Ich bin auf der Suche...


Hallo zusammen.

Ich zerbreche mir schon ewig den Kopf über das Sein, der Existenz nach dem Tod, Gott und über die Welt.

Wo fange ich an?
Also erstmal bin ich letztens an einem Punkt angekommen, wo ich mir gesagt habe, dass es nicht die Wahrheit sein kann, sich fanatisch in einer Religion auszuleben. Ich bin Christ, katholisch. Viele Religionen behaupten ja, dass ihr Glaube der einzig wahre sei usw. Wenn das so wäre (hier am Beispiel des Christentums), was wäre dann mit all den Menschen anderer Glaubensauffassungen. Was wäre dann mit dem Hinduismus, Buddhismus, Islam, usw. Was wäre mit all den Naturreligionen? Wären die dann alle verdammt? Denn die einzig wahre Antwort ist ja Jesus! Für mich macht das keinen Sinn. Was soll ein streng gläubiger Buddhist denn machen, wenn er in einer Region auf dieser Welt geboren wird, an dem der Glaube so gelehrt wird. Wo wäre da Platz für Christus? Deswegen kann das nicht die Antwort sein. Wenn Jesus gelebt hat, dann finde ich, war er ein toller Mensch, so wie er immer beschrieben wird. Ein Vorbild. Aber ihn als den einzigen Weg zum ewigen Leben darzustellen (wie es die Bibel ja sagt) ist schon etwas krass.

Ich bin also zu dem Schluss gekommen, dass allein der erzogene Glaube nicht die Antwort auf all das sein kann. Wenn es eine echte Wahrheit gibt, dann müsste das eine Pauschalwahrheit sein, eine Antwort, die für ALLE Menschen gleich gilt und nicht nur für eine Gruppe von Religionsanhängern.

Ich habe versucht weltoffener zu werden, mich nicht zu sehr auf das Bild von Gott, wie es mir beigebracht wurde, zu fixieren. Denn ich finde, jede Religion hat gute Ansätze. Wenn man manches metaphorisch sieht, ähneln sie sich auch teilweise und ergänzen die Horizonte. Wobei ich sagen muss, dass ich nur oberflächliche Informationen über andere Religionen besitze.

Das Leben nach dem Tod (wenn es das nun gibt - kann ja keiner widerlegen, noch beweisen) müsste wiederum für alle Menschen gleich sein.
Ich glaube mehr an ein Leben nach dem Tod als an das ewige Nichts. Ich glaube auch an etwas Höheres (ich nenne es hier einfach mal Gott, ohne mich auf ein bestimmtes Gottesbild festzulegen) Ob Gott nun die Natur ist, das Universum oder etwas anderes, weis niemand. Ich denke einfach das da mehr sein muss als purer Zufall.

Woher will der Mensch, mit seinem engstirnigen Ansichten, denn WISSEN ob es den Urknall wirklich gab und vor allem wann oder die Evolution. Es wird an Schulen als die Wahrheit gelehrt, dabei ist es eine Theorie (Evolutions-THEROIE). In den USA wird hingegen die Schöpfungsgeschichte als wahr gelehrt. Man sieht wie paradox das alles ist und ich denke, dass es hier um Bereiche geht, die der Mensch nicht verstehen soll (und wie man sieht auch nicht verstehen kann, sonst gäbe es eine allgemein gültige, bewiesene Wahrheit).

Gäbe es nichts mehr nach dem Tod, warum gibt es dann überhaupt etwas. Atheisten predigen, man solle das Leben geniesen, sich ausleben, Spaß haben. Doch was würde das bringen, wenn danach ALLES vorbei wäre. Wenn alle Erinnerungen und Gefühle ausgelöscht wären. Selbst wenn man die Welt besser machen würde für künftige Generationen, so würde es am Ende nichts nützen, da alle Menschen sterben und die menschliche Rasse eines Tages sowieso komplett verschwindet. Das also, finde ich, kann auch nicht passen, sonst könnte sich jeder sofort umbringen, denn es hat ja keinen Sinn, danach ist ja NICHTS! Andrerseits finde ich die Thesen von Religionen auch unpassend. Man soll sein Leben nach Gott ausrichten (Würde man auf der anderen Seite der Welt leben, würde man aber wieder als Gottloser darstehen, wenn man an Jesus glaubt und auch umgekehrt). Das ist auch nicht richtig.

Ich stehe also zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite will ich mein Leben auf Gott ausrichten, andrerseits es nicht vergeuden. Die Wahrheit kennt keiner unter uns Lebenden. Wenn ich von früh bis Abends bete und der Atheist recht hatte war mein Leben vergeudet (war es dann aber sowieso da ich ja nach dem Tod NICHTS bin). Wenn ich die Sau rauslasse werde ich danach bestraft, wenn der Pfarrer recht hatte. Es ist verzwickt.

