"Gute Meditation"/"Schlechte Meditation"


Wenn ich bedenke wo und wie ich bereits meditiert habe wie im fahrenden Zug, im Bett, in der Wohnung oder in der freien Natur, beim Laufen, beim Liegen oder im Stillsitzen und es immer funktioniert hat, so muss ich dem Meditationslehrer recht geben.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Namaste Long Road,

Die Geschichte kommt mir auch sehr bekannt vor und sie drückt in etwa meinen Standpunkt aus. Aber woher sie stammt weiß ich augenblicklich ebensowenig wie Du.

Aber ich danke dir das Du sie mir in Erinnerung gerufen hast!

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Allgemein gesagt, denke ich dass vorausgesetzt man möchte wirklich etw. erreichen bei dem vorgang meditation, der wille wirklich da sein muss etw in seinem leben zu verändern... körperhaltung ist ein teil der medidation, meditation ist ein teil um den prozess der vergeistigung voranzutreiben... doch genauso wichtig sind auch andere dinge, wie z.b. ernährung, das umfeld, die eigenen gewohnheiten, usw. all die bereiche sollten bei einem e!vtl. ''mobilisieren'' in richtug ''gott'' mitbedacht werden!
Lieber Tiro, Du fragst:

Zitat:
Gibt es, nach eurer Meinung, ein eindeutiges Richtig und/oder ein eindeutiges Falsch in Sachen Körperhaltung bei der Meditation?


Es hängt davon ab, was man mit der Meditation erreichen will.

Ist es Entspannung und Ruhe des Geistes, wird man sogar selbst herausfinden, was einem hilft oder stört, um zum Erfolg zu kommen.

Will man "satori oder kensho" erreichen, also jene Erleuchtungserfahrung des historischen Buddha, hat das auch mit der Körperhaltung zu tun, sonst würden in der langen Tradition der Lehrer nicht konstant bestimmte Anweisungen weitergegeben.
Soweit ich verstanden habe, geht es um den Energiefluss im Körper und um die Atmung.
Wenn beides optimal läuft, fördert es den Prozess.
Wenn z.B. der Energiefluss unterbrochen ist, wirkt es sich offenbar hinderlich beim Erreichen dieses Meditationszieles aus.

Herzlich

Mara
_________________
***************************************
OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Namaste und Guten Morgen Mara,

Du meinst:
Zitat:
Es hängt davon ab, was man mit der Meditation erreichen will.


Ds ist doch letztlich immer bzw. bei jedem das gleiche Ziele.. Anhalten, voller Stop, in mich hineinsehen und hineinlauschen, bis zu dem Punkt an dem man erkennt das alles nur Leid und Anhaftung ist, alles ichbezogene Illusion. Um die 4 Edlen Wahrheiten zu erkennen und sich irgendwann endgültig von allen leidhaften Anhaftungen zu befreien. Natürlich ist das letztliche Ziel die Erleuchtung, ein Zustand unbedingten Glücks und völliger Loslöung, uns bekannt als Satori, die natürliche Folge dieses Prozesses.


Du meinst nun:
Zitat:
...hat das auch mit der Körperhaltung zu tun, sonst würden in der langen Tradition der Lehrer nicht konstant bestimmte Anweisungen weitergegeben.
Soweit ich verstanden habe, geht es um den Energiefluss im Körper und um die Atmung.
Wenn beides optimal läuft, fördert es den Prozess.
Wenn z.B. der Energiefluss unterbrochen ist, wirkt es sich offenbar hinderlich beim Erreichen dieses Meditationszieles aus.


Hm.. das klingt sehr vage, ich nehme mal positiv an das es absichtlich so klingt. Genau an diesem Punkt habe ich auch lange gehangen. Denn das würde für körperlich eingeschränkte Menschen wie mich letztlich eine große Schwierigkeit oder Unmöglichkeit im erreichen des letzten Ziels bedeuten.

Auch ich konnte keine Antwort finden, jedenfalls bisher, ob dem nun so ist wie Du anhand der Lehre und Erkenntnisse meinst, oder eben nicht. Das hat mich damals schwer erschüttert und fast vom Glsuben abgebracht.. ich habe lang mit mir gerungen, aber mittlerweile habe ich mich von dieser Sorge befreit.

Irgendwann kam ich zu der Erkenntnis, dass selbst wenn dem so sein sollte und es mir nur schwer oder gar nicht möglich sein sollte in dieser Existenz die Erleuchtung zu erlangen, so ist es doch nicht weniger gut für mich und alle, wenn ich es einfach weiter so intensiv und ehrlich versuche wie ich es kann. Ob nun die Erleuchtung oder der Weg, beides ist schon ein Ziel. Jeder weitere Schritt auf meinem Weg bringt mir und meinen Mitwesen mehr Glück und Zufriedenheit und schlussendlich weniger Leid. Das machte mich zum engagierten Buddhisten. Ich sehe den Sinn meiner Lehre nicht nur in meiner eigenen Befreiung, sondern gleichzeitig auch in der immer stärkeren Hilfskraft, welche ich Schritt für Schritt für andere darstelle.

