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Baha'u'llah, Jesus und Gott












Hallo minou,

ich heisse zwar nicht Jerrybo, aber du wirst mir hoffentlich nicht böse sein, wenn ich trotzdem auf ein paar Punkte eingehe:
Zitat:
Also, wenn sogar das Universale Haus unfehlbar sein soll,

Das ist es keineswegs und war in Bahaullahs Lehre auch nie so vorgesehen.
Es wurde lediglich als verwaltendes Organ vorgesehen, also ausschlieslich für organisatorische Zwecke, es ist nicht als Verkünder von Gottesworten zu betrachten, daher ist es natürlich fehlbar.
Zitat:
Sogar die Baha'i-
Religion bezieht sich doch immer auf die Bibel, besonders wenn es
darum geht, die Richtigkeit des Gottesoffenbarers zu beweisen.
Also, da sehe ich schon gewaltige Diskrepanzen

Das ist kaum zu leugnen.
Zitat:
Kann man denn
wirklich ganze Teile der Bibel einfach totschweigen?!

Du darfst nicht vergessen, dass der Bahai-Glaube in islamischem Klima entstand.
Schon Mohammed erkannte nur die Prophetenschaft Jesu an, nicht jedoch seine Göttlichkeit.

Auch liebe Grüse,
Tinto
Liebe Freunde,

Nach den Bahá'í-Lehren hat jede Religion ihre festgesetzte Zeit und wenn ein neuer Offenbarer erscheint, dann bringt dieser neue Lehren und kann auch alte Gesetze und Traditionen brechen, auch wenn sie für Jahrhunderte oder Jahrtausende Bestand hatten und als wahr galten. Dazu gehört auch, dass Überlieferungen und Jahrhunderte alte Texte richtig gestellt werden. Shoghi Effendi schreibt, dass von allen religiösen Quelltexten, die der Welt heute zugänglich sind, einzig der Koran als unverfälscht anzusehen ist. Andere Schriften, wie die Schriften der Buddhisten und Hinduisten, aber auch die Bibel seien nicht vollständig authentisch, schreibt er. Was natürlich nicht bedeutet, dass Bahá'í diese Schriften deshalb nicht als Wort Gottes erachten. Aber immer eingedenk, dass durch die Zeitalter hindurch, Teile dieser Heiligen Texte entstellt sein könnten. Beim Alten Testament ist diese Gefahr natürlich viel größer als beim Neuen Testament, dem wir zeitlich näher stehen.

Das ist auch der Grund, warum bestimte biblische Geschichten im Koran anders erzählt werden, bzw. neue Einzelheiten aufdecken, die in der Bibel nicht vorkommen oder anders drinnen stehen. Genauso ist es mit den Bahá'í-Schriften (die übrigens alle im Original in Haifa aufbewahrt sind). Auch dort kommt es sehr oft vor, dass bestimmte Dinge anders erzählt werden, als sie in der Bibel stehen. Bei Mohammed hat man immer gesagt (und sagt es noch), dass er unwissend wäre und dass er durch Kontakt mi Juden und Christen die Geschichten aus der Bibel erfahren habe. Bei Bahá'u'lláh wird man das auch sagen.

Doch man muss sich vor Augen halten, dass wir Bahá'í Mohammed und Bahá'u'lláh als göttliche Offenbarer ansehen und davon überzeugt sind, dass diese göttlichen Ursprunges sind. Sie sind für uns diejenigen, die der göttlichen Quelle zeitmäßig am nächsten sind und uns ein "Update" geben, wie es wirklich gewesen ist.

Überlegt mal selbst, wie sich heute ein Gerücht oder eine Geschichte, das in die Welt gesetzt wurde, innerhalb von nur ein paar Tagen verändert! Jeder, der diese Geschichte erzählt, macht absichtlich oder unabsichtlich den Fehler, dass er bestimmten Einzelheiten mehr Gewicht beimisst und anderen weniger, dass er Teile weglässt oder dass er gar Dinge dazu erfindet. Wie kann man erwarten, dass eine Geschichte, die über Tausende Jahre alt ist (!), noch genauso vorhanden ist, wie am Tage ihre Entstehung? Wir hatten diese Diskussion glaub ich auch bei den Schriften der Buddhisten und Hinduisten.