Ich lebe also, seit ich diese Auffassung erlangt habe, nach meinem eigenen Gewissen. Ich habe Gewalt schon immer verabscheut. Ich bin in meiner Beziehung treu und will das Beste für meine Partnerin. Ich versuche auf Andere zu achten (kleine Fehler macht jeder mal) und bin auch hilfsbereit, wenn auch nicht immer. Im Gegensatz zu vielen Gläubigen aus Religionsgemeinschaften, achte ich die Natur und die Tiere (Gottes Schöpfung wenn man es so will). Ich zertrete keine Spinnen, weil die ja so "ecklig" sind. Ich freue mich jedes Mal wenn ich einen Vogel sehe. Ich mag jedes Tier, jeden Baum. Ich respektiere also Gottes Schöpfung. Ich respektiere und mag auch Haie, Schlangen und Spinnen. Tiere die zu Millionen getötet werden (und zwar nicht um Menschen zu ernähren, sondern aus Profitgier und aus der Ansicht heraus, dass der Mensch etwas besseres ist!).

Ich liebe diese Welt. Die Welt, die Natur so wie sie ist (bzw. war bevor der Mensch alles zerstört hat), so stelle ich mir das Paradies vor. Denn eigentlich ist die Erde schon perfekt, schaut man sich nur die ganzen kleinen Wunder der Natur an. Wenn es also ein Leben nach dem Tod gibt, was ich mir wünsche und sehr hoffe, dann sollte es so sein wie auf der Erde. So schön und unglaublich. Die Berge, das Meer, die Wälder, die Flüsse, die Wiesen, die Hügel und der blaue Himmel.

Ich bin mir einfach nicht sicher. Wenn man wirklich nur lebt um danach NICHTS zu sein, fände ich das sehr, sehr schade. Ich merke auch das es einen wahnsinnig machen kann, sich allzu intensiv mit diesem Thema zu beschäftigen. Und jetzt hoffe ich auf viele Antworten. Diskutier mit mir

Grüße
Estel
Sag zu deinem Herzen, Gott wenn es dich wirklich gibt dann hilf mir bitte. Du wirst Ihn finden. Das Verspreche ich dir! So habe ich es auch gemacht. Ich habe ihn gefunden! Diese Welt ist eine Müllhalte. Ja sie war ein Paradies auf Erden aber die Zeit ist lange her. Hier regiert der Tod.
Guten Tag Estel,

in mancher Hinsicht geht es mir ähnlich wie Dir. Nur unter umgekehrten Vorzeichen: Ich bin nicht religiös aufgezogen worden, sondern war mein Leben lang Atheist. Inzwischen suche ich aber nach etwas, was jenseits unserer Erkenntnis liegt.

Ich kann Dir nur ein paar Gedanken mitgeben, vielleicht kannst Du damit ja etwas anfangen.

Wenn Atheisten sagen, nach dem Tod sei "nichts", dann bedeutet das ja nicht, dass du auf einmal verschwindest. Du wirst weiterleben, in den Erinnerungen, die Menschen an Dich haben. Und falls Du Kinder gezeugt und Werke vollbracht hast, dann befinden die sich ja in der Welt und Du lebst in ihnen weiter. Das macht Dein Leben keineswegs sinnlos. Wenn Du etwas hinterlässt, dann ist das ja von Wert für die Menschen, die nach Dir kommen. Hast Du einem Freund in Not geholfen? Er wird sich an Dich erinnern. Hast Du ein Kind aufgezogen? Dann wird es ein Teil von Dir sein.

Was Du über wörtliche Bibelauslegung sagst, kann ich gut nachvollziehen. Wenn ich mich umschaue, welche Religion ich glauben soll, dann finden sich viele Auffassungen, die man nur mit dem Verstand nicht beantworten kann: Manche Christen sagen, jeder, der nicht daran glaubt, dass Jesus Gottes Sohn ist, kommt in die Hölle. Moslems sagen, wenn man nicht an Mohammeds Offenbarung glaubt, kommt man in die Hölle. Es steht Aussage gegen Aussage. Der Verstand, selbst das intensivste Studium der Schriften kann hier keine Antwort erbringen. Der reine Buchstabe ist offensichtlich nicht der Weg zur Erlösung.

Meine Antwort ist: So Gott existiert, musst Du Deine persönliche Beziehung zu ihm finden. Nur auf Dich selbst hören, nicht auf das, was die Kirche sagt, oder Schirftgelehrte sagen. Wenn Du eine heilige Schrift liest und etwas dabei fühlst, vielleicht fühlst, dass Gott Dich berührt oder Dir sagt, dass sie wahr ist, dann bist Du wahrscheinlich auf dem richtigen Weg. Christen würden vielleicht sagen, der Heilige Geist wirkt in Dir.

Mach Dich frei von allem, was Autoritäten sagen, ob in Kirche oder sonstwo. Wenn Gott sich irgendwo wirklich offenbart und seinen Willen kundtut, dann nur in Dir selbst. Nur so kannst Du wissen, was wahr ist. Egal, was Priester oder Theologen sagen.

