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Was bedeutet "des ewigen Lebens verlustig gehen"?












Lieber Deas!

Danke, Du hast es auf den Punkt gebracht! Du gibst mir genau Antwort
auf meine Frage des "Verlustiggehens..." Jetzt kenne ich mich aus

Liebe Grüße, Minou
Hallo Wu!

Nach dem Gedicht von Rumi haben wir (unsere Seelen) also schon alle
Reiche durchwandert! Ist das nicht Reinkarnation?

Liebe Grüße, Minou
Lieber Yojo!

Du hast meine Frage sehr ausführlich und liebevoll erklärt! Ich danke
Dir herzlich dafür! Jetzt ist es auch mir klar: Gott kann nicht von allen
Menschen Vollkommenheit erwarten, doch ich denke er will, dass wir
danach streben. Jesus sagte auch, wir sollen uns bemühen, vollkommen
zu werden.

Aber etwas ganz Anderes: ich habe Deine Erklärung von Zweig und
Blatt gelesen und mir sofort gedacht, schade, denn das Blatt muss sich
früher oder später vom Zweig trennen...

Kannst Du vielleicht auch etwas zur Frage der Entwicklung vom Mineral-
bis zum Menschenreich sagen? Wenn die Seele alle diese Bereiche
durchwandert, müsste man das doch Reinkarnation nennen. Oder irre
ich mich wieder?

Liebe Grüße an Dich und Deine Königin Helga Maria!
Minou
Gott, bitte sei da. Wir brauchen Hilfe.

Ich bin da.

Wir brauchen Hilfe.

Ich weiss.

Jetzt.

Ich verstehe.

Die Welt steht am Rand der Katastrophe. Und ich rede nicht von Naturkatastrophen; ich rede von einem von Menschen bewirkten Desaster.

Ich weiss. Und du hast Recht.

Ich meine, die Menschen hatten auch schon früher Meinungsverschiedenheiten, und sehr schwer wiegende, aber jetzt können unsere Spaltungen und Streitereien nicht nur einfach zu Kriegen führen - was schon schlimm genug ist -, sondern auch zum Ende der Zivilisation, wie wir sie kennen.

Das ist richtig. Du hast die Situation richtig eingeschätzt.
Ihr begreift, wie ernst und gravierend das Problem ist, ihr versteht nur nicht die Natur des Problems. Ihr wisst nicht, wodurch es bewirkt wird. Also versucht ihr es auf jeder Ebene zu lösen, nur nicht auf jener, auf der es existiert.

Und die wäre?

Die Ebene des Glaubens.
Das Problem, vor das sich die Welt heute gestellt sieht, ist ein spirituelles Problem.
Eure Vorstellungen über die Spiritualität bringen euch um.
Ihr versucht das Problem der Welt so zu lösen, als sei es ein politisches oder ökonomisches oder auch militärisches Problem, doch es ist nichts von alledem. Es ist ein spirituelles Problem. Und das ist das eine Problem, von dem die Menschen nicht zu wissen scheinen, wie sie es lösen sollen.

Dann hilf uns.

Tu ich.

Wie?

Auf vielerlei Art.

Nenn mir eine.

Dieses Buch.

Dieses Buch wird uns helfen?

Das kann es.

Was müssen wir tun?

Es lesen.

Und dann was?

Es beherzigen.

Das sagen sie alle. »Es steht alles in Dem Buch«, sagen sie. »Lies es und beherzige es. Mehr brauchst du nicht zu tun.« Das Problem ist nur, dass jeder ein anderes Buch hochhält.

Ich weiss.

Und jedes Buch sagt etwas anderes.

Ich weiss.

Jetzt sollten wir also dieses Buch »lesen und beherzigen«?

Es geht hier nicht um die Frage, was ihr tun solltet. Es geht um die Frage, was ihr tun könntet, wenn ihr euch dazu entschließt. Es ist eine Einladung, kein unabdingbares Erfordernis.

