Joh. 8,23 - Was ist genau gemeint?


Burkl hat folgendes geschrieben:
DIE objektive und absolute Wahrheit gibt es im christlichen Glauben - nämlich Gott. Und der ist transzendent und für uns mit unseren Sinnen nicht erfassbar. Seine Existenz ist auf Grund der menschlichen Vernunft "erahnbar", aber es kann über ihn nichts ausgesagt werden, wenn er sich nicht hier in der irdischen Welt mitteilt (=offenbart).
Das ist pure Theologie - so wahrheitsfremd wie nur sonstwas sein kann.
Voller Dogmen sind solche Aussagen - wie sagten nur die Demo-Studenten: "Muff von 1000 Jahren..."
Ein Kartenhaus, mein Lieber. Du lebst in der 3D und willst sagen können, was in 9D ist... ist das nicht lächerlich?
Zitat:
Wir Christen glauben, dass Gott auf Grund seiner Liebe und Barmherzigkeit nicht "nur" etwas über sich (=durch Propheten, Gesandte, Manifestationen etc.) sondern auch sich selbst - sein Wesen - für uns Menschen offenbaren wollte. Gott wollte sozusagen für uns so gut als möglich "begreifbar" im wahrsten Sinne des Wortes werden.
Hör auf mit diesem katholischen und theologischen Allein-Wirklichkeits-Anspruch "wir Christen" - sprich doch von dir selbst, es gibt sehr Viele, die sich selbst als Christen sehen, aber ganz anders denken und glauben. Auch hier im Forum.
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Ich Bin was ich wähle zu sein
Lieber Eranos,

Bist du sicher, dass du Christ bist, wenn du Jesus Christus nicht als den einzigen von Gott selbst geebneten Weg zu seiner Wahrheit und zum ewigen Leben siehst?

Zitat:
Ein Kartenhaus, mein Lieber. Du lebst in der 3D und willst sagen können, was in 9D ist... ist das nicht lächerlich?


Auch du kannst einem Blinden den Anblick einer Blumenwiese im Frühling an Hand der Sprache der Gerüche näher bringen, obwohl ihm die visuelle Dimension nicht offensteht. Was wir schon können kann Gott erst recht und noch dazu vollkommen. Gott erklärt uns in Jesus Christus anhand unsere Sinnessprache in "3D", wie sein "9D" aussieht.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Deshalb orientiere ich mich als Christin am "Urchristentum" des 1. Jh.
Außerdem bin ich mir ganz sicher, dass vor Gott keine Kirchenzugehörigkeit oder irgendwelche Glaubensbekenntnisse zählen. Es kommt darauf an, was wir in unserem Leben getan haben.


Der "mystische Leib Christi" ist sozusagen die menschliche Gemeinde, deren Eckstein Christus ist, und an die das Heilswirken Christi gebunden ist. Das wissen wir schon aus der Bibel.

Die Frage, die letzlich nicht eindeutig beantwortet werden kann weil es nur Gott weiß ist, was an Kirchen und kirchlichen Gemeinden als Teil dieses mystischen Leibes Christi angesehen werden kann und was nicht.

Ich denke die inhaltliche Anerkennung der ersten Konzile und Kirchenväter wird man wohl als einen Grundkonsens der Glaubensfundamente voraussetzen müssen, um von "Christentum" sprechen zu können:

Das, was in den Bekenntnissen der vier ersten und bedeutendsten Kirchensynoden von Nicäa, Konstantinopel, Ephesus und Chalcedon, sowie im Bekenntnis des seligen Athanasius und allen ähnlichen Bekenntnissen über das Geheimnis der Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus nach der Heiligen Schrift festgestellt und enthalten ist.

Wer sich außerhalb dieser Lehren stellt ist, zumindest glaube ich das, nicht als "Christ" zu bezeichnen.



Lieber Bruder

wenn Du durch Deine röm-katholische Dogmen-Brille nicht sehen kannst, dass noch andere Geschwister im "mystischen Leib" Christi sind, dann solltest Du wenigstens hören, wenn sich diese bei Dir melden und dann nicht in Frage stellen, ob der "kleine Zeh" auch zum Körper gehört.

Schwesterliche Grüße
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OM LOKAH SAMASTHA SUKHINO BHAVANTHU
Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Lieber Schwester Mara,

jetzt verstehe ich dich nicht ganz...

