Ernährung - weniger ist mehr


Spontifex hat folgendes geschrieben:

"Die Chinesen sagen: Gesundheit ist Harmonie. Und sie haben eine Theorie dazu, wie die Harmonie, das Zusammenwirken der Organe und der äußeren Natur, gefördert werden kann und welche Rolle die Nahrung dabei spielen kann."

Also ich persönlich kann mit der chinesischen Kost nicht wirklich was anfangen
Spontifex hat folgendes geschrieben:
[i]"Nach ayurvedischer Lehre gibt es drei Grundcharaktere, drei Typen von Menschen: Vata, Pitta und Kapha.
/dp/3426275562]Quelle[/url]

Also, sofern ich richtig liege: Vata=Leptosom, Pitta=Athlet, Kapha=Pykniker?
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Jedes Schicksal ist angemessen, individuell zugeschnitten, denn nichts, was Gott tut, ist sinnlos!
Es geht mir um eine andere Betrachtung der Ausgewogenheit.

Die Küche der Chinesen mit deinem Gaumen in Einklang zu bringen, ist nicht das Ziel.
Immerhin ist dir klar, dass dir die chinesische Küche nicht zusagt.
Vielleicht, weil dir dein Körper sagt, dass er damit nicht so viel anfangen kann.

Was ich unter anderem von Ausgewogenheit verstehe, ist das hier z. B.:
http://www.farbenundleben.de/nahrung/ernaehrung.htm

Ein weiteres Gedankenspiel (für dich):
Lebensmittel enthalten Drogen - Substanzen, die bei den im Körper beteiligten Rezeptoren einen Gegenpart finden.

Beispiel Exorphine:
Sie sind enthalten in Fleisch, der Milch der Fleischlieferanten, Käse (Beta-Casomorphin, bitter schmeckender Geschmacksträger), Weizenkleber, Sojaeiweiß, Brot/Kuchen/Nudeln warten mit stimmungshebendem Serotinin auf, Reis bietet Exorphine ...

Wir bilden für diese Lebensmittel Rezeptoren aus, wenn sie gut tun.
So sorgt die Natur dafür, dass wir für "vorteilhafte" Nahrung sensibilisiert werden.
Die Darm-Rezeptoren, die mit Exorphinen angesprochen werden, sind Opiat-Rezeptoren.

Haschisch ... THC wirkt nicht beim ersten Konsum, wenn bzw. weil nicht genug Rezeptoren ausgebildet sind.
Bildet der Kopf genug Rezeptoren aus, verpasst THC die gewünschte Dröhnung.
Dazu eine kurze Posse:
Weihrauch verpasst auch eine Dröhnung. Man hat per Massenspektroskopie bis zu 17% THC im Weihrauch gemessen. Zur Erinnerung: THC ist der Wirkstoff der Cannabis-Pflanze. Wer etwas recherchiert, wird bei dieser Menge an THC im Weihrauch wissen, dass dies etwa der Menge des in den Blüten der Hanf-Pflanzen vorkommenden THC entspricht.
Nun wird mir auch klar, weshalb der Besitz von soundsoviel Gramm Haschisch legalisiert ist.
Wäre dies nicht der Fall, müssten die Kirchen Drogen-Razzien fürchten, wenn sie Weihrauch verbrennen wollen.
Ich denke, dass die Angewohnheit der Kirche Grund für die straffreien Mengen sind.
Ohne Kirche wäre THC-Haltiges gänzlich verboten.


Mit dem Hanf verwandt ist der Hopfen, der eine Grundlage für das Bier darstellt. Hopfen wurde nach meinen Informationen früher wie Opium geraucht.
Wirkstoff im Hopfen-haltigen Bier ist das Hopein, das wiederum den Morphinen zugeordnet wird.

Manche Lebensmittel enthalten nicht selbst ein Rauschmittel, sondern eine Vorstufe. Das eigentliche Rauschmittel entsteht erst mit der Verarbeitung in unserem Körper.
Coca Cola enthält Myristicin (das Kokain ist nur noch in Spuren vorhanden, weil die würzenden Coca-Blätter "entkokainisiert" werden), welches im Körper zu Amphetaminen umgewandelt wird.
Cola kann also nichts für Kinder sein!

Das alles finde ich sehr spannend und es sagt mir, dass es nicht "einen" Leitfaden zur gesunden Ernährung geben kann, wie dies auf der Seite für Vegetarier zu lesen war.

