Das Vaterunser


akasha hat folgendes geschrieben:
"nicht wirklich etwas mit Erlösung vom Bösen zu tun sondern bedeutet eher:

Laß oberflächliche Dinge uns nicht irreführen, sondern befreie uns von dem, was uns zurückhält. "

Na endlich eine richtige Ueberetzung!

Statt diese Menschen Angst und Schrecken streuende Gedanken Samen,
von dem Bösen und Schlechten Menschenkindern ihren Taten und Werken überall zu verbreiten , laufen wir Gefahr
mit so einem Glauben, andere auch so zu sehen und behandeln,

durch solche Reden, Lesen, Be-Schreiben , dagegen Kämpfen, sich Fürchten , Unterdrücken, und andere dessen Beschuldigen
ist das, was Menschenkinder zuletzt wirklich Böse macht-

durch selbsterfüllende selbsterschaffene , Gedanken, die dann so zum Leben erwachenund sich erfüllen.

Wenn ich Glaube das du Böse bist - werde ich mit dir streng und ablehnend sein
überal mich gegen dich beschweren,dich bekämpfen, deine Kinder fertig machen, Sie und dich hassen,
nimmt mich Wunder was werde ich, zurückgespeigelt und zurückgestrahlt bekommen?


Es hilft nicht, das eigene Böse zu ignorieren.

Und ich meine damit auch nicht, dass ich sage: du bist böse (ist doch lustig, dass du das Böse zuerst im anderen erkennst...), sondern ich meinte damit: ich bin böse.

Da ist es zu suchen, im anderen gerade nicht. Aber in jedem Konflikt, den ich mit anderen habe und in dem ich einen anderen als böse empfinde, könnte ich die Projektion meines Bösen erkennen, wenn ich es denn wirklich will.
Burkl hat folgendes geschrieben:
akasha hat folgendes geschrieben:
Wenn ich Glaube das du Böse bist - werde ich mit dir streng und ablehnend sein


Im Gegenteil - Wenn ich glaube ,dass du und ich gut sind, dann bringe ich uns beide weiter weg von Gott und nicht näher. Wir sind alle schlechte Christen oder sonstige Gläubige und keineswegs gut.

"Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Lehrer, was muss ich getan haben, um ewiges Leben zu erben? Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, Gott."
(Lukas 18:18+19)

Sich für gut zu halten ist die größte Illusion des Bösen, der wir erliegen können. Wir sind zwar dazu fähig das Gute zu tun - es ist aber ständiger Kampf und Anstrengung. Sich aus diesem Kampf herauszunehmen mit dem Argument "eigentlich sind wir eh ganz OK" mag zwar verlockend sein, führt aber nicht zu Gott sondern zum Bösen.


Nun ja, das ist sehr streng gedacht. Ich finde schon, dass man zu einer Ehrlichkeit gegenüber sich selbst kommen kann und unterscheiden kann in den jeweiligen Situationen, ob man nun besser oder schlechter gehandelt hat.
Das Wichtige ist in jedem Fall, sich zu betrachten und im Bezug auf Gott können wir niemals Sein/Ihr Gutsein erreichen, aber es ist ja auch beruhigend, dass da immer wer über uns ist und wir weiter lernen können- und uns auch fallen lassen dürfen.

Uns aber als nur schlecht zu empfinden, halte ich auch für einen Fehler, denn immerhin sind wir wachsend in der Liebe und im Gut-Sein- da darf man auch stolz sein, wenn man was geschafft hat.

Die objektive Realität zu erkennen, halte ich da für richtig. Uns von außen betrachten zu können und uns selbst so sehen zu lernen, wie Gott uns sieht, in allem, was wir tun und fühlen und denken.

Uns für zu schlecht oder für zu gut zu halten, uns also in Illusionen über uns selbst zu wiegen, halte ich für den Fehler.

Und wenn ich mir bewusst mache, dass Gott eine ungeteilte Aufmerksamkeit zu mir hegt, dann erkenne ich, dass ich da noch weit davon entfernt bin. Aber wenn ich mich mit einem Terrorist vergleiche, dann weiß ich, dass ich weiter bin in meiner Charakterbildung und weniger Hass und Gewalt bin als dieser.

Verstehst du, wie ich es meine?
Soraja hat folgendes geschrieben:

Uns aber als nur schlecht zu empfinden, halte ich auch für einen Fehler, denn immerhin sind wir wachsend in der Liebe und im Gut-Sein- da darf man auch stolz sein, wenn man was geschafft hat.


Ich sage nicht, dass der Mensch nur schlecht ist. Aber die Fähigkeit zum Bösen gehört zutiefst zu seinem Wesen dazu.