Warum sollte ich dieses Buch lesen wollen, wenn ich schon von den Wahren Gläubigen darüber informiert worden bin, dass all die Antworten in den anderen Büchern stehen - in jenen Büchern, die sie mich anweisen zu beherzigen?

Weil ihr sie nicht beherzigt habt.

Haben wir wohl. Wir glauben, dass wir sie beherzigt haben.

Deshalb braucht ihr jetzt auch Hilfe. Ihr glaubt, dass ihr sie beherzigt habt, aber ihr habt es nicht.
Ihr sagt dauernd, dass euch euer Heiliges Buch (jede eurer Kulturen hat ein anderes) dazu bevollmächtigt, einander so zu behandeln, wie ihr euch behandelt, und zu tun, was ihr tut.
Das könnt ihr nur sagen, weil ihr nicht wirklich auf die tiefere Botschaft dieser Bücher gehört habt. Ihr habt sie gelesen, habt ihnen aber nicht wirklich zugehört.

Aber das haben wir. Wir tun, was sie sagen, dass wir tun sollen!

Nein. Ihr tut, was IHR sagt, dass sie sagen, dass ihr tun sollt.

Was soll das heißen?

Das soll heissen, dass die Grundbotschaft all dieser heiligen Schriften dieselbe ist. Der Unterschied liegt nur darin, wie die Menschen sie interpretiert haben.
Daran, dass ihr unterschiedliche Interpretationen habt, ist nichts »falsch«. Doch wenn ihr euch wegen dieser Unterschiede voneinander trennt, euch gegenseitig wegen dieser Unterschiede ins Unrecht setzt und euch in Folge der Auseinandersetzungen über diese Unterschiede gegenseitig umbringt, ist das nicht gut für euch.
Und genau das tut ihr jetzt.
Das habt ihr jetzt schon eine ganze Weile getan.
Ihr könnt euch nicht einmal innerhalb eurer eigenen Gruppe, geschweige denn zwischen verschiedenen Gruppen darüber einig werden, was ein bestimmtes Buch sagt und meint. Und ihr benützt diese Meinungsverschiedenheiten als Rechtfertigung, euch gegenseitig abzuschlachten.
Ihr streitet euch untereinander darüber, was der Koran sagt und was seine Worte bedeuten. Ihr streitet euch untereinander darüber, was die Bibel sagt und was ihre Worte bedeuten. Ihr streitet euch untereinander darüber, was die Veden sagen, was die Bhagavad Gita sagt, was das Lun-yü sagt, was der Pali Kanon sagt, was das Tao-te Ching sagt, was der Talmud sagt, was die Hadithe sagen, was das Buch Mormon sagt …
Und was die Upanishaden sagen, und was das I Ging, das Adi Granth, der Mahabharata, die Yoga-Sutras, das Mesnevi, das Kojiki …

Okay, wir verstehen, was du meinst.

Nein, das tut ihr eben nicht. Und das ist der springende Punkt. Der Punkt ist, dass es viele heilige Bücher und geheiligte Schriften gibt, aber ihr tut so, als gäbe es nur eines.
Eure heilige Schrift ist es, die wirklich heilig ist. Der ganze Rest ist bestenfalls armseliger Ersatz und schlimmstenfalls Gotteslästerung.
Und es gibt nicht nur eine Heilige Schrift, es gibt auch nur eine einzige Art, sie zu interpretieren: die eure.
Diese spirituelle Arroganz hat für eure Spezies das größte Leid verursacht. Ihr habt wegen eurer Ideen und Vorstellungen über Gott mehr gelitten - und andere Menschen mehr leiden lassen - als wegen irgendwelcher anderer Ideen und Vorstellungen in Bezug auf irgendetwas im Rahmen eurer menschlichen Erfahrung.
Ihr habt aus der Quelle der größten Freude die Quelle eures größten Schmerzes gemacht.
Das ist ja verrückt. Warum ist das so? Warum haben wir das getan?

