Ich bin auf der Suche...


Wenn ich doch nur meine Gedanken abschalten könnte. Die ganzen Denkgänge über Sinn des Lebens und so weiter machen mich regelrecht verrückt. Ein Widerspruch führt in den Nächsten. Was mir heute plausibel erscheint ist morgen schon von einer anderen Theorie überholt. Es macht wahnsinnig. Ich würde so gern unbeschwert leben. Aber durch die Zweifel am Sinn des Seins und der daraus resultierenden Suche nach Antworten, wird mir meine Gelassenheit genommen.

Wenn ich nur nicht so ängstlich wäre. Es ist einfach die Angst vor dem nichts. Vielleicht gefällt es mir auch einfach auf der Erde und will hier gar nicht weg. Dabei bin ich noch so jung und gesund und sollte mir solche Gedanken nicht machen.

Ich sehe den blauen Himmel. Er ist so schön. Werde ich ihn wiedersehen? Was bringt die Liebe, wenn sie mit dem Tod zerbricht. Was bringt das Leben meiner Oma die am Rande des Todes steht. Auch wenn ich von ihr immer unterstützt wurde und eine tolle Zeit mit ihr verbracht habe. Wenn ich mal sterbe, werden spätestens meine Enkel sich nicht mehr an sie erinnern. Was hat dann ihr Leben gebracht, wenn danach alles vorbei wäre?

Einfach leben um des Lebens willen ist irgendwie paradox. Es ist ja nicht so, wie ein Urlaub, wo ich tolle Erfahrungen sammle und mich danach daran erinnern kann. Wenn man nach dem Leben nichts ist, was bringen einem dann die hart erarbeitenden Erfahrungen, wenn alles ausgelöscht wird?

Das Schlimme ist, das es darauf keine Antwort gibt und wir es entweder erfahren werden (falls nach dem Tod etwas kommt) oder eben nicht (für den Fall das das Leben sinnlos ist und nichts kommt). Also warum versuche ich immer und immer wieder eine Antwort zu finden, wo ich doch weiß das es sie nicht gibt?
Zitat:
Ich war vor 1 Jahr noch Atheistisch


Kaum zu glauben


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Das Leben mag keinen Sinn haben,
was aber noch lange nicht heißt das es sinnlos ist.
Hallo Estel !

Wie schon erwähnt, fand ich Deine Sinn-Fragen hochinteressant. Du hast mir direkt aus dem Herzen gesprochen, denn so gut wie alle Fragen die Du da aufgeworfen hast, beschäftigen auch mich seit meiner Jugendzeit. Mir scheint, Du bist ein wahrheitssuchender Mensch.
Nun denn – wer die Wahrheit sucht, muß damit rechnen, daß er sie findet!
Es ist heutzutage komplett unpopulär, von einer „Wahrheit“ zu sprechen. „Es gibt keine absolute Wahrheit“ behaupten viele mit einer solchen „Absolutheit“, daß es schon wieder ein Widerspruch in sich ist.
Dabei ist es ganz einfach und logisch: Wenn es einen Gott gibt, dann gibt es auch eine objektive oder wie Du es nennst eine „Pauschal-Wahrheit“. Es muß wahre Antworten auf die vielen Lebensfragen geben.
Die Frage ist nur, ob wir die Möglichkeit haben diese Wahrheiten zu erkennen.
Jesus selbst sagt: „Dies aber ist das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ (Joh. 17:3)
Es kann nicht sein, daß tausende Religionen jeweils ihre „Wahrheiten“ haben, wenn sie sich dermaßen widersprechen und sich an Weltkriegen und nationalen Konflikten beteiligen.
Ein gravierendes Beispiel aus dem ersten Weltkrieg:
Der römisch-katholische Kardinal Amette von Paris sagte den französischen Soldaten
folgendes:
„Meine Brüder, Kameraden der französischen Armee und ihrer
siegreichen Verbündeten! Der allmächtige Gott ist auf unserer
Seite. ...Gott ist unseren tapferen Soldaten im Kampf nahe; er gibt
ihnen Kraft und stärkt sie gegen den Feind. ...Gott wird uns den
Sieg geben.“
Zur selben Zeit sagte andererseits der katholische Erzbischof von Köln zu den deutschen Soldaten:
„Gott ist mit uns in diesem Kampf für Gerechtigkeit...
Wir gebieten euch im Namen Gottes, bis zum letzten Blutstropfen
für Ehre und Ruhm des Landes zu kämpfen. ….Gott weiß, daß wir
auf der Seite der Gerechtigkeit stehen, und er wird uns den Sieg
geben.“

