Joh. 8,23 - Was ist genau gemeint?


Zitat:
Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. (Joh 8,23)


Was meint Jesus hier wohl genau, wenn Er sagt "ihr seid von unten her"?
Sind wir nicht alle von Gott erschaffen, mit Seinem Odem beseelt?
Das heißt doch, dass unsere Seelen auch von Gott kommen. Warum sind wir dann nicht auch 'von oben her'?

Mache ich einen Denkfehler?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben her; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt. (Joh 8,23)


Was meint Jesus hier wohl genau, wenn Er sagt "ihr seid von unten her"?
Sind wir nicht alle von Gott erschaffen, mit Seinem Odem beseelt?
Das heißt doch, dass unsere Seelen auch von Gott kommen. Warum sind wir dann nicht auch 'von oben her'?

Mache ich einen Denkfehler?


Ich denke um diesen Vers zu verstehen muss man ihn in seinem Kontext (Joh 8,21-30) lesen. Erst einmal spricht dort Jesus zu "den Juden", was im Johannesevangelium immer ein Zeichen dafür ist, dass diese Leute nicht an Jesus göttliche Sendung glaubten. (22) Es ist sogar klar gesagt, dass diese Leute nicht begriffen. (27) Und diesen sagt er nun, dass sie an ihren Sünden sterben werden und das es viel über sie zu urteilen gäbe. (24, 26) Ich denke hier zeigt sich doch recht klar die Gottesferne dieser Menschen. Und wer von Gott gern ist klammert sich an diese Welt (23) und kann natürlich nicht die ewige Welt sehen und auch nicht in Gottes Gegenwart sein (21, 27). Diese Symbolik: Leben gleich Gotteserkenntnis und Tod gleich Gottesferne und Sünde findet sich, so behaupte ich, bei allen Manifestationen Gottes.
Ich glaube, er meinte da etwas anders, nämlich aus der Sicht dessen, der direkt aus dem Göttlichen Feld kommt - im Vergleich zu all denjenigen, die ganz tief in die 3D gesunken sind und im Kreis der Wiedergeburten "von unten her" aufsteigen.
Denn natürlich kommen wir alle aus dem göttlichen Feld. Aber die Bewegung ist zu seinem Zeitpunkt (und zu unserem heutigen auch) eine entgegengesetzte.
Eranos hat folgendes geschrieben:
Ich glaube, er meinte da etwas anders, nämlich aus der Sicht dessen, der direkt aus dem Göttlichen Feld kommt - im Vergleich zu all denjenigen, die ganz tief in die 3D gesunken sind und im Kreis der Wiedergeburten "von unten her" aufsteigen.
Denn natürlich kommen wir alle aus dem göttlichen Feld. Aber die Bewegung ist zu seinem Zeitpunkt (und zu unserem heutigen auch) eine entgegengesetzte.


Es gibt im Neuen Testament keine zyklische Reinkarnationslehre. Nach "oben" geht es zu Gott und zur Erlösung, nicht zyklisch, sondern direkt.
Zitat:
Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt


Ich verstehe den Punkt nicht, dass wir von dieser Welt sein sollen, obwohl unsere Seelen ja auch von Gott erschaffen werden.

Die Vorstellung, dass Gott ununterbrochen Seelen erschafft, bereitet mir auch Probleme - es muss dann ja schon Billiarden Seelen geben, und es ist kein Ende abzusehen. Wenn man sich vorstellt, dass es auf anderen Planeten auch Leben gibt - dann ist das unermesslich, übersteigt unsere Vorstellungskraft.
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt


Ich verstehe den Punkt nicht, dass wir von dieser Welt sein sollen, obwohl unsere Seelen ja auch von Gott erschaffen werden.

Die Vorstellung, dass Gott ununterbrochen Seelen erschafft, bereitet mir auch Probleme - es muss dann ja schon Billiarden Seelen geben, und es ist kein Ende abzusehen. Wenn man sich vorstellt, dass es auf anderen Planeten auch Leben gibt - dann ist das unermesslich, übersteigt unsere Vorstellungskraft.