LG
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"Das ganze Leben bestand doch schon aus Warten. Warten aufs Leben, warten aufs Sterben.
Wozu war der Mensch auf der Welt? Zum Sterben. Und was hieß das? Rumhängen und warten. "
Charles Bukowski
Hi

Spontifex hat folgendes geschrieben:
[...]
Haschisch ... THC wirkt nicht beim ersten Konsum, wenn bzw. weil nicht genug Rezeptoren ausgebildet sind.
Bildet der Kopf genug Rezeptoren aus, verpasst THC die gewünschte Dröhnung.
Dazu eine kurze Posse:
Weihrauch verpasst auch eine Dröhnung. Man hat per Massenspektroskopie bis zu 17% THC im Weihrauch gemessen. Zur Erinnerung: THC ist der Wirkstoff der Cannabis-Pflanze. Wer etwas recherchiert, wird bei dieser Menge an THC im Weihrauch wissen, dass dies etwa der Menge des in den Blüten der Hanf-Pflanzen vorkommenden THC entspricht.
Nun wird mir auch klar, weshalb der Besitz von soundsoviel Gramm Haschisch legalisiert ist.
Wäre dies nicht der Fall, müssten die Kirchen Drogen-Razzien fürchten, wenn sie Weihrauch verbrennen wollen.
Ich denke, dass die Angewohnheit der Kirche Grund für die straffreien Mengen sind.
Ohne Kirche wäre THC-Haltiges gänzlich verboten.


[...]


Sorry, aber das ist ausgemachter Unsinn.
Ein Gerücht welches wohl nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist.

Dazu findet sich hier eine kurze Zusammenfassung: http://www.zeit.de/2008/41/Stimmts-Weihrauch

daraus:

Zitat:
Die Nachricht vom Cannabis-Wirkstoff THC im Weihrauch machte vor einigen Jahren die Runde, vor allem in österreichischen Medien. Die Ängste in der Alpenrepublik gingen zurück auf ein Buch mit dem Titel Weihrauch und Myrrhe aus dem Jahr 1988, in dem zwei DDR-Toxikologen und ein Westberliner Ethnologe die Kulturgeschichte des kirchlichen Räucherwerks beschrieben.
Unter anderem findet sich in diesem Buch ein Hinweis auf die theoretische Möglichkeit, dass sich bei der Pyrolyse des Boswellia-Harzes, aus dem Weihrauch hergestellt wird, die beiden Inhaltsstoffe Verbenol und Olivetol zu THC verbinden könnten. Theoretisch, wohlgemerkt – einen tatsächlichen Nachweis des Cannabis-Wirkstoffs im Weihrauch hat bis heute niemand erbracht.

Das Fazit also: viel Rauch um nichts. Der Qualm ist ein Cocktail mehrerer chemischer Substanzen, der durch die Verteilung im Kirchenraum stark verdünnt wird. Er mag eine andächtige Stimmung erzeugen – zum Rausch taugt er nicht.


Der handelsübliche Weihrauch der in Kirchen verräuchert wird, enthält garantiert kein THC.

Gruss Grubi
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https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Hmmm ... irgendwie gehort das schon in einen eigenen Strang ...
Grubi hat folgendes geschrieben:

Sorry, aber das ist ausgemachter Unsinn.
Ein Gerücht welches wohl nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist.

Dazu findet sich hier eine kurze Zusammenfassung: http://www.zeit.de/2008/41/Stimmts-Weihrauch

daraus:

Zitat:
(...) Theoretisch, wohlgemerkt – einen tatsächlichen Nachweis des Cannabis-Wirkstoffs im Weihrauch hat bis heute niemand erbracht.
(...)
Hi, Grubi

Zunächst muss ich etwas klarer stellen:
Die 17% sind im Abbrand des Weihrauchs gemessen worden. Ich hatte das nicht genau genug geschrieben.
Überhaupt entsteht das THC erst beim Abbrand, heißt es.
Wie kann das sein, dass sich der Landtag von Österreich zur 5. Sitzung im Sitzungsbericht am 29. November 1993 auf das Ergebnis einer massenspektroskopische Analyse bezieht, die es nach Aussage der "ZEIT" bis dahin nie gegeben hat?
So eine Massenspektroskopie ist ja nicht vergleichbar mit Lackmuspapier-Tauchen ... und half dem Landtag bei der Entscheidungsfindung.