Weil es eines gibt, für das die Menschen anscheinend bereit sind, alles aufzugeben.
Für dieses eine geben sie die Liebe auf, den Frieden, die Gesundheit, die Harmonie und das Glück. Dafür geben sie die Sicherheit, die Geborgenheit, ja sogar ihre geistige Gesundheit auf.

Wofür?

Dafür, Recht zu haben.
Ihr seid bereit, alles aufzugeben, wofür ihr je gearbeitet habt, alles aufzugeben, was ihr je wolltet, alles aufzugeben, was ihr je erschaffen habt, nur um »Recht« zu haben.
Ja, ihr seid sogar bereit, das Leben dafür aufzugeben.

Aber sollte es denn nicht auch so sein? Ich meine, man muss doch für etwas im Leben eintreten. Und das Wort Gottes IST das, was recht und richtig ist!

Welcher Gott?

Welcher Gott?

Ja, welcher Gott?
Adonai? Allah? Elohim? Gott? Hari? Jehovah? Krishna? Herrgott? Rama? Vishnu? Jahwe?

Der Gott, dessen Worte uns ganz klar durch den Meister und die Propheten überbracht worden sind.

Welcher Meister? Welche Propheten?

Welcher Meister? Welche Propheten?

Ja.
Adam? Noah? Abraham? Moses? Konfuzius? Siddharta Gautama? Jesus? Patanjali? Mohammed? Baha'u'llah? Jalal al-Din Rumi? Martin Luther? Joseph Smith? Paramahansa Yogananda?

Du wirst die doch nicht alle einander gleichsetzen, oder?

Warum nicht? Ist denn der eine größer als der andere?

Gewiss doch!

Wer denn?

Der eine, an den ich glaube!

Genau. Jetzt hast du kapiert.

Was willst du also von mir? Dass ich meine Glaubensvorstellungen aufgebe?

Ich »will« gar nichts von dir. Die Frage ist, was du tun willst.

Ich möchte einen Weg finden, über all diese vermischten Glaubensvorstellungen und Überzeugungen, die wir Menschen haben, hinauszugelangen.

Es gibt einen Weg.
Und der wäre?

Transzendiere sie.

Was soll das heißen?

Transzendieren meint, darüber hinausgehen, es hinter dir lassen. Es bedeutet nicht, etwas völlig abzulehnen oder total zu zerstören. Ihr müsst nicht etwas zerstören, um darüber hinausgelangen zu können.
Ihr würdet euer altes Glaubenssystem ohnehin nicht zerstören wollen, weil es zu viel beinhaltet, das ihr euch bewahren möchtet.
»Transzendieren« bedeutet nicht unbedingt »anders als« zu sein, doch es bedeutet immer »größer als« zu sein. Euer neues Glaubenssystem wird zweifellos einiges vom alten in sich enthalten - jenen Teil des alten Glaubenssystems, den ihr nach wie vor als euch dienlich erlebt -, und somit wird es eine Kombination aus Neuem und Altem sein und keine komplette Ablehnung des Alten.
Siehst du den Unterschied?

Ich denke doch.