Eben das generelle wir ist hier schlicht falsch. Jesus spricht da zu einem bestimmten Kreis von Adressaten. (Siehe meinen vorletzten Post dazu.)

Was ist daran problematisch, dass Gott viel macht? Immerhin ist er doch allmächtig!
Tobias hat folgendes geschrieben:
Was ist daran problematisch, dass Gott viel macht?


Mit unseren begrenzten Vorstellungen ist es schwierig zu verstehen, dass das Jenseits unendlich ist. Man denkt: wenn ewig weiter Seelen erschaffen werden, wo sollen sie alle Platz finden?
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten
Minou hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt


Ich verstehe den Punkt nicht, dass wir von dieser Welt sein sollen, obwohl unsere Seelen ja auch von Gott erschaffen werden.

Die Vorstellung, dass Gott ununterbrochen Seelen erschafft, bereitet mir auch Probleme - es muss dann ja schon Billiarden Seelen geben, und es ist kein Ende abzusehen. Wenn man sich vorstellt, dass es auf anderen Planeten auch Leben gibt - dann ist das unermesslich, übersteigt unsere Vorstellungskraft.


Liebe Minou,

nur auf die Schnelle. Jesus macht in dem von Dir genannten Vers keine generelle Aussage über die Herkunft des Menschen.

Weiter vorn im Kapitel 17 sagt Jesus:

Zitat:
Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. 15 Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. 16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.


Es hat etwas mit der Gesinnung des Menschen zu tun, wes "Geistes Kind" wir sind sozusagen. Wer Jesu Wort annimmt ist nicht mehr Teil dieser Welt sondern weiß von seiner wahren Heimat im Himmel.

Im Brief an die Philipper schreibt Paulus:
Zitat:
Denn viele wandeln, von denen ich euch oft gesagt habe, nun aber auch mit Weinen sage, <dass sie> die Feinde des Kreuzes Christi <sind>; 19 deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Irdische sinnen. 20 Denn unser Bürgerrecht ist in <den> Himmeln, von woher wir auch <den> Herrn Jesus Christus als Retter erwarten, 21 der unseren Leib der Niedrigkeit umgestalten wird <und> seinem Leib der Herrlichkeit gleichförmig <machen wird>, nach der wirksamen Kraft, mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen.


Lieber Gruß
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Mara-Devi hat folgendes geschrieben:
Minou hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt


Ich verstehe den Punkt nicht, dass wir von dieser Welt sein sollen, obwohl unsere Seelen ja auch von Gott erschaffen werden.

Die Vorstellung, dass Gott ununterbrochen Seelen erschafft, bereitet mir auch Probleme - es muss dann ja schon Billiarden Seelen geben, und es ist kein Ende abzusehen. Wenn man sich vorstellt, dass es auf anderen Planeten auch Leben gibt - dann ist das unermesslich, übersteigt unsere Vorstellungskraft.


Liebe Minou,

nur auf die Schnelle. Jesus macht in dem von Dir genannten Vers keine generelle Aussage über die Herkunft des Menschen.

Weiter vorn im Kapitel 17 sagt Jesus:

Zitat:
Ich habe ihnen dein Wort gegeben und die Welt hat sie gehasst; denn sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin. 15 Ich bitte dich nicht, dass du sie aus der Welt nimmst, sondern dass du sie bewahrst vor dem Bösen. 16 Sie sind nicht von der Welt, wie auch ich nicht von der Welt bin.


Es hat etwas mit der Gesinnung des Menschen zu tun, wes "Geistes Kind" wir sind sozusagen. Wer Jesu Wort annimmt ist nicht mehr Teil dieser Welt sondern weiß von seiner wahren Heimat im Himmel.


Völlig richtig. In meinem ersten Post in diesem Thema habe ich dargestellt, dass sogar innerhalb der Perikope erklärt wird wen Jesus anspricht und das ist eine bestimmte Personengruppe und nicht die gesamte Menschheit.
Liebe Mara und Tobias,

vielen Dank! Die Stelle ist mir jetzt klar.

LG!
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»Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt«
Dies ist das höchste und größte Gebot.
Das andere aber ist dem gleich: »Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst«.
In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten

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