Ja natürlich - wir können uns freuen, wenn wir die Früchte unserer guten Werke sehen, wenn uns dank Gottes Hilfe Großes gelingt und wir innerlich freier werden, bewusster leben und lieben. Die Dankbarkeit über diese Freude und dieses Glück ist selbstverständlich legitim.

Aber Stolz sein auf unser Gutsein? Das kann zur Überheblichkeit und Blindheit führen. Vor so einer Einstellung, die menschlich nur zu verständlich ist, warnt Jesus ausdrücklich und scharf. Er holt die Jünger ganz drastisch auf den Erdboden zurück, sie sollen sich als "unnütze Sklaven" fühlen, wenn sie Gottes Willen entsprechen.

"Wenn einer von euch einen Sklaven hat, der pflügt oder das Vieh hütet, wird er etwa zu ihm, wenn er vom Feld kommt, sagen: Nimm gleich Platz zum Essen?
Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Mach mir etwas zu essen, gürte dich und bediene mich; wenn ich gegessen und getrunken habe, kannst auch du essen und trinken.
Bedankt er sich etwa bei dem Sklaven, weil er getan hat, was ihm befohlen wurde?
So soll es auch bei euch sein: Wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen wurde, sollt ihr sagen: Wir sind unnütze Sklaven; wir haben nur unsere Schuldigkeit getan." (Lk 17,7-10)
Da muss man einfach aufpassen.

Echte Liebe befindet sich genau zwischen Selbsterniedrigung und Selbsterhöhung.
Auch wenn das ein sehr schmaler Grad ist...
"Es hilft nicht, das eigene Böse zu ignorieren.

"

Liebe Soraya was du Böse nennst, nenne ich
Schwächen.
Die aus Unwisenheit,Unfehigkeit, Angst und allen Ihren entsrechenden "Kindern" entsteht.
Und statt sich und andere deshalb abzulehnen
es ist wichtig anzuerkennen-
nicht der Kampf ists,
das Böse, Unwisenheit Schwächen und Fehler korrigiert-sondern die
Erkenntnis und Liebe die man denen entgegen bringt.
Das ist einzige Waffe: positive Reaktionen, Bilder , Glaube und Gedanken,
die all das mit der Zeit zu
Verschwinden bringt. Und manche sind leider Hoffnungslosen Fälle..die können wir getrost Gott überlassen.
Ich befürworte auch die Ablehnung nicht.
Ganz im Gegenteil- es ist gerade der Weg, unsere Ablehnung zu überwinden- da geb ich dir ganz recht.

Aber es ist eben notwendig, dass wir unsere eigene Ablehnung gegenüber anderen oder der Welt erst mal mit bekommen.
Das merkt man einfach lange nicht, denn das projizieren ist eine solche Gewohnheit, dass man nicht merkt, wie oft man etwas Negatives tut oder denkt.
Burkel Zitat:

"Aber die Fähigkeit zum Bösen gehört zutiefst zu seinem Wesen dazu"

Einverstanden, und deshalb leiden wir alle, weil wir ständig hin und her gerissen werden, kämpfen streiten,
zwischen diesen beiden Glaubensbildern von
Gut und Böse.
Ist Tag gut und Nacht schlecht?
Ist nur Bewegung erlaubt und Stille daneben?
Ist nur der Mann Gut und Frau schlecht?
Ist Einatmen besser als Ausatmen?
Verstand gegen Gefühl?
Immer voll und nie leer?
Ist Osten schlechter als Westen?
Weiss Gut Schwarz Böse
und so könnt ich echt unendlich weiter fahren..
die Welt zu Trennen,spalten, einteilen, in Gut
oder Böse
aber das will ich nicht so für mich haben
weil ich erkannt habe
das nur dieser Ungeichgewicht die Ungereichtigkeit oder viel zu viel von einem und zu wenig vom anderen, das ist
das alles aus dem "Rahmen bricht",

aus der Gerechtigkeit und Harmonie raus,
in den Abgrund des leides vom Gutt und Böse
Denken und einseitigem Leben.
akasha hat folgendes geschrieben:
Gut und Böse.
Ist Tag gut und Nacht schlecht?
Ist nur Bewegung erlaubt und Stille daneben?
Ist nur der Mann Gut und Frau schlecht?
Ist Einatmen besser als Ausatmen?
Verstand gegen Gefühl?
Immer voll und nie leer?
Ist Osten schlechter als Westen?
Weiss Gut Schwarz Böse


Ich kann deine Argumentation überhaupt nicht nachvollziehen - nicht einmal ansatzweise.

Gut und Böse sind nach christlichem Verständnis kein sich ergänzendes Gegensatzpaar. Das wäre eine verheerende Vorstellung, da ja so dem Bösen eine wichtige und eigentlich "gute" Funktion zukommen würde.

