Christin Liebt araber


Hallo
Also wir haben ein für uns sehr grosses Problem.Wir sind seit 3 jahren zusammen und lieben uns sehr.wir haben aber ein sehr Grosses Problem und finden keine Lösung!Mein Freund ist Araber er war früher ein Moslem hat sich aber zum Christentum bekehrt.Ich bin Christin,seine Eltern wissen aber noch nicht davon weil er sonst seine ganze Familie verliehren würde.Sie nehmen den Islam sehr ernst.
Wir wollen unbedingt Heiraten,weil wir auch zusammen leben wollen und eine kleine Familie gründen wollen.Aber seine Eltern sind absolut dagegen,sie wollen das ich moslem werde.Aber für mich kommt das garnicht in frage,ich liebe ihn sehr, aber ich liebe Gott viel mehrund kann meinen Glauben nicht wechseln!
Seine Eltern sind schon sehr alt und krank;sein Vater hat gesagt das er ihn umbringt wenn er christ wird und mich heiratet.
Wir wissen einfach nicht weiter!
Betet dafür, dass euch der Heilige Geist eine Lösung für beide Parteien bietet.
Dann lasst es lieber noch mit dem heiraten, kümmer dich mit ihm um seine Eltern, denn wenn sie schon so alt sind und krank, brauchen sie Hilfe.
Aber ich weiß es nicht ob das jetzt ein guter Ratschlag war, vielleicht solltet ihr Ihnen gedanklich ihre Schuld vergeben und für sie beten und sie segnen.
Liebe Nadine,

erst mal herzlich willkommen hier im Forum

Nun zu deinem /eurem Problem: Wenn seine Eltern den Islam wirklich ernst nehmen, dann dürfte es für sie eigentlich kein Problem sein, wenn er dich heiratet. Denn als Moslem darf er eine Christin heiraten. Nur umgekehrt ginge das nicht.
Allerdings müsstet ihr dann rein theoretisch eure Kinder im islamischen Glauben erziehen.

Das mit dem Beten halte ich auch für eine sehr sinnvolle Idee, und dass ihr seinen Eltern beweist, dass ihr ein starkes Paar zusammen seid, dass ihr euer Leben gemeinsam meistern könnt, und dass du eine Bereicherung für seine Familie wärst.

Es ist natürlich nicht schön, wenn eine junge Beziehung gleich mal mit Prüfungen beginnt. Allerdings können solche Prüfungen eine Beziehung auch sehr stärken, und man bekommt einen Vorgeschmack darauf, dass man gemeinsam einfach alles schaffen kann.

Eine weitere Variante wäre, dass ihr euch gemeinsam auf die Suche nach einem passenden Glauben für euch beide macht, wenn er sich allerdings zum Christentum bekennen will / es schon getan hat, dann habt ihr ja eigentlich schon einen gemeinsamen Glauben gefunden. Nur dass es wahrscheinlich unmöglich sein wird, das seinen Eltern klar zu machen.

Ich wünsche euch auf jeden Fall viel Kraft und Liebe für eure gemeinsame Zukunft, alles Liebe,
Riki
Korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege: Aber das Christentum und auch der Islam haben den gleichen Gott? Nur die Auslegung des Glaubens wird (teilweise) anders praktiziert?

Wenn dem so ist und du Gott mehr liebst als deinen Mann (was ich ziemlich ähm ... bizarr finde) ehrst du ihn doch egal welche Religion du praktizierst? Und brauchst du überhaupt eine Religion um Beistand von Gott zu erhalten? Oder hängst du nicht an Gott sondern deiner Religion? In dem Falle verhälst du dich gleich (natürlich nicht so drastisch wie der Vater deines Mannes) wie seine Eltern. Denk mal darüber nach ...
luschn hat folgendes geschrieben:
Korrigiert mich bitte wenn ich falsch liege: Aber das Christentum und auch der Islam haben den gleichen Gott? Nur die Auslegung des Glaubens wird (teilweise) anders praktiziert?


Beide Religionen beten den einen Gott an - sind also monotheistisch.

Die Gottesbilder unterscheiden sich aber fundamental.

Christen glauben, dass Gott sich so sehr mit seinem Geschöpf Mensch identifiziert, dass er in Jesus Christus selbst Gestalt angenommen hat, um uns hier in dieser Welt nahe zu sein.

Im Islam ist das Gottesbild dergestalt, dass Gott absolut transzendent und von seiner Schöpfung vollständig getrennt ist. Es gibt daher kein "Bindeglied" zwischen Gott und Mensch. Es gibt Propheten, die etwas über Gottes Willen offenbaren, aber Gott nimmt keine personale Gestalt in dieser Schöpfung an.

Daraus resultieren zwei unterschiedliche Grundhaltungen, die der Mensch gegenüber Gott einnimmt:

Im Christentum ist die Gottesbeziehung Wesentlich durch die "Sohnschaft" geprägt, durch das von Gott völlig unverdient geschenkte Privileg Gott "Papa" zu nennen zu dürfen. Es ist also ein sehr nahes - durch Jesus Christus im wahrsten Sinne "begreifbar" gemachtes - Gottesbild.

Im Islam ist dagegen der Mensch bloßer "Diener Gottes" und hat sich primär seinem Willen zu unterwerfen, der durch Propheten verkündet wird.
Liebe Nadine777,

herzlichst Willkommen in Deiner großen Prüfung !

Diese Welt ist ein einziger Prüfungssaal und nun wirst Du gemäß Deiner Kapazitäten auch von Gott geprüft.

Ich habe als Bahá'i mit islamischem Ursprung exakt das selbe Problem wie Du und Dein Freund.

Das wird jetzt ein sehr langer Prozess, dem Du mit höchster Geduld entgegenstehen musst. Ihr müsst dem Vater Deines Freundes Verse aus dem Koran zeigen, wo die Religions und Gewissensfreiheit verzeichnet ist. Ja, die gibt es tatsächlich !

Darauf aufbauend müsst ihr ihm mit großer Liebe begegnen und ihm versichern, dass dieser Schritt keinesfalls bedeutet, dass der Sohn nun die Familie verratet und verlässt.

LG
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"Live long and prosper!"
HalloNadine ,

ich glaube das du im Islamonlinechat hilfe bekommen könntest.
Die Gesprächspartner haben sich auf solche Problematiken spezialisiert.


Viel Erfolg
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