Gut. Dann kannst du deinen Widerstand aufgeben.
Die Menschen halten deshalb so zäh an ihren alten Glaubensvorstellungen fest, weil sie sie nicht entehren wollen, indem sie sie plötzlich in Bausch und Bogen ablehnen. Sie meinen, nur das sei ihre Alternative: Das Alte total abzulehnen oder total zu akzeptieren. Aber das ist nicht die einzige Wahl, die ihr habt. Ihr könnt euch das Alte ansehen und prüfen, welche Teile davon nicht länger funktionieren. Ihr könnt es erweitern, damit einige seiner Teile besser funktionieren. Ihr könnt dem Alten etwas hinzufügen, um einige Teile eures Glaubenssystems zu etwas Neuem zu machen.
Eine komplette Zurückweisung eurer gegenwärtigen Glaubensvorstellungen würde bedeuten, dass ihr sehr viel von dem, was gelehrt, sehr viel von dem, was erkannt und verstanden, sehr viel von dem, was getan wurde, entwertet - und auch sehr viel von dem, was gut war.
Es würde euch das Gefühl vermitteln, dass an der Welt allzu viel »falsch« ist. Es würde die Ahnen ins »Unrecht« setzen, es würde ganze Schriften zu einem »Irrtum« machen, es würde heutiges Leben zu etwas »Verkehrtem« machen. Die Menschen müssten zugeben, dass alle spirituellen Aspekte menschlicher Erfahrung ein Fehler, ein Missverständnis waren.
Das ist mehr, als die meisten Menschen einräumen können. Es ist mehr, als sie einräumen sollten, denn es stimmt nicht.
Ihr müsst gar nicht erklären, dass ihr wegen irgendetwas »falsch« gelegen habt und im »Irrtum« wart, denn so war es nicht. Ihr besaßt einfach nicht die vollständige Einsicht. Ihr brauchtet mehr Information.
Ein Transzendieren eurer gegenwärtigen Glaubensvorstellungen bedeutet nicht, dass ihr sie nun in Bausch und Bogen ablehnt; es bedeutet, dass ihr ihnen etwas »hinzufügt«.
Jetzt, da ihr mehr Informationen habt, die ihr euren gegenwärtigen Glaubensinhalten hinzufügen könnt, könnt ihr eure Glaubensvorstellungen erweitern - ihr braucht sie nicht völlig abzulehnen, sondern könnt sie erweitern - und könnt auf neue Art und Weise mit eurem Leben fortfahren.
Auf eine Art und Weise, die funktioniert.

Aber ich habe nicht mehr Informationen.

Doch, hast du.

Tatsächlich?

Du hast dieses Buch.


2

Lass mich sehen, ob ich das verstehe. Du sagst, dass dieses Buch der Thora, der Bibel, der Bhagavad Gita ebenbürtig ist?

Das habe ich nicht gesagt. Aber um der Diskussion willen - wurden denn nicht all diese Bücher von Sterblichen verfasst, die durch eine göttliche Offenbarung geleitet wurden?

Nun ja, aber du setzt doch gewiss nicht die Worte hier mit denen des Konfuzius gleich, mit den Lehren des Buddha, den Offenbarungen Mohammeds …

Ich wiederhole … sie waren bloße Menschen, oder?

Ich würde sie nicht als »bloße« Menschen bezeichnen. Sie waren sehr besondere Menschen. Menschen, die gewaltige Wahrheiten verstanden. Menschen, die zutiefst inspiriert waren.

Auch du kannst gewaltige Wahrheiten verstehen. Auch du kannst zutiefst inspiriert sein. Glaubst du, dass diese Erfahrungen nur ganz wenigen vorbehalten sind?
Ich sage dir, sie sind für ganz viele gedacht.
Göttliche Inspiration ist das Geburtsrecht eines jeden menschlichen Wesens.
Ihr seid alle sehr besonders. Ihr wisst es nur nicht. Ihr glaubt es nicht.
Warum nicht?

Weil euch eure Religionen gesagt haben, dass ihr es nicht seid. Sie haben euch erzählt, dass ihr Sünder seid und unwürdig, dass nur sehr wenige unter euch eine Ebene des Würdigseins erreicht haben, auf der sie unmittelbar von Gott Inspiration erhielten - und dass alle diese Leute tot sind.
Sie haben euch davon überzeugt, dass es keinem heute Lebenden möglich ist, eine solche Ebene des Würdigseins zu erlangen, und deshalb kann ein heute geschriebenes Buch unmöglich heilige Wahrheiten oder das Wort Gottes enthalten.

Warum haben sie das getan? Warum haben sie uns das erzählt?

Wenn sie euch etwas anderes erzählten, ließe dies die Möglichkeit offen, dass ein anderer Meister, ein anderer Prophet, ein anderer Bote Gottes daherkommt, euch neue Offenbarungen bringt und euch neue Erkenntnisse erschließt - und das können etablierte institutionalisierte Religionen nun mal gar nicht ausstehen.
Die Religionen in eurer Welt mögen sich nicht einig werden können, welches Buch die höchste Wahrheit und tiefste Weisheit und das einzig Wahre Wort Gottes enthält, aber auf eines können sie sich einigen.