Ich selbst habe im Religionsunterricht gelernt, daß das Töten zur Verteidigung des Vaterlandes erlaubt ist (Katholischer Katechismus 1958 Seite 91). Der aktuelle Katechismus lehrt dasselbe.
Jesus sagt jedoch: „...alle, die das Schwert nehmen, werden durchs Schwert umkommen.“
(Matth. 26:52). „...Daran werden alle erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.“ (Joh. 13:35)
Oder: „..denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich..“(2.Kor.10:4)
Oder: „..Und sie werden ihre Schwerter zu Pflugmessern schmieden, und ihre Speere zu Winzermessern.....sie werden den Krieg nicht mehr lernen.“ (Jesaja 2:4)
Die wahren Christen müßten also weltweit den Kriegsdienst verweigern!
Unzähliges könnte man noch anführen, das aufzeigt, daß die hlg. Schrift in grundlegenden
Dingen etwas ganz anderes sagt, als die „christlichen“ Religionen im allgemeinen.
So – jetzt bin ich noch lange nicht auf alle Themen eingegangen, die Du aufgeworfen hast.
Das würde ich in weiteren Schreiben gerne tun, wenn es Dir recht ist.
Abschließend möchte ich nur noch erwähnen, daß uns die Bibel eine wunderbare Hoffnung gibt:
Es wird eine Auferstehung der Gerechten und Ungerechten geben. (Der gläubige Buddhist und viele andere bekommen dann die Chance, sich für die Wahrheit zu entscheiden)
Dann wird eine neue Weltordnung kommen, die nur Gott herbeiführen kann:
„Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde..... Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen.... Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein, denn das Erste ist vergangen.“ (Offb. 21:1-4)
Für viele klingt das wie ein Märchen. Dem halte ich immer entgegen, daß wir jetzt mit unserer Welt einen „Albtraum“ erleben.

Gerne bleibe ich mit Dir im Kontakt
Herzliche Grüße von Helmuth
Danke Helmuth für deine Antwort. Ist sehr interessant zu lesen. Das mit dem Vergleich (erster Weltkrieg) ist sehr gut. Da hast du ein Körnchen Wahrheit angeschnitten.

Ich freue mich auf weitere Schreiben von dir. Nur zu!

Grüße
Estel
Stecken Leute die nach dem Sinn des Lebens fragen nicht auch oft in einer Krise. Wenn man unzufrieden ist mit seinem Leben u.s.w. dann fragt man sich doch was mache ich da wofür ist das gut? Ich persönlich sehe das Leben hier auf Erden nur als geliehen an. Wir sind hier nur Gäste. Wir kommen mit nichts und wir gehen mit nichts. Aber muss man sich deswegen Gedanken machen? Ich denke nein weil das Leben ist ehe schon kurz genug. Man sollte es geniessen so lang man es kann. Mit Gedanken an denn Sinn und Unsinn des Lebens
versaut man sich das eigene Leben nur.
Ich glaube an Gott und ein Leben nach dem Tod.
Aber wissen kann ich es nicht ich glaube es halt.
Wie es weiter geht nach dem Tod kann eigentlich keiner genau sagen weil es ist ja noch keiner zurück
gekommen. Ausnahme vielleicht Jesus. Aber eben auch schon über 2000 Jahre her.
Ich bin nicht unzufrieden. Ich hab eigentlich alles was ich brauche
Hallo Estel

Diesmal möchte ich auf das Thema Tod – bzw. was kommt nach dem Tod - eingehen. "Die Sehnsucht nach ewigem Glück hat von den frühesten Zeiten bis auf unsere Tage niemals nachgelassen. Menschen aller Altersstufen, in allen Ländern und zu allen Zeiten versuchten mit jedem erdenklichen Mittel, auch mit den merkwürdigsten, die Glückhaftigkeit zu erzwingen." (Frank Arnau - Träume auf dem Regenbogen)
Es scheint, als würden wir die „Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies“
in uns tragen.
Das bestätigt auch die Bibel. Sie sagt, daß Gott uns ursprünglich für das ewige Leben auf dieser Erde erschaffen hat. Unser Wunsch ewig zu leben ist also kein „Streich der Evolution“.
Leider sind wir durch den Sündenfall sterblich geworden, sodaß wir wieder „zum Staub zurückkehren“.
„Denn die Lebenden sind sich bewußt, daß sie sterben werden; was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt, auch haben sie keinen Lohn mehr, denn die Erinnerung an sie ist vergessen.“
„...Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheol, dem Ort, wohin du gehst.“ (Prediger 9:5,10)
– Die Toten sind also tot.
Heißt das, dass es uns bestimmt ist, einige wenige Jahre zu leben um dann für immer in die Nichtexistenz zu gehen? Dann wäre die Sinnhaftigkeit des Lebens wirklich äußerst fraglich:

„Was bringt die Liebe, wenn sie mit dem Tod zerbricht. Was bringt das Leben meiner Oma die am Rande des Todes steht. Auch wenn ich von ihr immer unterstützt wurde und eine tolle Zeit mit ihr verbracht habe. Wenn ich mal sterbe, werden spätestens meine Enkel sich nicht mehr an sie erinnern. Was hat dann ihr Leben gebracht, wenn danach alles vorbei wäre?“

Jesus ist deswegen gestorben, um uns von der Sünde bzw. vom Tod, der eine Folge der Sünde ist, freizukaufen. Den Tod wird es eines Tages nicht mehr geben, wie ich das bei meinem ersten Schreiben anhand von Offenb.21 gezeigt habe.
Die Sehnsucht nach ewigem Glück wird eines Tages gestillt werden.
Durch eine Auferstehung auf dieser Erde.
Paulus sagt: „Als letzter Feind wird der Tod zunichte gemacht.“ (1.Kor. 15:26)

Vielleicht habe ich mit diesen Gedanken etwas Diskussionsstoff geliefert.
Würde gerne in eine Diskussion mit Dir eintreten.

Herzliche Grüße von Helmuth