Es gibt die Prophezeiung, dass am Tag der Auferstehung, wenn das Ende nahe ist, der Himmel gespalten werden wird. Bahá'u'lláh erklärt im Buch der Gewißheit, dass damit gemeint ist, dass der "Himmel der Religionen" gespalten wird, das Brechen alter Traditionen und Überlieferungen usw:

Zitat:
Nun bemühe dich ebenso, aus diesen klaren, kraftvollen, schlüssigen und unzweideutigen Erklärungen die Bedeutung der »Spaltung des Himmels« zu erfassen - eines der Zeichen, welche das Kommen der letzten Stunde, den Tag der Auferstehung ankündigen werden. So hat Er gesprochen: »Wenn der Himmel sich spaltet.«¹ »Himmel« ist hier der Himmel der göttlichen Offenbarung, welcher mit jeder Manifestation aufgerichtet und mit jeder folgenden wieder gespalten wird. »Gespalten« bedeutet, daß die vorangegangene Sendung nunmehr abgelöst ist. Ich schwöre bei Gott! Das Spalten dieses Himmels ist für den Verständigen eine größere Tat als das Spalten des sichtbaren Himmelsgewölbes. Denke eine Weile darüber nach: Eine göttliche Offenbarung, welche seit langem sicher begründet war, unter deren Schatten die Gläubigen aufgewachsen und erzogen waren, durch deren erleuchtete Gesetze Generationen in Zucht gehalten wurden, deren erhabenes Wort sie von ihren Vätern vernommen hatten, so daß das menschliche Auge nichts als das alles durchdringende Wirken ihrer Gnade geschaut und das sterbliche Ohr nichts als den erhabenen Widerhall ihrer Gebote gehört hat - welches Geschehen ist gewaltiger, als wenn durch Gottes Macht eine solche Offenbarung mit dem Erscheinen einer einzigen Seele »gespalten« und aufgehoben wird? Bedenke, ist dies nicht ein gewaltigeres Geschehen als das, was diese elenden Toren sich unter der »Spaltung des Himmels« vorstellen?

¹ Qur'án 82:1


Liebe Grüße,
Deas
Lieber Deas!
Zitat:
Überlegt mal selbst, wie sich heute ein Gerücht oder eine Geschichte, das in die Welt gesetzt wurde, innerhalb von nur ein paar Tagen verändert! Jeder, der diese Geschichte erzählt, macht absichtlich oder unabsichtlich den Fehler, dass er bestimmten Einzelheiten mehr Gewicht beimisst und anderen weniger, dass er Teile weglässt oder dass er gar Dinge dazu erfindet. Wie kann man erwarten, dass eine Geschichte, die über Tausende Jahre alt ist (!), noch genauso vorhanden ist, wie am Tage ihre Entstehung? Wir hatten diese Diskussion glaub ich auch bei den Schriften der Buddhisten und Hinduisten.

Ja - und dort ist denke ich ziemlich klar herausgekommen, dass die Quellenlage zumindest ebenso gut ist wie bei den Schriften des Alten und Neuen Testaments - und die ist nach allen wissenschaftlichen Maßstäben geradezu erstaunlich gut - es ist bei keinem einzigen archäologischen Fund eine Version eines biblischen Buches aufgetaucht, die gravierende Unterschiede zu der heutigen in Geschichte oder Aussage aufgewiesen hätte - auch die Qumran-Texte bieten nur Ergänzendes und keine Widersprüche. Dass Muhammad Teile der Bibel unbekannt waren und er dafür z. T. auf Apokryphen aufbaute, die in seiner Zeit in Arabien weit verbreitet waren und sehr eindrucksvolle Wundertaten berichten, aber mit den grundlegenden Aussagen von Judentum und Christentum weniger zu tun haben, springt für die Textforschung deutlich ins Auge.
Zitat:
Doch man muss sich vor Augen halten, dass wir Bahá'í Mohammed und Bahá'u'lláh als göttliche Offenbarer ansehen und davon überzeugt sind, dass diese göttlichen Ursprunges sind. Sie sind für uns diejenigen, die der göttlichen Quelle zeitmäßig am nächsten sind und uns ein "Update" geben, wie es wirklich gewesen ist.

