Christin in Pakistan zum Tod verurteilt


Die tragische Geschichte von Asia Bibi beginnt im Juni letzten Jahres. Die bekennende Christin und fünffache Mutter arbeitet gemeinsam mit anderen Frauen auf dem Feld, als sie gebeten wird, Wasser zu holen. Doch die anderen Tagelöhnerinnen weigern sich, es zu trinken. Das Wasser sei unrein, da es von einer Christin gereicht wurde. Darauf soll Bibi, deren Alter mit 45 Jahren angegeben wird, eine abfällige Bemerkung über Mohammed gemacht haben.

http://diepresse.com/home/panorama/.....kistan-zum-Tod-verurteilt
Vielleicht wird sie begnadigt
http://www.shortnews.de/id/863041/P.....ode-verurteilter-Christin
Zitat:
In Pakistan haben ca. 250 Demonstranten gegen eine eventuelle Begnadigung der zu Tode verurteilten Christin, Asia Bibi, demonstriert. Die Muslime pochen auf die Einhaltung des Blasphemiegesetz.

- es wäre ihr zu wünschen. Allerdings auch, daß sie ein Land verlassen sollte in dem maßlose Härte der Regelfall ist....
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Der Blick reicht immer nur bis zur nächsten Wegbiegung.
dtrainer hat folgendes geschrieben:
Allerdings auch, daß sie ein Land verlassen sollte in dem maßlose Härte der Regelfall ist....


Härte und Grausamkeit gegen Christen und auch andere religiöse Minderheiten. Das ist leider an der Tagesordnung in sehr vielen islamischen Ländern.

Dass das alles überhaupt nichts mit dem Islam als Religion zu tun hat - es wäre schon, wenn es stimmt...

Es fällt mir allerdings persönlich mittlerweile sehr schwer das zu glauben!
Es hat indirekt mit dem Islam zu tun. Die Prediger, ob sie nun Mullahs oder Imame heißen, lehren einen kriegerischen, aggressiven Islam - und können sich darauf verlassen daß die Gläubigen nicht im Koran nachschlagen um ihre Aussagen zu überprüfen.
So gilt auch daß der Koran nur in arabisch akzeptabel ist - auch in Ländern in denen arabisch nicht die Landessprache ist. Vergleiche die Situation in Europa, bis Luther die Bibel übersetzte.
So ist z.B. auffällig daß die Steinigung, die gut 1000 Jahre lang nie vollstreckt wurde, unter dem fanatischen Regime im Iran wieder eingeführt wurde.
Das ist das Werk von Klerikern, die sich als politische Partei sehen und nicht mehr als Diener der Gläubigen...
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dtrainer hat folgendes geschrieben:
Es hat indirekt mit dem Islam zu tun. Die Prediger, ob sie nun Mullahs oder Imame heißen, lehren einen kriegerischen, aggressiven Islam - und können sich darauf verlassen daß die Gläubigen nicht im Koran nachschlagen um ihre Aussagen zu überprüfen.
So gilt auch daß der Koran nur in arabisch akzeptabel ist - auch in Ländern in denen arabisch nicht die Landessprache ist. Vergleiche die Situation in Europa, bis Luther die Bibel übersetzte.
So ist z.B. auffällig daß die Steinigung, die gut 1000 Jahre lang nie vollstreckt wurde, unter dem fanatischen Regime im Iran wieder eingeführt wurde.
Das ist das Werk von Klerikern, die sich als politische Partei sehen und nicht mehr als Diener der Gläubigen...


Aber diesen "kriegerischen, aggressiven" Islam - den können die Gelehrten und Mullahs doch recht "bequem" koranisch und mit Hadithen rechtfertigen?

Oder würdest du sagen es werden ausschließlich missbräuchlich Zitate verdreht?
Mit dem Koran ist das nicht zu rechtfertigen, und Hadithe sind nach Mohammed gar nicht von Bedeutung: "Islam ist der Koran, sonst nichts"
Du kannst auch die Bibel mißbrauchen indem du einige wenige Zitate ständig verwendest, den Kontext aber außen vor läßt. Das funktioniert bestens, wenn deine Zuhörer sich nie die Mühe machen, deine Aussagen anhand der Schrift zu überprüfen.
Es ist halt Zeit für die "selbstständige Suche nach Wahrheit" laut Baha'u'llah. Für uns in Europa klingt das selbstverständlich, aber in anderen Regionen ist das revolutionär - und notwendig.
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dtrainer hat folgendes geschrieben:
"Islam ist der Koran, sonst nichts"


Das ist aber sicherlich nicht "Mainstream" der Theologie im Islam. Die Tradition des Propheten spiel als Sekundärquelle eine immens wichtige Rolle.