Und das ist?

Welches Buch es auch sein mag, es ist jedenfalls ein altes Buch.
Definitiv.
Es ist ein altes Buch.
Es kann kein neues Buch sein. Es kann kein heute verfasstes Buch sein.
Gottes unmittelbare Offenbarungen hatten vor langer Zeit ein Ende, darin sind sich eure Religionen einig. Nur alte heilige Bücher können göttliche Offenbarungen enthalten.
Die meisten von euch können akzeptieren, dass Gottes große Wahrheiten den Menschen durch Menschen zukamen. Sie können nur nicht akzeptieren, dass so etwas auch auf heute lebende Menschen zutreffen könnte.
So denkt ihr. So habt ihr euch das aufgebaut.
Wenn es alt ist, ist es ehrwürdig; wenn es neu ist, ist es unwürdig.
Wenn es alt ist, ist es wahr; wenn es neu ist, ist es unwahr.
Wenn es alt ist, ist es richtig; wenn es neu ist, ist es falsch.
Wenn es alt ist, ist es gut; wenn es neu ist, ist es schlecht.
Diese merkwürdige Denkart macht den Fortschritt auf eurem Planeten so schwierig und die Evolution so zeitraubend.
All das wird noch komplizierter, weil ihr es so eingerichtet habt, dass sich diese Denkart nur auf Dinge - das heißt, auf leblose Objekte - und auf Ideen bezieht. Ironischerweise funktioniert diese Denkweise da, wo es um Leute geht, umgekehrt.
Wenn es neu ist, ist es beachtenswert; wenn es alt ist, ist es nicht der Beachtung wert.
Und so tut eure Gesellschaft einige der brillantesten neuen Ideen und einige der weisesten alten Menschen mit einem Fingerschnippen ab.
Frag Hermann Kümmell.

Hermann Kümmell?

Ein Hamburger Arzt Ende des neunzehnten Jahrhunderts, der schreckliche Mühe hatte, andere Ärzte davon zu überzeugen, dass es eine gute Idee sei, sich vor der Durchführung einer Operation die Hände zu waschen.
Die Idee, »sich die Hände zu schrubben«, wurde von »denen, die es besser wussten«, rundweg abgelehnt. Kümmell wurde zur Witzfigur gemacht und nur wegen seines Hinweises darauf, dass eine solche Praxis Leben retten könne, praktisch aus seinem geliebten Beruf vertrieben.
Diese hartnäckige Tendenz der Menschen, sich an ihre Vergangenheit zu klammern, sich Innovationen oder einem neuen Denken so lange zu verweigern, bis sie schließlich durch eine geradezu peinliche Beweislast zur Akzeptanz gezwungen werden, hat seit Jahrtausenden euren evolutionären Prozess verlangsamt.

Doch nun scheinen wir es uns nicht mehr leisten zu können, dass sich dieser Prozess hinschleppt. Es fühlt sich so an, als sei jetzt der Faktor Zeit von entscheidender Bedeutung. Wir sind an einem Kreuzweg angelangt.

Ja. Ihr seht euch jetzt einer neuen und alarmierenden Gefahr gegenüber, einer Gefahr, die eure ganze Spezies betrifft. Einer Bedrohung eures Überlebens, die sich aus der Kombination von einer Spaltung in der Ideologie und einem Fortschritt in der Technologie ergibt. Eine Kombination, die euch den Versuch ermöglicht, eure Meinungsverschiedenheiten mit Hilfe eines Instrumentariums an menschlicher Zerstörungskraft beizulegen, wie ihr es bisher vielleicht nicht einmal in euren schlimmsten Alpträumen für möglich gehalten habt.

