Die Mitfreude


Peter schrieb :

Zitat:
Die Mitfreude bringt Nähe, Verständnis und ist daher ein wunderbarer Kraftspender


Ja, so sehe ich es auch.

Vor allem wenn man sich überlegt, um ein wieviel Faches sich die Möglichkeiten der Freude steigert, wenn man sich mit seinen Mitmenschen freuen kann. Und je mehr Menschen man hierbei mit einbezieht, desto häufiger die Wahrscheinlichkeit der Freude. Diese Mitfreude ist das Heilmittel gegen Neid, Missgunst oder Eifersucht.

Ebenso wichtig erscheint mir die Pflege des Mitgefühls ( nicht zu verwechseln mit Mitleid ). So wie man die Freuden seines Gegenüber mit einbezieht, so ist es ebenso gut, auch in Leidenssituationen wahres Mitgefühl zu erzeugen. Für mich bedeutet dies, die Erzeugung von stetiger Hilfsbereitschaft, welches aus dem Verständnis für die Gesamtsituation innerhalb der Existenz herrührt, in der wir letztlich alle mit einbeschlossen sind.

Kurz gesagt :stets so handeln, wie man es von guten und edlen Wesen, erwartet, behandelt zu werden. Und dies ganz unabhängig davon, um wen es sich dabei handelt.

Natürlich funktionieren diese Vorhaben am besten, wenn man sich ( in regelmässigen Meditationen ) um die Entfaltung von Metta ( allumfassende Liebe ) bemüht. Ich merke, daß ich, mehr unbeabsichtigt, bei dreien der vier Göttlichen Verweilungen ( Brahma Viharas ), angekommen bin. Fehlt nur noch der vollkommene Gleichmut ( Nr. 4 ). Es ist letztlich dieser Fähigkeit zu verdanken, daß man sich gemütsmässig nicht zu sehr von diesem Strom, des Auf und Abs, der Emotionen, mittreiben lässt. Vollkommener Gleichmut ist für mich, in der Tat, ein sehr erstrebenswertes Ideal.

In diesem Sinne

LG

Natha
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"Es ist gut wenn uns die Zeit, die vergeht,
nicht als etwas erscheint was uns verrinnt,
sondern als etwas daß uns vollendet "
Grüße Dich Natha,

Mitfreude ist in der Tat höchst erstrebenswert, glaube ich. Mir persönlich fällt jede Form von Anteilnahme am leichtesten wenn ich mir stetig verinnerliche wie sehr wir uns alle ähnlich sind, dass wir den gleichen Leiden des Lebens alle und immer ausgesetzt sind. Und in dem ich mein zweifelndes Wesen in gewissem Grade in jedem meiner Mitmenschen wiedererkenne finde ich leichter den Gleichmut mein eigenes Leben hinzunehmen, mit all seinen Facetten. Dies führt zu der wahren Erkenntnis das wir alle nur ein kleiner Teil eines großen Ganzen sind und im kleinsten unserer Teile gemeinsam auf das Größte Wohl, dass der wahren Leidlosigkeit, zustreben müssen.

Ich glaube das ganze Leid und unsere Anhaftung an dieses kann am einfachsten durch Mitgefühl, in Freude und Trauer, welches auf universellen Gleichmut zusteuert, erreicht werden.

LG Tiro
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„Es gibt keinen Schöpfer außer dem Geist.“
(Lord Buddha)

"Es ist ein Vergnügen anzusehen, wie blind die Menschen für ihre eigenen Sünden sind und wie heftig sie die Laster verfolgen, die sie selbst nicht haben."
(Machiavelli)
Mitgefühl heißt, dass der Geist von einem Geschmack erfüllt ist:
der liebenden Güte allen Wesen gegenüber.
Nagarjuna
Zitat:
Ein Mensch, dessen Herz offen ist, fühlt mit, was die Menschen fühlen, mit denen er zu tun hat;
er verteidigt sich nicht, greift nicht an, fühlt sich nicht angegriffen, gekränkt, verletzt, bedroht oder beleidigt.
Nichts von dem, was andere tun, kann ihn persönlich treffen, denn er fühlt, was diese anderen bewegt.
Er fühlt ihre Not, ihren Schmerz, ihre Bedrängnis in seinem eigenen Herzen.
Safi Nidiaye: Das Tao des Herzens, München 2003, S. 86


Und wer regelmäßig meditiert, wird erfahren, dass alle Emotionen stabilisiert werden, die negativen nivelliert.
Nicht mehr mit den Gefühlen identifiziert zu sein und sie in völliger Gelassenheit dennoch zu spüren, ist eine Frucht der regelmäßigen Meditation.

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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.