Ich glaube, Gotteserfahrung und Offenbarung ist etwas, das man nur individuell, privat, für sich selbst erfahren kann. Denn jedes Wort, das andere verkünden, ist immer vermengt mit Menschlichem. Dein Verstand, Dein Gewissen und Dein Gefühl sind es, worauf es ankommt, und Du kannst Dich besser darauf verlassen, als auf die Worte anderer Menschen. Nur Du kannst selbst den Weg zur Wahrheit finden. Und dieser Weg kann für Dich anders sein, als für viele andere Menschen, aber dennoch ist er wahr.

Und dabei ist ein Glaube auch nich das Ziel, es ist der Weg. Selbst wenn Du Dein Leben lang nicht sicher wissen solltest, was genau wahr ist, so ist vielleicht allein diese Suche schon sehr viel wert, und genau das, was Gott von Dir erwartet.

Das wichtigste am Glauben ist, dass Du zunächst an Dich selbst glaubst. Alles andere wird sich dann fügen.

Das ist zumindest das Ergebnis, zu dem ich bisher gekommen bin. Ich erhebe keine Anspruch, dass diese Wahrheit auch für andere gültig ist.

Liebe Grüße,
Bernhard
Das ganze Thema ist kompliziert, aber interessant.

Ob es ein Leben nach dem Tod gibt, ob es Wiedergeburt gibt, ob nach dem Tod das "Nichts" kommt etc. bzw. ob es einen Gott, mehrere Götter oder keinen Gott gibt ist meiner Meinung nach irrelevant, da das alles Aussagen sind, die nicht überprüft werden können, wie du richtig gesagt hast. Also Spekulationen. Bei akuter Langeweile kann es interessant sein diesen Spekulationen nachzugehen, aber ein besserer Mensch wirst du, bzw. ein besseres Leben erreichst du damit, meiner Meinung, nicht.

Deine Wertschätzung für das Leben (auch der Tiere), die Natur und die Menschen in deiner Nähe zeichnen Dich aus und sie wird dir mehr Glück bringen als stundenlanges Beten oder philosophische bzw. religiöse Spekulationen.

Lebe jeden Tag bzw. jeden Augenblick nach deinem besten Wissen und Gewissen: Wenn es ein Leben nach dem Tod bzw. einen Gott gibt, so wird sich das rentieren und kein sinnloses Leben gewesen sein. Wennes kein Leben nach dem Tod gibt bzw. keinen Gott gibt, so wirst du deinen Leben ebenfalls nicht sinnlos gelebt haben und einen aufrichtigen und ehrbaren Tod finden.

Ich wünsche dir alles Gute.
@Long Road. Ich rate dir ab auf Bernh seinen Rat zu hören. Wer auf sich selbst hört der ist Verloren du kannst dir nicht selber helfen. Du musst die Hilfe annehmen.

@Bernh , das ist nichts gegen deine Person aber ich möchte nicht zulassen das jemand der ernsthaft nach der Wahrheit auf die Lehren des Satans reinfällt. Die Lehre Satan ist Esotherik. "Das Innere Ich" Das geht alles zurück auf die Äqyptischen "Götter". Diese wurden aber von Gott zerschlagen. Es ist Gnadenzeit. ABer die ist bald um. Der Ursprung der Esotherik ist Äqypten. Unter dem Sonnengott Rah.
@ Rauch: Ich habe Bernhs Rat nicht gelesen, da er gepostet hat als ich schrieb
@Rauch:

Welche Wahl habe ich denn? Blindes, dummes Nachplappern von dem, was irgendwelche anderen Menschen behaupten, ist mit Sicherheit nicht der Weg zur Erlösung. Dank dieser Mentalität wurden 6 millionen Juden und noch viel mehr millionen andere Menschen umgebracht. Glaube ohne Verstand ist Blasphemie.
Zitat:
@Long Road. Ich rate dir ab auf Bernh seinen Rat zu hören. Wer auf sich selbst hört der ist Verloren du kannst dir nicht selber helfen. Du musst die Hilfe annehmen.


Wem man sich nicht selbst trauen kann , kann man niemanden trauen.

Ich denke du sollest ihn nicht deinen Glauben aufbinden, Rauch
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Das Leben mag keinen Sinn haben,
was aber noch lange nicht heißt das es sinnlos ist.
Prüfe es! Du hörst auf Fremde die Gott nicht kennen und sagen die Bibel ist falsch. Das ist Blasphemie. Prüfe die Bibel ohne etwas hineinzudichten. Sie wird dich besiegen!

Wenn du Fragen hast. Die Bibel gibt dir zu allem was für dich von ENtscheidung ist die Antwort. Und sogar etwas mehr
@Griswo , du hast ja Recht. Aber ich will euch nur helfen. Ich meine es gut. wirklich.