Mein Gott, was können wir tun?
Es gibt fünf Dinge, die ihr wählen könnt, wenn ihr eine Veränderung eurer Welt anstrebt und einen Wechsel der selbstzerstörerischen Richtung, in die sie sich bewegt.
1. Ihr könnt die Wahl treffen, euch einzugestehen, dass einige eurer alten Glaubensvorstellungen über Gott und das Leben nicht länger funktionieren.
2. Ihr könnt die Wahl treffen, euch einzugestehen, dass es etwas gibt, das ihr in Bezug auf Gott und das Leben nicht versteht, und das, wenn ihr es verstündet, alles verändern würde.
3. Ihr könnt die Wahl treffen, dafür bereit zu sein, dass jetzt ein neues Verständnis von Gott und dem Leben hervorgebracht wird, ein Verständnis, das eine neue Lebensweise auf eurem Planeten herbeiführen könnte.
4. Ihr könnt die Wahl treffen, so mutig zu sein, dieses neue Verständnis zu erkunden und zu überprüfen, und sollte es mit eurer inneren Wahrheit und eurem inneren Wissen in Einklang stehen, euer Glaubenssystem so erweitern, dass es darin Eingang findet.
5. Ihr könnt die Wahl treffen, euer Leben zu einer Demonstration eurer höchsten und großartigsten Überzeugungen zu machen, statt zu einer Demonstration ihrer Verleugnung.
Das sind die Fünf Schritte zum Frieden, und wenn ihr sie tut, könnt ihr auf eurem Planeten alles ändern.

Warum diese ganze Betonung von Gott und unseren Glaubensvorstellungen? Warum sagst du nicht, dass wir weltweit unsere politischen und ökonomischen Systeme verändern sollen? Warum sagst du nicht, dass wir unsere Gesetze ändern, mit unserer Gewalttätigkeit aufhören, unsere Ressourcen miteinander teilen, unsere Diskriminierungen beenden, unserer Unterdrückung ein Ende machen, unsere Fülle umverteilen, mit unseren Kriegen Schluss machen und in Frieden leben sollen?

Weil das alles Veränderungen im Verhalten sind.

Ist denn unser Verhalten nicht genau das, was wir jetzt ändern müssen?

Ja. Wenn ihr beschließt, dass ihr euch eine in Frieden und Harmonie lebende Welt wünscht, dann lautet die Antwort ja.

Okay, jetzt hast du mich. Ich verstehe das nicht. Warum sprichst du von Glaubensvorstellungen, wenn wir doch unser Verhalten verändern müssen?

Weil Glaubensvorstellungen Verhaltensweisen erschaffen.

N.D.Walsch
Hallo Minou,

Die Verbindung von Blatt und Zweig, die Bahá'u'lláh anspricht:
Zitat:
"Das Wort Gottes ist eine Lampe, deren Licht der Satz ist: Ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges"
, ist ewig. Es ist ein wesensmäßiger Bund, der entsteht aus der Vereinigung der Seele zu einer unteilbaren Einheit, im Verbund der Seelen nennt Er es auch das "größte Meer".

Zitat:
"Ihr seid die Tropfen eines Meeres".
In diesem größten Meer steht ein jeder allen anderen uneingeschränkt zur Verfügung, und somit kann jede Seele die Erfüllung ihrer Herzenssehnsucht erreichen.

Deshalb sagt Bahá'u'lláh,
Zitat:
"der Tod kann niemals zu jener geheiligten Stätte gelangen".
Zitat:
"Nicht daß sie so werden wie wir, und ewig leben" (1. Buch Mose)
, sagte Gott und schützte den Baum des Lebens, also den Baum des wie wir sehen und lesen ewigen lebens, durch Cherubim mit blanken Schwertern.

Dieser Baum ist die Sehnsucht der gesamten Schöpfung gewesen von Anfang an. Und am Anfang entwickelte sich das Mineralreich, später trat das Pflanzen, - dann das Tierreich in Erscheinung. Es war immer der Mensch, der das Wort Gottes empfing, was in jedem Stadium der Schöpfung vorausgeht. Der Mensch ist der Empfänger des Wortes Gottes, von Anfang an, das ist seine Definition.

