Foren-Übersicht
Impressum | Login | Registrieren | Forum | Suche

Baha'u'llah, Jesus und Gott












Liebe shoshana!

Man sieht daß du lange nachgedacht hast über die Bedeutung der Schrift!

Hier, die Erklärung von Abdu'l-Bahá:

Zitat:
ERLÄUTERUNGEN ZUM 12. KAPITEL DER OFFENBARUNG DES JOHANNES

Wie schon früher erklärt, bedeutet die Heilige Stadt, das Jerusalem Gottes, an den meisten Stellen des Heiligen Buches das Gesetz Gottes. Es wird manchmal einer Braut, zuweilen Jerusalem und dann wieder einem neuen Himmel und einer neuen Erde gleichgesetzt. So steht im 21. Kapitel, Vers 1-3, der Offenbarung des Johannes geschrieben: "Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann. Und ich hörte eine große Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden Sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein."

Sieh, wie klar es ist, daß der erste Himmel und die erste Erde das frühere Gesetz bezeichnen. Denn es ist gesagt, daß der erste Himmel und die erste Erde vergingen und das Meer nicht mehr ist. Das heißt: Die Erde ist der Ort des Gerichtes, und am Ort des Gerichtes ist das Meer nicht mehr, nämlich die Lehren und das Gesetz Gottes werden auf der ganzen Erde verbreitet, alle Menschen nehmen die Sache Gottes an, und die Erde wird ganz von Gläubigen bewohnt. Deshalb gibt es kein Meer mehr, denn Wohnung und Lebensraum des Menschen liegen auf dem Festland. Mit anderen Worten, in jenem Zeitalter wird es für die Menschen zum Vergnügen, auf dem Feld des göttlichen Gesetzes zu wandeln. Solch eine Erde ist fest, auf ihr gibt es kein Ausgleiten.

Das Gesetz Gottes wird auch mit der Heiligen Stadt, dem Neuen Jerusalem, verglichen. Es ist klar, daß das Neue Jerusalem, das vom Himmel herniederkommt, keine Stadt aus Stein, Kalk, Ziegeln, Mörtel und Holz ist. Es ist das Gesetz Gottes, das vom Himmel kommt und neu genannt wird; denn es ist selbstverständlich, daß das Jerusalem aus Stein und Mörtel nicht vom Himmel herabkommt und daß es nicht erneuert wird. Was aber erneuert wird, ist das Gesetz Gottes.

Das göttliche Gesetz wird auch mit einer Braut verglichen, die im schönsten Schmucke erscheint, wie es im 21. Kapitel der Offenbarung des Johannes heißt: "Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet als eine geschmückte Braut ihrem Mann." Und im 12. Kapitel, Vers 1, steht geschrieben: "Und es erschien ein großes Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Füßen und auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen." Dieses Weib ist jene Braut und bedeutet das göttliche Gesetz, das durch Muhammad offenbart wurde. Die Sonne, mit der sie bekleidet war, und der Mond unter ihren Füßen sind die zwei Nationen, die unter dem Schutz jenes Gesetzes stehen, das persische und das türkische Reich; denn das Sinnbild Persiens ist die Sonne und das der Türkei der Halbmond. Sonne und Mond sind die Verkörperung von zwei Reichen, die unter der Gewalt des Gesetzes Gottes stehen. Dann heißt es: " ... auf ihrem Haupt eine Krone von zwölf Sternen." Diese zwölf Sterne bezeichnen die zwölf Imáme, die die Verbreiter des Muhammadischen Gesetzes und die Erzieher des Volkes waren und die wie Sterne am Himmel der Führung leuchten.

Dann steht im zweiten Vers: "Und sie war schwanger und schrie in Kindesnöten und hatte große Qual zur Geburt." Das heißt, dieses Gesetz geriet in große Schwierigkeiten und hatte Nöte und schwere Prüfungen zu erleiden, bis ein vollkommener Sproß hervorging, nämlich die folgende Offenbarung, der Verheißene, der der vollkommene Sproß ist und im Schoß dieses göttlichen Gesetzes, das ihm wie eine Mutter ist, erzogen war. Mit diesem Sproß ist der Báb, der erste Punkt, gemeint, der in Wahrheit der Sohn des göttlichen Gesetzes Muhammads war. Die heilige Wirklichkeit also, die das Kind und die Frucht des Gesetzes Gottes, seiner Mutter, ist und die in jener Religion verheißen ist, erscheint im Lande jenes Gesetzes; wegen der Gewaltherrschaft des Drachens aber wurde das Kind zu Gott entrückt. Nach 1260 Tagen wurde der Drache vernichtet, und der Sohn des Gesetzes Gottes, der Verheißene, offenbarte sich.