Das ist der Punkt wo der Hund ins Wasser springt - kein Problem mit Glaubensaussagen, dass das im Islam oder in der Baha'i-Religion so gesehen wird - aber es als wahrscheinliche oder gar gesicherte rationale Erkenntnis hinzustellen ist sehr fragwürdig...
Amos 5:1 Hört dieses Wort, dieses Klagelied, das ich über euch anstimme, ihr vom Hause Israel! 2 Sie ist gefallen und kann nicht wieder aufstehen, die Jungfrau Israel; sie ist zu Boden gestürzt, und niemand richtet sie auf. 3 Denn also spricht Gott, der HERR: Die Stadt, welche tausend Mann stellt, wird nur hundert übrig behalten, und die, welche hundert stellt, wird nur zehn übrig behalten vom Hause Israel. 4 Denn also spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr leben! 5 Und suchet nicht Bethel auf und gehet nicht nach Gilgal und ziehet nicht hinüber nach Beerseba; denn Gilgal wird in die Gefangenschaft wandern und Bethel zum Unheilshaus werden! 6 Suchet den HERRN, so werdet ihr leben! Sonst wird er das Haus Joseph wie ein Feuer überfallen und es also verzehren, daß niemand Bethel löschen kann. 7 Ihr verwandelt das Recht in Wermut und stoßet die Gerechtigkeit zu Boden. 8 Er aber macht das Siebengestirn und den Orion und verwandelt den Todesschatten in den Morgen, den Tag aber in finstere Nacht; er ruft den Meereswassern und gießt sie auf den Erdboden: HERR ist sein Name. 9 Er läßt blitzschnell Zerstörung über den Starken kommen, und es bricht Zerstörung über die Festung herein. 10 Sie hassen den, der im Tore Recht spricht, und verabscheuen den, der aufrichtig redet. 11 Darum, weil ihr den Geringen niedertretet und Getreideabgaben von ihm erhebet, sollt ihr die Häuser, die ihr aus Quadersteinen gebaut habt, nicht bewohnen und den Wein der Weinberge, die ihr gepflanzt habt, nicht trinken. 12 Denn ich weiß, daß eurer Übertretungen viele und daß eure Sünden zahlreich sind, daß ihr den Gerechten dränget, Bestechung annehmet und die Armen im Tor unterdrücket! 13 DARUM MUSS DER KLUGE IN DIESER ZEIT SCHWEIGEN; DENN ES IST EINE BÖSE ZEIT. 14 Suchet das Gute und nicht das Böse, auf daß ihr lebet; dann wird der HERR mit euch sein, wie ihr sagt! 15 Hasset das Böse und liebet das Gute und gebet dem Recht seinen Platz im Tor; vielleicht wird der HERR, der Gott der Heerscharen, dem Überrest Josephs gnädig sein. 16 Darum spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Herr, also: Auf allen Plätzen wird man klagen und auf allen Straßen «wehe, wehe!» rufen. Man wird den Bauer zur Trauer rufen und denen Klagelieder vorsagen, die sie singen können. 17 Und in allen Weinbergen wird Wehklage erschallen; denn ich will mitten durch euch dahinschreiten, spricht der HERR. 18 Wehe denen, die den Tag des HERRN herbeiwünschen! Was soll euch der Tag des HERRN? Er wird finster sein und nicht Licht, 19 gleich als wenn jemand vor dem Löwen flöhe und ihm ein Bär begegnete, und wenn er heimkäme und sich mit der Hand an die Wand lehnte, ihn eine Schlange bisse! 20 Wird nicht der Tag des HERRN finster sein, und nicht Licht, dunkel und ohne Glanz? 21 Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag eure Festversammlungen nicht riechen!22 Wenn ihr mir gleich euer Brandopfer und Speisopfer darbringt, so habe ich kein Wohlgefallen daran, und eure Dankopfer von Mastkälbern schaue ich gar nicht an. 23 Tue nur weg von mir das Geplärr deiner Lieder, und dein Harfenspiel mag ich gar nicht hören! 24 Es soll aber das Recht daherfluten wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein unversiegbarer Strom! 25 Hast du, Haus Israel, mir während der vierzig Jahre in der Wüste Schlachtopfer und Speisopfer dargebracht?
26 Habt ihr nicht die Hütte eures Moloch, das Standbild eurer Götzen getragen, den Stern, den ihr euch zum Gott gemacht habt? 27 Ich aber will euch bis über Damaskus hinaus verbannen, spricht der HERR, Gott der Heerscharen ist sein Name.