Es ist wie ein Same, der den Baum in sich trägt. Am Anfang ist der Baum im Samen nicht sichtbar, doch im Laufe der Zeit keimt der Samen und der Baum wächst. Und das Ziel war von Anfang an die vereinte Seele der Menschheit:

Zitat:
Er, der euer Herr ist, der Allerbarmer, hegt in Seinem Herzen die Sehnsucht, das ganze Menschengeschlecht als eine Seele und einen Körper zu sehen. Eilt, euren Anteil an Gottes Gunst und Gnade zu erlangen an diesem Tage, der alle erschaffenen Tage in den Schatten stellt. Welch große Glückseligkeit harrt des Menschen, der all seine Habe aufgibt aus Sehnsucht, die Gaben Gottes zu erlangen. Ein solcher Mensch, Wir bezeugen es, gehört zu Gottes Seligen. (Baha'u'llah, Aehrenlese 107:1)


Somit ist Blatt und Zweig am Baume des Lebens das Symbol des Lichtes, welches in der Lampe des Wortes Gottes erstrahlt. Und dieses Licht ist ein ewiges Licht:

Zitat:
Wie der Begriff des Glaubens seit dem Anfang, der keinen Anfang hat, bestand und bis zum Ende, das kein Ende hat, dauern wird, so wird der wahre Gläubige gleichfalls ewig leben und bestehen. Sein Geist wird ewiglich den Willen Gottes umkreisen. Er wird so lange bestehen, wie Gott selbst bestehen wird. Er ist offenbart durch die Offenbarung Gottes und ist verborgen auf Sein Geheiß. Es ist klar, daß die hehrsten Wohnungen im Reiche der Unsterblichkeit denen zur Stätte bestimmt sind, die wahrhaft an Gott und Seine Zeichen geglaubt haben. Der Tod kann niemals zu dieser heiligen Stätte dringen. So haben Wir dir die Zeichen deines Herrn anvertraut, damit du in der Liebe zu Ihm ausharrest und zu denen gehörest, die diese Wahrheit begreifen. (Baha'u'llah, Aehrenlese 73:1)


Wie gesagt, "ihr seid die Blätter eines Zweiges" ist das Licht, wozu das Wort Gottes insgesamt offenbart wurde, von Anfang an.

Bahá'u'lláh belegt dies an vielen Stellen, so wie zum Beispiel hier:

Zitat:
Die Offenbarung, die seit unvordenklichen Zeiten als das Ziel und die Verheißung aller Propheten Gottes gepriesen worden ist und das höchste Verlangen Seiner Boten war, ist nun nach dem alldurchdringenden Willen des Allmächtigen und auf Sein unwiderstehliches Geheiß den Menschen enthüllt worden. (Baha'u'llah, Aehrenlese 3:1)


Also, die Schöpfung des Mineralreiches ist abgeschlossen, die Schöpfung des Tierreiches ist abgeschlossen, die Schöpfung des Pflanzenreiches ist abgeschlossene, die Entwicklung gesellschaftlicher Organisationsformen erreicht in diesem Jahrtausend ihre letzte und endgültige Vollendung auf diesem Planeten.

Die Schöpfung geht aber ewig weiter, in den Gefilden des Geistes, auf dem Baum des ewigen Lebens. Und dies ist verdeutlicht durch "Ihr seid die Blätter eines Zweiges".

Anders als bei den anderen Bäumen ist dies der Baum des Lebens, so wie der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse dereinst Adam und Eva nährte, so nährt der Baum des Lebens nun uns. Und es geht um das ewige Leben.

Zitat:
O Sohn der Gerechtigkeit! Wohin kann ein Liebender gehen außer ins Land seines Geliebten? Und welcher Sucher fände Ruhe fern der Sehnsucht seines Herzens? Für den aufrichtig Liebenden ist Vereinigung Leben und Trennung Tod. Seine Brust kennt keine Geduld, sein Herz keinen Frieden. Tausend Leben gäbe er hin, um zur Wohnstatt seines Geliebten zu eilen. (Bahá'u'lláh, die verborgenen Worte)


Somit ist nicht jede Verbindung von Mann und Frau eine Verbindung von Blatt und Zweig. Die Verbindung von Blatt und Zweig bedarf der Zustimmung Gottes, und ist nur echt wenn sie wesenmäßig untrennbar ist, sonst ist sie nicht vom Baume des Lebens, sondern nur Einbildung.