Verse 3 und 4: "Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel, und siehe, ein großer, roter Drache, der hatte sieben Häupter und zehn Hörner und auf seinen Häuptern sieben Kronen, und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels hinweg und warf sie auf die Erde." Diese Zeichen sind ein Hinweis auf die Dynastie der Umaijaden, die über die muhammadanische Religion herrschten. Die sieben Häupter und Kronen bezeichnen die sieben Länder und Gebiete, über die die Baní-Umayyih Gewalt hatten: Das römische Syrien, das persische, arabische und ägyptische Reich, sowie das afrikanische Gebiet, nämlich Tunis, Marokko und Algerien, das andalusische Reich, das heutige Spanien, und das Gebiet von Turkestan und Transoxanien (Buchara). Über diese Länder herrschten die Baní Umayyih. Die zehn Hörner bedeuten die Namen der umaijadischen Herrscher: es gab zehn Namen von Herrschern, also Führern und Befehlshabern - der erste war 'Abú Sufián und der letzte Mirván -, aber einige von ihnen trugen den gleichen Namen. So gab es zwei Mu'avíyyih, drei Yazíd, zwei Valíd und zwei Mirván, weshalb sich zehn Namen ergeben, ohne daß beim Zählen einer wiederholt wurde. Die Baní-Umayyih, von denen 'Abú-Sufián, Emir von Mekka und Haupt der Dynastie der Umaijaden, der erste und Mirván der letzte war, vernichteten ein Drittel der heiligen und gesegneten Nachkommen aus dem Geschlechte Muhammads, die wie Sterne des Himmels leuchteten.

Vers 4: "Und der Drache trat vor das Weib, die gebären sollte, auf daß, wenn sie geboren hätte, er ihr Kind fräße." Wie wir schon erklärt haben, ist dieses Weib das Gesetz Gottes. Der Drache wartete bei der Frau, um ihr Kind zu verschlingen, und dieses Kind war die verheißene Offenbarung, nämlich der Sproß des Gesetzes Muhammads. Die Umaijaden haben immer darauf gewartet, des Verheißenen, der aus dem Geschlechte Muhammads kommen soll, habhaft zu werden, um ihn zu vernichten und auszulöschen; denn sie fürchteten die Erscheinung der verheißenen Offenbarung, und sie suchten jeden Nachkommen Muhammads zu töten, der zu großem Ansehen gelangen könnte.

Vers 5: "Und sie gebar einen Sohn, ein Knäblein, das alle Heiden sollte weiden mit eisernem Stabe." Dieser große Sohn ist die verheißene Offenbarung, die aus dem Gesetze Gottes geboren und im Schoße der göttlichen Unterweisung erzogen wurde. Der eiserne Stab ist ein Symbol für Kraft und Macht - er ist nicht ein Schwert -, und das bedeutet, daß er mit göttlicher Kraft und Macht der Hirte aller Völker der Welt sein wird. Dieser Sohn ist der Báb.

Vers 5: "Und ihr Kind ward entrückt zu Gott und seinem Stuhl." Diese Prophezeiung bezieht sich auf den Báb, Der aufgestiegen ist zum himmlischen Reich, zum Thron Gottes und zum Mittelpunkt Seines Königreichs. Sieh, wie all dies mit den Tatsachen übereinstimmt.

Vers 6: "Und das Weib entfloh in die Wüste ... " Das heißt, das Gesetz Gottes floh in die Wüste, denn es wurde in die weite Wüste Hijáz und auf die arabische Halbinsel verpflanzt.

Vers 6: " ... wo sie einen Ort hat, bereitet von Gott ... " Die arabische Halbinsel wurde zum Zufluchtsort, zur Wohnstätte und zum Mittelpunkt des göttlichen Gesetzes.

Vers 6: " ... daß sie daselbst ernährt würde tausendzweihundertundsechzig Tage." Nach der Ausdrucksweise der Bibel bedeuten diese 1260 Tage, daß das Gesetz Gottes 1260 Jahre in der großen arabischen Wüste eingesetzt war. Aus ihm ist der Verheißene hervorgegangen. Nach 1260 Jahren wird dieses Gesetz keinen Einfluß mehr haben, denn die Frucht jenes Baumes wird erschienen und die Wirkung erzielt sein.

