eine beziehung zwei religionen...hilfe!


Ja das wäre sehr lieb und hilfreich danke dir
ich glaube, dass es auch einen unterschied macht, wie fest die einzelnen parteien in ihrem glauben stehen...vllt kannst du das bei den beiden ja auch rausfinden

LG Birthe
Liebe Birthe,

ich kanns versuchen

Wir kennen uns zwar nur relativ "beiläufig", aber Donnerstags sitzen wir immer eine Stunde lang im gleichen Raum und warten auf unsere Kinder, die sich beim Kindertanzen vergnügen.
Nur laufen währenddessen unsere beiden kleinen durch die Gegend, ihre beiden Kinder verlassen ständig das Tanzen um dieses und jenes zu bekommen, und zu ruhigen Gesprächen ist kaum Gelegenheit, weil noch 8 andere Mamas um uns sitzen *g*

Aber ich werde es auf jeden Fall versuchen!

Alles Liebe,
Riki
Liebe Birthe,

ich hatte heute tatsächlich Gelegenheit meine Bekannte auf ihre Familie anzusprechen.
Die sind viel mehr Multi-Kulti als ich dachte

Ihre Schwiegermutter ist katholische Südamerikanerin, ihr Schwiegervater Lybischer Moslem, ihr Mann zwar Moslem aber nach der Flucht nach D und sehr herzlicher Aufnahme von protestantischen Christen auch getauft, und an die Religionsgeschichte ihrer Blutsverwandtschaft kann ich mich nicht mehr erinnern

Sie haben sich damals standesamtlich trauen lassen, außerdem kirchlich. (Da er ja auch getauft war).
Sie sind beide nicht strenggläubig, allerdings leben sie ihren Kindern beide "Welten" vor. Sie feiern das Opfer- und das Zuckerfest genauso wie Weihnachten und Ostern, die Kinder gehen in dieselbe Kita wie meine Große, also eine evangelische, aber sie besuchen auch immer wieder mal eine Moschee. Mal abgesehen davon sind sie der Ansicht, dass Gott überall wohnt, und dass jedes Gotteshaus Gott - oder eben Allah - geweiht ist.
Nach ihrem eigenen Wortlaut: "Gott ist bei mir im Wohnzimmer genauso wie im Keller zu finden."

Sie meinte, viel schwerwiegender als die Frage nach der Art der Trauung oder der Kindererziehung war in ihrem Fall der schlimmste aller Fälle - Wie und wo beerdige ich ein Kind. (Ich hätte nie im Leben gedacht, ein so intensives, vertrauliches Gespräch mit einer Frau zu führen, die ich nur relativ kurz und sporadisch kenne. Aber wir waren uns von Anfang an sehr sympathisch, und offensichtlich verbindet Glaube ja doch auch. Egal, woher er kommt).
Sie haben sich damals für einen christlichen Friedhof entschieden, aus dem einfachen Grund, dass er in der Nähe war, außerdem war sie mal auf einer muslimischen Beerdigung gewesen, und sie konnte mit diesen Riten nicht viel anfangen. Das war ihr zu unpersönlich. (Sie hat mir nur kurz geschildert, wie das da ablief, aber es war eben nicht ihr Empfinden von warmem Abschied. Ich habe keine Ahnung, ob das immer so ist, aber es ging ja auch nicht um mich. Sondern um ihr Kind).
Sie haben in der Aufbarungshalle christliche und muslimische Gebete gesprochen, und konnten den Sarg im Grab leicht schräg stellen, damit er nach Mekka ausgerichtet ist.

Wie gesagt, die beiden sind zwar nicht streng gläubig, also im Sinne von allzu Schriftgläubig, aber sie leben ihr Leben im Glauben an Gott, vermitteln ihren Kindern alles an Religion und Kultur was sie zu bieten haben zumindest bis zu einem gewissen Grad, und sie meinte, solange man im Gespräch bleibt und das Leben miteinander verbringen möchte, sollte man sich nicht von Äußerlichkeiten abschrecken lassen.

Ich hoffe, ich konnte euch noch ein wenig weiterhelfen.

Alles Liebe,
Riki
Hallo,
ich würde ja sagen die Situation ist ein bisschen kompliziert, da beide gläubig seid. Ich denke aber auch, dass es wird alles gut gehen und ihr werdet eine Lösung finden (jetzt hab ich doch leider keine).
Hab auch fast die gleiche Situation, wir sind aber beide nicht gläubig.
Ihr sollt eine Lösung finden, die für beide gut ist, und beide Religionen trifft. =)

Ich wünsch dir viel Glück! =)
Und wie finden euere Eltern das?
Haben die nichts dagegen?
"ich würde ja sagen die Situation ist ein bisschen kompliziert, da beide gläubig seid?"