Wenn sich Mann und Frau aufgrund körperlicher Anziehung lieben und nur deshalb, dann wird sich am Ende mit Sicherheit das Blatt vom Zweig trennen, das ist unausweichlich. Wird aber der Geist der Bestätigung Gottes sichtbar, und garantiert Gott die Verbindung über menschliche Vereinbarung hinaus, die gebrochen werden kann, dann und nur dann haben wir Blatt und Zweig im Sinne des Satzes, der das Licht im Schutze der Lampe des Wortes Gottes erwähnt.

Wer Gott an diesem Tage liebt, der besitzt alle Dinge, einschließlich des Mineralreiches, somit kann es keinen Grund geben, zu inkarnieren oder zu reinkarnieren. Denn das Mineralreich selbst ist bei seiner Schöpfung dem Ruf zur vereinten Seele gefolgt, und das ganze Weltall ist nun voller Freude, weil dieses Antlitz, so ersehnt von Anfang an, enthüllt ist:

Zu diesem Thema noch drei weiter Textstellen von Bahá'u'lláh, welche Shoghi Effendi in "das Kommen göttlicher Gerechtigkeit" zitiert:

Zitat:
Die Welt des Daseins erstrahlt an diesem Tage in der Pracht dieser Göttlichen Offenbarung. Alle erschaffenen Dinge preisen seine rettende Gnade und singen sein Lob. Das Weltall ist von der Verzückung der Freude und Fröhlichkeit umfangen. Die Schriften früherer Offenbarungen feiern das große Jubelfest, das diesem größten Tag Gottes gebührt. Wohl dem, der gelebt hat, diesen Tag zu sehen, und seine Stufe erkannt hat.«


Zitat:
»An diesem Tage ist eine andere Sonne aufgegangen, und ein anderer Himmel wurde mit seinen Sternen und seinen Planeten geschmückt. Die Welt ist eine andere Welt, und die Sache ist eine andere Sache.«


Zitat:
»Dies ist der Tag, mit dem vergangene Zeitalter und Jahrhunderte niemals wetteifern können. Erkenne dies und gehöre nicht zu den Unwissenden.«


Während also alle anderen Bäume ihre Blätter am Ende verlieren, ist die Verbindung der Blätter und Zweige am Baume des Lebens ewig. Ansonsten wäre die Verbindung keiner Erwähnung wert, und nur die Überwindung des Todes durch die Vereinigung der Seelen untereinander kann jemals diesen Stellenwert haben, denke darüber nach, und du wirst es sehr leicht verstehen:

Zitat:
Das Wort Gottes ist eine Lampe, deren Licht der Satz ist: ihr seid die Früchte eines Baumes und die Blätter eines Zweiges. Verkehrt miteinander in inniger Liebe und Eintracht, in Freundschaft und Verbundenheit. Er, die Sonne der Wahrheit, bezeugt Mir: So machtvoll ist das Licht der Einheit, daß es die ganze Erde erleuchten kann. Der eine, wahre Gott, der alle Dinge kennt, bezeugt die Wahrheit dieser Worte.

Bemüht euch, daß ihr diese überragende, diese höchst erhabene Stufe erreicht, die Stufe, welche der ganzen Menschheit die Gewähr für Schutz, und Sicherheit bieten kann. Dieses Ziel überragt jedes andere Ziel, dieses Streben ist der Fürst allen Strebens. Solange jedoch die dichten Wolken der Unterdrückung, die die Sonne der Gerechtigkeit verdunkeln, nicht vertrieben sind, kann man die Herrlichkeit dieser Stufe schwerlich vor den Augen der Menschen enthüllen. ... (Bahá'u'lláh, Ährenlese, 132:3 - 132:4)



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