Beachte, wie die Prophezeiungen miteinander übereinstimmen. in der Offenbarung wird das Erscheinen des Verheißenen auf 42 Monate anberaumt, und Daniel spricht von drei Zeiten und einer halben, was ebenfalls 42 Monate ergibt; diese entsprechen 1260 Tagen. An anderer Stelle der Offenbarung des Johannes sind deutlich 1260 Tage erwähnt¹, und in der Heiligen Schrift steht, daß jeder Tag ein Jahr bedeutet. Noch klarer könnten diese Prophezeiungen nicht miteinander übereinstimmen. Der Báb erschien im Jahre 1260 nach der Auswanderung Muhammads, mit der die allgemeine Muhammadanische Zeitrechnung beginnt. In den Heiligen Büchern ist keine Prophezeiung über das Kommen eines Offenbarers klarer gegeben worden. Für den, der gerecht urteilt, ist die Übereinstimmung der von jenen großen Männern verkündeten Daten der schlüssigste Beweis. Für diese Prophezeiungen ist keine andere Erklärung möglich. Gesegnet sind die gerechten Seelen, die nach Wahrheit suchen. Wo aber Gerechtigkeit fehlt, zankt und beschimpft man sich und leugnet öffentlich die klaren Tatsachen; wie die Pharisäer, die beim Erscheinen Christi mit größter Hartnäckigkeit die Lehren und Erklärungen Christi und Seiner Jünger abstritten. Sie verdunkelten Seine Sache bei der unwissenden Masse, indem sie sagten: "Die Prophezeiungen beziehen sich nicht auf Jesus, sondern auf den Verheißenen, der später, unter den in der Thora niedergeschriebenen Umständen kommen wird." Einige dieser Umstände waren, daß er ein Königreich haben muß, daß er auf dem Throne Davids sitzen, das Gesetz der Thora durchsetzen und solche Gerechtigkeit offenbaren muß, daß Wolf und Lamm an der gleichen Quelle zusammenkommen.

Auf solche Weise hinderten sie das Volk daran, Christus zu erkennen.

¹ Kapitel 11, Vers 3,

(Abdu'l-Baha, BEANTWORTETE FRAGEN)


Wer an Jesus aufgrund von "Wundern" glaubte, der hatte Ihn nicht wirklich erkannt! Wieviele gibt es die sogenannten "Wunder" vollbringen. Bahá'u'lláh sagt dazu:

Zitat:
Bei Meinem Selbst! Wer immer Uns in vergangenen Zeitaltern bat, die Zeichen Gottes darzutun, der hat, sobald Wir sie ihm offenbarten, Gottes Wahrheit zurückgewiesen. Das Volk jedoch blieb zum größten Teil achtlos, jene, deren Augen vom Licht des Verstehens erleuchtet sind, werden die süßen Düfte des Allbarmherzigen verspüren und Seine Wahrheit annehmen. Diese sind die wahrhaft Aufrichtigen.
(Baha'u'llah, Aehrenlese 67:5)


In der Lebensgeschichte des Bab geschah es öfters, Er kam in ein Dorf und alle begrüßten Ihn aufs ehrfurchtsvollste und versprachen Ihm ihre Treue und Ihre Liebe, priesen und lobten Ihn. Ein par Tage später jagten sie Ihn aus dem Dorf. Dasselbe erlebte Jesus. Überhaupt weist das Leben des Bab sehr viele Parallelen zu dem von Jesus auf. Viele Wunder begleiten seinen Weg. Große Menschenmengen befreite er von tödlichen Krankheiten, Gebrechen und Seuchen. Am Ende jedoch glaubten nicht diejenigen an Ihn, welche die "Wunder" erlebten, sondern diejenigen, die erkannten, Wes Geist in Ihm lebte, Wes Wort Er sprach.

Alles Liebe von Yojo
Liebe Shoshana,

Du hast Dir so viel Mühe gemacht bei der Beantwortung meiner Frage!