Das Gute kann sehr wohl ohne das Böse sein - umgekehrt geht das aber nicht: Das Böse ist nichts Selbstständiges - es ist lediglich die Negation des Guten, also die Verneinung dessen, das etwas von Gott Geschaffenes da ist.

Die Welt ist von Gott gut gedacht und gut gemacht. Die Freiheit der von ihm geschaffenen freien Wesen bedingt auch die Möglichkeit der Ablehnung ihres von Gott Geschaffenseins - daraus geht das Böse hervor. Die Existenz des Bösen ist aber keineswegs "notwendig" für das Gute, sondern im Gegenteil - die größte Katastrophe und das größte Übel dieser Schöpfung.
Burkl hat folgendes geschrieben:

Gut und Böse sind nach christlichem Verständnis kein sich ergänzendes Gegensatzpaar.

Doch.
Zitat:
Das wäre eine verheerende Vorstellung, da ja so dem Bösen eine wichtige und eigentlich "gute" Funktion zukommen würde.

Genauso ist es. Damit hört auch die Ablehnung des Bösen auf, denn das Böse ist dazu da, das Gute zu vermehren und beide sind göttlich.


Zitat:
Das Gute kann sehr wohl ohne das Böse sein

Nein, denn dann ist es unbeweglich und somit tot, aber tot gibt es nicht.

Zitat:
umgekehrt geht das aber nicht: Das Böse ist nichts Selbstständiges - es ist lediglich die Negation des Guten, also die Verneinung dessen, das etwas von Gott Geschaffenes da ist.

Es braucht die Verneinung für die Bejahung, sonst gibt es keinen Energiefluss.
Du würdest ja in der Elektrizität auch nicht den Minuspol leugnen wollen- denn ohne Minuspol fließt kein Strom.

Das ist mit der Liebe auch so.
Bloß der, der die Wahrheit angenommen hat, leugnet seinen und im allgemeinen den Minuspol nicht mehr, sondern anerkennt ihn als notwendig an, damit Leben existiert.

Und setzt dann den Minuspol nur noch bewusst ein, um Liebe zu vermehren:
Minus mal Minus ist Plus.

Der den Minuspol anerkannt hat und nicht mehr ablehnt, setzt ihn für das Vermehren von Liebe ein, nicht für das Verringern. So wie Gott das tut.

Zitat:
Die Welt ist von Gott gut gedacht und gut gemacht.

Deshalb setzt Er ja auch Plus und Minus immer so ein, dass eine Weiterentwicklung in Richtung Liebe für alle seine Geschöpfe gegeben ist.

Zitat:
Die Existenz des Bösen ist aber keineswegs "notwendig" für das Gute, sondern im Gegenteil - die größte Katastrophe und das größte Übel dieser Schöpfung.

Tja burkl, da bist du auf dem typisch christlichen Holzweg und hast noch nicht verstanden, dass alles gut so ist, wie es ist und nichts jemals anders war, als Gott es gewollt hat. Und bereits vollkommen ist.

Und damit verleugnest du Gottes Vollkommenheit und kritisierst Gott- und das ganz schamlos, was?
Jesus zeigt uns mit dem "Vater unser" nicht was wir beten sollen, sondern wie, mit welch inneren Einstellung, Empfindung, wir beten sollen.

"Zu uns komme Dein Reich", ist keine Bitte, sondern ein Gelöbnis.
Ein Gelöbnis derart, dass ich mich bereit erkläre GOTTESgesetze auf Erden zu leben.

"Dein Wille gesche im Himmel wie auch auf Erden"

Deine Gesetze gelten im Himmel wie auch auf Erden. Diese erkenne ich an und bemühe mich sie zu finden und zu leben.


"Und führe uns nicht in Versuchung"

Das Wort "Versuchung" ist ein unglücklicher Begriff und aus einigen Bibeln auch schon herausgenommen worden. Z.B. aus der "Bibel im heutigen Deutsch"
GOTT versucht niemanden, denn es könnte mit Schaden für den Versuchten verbunden sein. Niemals würde GOTT uns Schaden zu fügen.
Wenn wir Schaden nehmen ist es die Ernte unserer Saat. (Gesetz der Wechselwirkung. Gal.6.7)
Gemeint ist: Lass uns nicht falsche Werge gehen. Nicht die Zeit vergeuden, vertrödeln, etc.

Die Worte: "...sondern erlöse uns von dem Übel"
bestätigen das.

"Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Amen"

Ein jubelndes Bekenntnis des Sichgeborgenfühlens in der Allmacht GOTTES bei Erfüllung alles dessen, was die Seele als Gelöbnis IHM in dem Gebet zu Füssen legt.


Gedeutet wurde mir das "Vater Unser" (und die 10 Gebote) von
Abd-Ru-Shin
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"Was immer wir auch tun, tun wir es aus Liebe."
"Wer sich nicht bewegt spürt seine Ketten nicht!"