zitat:
Wieso muss alles so kompliziert sein nur weil sich die Denkweise und Traditionen zwischen den Religionen unterscheiden. Wir alle glauben doch an Gott den allmächtigen.. Man kann doch nicht ihren Kindern verbieten einen Menschen zu lieben nur weil er oder sie mit einer anderen Religion erzogen wurde. Für mich spielen die Werte eines Menschen eine große Rolle, nicht aber welcher Religion er angehört.


Ich glaube, ich kann das gut nachvollziehen was Du da schreibst, liebe Elisabeth. Ja, warum muss das alles so kompliziert sein?

'Abdu'l-Bahá (1844-1921) sagte schon 1911 in Paris:

"Alle Menschen haben einen gleichen Glaubensuntergrund. Da er 'nur einer' ist, kann auch die Wahrheit nicht gespalten werden, und die Unterschiede, die offensichtlich.. herrschen, entspringen lediglich ihrer Bindung an das Vorurteil. Würden die Menschen nur nach Wahrheit suchen, so würden sie sich einig finden."

Ist doch eigentlich ganz einfach!

Aber die Dinge in unserem Leben die schwierig sind, tragen auch sehr viel zu unserem Wachstum bei.

Vieles was ich schon erlebt habe, und was absolut schwierig und unangenehm für mich war, und was ich absolut nicht wollte, hat sich hinterher als ein Segen herausgestellt.

Beratet miteinander, lasst Euch evtl. beraten, wäre mein Vorschlag. Eine Beziehung, die durch harte Zeiten musste oder weiter gehen muss, ist sicherlich stärker als eine ohne dies.
Echtes Gold wird im Feuer geprüft.

Im Koran steht auch (sinngemäß) "Denkt ihr, ihr könntet sagen ihr glaubt und werdet nicht geprüft?"

Vielleicht ist das ganze Dilemma auch ein Prüfung für Eure Liebe?

Auf alle Fälle wünsche ich Euch nur das, was das Beste für Euch ist.

Alles Liebe
Linde
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Zitat:
Hallo an alle,

Falls jemand Beratung zum Thema bireligiöse Paare sucht, hier gibt es ein BeratungsAngebot einer Freundin von mir, die sich seit Jahren mit dem them professionell und privat beschäftigt: Studium der vergleichenden religionwissenschaft sowie in einer interreligiösen ehe lebend.
Die Website ist: http://www.begegnungspunkte.de

Vielleicht kann dir dort besser geholfen werden als hier, wo jeder eine persönliche und weniger professionelle Meinung abgibt. Dort kann dir professionelle und persönlichr Rat gegeben werden.


Yahia, Du hast mal wieder den Vogel abgeschossen. He, du bist spitze, sagte ich doch schon öfter.

Ich hatte schon dran gedacht und nicht mehr gewusst wo ich das gelesen habe.
Jetzt, nachdem Du es mitgeteilt hast weiß ich es wieder.

Supi-dupi!

Herzliche Grüße
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Befasst euch gründlich mit den Nöten der Zeit, in der ihr lebt, und legt den Schwerpunkt eurer Überlegungen auf ihre Bedürfnisse und Forderungen.
Bahá'u'lláh
Ich denke, dass es da wichtig ist, auf die subjektive Ansicht des Anderen Rücksicht zu nehmen und damit kein Problem zu haben, solange die eigene Überzeugung nicht verteufelt wird.
linde hat folgendes geschrieben:
Es ist halt die Sicht, dass der Islam halt "doch nicht ganz richtig ist."


"Nicht ganz richtig" - das ist deine Interpretation des Gesagten.

Ich würde es anders formulieren: Aus christlicher Sicht kennt der Islam Gott nicht so, wie wir Christen das durch den Glauben an die Menschwerdung Gottes in Jesus tun. Gott bleibt im Islam in der Ferne der Transzendenz. Nach christlichem Glauben ist Gott dem Menschen nahegekommen - dem Menschengeschlecht im wahrsten Sinne "in Fleisch und Blut" übergegangen.

Daraus resultiert ein völlig anderer Zugang zu Gott, wenn man die beiden Religionen vergleicht: Das Verhältnis Gott-Mensch definiert sich im christlichen Glauben anders: Eben nicht mehr "nur" als untertanenhafte Unterwerfung unter den Willen eines fernbleibenden Gottes. Sondern als innige Freundschaft mit Gott, der gleichzeitig aber doch fernbleibt. Im Islam thront Gott über dieser Welt - das tut er nach christlichem Glauben auch.

Dass Gott und Mensch aber auch ihr Schicksal geteilt haben und endgültig zusammengefunden haben - dass also in und durch Jesus alles Menschliche göttlich und alles Göttliche auch menschlich ist - diesen Glauben kennt nur das Christentum. Daraus resultiert im christlichen Glauben im Kern eine andere Haltung Gott gegenüber - sozusagen eine "vertraute" und freundschaftliche Haltung, die dem Islam völlig fremd ist, ja schon fast gotteslästerlich erscheint. Diese Kluft zwischen den Religionen Islam und Christentum ist unüberwindlich. Kluften zwischen Menschen aber nicht - weil die Liebe die universelle Sprache ist, die jeder Mensch versteht - und nach der sich jeder Mensch im Kern sehnt.
@Burkl

An dieser Stelle würde mich interessieren, welchen Stellenwert du in Hinblick auf deinen Glauben dem Vatikan im Allgemeinen und dem Papst im Besonderen gibst. ?