Wenn also die angesprochene Stelle, dass die Heiligen mit ihren Leibern
ihre Gräber verlassen und vielen erscheinen, nicht symbolisch sondern
wörtlich gemeint ist, wie kann man sich das dann erklären? Ich dachte
immer, nur Jesus und Maria seien mit dem Körper in den Himmel
aufgenommen worden?
Du schreibst - glaube ich - unter Deine Texte: Weg zur Wahrheit, oder?
Muss nochmal nachschauen. Egal. Jedenfalls suche ich schon so lange
nach der Wahrheit, dass ich schon fast krank davon bin. Ich glaubte,
sie endlich gefunden zu haben, aber nun tun sich Diskrepanzen über
Diskrepanzen auf und ich sehe mich nicht mehr heraus. Würdest Du
mir verraten, welchem Glauben Du angehörst, damit ich da weiter-
forschen kann? Du könntest es mir ja auch als private Nachricht
schreiben, wenn Du nicht öffentlich magst. Ich bin dankbar für jede
Spur, die zur echten Wahrheit führt!
Ich grüße Dich herzlich, Minou
Liebe Freunde

Wenn ich die Ausführungen von shosana lese dann werde ich unweigerlich an das Buch "Der Dieb in der Nacht" oder an das "Buch der Gewissheit" erinnert. Aus meiner Sicht bestehen unübersehbare Gemeinsamkeiten, die man mit geistigen Augen entdecken kann.

Alles Liebe
Liebe Minou,

Darüber was Himmel ist und wieviele Himmel es gibt will ich hier nur andeuten und vielleicht ein andermal darüber schreiben.

Das Höchste was es gibt ist Gott -
Dann kommt das in seinem Schoss ruhende, also in ihm bleibende, aus ihm gezeugte Wort -
Dann kommen die durch dieses Wort geschaffenen Geschöpfe: Die zuerst geschaffenen Engel (Boten, Träger von Botschaften, Geistschöpfung), unter welchen Hierarchien sind, Fürstentümer, Mächte und Gewalten, sowie die aus dem gefallenen Zustand, aus dem Finsterniszustand der gefallenen Engelschöpfung heraus (Tohuwabohu) umgewandelte sichtbare Schöpfung dieser unserer Naturordnung inklusive uns selbst, welche zur Rückführung der Engel und Menschen führen soll, durch den Anschauungsunterricht, den Gott in dieser Gestaltgebung ermöglicht.

Zwecks Rückführung in die Ordnung Gottes zeigt uns nun Gott im Wort, wie er durch seinen vor Grundlegung der Welt in Jesus Christus (dem ins Fleisch gekommenen Wort Gottes) gefassten Beschluss, die Macht der Engel über die Menschen (der Engel im aus der Wahrheit des Lebens gefallenen, todwirkenden Zustand), Jesus gibt, den er als Haupt über alles bestimmt hat. Dies ist schon Eva, der Urmutter gezeigt worden:

Genesis 3, 15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

Hier in diesem Schlangentreter ist schon der Vorsatz gezeigt, wie Jesus durch seine eigene Hingabe, den Engelfürsten besiegen werde, den Engelfürsten, der seine Erschaffung durch Gottes Schöpferwort leugnet, der aus dieser Wahrheit gefallen ist indem er aus sich selbst zeugend, Vater der Lüge geworden ist, und somit ausserhalb, also NEBEN der Lebenskraft Gottes, ausserhalb, also NEBEN Wahrheit, Leben und Licht, nur Lüge ist, nur Tod bewirken, Finsternis sein kann, weil er nicht im Wort der Wahrheit, dem Licht des Lebens geblieben ist.

Betreffend der Auferstehung, der Ausauferstehung oder dem erlangen des ewigen Lebens ohne durch den Tod geführt zu werden, betreffend dieser unterschiedlichen Wege, die uns bestimmt sind, werde ich demnächst so gut es möglich ist, Beiträge liefern. Dazu sind diese einleitenden Worte jedoch unentbehrlich.

Bitte um Verständnis, - muss mal noch ein wenig ausruhen und schlafen, ist ja schon wieder so spät, bzw. früh geworden.

Es kommt hierzu also noch mehr, und ihr merket, es ist alles nicht ganz so einfach zu formulieren oder zu fassen und ich brauche eben dazu auch relativ viel Zeit.

In Liebe
Rose
Liebe Shoshana!

Danke inzwischen für die ausführliche Antwort! Bin schon gespannt, wie
es weitergeht!

Liebe Grüße, Minou
Forum -> Baha'i-Religion

Zurück  
1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13  Weiter
Ähnliche Themen
Warum erhört Gott unser Bitten nicht?
Wenn Jesus Jude war, warum seid Ihr Christen?
Es gibt keinen Gott!Aber der Teufel steckt in jedem von uns!
Gott und Jesus
Es gibt Gott
Wir glauben an Jesus und die Bibel
Warum lässt Gott alles zu?
Alle glauben an einen Gott...
Gott - Prophezeihungen von morgen
Engel. Was ist das? Wozu braucht Gott Engel?