Enttäuschung


Enttäuschung

Ein junger Fisch schwamm irgendwo im Ozean. Als er auf einen anderen Fisch traf, fragte er ihn:

"Entschuldige bitte, Du bist so viel älter und erfahrener als ich, vielleicht kannst Du mir weiterhelfen. Sag mir doch, wo ich die Sache finden kann, die man Ozean nennt? Ich habe bisher überall vergeblich danach gesucht."

"Der Ozean", sagte der ältere Fisch, "ist das, worin Du jetzt gerade schwimmst."

"Das? Aber das ist doch nur Wasser. Ich suche doch den Ozean!" rief der junge Fisch enttäuscht und schwamm davon, um anderswo weiterzusuchen.
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"Die Trübsale dieser Welt gehen vorüber, und was uns bleibt, ist das, was wir aus unserer Seele gemacht haben." Shoghi Effendi
Zitat:
Meine heilige, Meine von Gott verordnete Offenbarung mag mit einem Meere verglichen werden, in dessen Tiefen zahllose Perlen von hohem Wert und unübertrefflichem Glanz verborgen sind. Es ist die Pflicht eines jeden Suchers, sich zu mühen und danach zu streben, die Küsten dieses Meeres zu erreichen, auf daß er entsprechend dem Eifer seines Suchens und seiner Anstrengungen an solchen Wohltaten teilhabe, wie sie in Gottes unabänderlichen, verborgenen Tafeln vorherbestimmt sind. Wenn niemand seine Schritte zu diesen Ufern lenken will, wenn alle säumen, keiner sich erhebt, keiner Ihn findet - kann man dann sagen, daß solches Versäumnis diesem Meere seine Macht raube oder seinen Reichtum im geringsten vermindere? Wie sinnlos, wie unwürdig sind die Einbildungen, die euer Herz erfunden hat und noch erfindet! O Meine Diener! Der eine, wahre Gott ist Mein Zeuge! Dieses größte, dieses unergründliche, wogende Meer ist euch nahe, erstaunlich nahe. Seht, es ist euch näher als euere Lebensader! Schnell wie mit einem Augenaufschlag könnt ihr, wenn ihr nur wollt, hingelangen und teilhaben an dieser unvergänglichen Gunst, dieser gottgegebenen Gnade, diesem unzerstörbaren Geschenk, dieser mächtigsten, unaussprechlich herrlichen Gnadengabe.

(Baha'u'llah, Aehrenlese)

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"Es ist die Sehnsucht Gottes an diesem Tage, alle Menschen als eine Seele und einen Körper zu betrachten" (Bahá'u'lláh)