"Die Zeit" beruft sich mit dem Bezug auf zwei "DDR-Toxikologen" und einem "Westberliner Ethnologen" offenbar auf:
Martinetz D et al, Weihrauch und Myrrhe, WVG, Stuttgart 1989
Daraus ein Zitat:
"Aufmerksam geworden auch durch immer wieder beobachtete Suchtfälle, ist es interessant zu recherchieren, welche Inhaltstoffe zu diesen Wirkungen führen könnten. Dabei sind wir darauf gestoßen, dass eine Synthesemöglichkeit für den Haschischinhaltstoff Tetrahydrocannabinol in der Umsetzung von Oliventol (5-Pentylresorcin) mit Verbenol besteht. Verbenol wie auch Phenole und Phenolether sind mehrfach als Weihrauchinhaltsstoffe beschrieben worden; daneben können weitere phenolische Strukturen im Verlaufe des Räucherprozesses gebildet werden, so dass wir der Ansicht sind, dass die Bildung eines Tetrahydrocannabinol-Grundkörpers - wenn vielleicht auch mit anderen Substituenten im phenolischen Molekülteil - durchaus nicht auszuschließen ist (beide Ausgangsverbindungen dürften zur Verfügung stehen)"

Kessler, M., Zur Frage nach psychotropen Stoffen im Rauch von brennendem Gummiharz der Boswellia sacra. Inaugural-Dissertation, Basel 1991:
Ihm gelang kein Nachweis von THC im Rauch.

Woher kommen also die Suchtfälle?
Woher die 17% THC?

Myrrhe enthält Sesquiterpene, die ihren Platz an den Opiatrezeptoren im Hirn finden (Dolara P et al, 1995).
Kommt zur Verbrennung des Weihrauchs Styrax und Öle aus Bergamotte, Zimt und Gewürznelke hinzu, stehen alle Reaktionspartner zur idealen Bildung von THC zur Verfügung.
Ist es falsch, von Weihrauch zu sprechen dafür aber richtig, vom Weihrauchgemisch zu sprechen?

Wenn du das Gerücht aus der Welt schaffen willst, dann gib´ mir mehr, als nur einen Zeitungsartikel - der ist mir nämlich zu dünn.
Indiz wäre zum Beispiel die nicht erfolgte Bildung von Rezeptoren, wie sie beim Konsum von THC gebildet werden.
Das wäre nicht nur Indiz, dass nenne ich nen Kracher, den ich Richtung Verlag schmeißen könnte

LG
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Wozu war der Mensch auf der Welt? Zum Sterben. Und was hieß das? Rumhängen und warten. "
Charles Bukowski
Moin Moin

Spontifex hat folgendes geschrieben:
Hmmm ... irgendwie gehort das schon in einen eigenen Strang ...
Grubi hat folgendes geschrieben:

Sorry, aber das ist ausgemachter Unsinn.
Ein Gerücht welches wohl nicht mehr aus der Welt zu schaffen ist.

Dazu findet sich hier eine kurze Zusammenfassung: http://www.zeit.de/2008/41/Stimmts-Weihrauch

daraus:

Zitat:
(...) Theoretisch, wohlgemerkt – einen tatsächlichen Nachweis des Cannabis-Wirkstoffs im Weihrauch hat bis heute niemand erbracht.
(...)
Hi, Grubi

Zunächst muss ich etwas klarer stellen:
Die 17% sind im Abbrand des Weihrauchs gemessen worden. Ich hatte das nicht genau genug geschrieben.
Überhaupt entsteht das THC erst beim Abbrand, heißt es.
Wie kann das sein, dass sich der Landtag von Österreich zur 5. Sitzung im Sitzungsbericht am 29. November 1993 auf das Ergebnis einer massenspektroskopische Analyse bezieht, die es nach Aussage der "ZEIT" bis dahin nie gegeben hat?
So eine Massenspektroskopie ist ja nicht vergleichbar mit Lackmuspapier-Tauchen ... und half dem Landtag bei der Entscheidungsfindung.



Also das kann ich dir nicht erklären warum sich Politiker auf eine nicht stattgefundene Analyse beziehen.
Mir ist der Umstand noch nicht ganz klar.

Was ich auch noch nicht ganz nachvollziehen kann ist diese Schlussfolgerung von dir:

Zitat:
Nun wird mir auch klar, weshalb der Besitz von soundsoviel Gramm Haschisch legalisiert ist.
Wäre dies nicht der Fall, müssten die Kirchen Drogen-Razzien fürchten, wenn sie Weihrauch verbrennen wollen.
Ich denke, dass die Angewohnheit der Kirche Grund für die straffreien Mengen sind.
Ohne Kirche wäre THC-Haltiges gänzlich verboten.


Von legalisiert kann eigentlich keine Rede sein, es werden nur geringe Mengen nicht weiter verfolgt, wenn es keinen besonderen Anlass dazu gibt.
Aber ich denke nicht dass dieser Umstand der Weihrauchgebrauch in Kirchen geschuldet ist.
Da geht es eher um die Entkriminalisierung von Konsumenten und Einsparungen im Polizeidienst und bei den Gerichten*denk*

Die Sache mit dem Hopfen will ich auch noch kurz ansprechen, dazu hattest du erwähnt:
Zitat:
Mit dem Hanf verwandt ist der Hopfen, der eine Grundlage für das Bier darstellt. Hopfen wurde nach meinen Informationen früher wie Opium geraucht.
Wirkstoff im Hopfen-haltigen Bier ist das Hopein, das wiederum den Morphinen zugeordnet wird.