Revelation 13:1 (12-1 Und ich stellte mich auf den Sand des Meeres. (13-1) Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hörner und sieben Köpfe hatte und auf seinen Hörnern zehn Kronen, und auf seinen Köpfen Namen der Lästerung. 2 Und das Tier, das ich sah, war einem Panther gleich, und seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen; und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Macht. 3 Und ich sah einen seiner Köpfe wie zu Tode verwundet, und seine Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tiere nach.
4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tiere die Macht gegeben, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tiere gleich, und wer vermag mit ihm zu streiten? 5 Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das große Dinge und Lästerungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, Krieg zu führen zweiundvierzig Monate lang.
6 Und es tat sein Maul auf zur Lästerung gegen Gott, zu lästern seinen Namen und sein Zelt und die im Himmel wohnen. 7 Und es wurde ihm gegeben, mit den Heiligen Krieg zu führen und sie zu überwinden; und es wurde ihm Macht gegeben über alle Geschlechter und Völker und Zungen und Nationen. 8 UND ALLE BEWOHNER DER ERDE WERDEN ES ANBETEN, DEREN NAMEN NICHT GESCHRIEBEN SIND IM LEBENSBUCHE DES LAMMES, DAS GESCHLACHTET IST VON GRUNDLEGUNG DER WELT AN. 9 HAT JEMAND EIN OHR, DER HÖRE! 10 Wer in Gefangenschaft führt, geht in die Gefangenschaft; wer mit dem Schwerte tötet, soll durchs Schwert getötet werden. Hier ist die Standhaftigkeit und der Glaube der Heiligen. 11 Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache. 12 Und es übt alle Macht des ersten Tieres vor seinen Augen aus und macht, daß die Erde und deren Bewohner das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde. 13 Und es tut große Zeichen, so daß es sogar Feuer vom Himmel auf die Erde herabfallen läßt vor den Menschen. 14 Und es verführt die Bewohner der Erde durch die Zeichen, die vor dem Tiere zu tun ihm gegeben sind, und es sagt den Bewohnern der Erde, daß sie ein Bild machen sollen dem Tier, welches die Wunde vom Schwert hat und am Leben geblieben ist. 15 Und es wurde ihm verliehen, dem Bilde des Tieres einen Geist zu geben, so daß das Bild des Tieres auch redete und bewirkte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.
Hallo Shoshana!

Was ist der Sinn, die Nutzanwendung dieser Texte an diesem Ort, Deiner Meinung nach?
Beziehen sie sich auf heute, oder irgendwie auf die Baha'i, weil Du sie hier 'reinsetzt
So gesichert der Wortlaut ist, so wacklig wird ihre Bedeutung, sobald man sie praktisch
anwenden möchte...
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