Ich persönlich sehe es auch als Problem des Islams an, dass es keine allgemein (oder zumindest von einem Großteil der Gläubigen) anerkannte in Auslegungsfragen verbindlich letztentscheidungsbefugte religiöse Autorität gibt.

Jeder selbsternannte Religionsgelehrte kann da irgendwelche Fatwas produzieren.

Irgendwie verliert die Religion so mit der Zeit die Konturen. Es wird im Einzelfall oft beliebig und willkürlich, wie etwas religiös eingestuft wird. Am Ende gibt es dann im Islam zu so gut wie jedem Thema unterschiedlichste Meinungen. Jeder Gelehrte sucht sich die aus, die ihm gerade in den Kram passt oder erfindet eine selbst neue Fatwa. So ist Willkür Tür und Tor geöffnet.
Burkl hat folgendes geschrieben:
dtrainer hat folgendes geschrieben:
"Islam ist der Koran, sonst nichts"


Ich persönlich sehe es auch als Problem des Islams an, dass es keine allgemein (oder zumindest von einem Großteil der Gläubigen) anerkannte in Auslegungsfragen verbindlich letztentscheidungsbefugte religiöse Autorität gibt.

Jeder selbsternannte Religionsgelehrte kann da irgendwelche Fatwas produzieren.

Irgendwie verliert die Religion so mit der Zeit die Konturen. Es wird im Einzelfall oft beliebig und willkürlich, wie etwas religiös eingestuft wird. Am Ende gibt es dann im Islam zu so gut wie jedem Thema unterschiedlichste Meinungen. Jeder Gelehrte sucht sich die aus, die ihm gerade in den Kram passt oder erfindet eine selbst neue Fatwa. So ist Willkür Tür und Tor geöffnet.

Ganz genau. Theologie ist ohnehin fragwürdig, und wenn es etliche Abspaltungen einer Hochreligion gibt, führt sie dazu daß du dir die Auslegung die dir gefällt, aussuchen kannst.
Genau das passiert derzeit dem Islam - darauf können Extremisten ihr Süppchen kochen.
Aber anstatt daß sie dem Islam damit mehr Geltung verschaffen würden, zerstören sie ihn.
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dtrainer hat folgendes geschrieben:
Theologie ist ohnehin fragwürdig, und wenn es etliche Abspaltungen einer Hochreligion gibt, führt sie dazu daß du dir die Auslegung die dir gefällt, aussuchen kannst.


Generalisieren würde ich diese Aussage nicht. Es braucht in einer Hochreligion auch eine "gesunde" Theologie, die den Glauben geistig-intellektuell durchdringt.

Die einzige Aufgabe aller Theologie ist es aber, dem gelebten tiefen und einfachen Glauben der ganz "normalen" Gläubigen zu dienen. Seriöse Theologie ist eine Theologie, die dem Glauben dient und nicht eine, die ihn konkurrenziert und verfälscht.

Als Vorbild kann hier der heilige Thomas von Aquin dienen, der brillanteste christliche Denker des Mittelalters. Er hat seine höchsten theologischen Spekulationen am Ende daraufhin geprüft, ob die "vetula" - das alte einfache gläubige Mütterchen ohne jede Bildung - nach dem Ergebnis dieser Überlegungen leben würde - und wenn das nicht zutraf, hat er diese Überlegungen verworfen.
Naja Burkl, frag dich mal was heute den Zusammenschluß christlicher Kirchen verhindert, wenn nicht deren Theologen...da man ja von der gleichen Lehre ausgeht, kann es daran ja nicht liegen.
Nur, es gibt halt eine katholische Theologie, eine evangelische, Calvinistische, orthodoxe...usw.
Man sollte es jedem Gläubigen überlassen, wie er die Inhalte einer Offenbarung versteht und nicht eine Lehrmeinung vorgeben - als gäbe es nur eine einzige richtige Auslegung.
Gottes Wort enthält viele verborgene Weisheiten. Jeder wird eine Andare darin entdecken, und das war wohl auch die Absicht des Einen.
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