Und wenn Ihr euch einigen könnt
das beide gleichen Gott anbeten, der nur in einer Kultur die Menschen zu dem, Allah in andere Gott nennen-und wenn ihr dann euch klar machen und einigen könnt
das Gott sich immer wieder wie schon überall bekannt zu verscheidenen Zeiten, in verscheidenen Menschen offenbart.
In der Christlichen vor 2011 Jahren in Jesus und so vor 1500-600 in Mohhamad. ..und wenn ihr dem Fremden gegenüber offen bleibt zu lernen
Könnte das nicht genügen..das ihr euch in dem Fremden umschaut und heimisch macht, und das andere das anders ist, achten und respektieren als 2 verschiedene Arten die aber vom gleichem Ursprung stammen?
Warum muss ein Elefant mit einer Giraffe und ein Vogel mit einem Schwan streiten, wer besser und richtiger ist und wer vom Gott erschaffen und wer nicht?
akasha hat folgendes geschrieben:
Warum muss ein Elefant mit einer Giraffe und ein Vogel mit einem Schwan streiten, wer besser und richtiger ist und wer vom Gott erschaffen und wer nicht?


Der Vergleich hinkt.

Religionen basieren nicht auf dem Geschaffenem - ihr Gegenstand ist das Ungeschaffene. Und sie haben diesbezüglich alle sehr verschiedene Zugänge - die Träumerei von der Wesensidentität aller Religionen bringt uns hier leider nicht weiter. Dazu sind ihre Gottes- und Menschenbilder viel zu verschieden. Die Suche nach gemeinsamen Werten macht dagegen sehr wohl Sinn und sollte immer gefördert werden.
Ach Burkel

Ich weiss es nicht ganu welchen Zugang DU
zu andren Religionen hast-aber so viel ich dich "kenne" es gibt für dich nur dein einen-
d e i n e n eigenen Wert und Weg -was auch richtig ist;
nur für dich und niemanden anders!

Und ich gehe von einem allumfassenden Ausgang einem gemeinsamen Punkt der Erschaffung aus,
von dem Unsichtbarem für uns allen und jedem Verborgenen,nicht fassbaren
der doch in allem da IST, in allem das Liebt und sich für das Leben und dem Nächsten Opfert,
so wie eine Pflanze, Tier und Mensch auch ist, in dem sich Gott seine Liebe
offenbart in dem immer wieder von neuem, in jedem von Gott Erschaffenen sich zeigt -das mit Ihm, in Liebe, im Leben und auch im Tot eins sind.
Und Gottes Bilder sind manigfalltig, vielseitig,
so wie Gott und seine Schöpfung selbst auch verschieden sind, nach aussen unverständlich, unfassbar, anscheinend unvereinbar und doch auch allumfassend, Eins sind
,
nur nicht
für so kleine, enge, beschrenkte, von einander Trenenende und Ordnende, so wie diese Menschen eingepregte =
(die einen kann man brauchen( zum Arbeiten) und andere ab in Ofen zum "Verbrennen"
oder in die (Gas) Kammern)
und dieses Werten , Ordenen, Ausschaffen, abstempeln, numerieren, von einander Trennen ,fängt schon im Kindergarten an.
Wer muss sich noch fürchten vom Sterben?
Himmel und Hölle, die haben wir hier, dank so einem Denken und Glauben, erschaffen können, die
in Polaritäten und Machtverhältnissen der Welt gefangene Hirne und Herzen, so wie einige ,die sich immer noch standhaft weigern-Ihre Augen, Ohren Herzen und Hände für die Liebe und Einheit der Wet und ganzen Universum Gottes, in seiner Vielfallt und Mysterium, zu öffnen.
@akasha

Das sind ja alles schöne Ausführungen, die ich auch zum großen Teil nachvollziehbar finde.

Aber deshalb sind Christentum und Islam trotzdem zwei unterschiedliche Religionen mit unüberwindlichen Gegensätzen im Gottes- und Menschenbild.

Das kann man schlicht nicht wegargumentieren.

Die Lösung kann nicht in der Leugnung der Unterschiede liegen, sondern im Bemühen des Herausarbeitens der Gemeinsamkeiten in der handlungsorientierten Ethik. Dort gibt es sehr wohl viele Anknüpfungspunkte.
"Die Lösung kann nicht in der Leugnung der Unterschiede liegen, sondern im Bemühen des Herausarbeitens der Gemeinsamkeiten in der handlungsorientierten Ethik. Dort gibt es sehr wohl viele Anknüpfungspunkte"

So bin ich mit dir einverstanden! Und ich finde
wir sollten uns nur auf das Wesentliche Konzentrieren, und das ist Gott..Vergebung und Liebe.
Und unterscheide sind und liegen auch in
Kulturen und lebens Art
die auch von Landschaft, Umwelt und Fehigkeiten und Absichten der Verantwortlichen für sie, abhängig ist.