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Caput_Tiro hat folgendes geschrieben:

Irgendwann kam ich zu der Erkenntnis, dass selbst wenn dem so sein sollte und es mir nur schwer oder gar nicht möglich sein sollte in dieser Existenz die Erleuchtung zu erlangen, so ist es doch nicht weniger gut für mich und alle, wenn ich es einfach weiter so intensiv und ehrlich versuche wie ich es kann. Ob nun die Erleuchtung oder der Weg, beides ist schon ein Ziel. Jeder weitere Schritt auf meinem Weg bringt mir und meinen Mitwesen mehr Glück und Zufriedenheit und schlussendlich weniger Leid. Das machte mich zum engagierten Buddhisten. Ich sehe den Sinn meiner Lehre nicht nur in meiner eigenen Befreiung, sondern gleichzeitig auch in der immer stärkeren Hilfskraft, welche ich Schritt für Schritt für andere darstelle.
LG Tiro


@ Tiro
Mit diesem Absatz allein hast du,meiner Meinung nach, bewiesen, dass du das Dhamma besser verstanden hast und auf einem besseren Weg bist Erleuchtung zu erlangen, als wenn du in der richtigen Körperhaltung meditierst.

Genau das ist auch meine Auffassung davon: Hier und jetzt zu leben und eigenes und fremdes Leid zu verringern. Ziel ist nicht die zukünftige Erleuchtung, sondern der gegenwärtige Moment.

Diese Meinung gründet sich aufgrund meiner Überlegungen zum Achtfachen Pfad, vor allem der Rechten Absicht/Gesinnung (sammā sankappa) und der Rechten Anstrengung (sammā vāyāma).

Alles Liebe
Namaste Long Road,

Vielen Dank für dein Beipflichten! Auch ich beziehe mich meist auf jene Teile des Achtfachen Pfads.

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Zitat Mara:
Es hängt davon ab, was man mit der Meditation erreichen will.

Antwort Tiro:
Ds ist doch letztlich immer bzw. bei jedem das gleiche Ziele..Anhalten, voller Stop, in mich hineinsehen und hineinlauschen, bis zu dem Punkt an dem man erkennt das alles nur Leid und Anhaftung ist, alles ichbezogene Illusion


für mich gibt es verschiedene Formen von Meditation
Mantren singen, Qui Gong, Elementeatem, Zikr Wazaif rezitieren, Gehen mit Wazaif oder Mantren..
Sitzen und in mich hineinhören, Soulwork,das innere Lächeln...
deshalb gibt es auch verschiedene "richtige" Körperhaltungen.
Das Einzig wichtige ist meiner Meinung nach, dass man konzentriert und zentriert im Geist, mit allen Sinnen, mit Körper, Herz und Seele im Moment ganz in "der Meditation" ist.
Liebe Licht und Segen
Zahira
Zahira, Du schreibst:
Zitat:
für mich gibt es verschiedene Formen von Meditation
Mantren singen, Qui Gong, Elementeatem, Zikr Wazaif rezitieren, Gehen mit Wazaif oder Mantren..
Sitzen und in mich hineinhören, Soulwork,das innere Lächeln...
deshalb gibt es auch verschiedene "richtige" Körperhaltungen.


Da hast Du ganz recht und das ist auch für jeden so. Mara allerdings gab mir Rat in Bezug auf Zazen, da Mara weiß das auch ich mich als Zen Buddhist empfinde und dies bei uns die wohl zentralste Form der Meditation darstellt.

Du meinst:
Zitat:
Das Einzig wichtige ist meiner Meinung nach, dass man konzentriert und zentriert im Geist, mit allen Sinnen, mit Körper, Herz und Seele im Moment ganz in "der Meditation" ist.


Da stimmen wir überein. Mich brachte zuerst ausgerechnet der Spruch meines ehemaligen Pfarrers im evangelischen Glauben auf diese These. Er sagte: "Wichtig ist es nicht wo und wie du betest, wichtig ist warum und wie du dabei fühlst" War ein sehr weiser Mann, dachte ich, und überlegte weiter an meinem Dilemma das gar keins war. Denn damals meditierte ich schon eine ganze Weile und ich spürte und wußte quasi, "das hilft dir weiter" und das obwohl ich noch nie "korrekt" gesessen hatte.

LG Tiro
_________________
„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Am Schluss jeder Meditation ist das wichtigste, wo man die Aufmerksamkeit hinlegt und zwar oberhalb des Kronenchakras für ca. 5 Minuten, und was man anstrebt, nämlich das gedankenfreie Bewusstsein.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!