Oder anders gefragt: Würde es dein Glaubensbild beeinträchtigen, wenn du erfahren würdest, dass in diesem Umfeld Dinge passieren (bzw. passiert sind), die sich nicht mit der Botschaft Jesu in Einklang bringen lassen?

LG
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
Marcolo 8 hat folgendes geschrieben:
@Burkl

An dieser Stelle würde mich interessieren, welchen Stellenwert du in Hinblick auf deinen Glauben dem Vatikan im Allgemeinen und dem Papst im Besonderen gibst. ?

Oder anders gefragt: Würde es dein Glaubensbild beeinträchtigen, wenn du erfahren würdest, dass in diesem Umfeld Dinge passieren (bzw. passiert sind), die sich nicht mit der Botschaft Jesu in Einklang bringen lassen?

LG


Lieber Marcolo, die Kirche beinhaltet immer auch den Verrat am Herrn, weil das menschlich ist Gott verwerfen zu können. Das ist seit den ersten zwölf Aposteln so. Von Judas bis Petrus gab und gibt es in der Kirche Alles. In der Kirche geht es um den Weg zur Vollkommenheit - und auf jedem Acker wächst immer auch Unkraut, trotzdem ernährt er Viele.
Lieber Burkl,

du schriebst:

Zitat:
In der Kirche geht es um den Weg zur Vollkommenheit - und auf jedem Acker wächst immer auch Unkraut, trotzdem ernährt er Viele.


Der Acker ernährt - was den finanziellen Aspekt betrifft - nur eine überschaubare Menge Privilegierter und weniger die Gläubigen als vielmehr die Gläubiger (bsw. Goldman Sachs)

Der zurückgetretene Papst soll die feindliche Übernahme der Investmentbank selbst zugegeben haben. Leider habe ich dafür keine zuverlässigen Belege. Google ist hier nicht "unser Freund".

Dafür bin ich auf ein interessantes Portal gestoßen, welches ich als lesenswert erachte. Wenn auch der Umfang an Aussagen nicht sehr motivierend ist. Man benötigt dafür Zeit und Geduld.

http://www.theologe.de/
http://www.theologe.de/gott_mammon.htm

Wäre ich Mitglied einer chrislichen Glaubensgemeinde, würde mir das sehr zu denken geben.

Viele Grüße
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
@Marcolo 8

Die Welt wird nie vollkommen sein - und immer dort, wo es Geld gibt, gibt es auch den Missbrauch. Und es wird immer Arm und Reich geben. Das sind Fakten - die aber nicht zum Ausruhen dienen können, sondern Auftrag bedeuteten, nach Kräften gegen diese "Schwerkraft" des Geldes anzukämpfen.

Wer Vollkommenenheit und Makellosigkeit hier auf der Erde sucht, der bleibt alleine.

Und noch etwas: Das Böse schreit und springt an. Und gerade das Internet ist - bei allem Segen, den es bringen kann - durchaus auch ein sehr mächtiges Werkzeug Schlechtes, Misstrauen und Zweifel zu sähen.

Das Gute ist oftmals ein sanftes Säuseln, will gefunden werden - in Geduld. Erfordert Offenheit und Vertrauen - und auch den Mut, sich verletzbar zu machen, sich zu öffnen - auch wenn man mitunter Blessuren davonträgt, vielleicht geschoren wird. Aber das haben Lämmer in der Herde so an sich, dass sie auch geschoren werden. Gehen sie alleine, dann ist das Risiko sehr groß unter die Wölfe zu fallen oder den falschen Weg zu wählen.
Auch das Böse, Burkl, geht manchmal auf leisen Sohlen. Und das macht es besonders gefährlich.

Ich wünsche dir alles erdenklich Gute. Deine Worte erscheinen mir ehrlich und jeder Mensch soll den Weg gehen, der ihm bestimmt ist.

Marcolo
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Nur dem Glühwürmchen ist es immer hell genug
elisabethx hat folgendes geschrieben:

Wieso muss alles so kompliziert sein nur weil sich die Denkweise und Traditionen zwischen den Religionen unterscheiden. Wir alle glauben doch an Gott den allmächtigen.. Man kann doch nicht ihren Kindern verbieten einen Menschen zu lieben nur weil er oder sie mit einer anderen Religion erzogen wurde. Für mich spielen die Werte eines Menschen eine große Rolle, nicht aber welcher Religion er angehört.


Liebe Elisabethx:
Das sind wir genau beim Thema:
Religionen sind meiner Meinung nach von Menschen gemacht und müssen für die Menschen da sein und nicht umgekehrt.
Daher sollte die Liebe eines Menschen immer über der Liebe zu einer Religion stehen. Alles andere ist Fanatismus und führt weiterhin zu Kriegen und sonstigen Verbrechen.

linde hat folgendes geschrieben:

Vielleicht ist das ganze Dilemma auch ein Prüfung für Eure Liebe?


Ja genau das ist es und Ihr solltet Euch mutig gegen das ganze törichte dumme und sture Gehabe der verschiedenen Familienangehörigen mit Ihren fanatischen Ansichten stellen, die etwas gegen Eure Liebe haben sollten. (ich hoffe mal sie sind nicht so extrem und denken übere Ehrenmorde oder so nach...). Und wenn sie euch dann verstossen solltet Ihr sie auslachen...

Sorry wenn es extrem klingt..ist halt meine Meinung dazu...
wünsch Euch viel Kraft und Glück...und das Wichtigste ist Eure Liebe zueinander.

LG