Mir ist nicht bekannt dass Hopfen früher geraucht wurde, das damals so genannte "Rauch trinken" kam erst mit der Entdeckung des Tabaks aus der neuen Welt zu uns, vorher wurde hier soweit mir bekannt ist, eigentlich nicht geraucht.
Mir scheint die Idee Hopfen rauchen zu wollen eine eher neue Mode zu sein, die in einschlägigen Foren ihren Ursprung hat.
Es wird wohl gerne nach Ersatzstoffen zum berauschenden Rauchen gesucht.


Zitat:
Kommt zur Verbrennung des Weihrauchs Styrax und Öle aus Bergamotte, Zimt und Gewürznelke hinzu, stehen alle Reaktionspartner zur idealen Bildung von THC zur Verfügung.
Ist es falsch, von Weihrauch zu sprechen dafür aber richtig, vom Weihrauchgemisch zu sprechen?


Ja ich würde da auch von einem Gemisch reden, es ist ja nicht so dass Weihrauch ausschliesslich aus dem Harz des Weihrauchbaums besteht: http://de.wikipedia.org/wiki/Weihrauch

Ich will auch nicht ausschliessen dass Weihrauch psychoaktive Wirkstoffe enthält:

Zitat:
Psychoaktive Inhaltsstoffe

Incensol, ein weiterer Inhaltsstoff des Weihrauchharzes und im Weihrauch zu im Schnitt 2,7 %[12] enthalten, zeigte im Tiermodell Effekte, die einer angstlösenden und antidepressiven Wirkung ähnlich waren.[13] Incensol ist ein wirkungsvoller Agonist des Transient receptor potential vanilloid-3-Kanals (TRPV3), eines Ionenkanals, der in der Haut an der Wahrnehmung von Wärmereizen beteiligt ist. TRPV3-mRNA wurde in Neuronen des Gehirns gefunden, jedoch ist bislang unklar, welche Rolle TRPV3-Kanäle dort spielen. Eine antidepressive Wirkung des Incensols im menschlichen Gehirn wurde bislang nicht nachgewiesen.

Die Hypothese, dass bei Verbrennung von Weihrauch das bewusstseinsverändernde Tetrahydrocannabinol entstehe, konnte bislang nicht bestätigt werden.[14]


Das kann man schon im Auge behalten.

Ansonsten würde ich grundsätzlich davon abraten irgendwelche Weighrauch oder sonstigen Räuchermischungen als Cannabissubstitut zu inhalieren.
Gerade die modernen Räuchermischungen mit wohlklingenden Namen wie Spice u.s.w., betrachte ich als gefährlicher als das bischen Rauch in der Kirche zu besonderen Anlässen.

Etwas umfangreicher zum Thema hat hier jemand nachgeforscht: http://www.michael-pfeifer.de/incens/WRdroge.htm

Sein Fazit :


Zitat:
Es ist wesentlich verfrüht, von einer abgeschlossenen Erforschung des kirchlichen Weihrauchs und der Vielfalt seiner Wirkungen sprechen zu wollen. Bleiben daher manche Möglichkeiten bisher unentdeckter psychoaktiver Stoffe offen, so sind die Nachweise von THC in seinem Pyrolysat bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt klar negativ, was auch bei anderen Olibanumsorten zu erwarten sein wird. Völlig verfehlt scheint es mir, ihm eine Suchtwirkung gemäß dem Suchtmittelgesetz zuzuschreiben. Die Diskussion hat allemal gezeigt, dass Verantwortung und Sinneswahrnehmung des Menschen zusammengehören [91] . Wenn die Beliebtheit des Weihrauchs dem „Wahren, Schönen und Guten“ dient, kann uns bewusst werden, dass es im Genuss des Guten möglich ist, Gott im Urvertrauen auf die gute Wirkung des Guten wahrzunehmen [92]


Finde ich ganz nachvollziehbar...

Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Richtig ... legalisiert sind die Mengen nicht - nur straffrei sollen sie sein.

Noch etwas zum Hopfen.

LG
_________________
"Das ganze Leben bestand doch schon aus Warten. Warten aufs Leben, warten aufs Sterben.
Wozu war der Mensch auf der Welt? Zum Sterben. Und was hieß das? Rumhängen und warten. "
Charles Bukowski