Ich habe doch nur meine persönliche Meinung dazu kundgetan, welche Gemeinschaften ich noch als dem mystischen "Leib Christi" zugehörig definieren würde. Für mich gehören alle großen anerkannten Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften dort dazu. Ich sehe dass ehrlich gesagt nicht so rigoros. "Extra ecclesiam nulla salus" (außerhalb der katholischen Kirche ist kein Heil zu finden) - das vertrete ich so nicht, aber auch die meisten anderen Katholiken nicht und es ist auch nicht mehr offizielle katholische Lehrmeinung.

Wo für mich das Christentum sicherlich endet ist, wenn grundsätzliche Ansichten, wie z.B. die dem Vater entsprechende Göttlichkeit Jesu geleugnet werden (z.B. Zeugen Jehovas, Mormonen).

Soviel ich weiß, bist du evangelische Christin und daher für mich jedenfalls eine Glaubensschwester in Christus.

Unabhängig davon wer dem Leib Christi angehört, kann Gott selbstverständlich jeden Menschen - auch die, die Christus nicht kennen - der auf die innere Stimme seines Herzens hört und das Gute tut zu sich führen - auf Wegen, die nur Gott kennt.
Burkl hat folgendes geschrieben:
..jetzt verstehe ich dich nicht ganz...

Ich habe doch nur meine persönliche Meinung dazu kundgetan, welche Gemeinschaften ich noch als dem mystischen "Leib Christi" zugehörig definieren würde.


Nein, Du hast ausgeschlossen, wen Du nicht als "Christ" bezeichnen würdest und hast dies an der Anerkennung der Dogmen von 4 Konzilien gemessen:

Zitat:
Ich denke die inhaltliche Anerkennung der ersten Konzile und Kirchenväter wird man wohl als einen Grundkonsens der Glaubensfundamente voraussetzen müssen, um von "Christentum" sprechen zu können:

Das, was in den Bekenntnissen der vier ersten und bedeutendsten Kirchensynoden von Nicäa, Konstantinopel, Ephesus und Chalcedon, sowie im Bekenntnis des seligen Athanasius und allen ähnlichen Bekenntnissen über das Geheimnis der Fleischwerdung unseres Herrn Jesus Christus nach der Heiligen Schrift festgestellt und enthalten ist.

Wer sich außerhalb dieser Lehren stellt ist, zumindest glaube ich das, nicht als "Christ" zu bezeichnen.

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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
MaraDevi hat folgendes geschrieben:
Nein, Du hast ausgeschlossen, wen Du nicht als "Christ" bezeichnen würdest und hast dies an der Anerkennung der Dogmen von 4 Konzilien gemessen


Als Richtschnur würde ich das schon heranziehen - aber wissen kann es ohnedies nur Gott. Deshalb habe ich ja auch nur meine bescheidene Meinung dazu kundgetan.

Die Monophysiten z.B. die Kopten, die haben auch eine Divergenz mit einem früheren Konzil - de facto ist diese Auseinandersetzung über die Art, wie die beiden Naturen Christi miteinander in Zusammenhang stehen aber eher sehr unwesentlich. Mittlerweile gilt das als beigelegt.

Du glaubst an die Reinkarnation - und fühlst dich deshalb jetzt von mir als Nichtchristin behandelt - habe ich dich richtig verstanden?
Burkl hat folgendes geschrieben:
MaraDevi hat folgendes geschrieben:
Nein, Du hast ausgeschlossen, wen Du nicht als "Christ" bezeichnen würdest und hast dies an der Anerkennung der Dogmen von 4 Konzilien gemessen


Als Richtschnur würde ich das schon heranziehen - aber wissen kann es ohnedies nur Gott. Deshalb habe ich ja auch nur meine bescheidene Meinung dazu kundgetan.

Die Monophysiten z.B. die Kopten, die haben auch eine Divergenz mit einem früheren Konzil - de facto ist diese Auseinandersetzung über die Art, wie die beiden Naturen Christi miteinander in Zusammenhang stehen aber eher sehr unwesentlich. Mittlerweile gilt das als beigelegt.

Du glaubst an die Reinkarnation - und fühlst dich deshalb jetzt von mir als Nichtchristin behandelt - habe ich dich richtig verstanden?


Ich bin ganz klar mit meiner Richtschur für den christlichen Glauben schon vor das Konzil von Nicäa zurückgegangen und dies nicht wegen einem einzelnen Divergenzpunkt.

An meinem Beispiel und meiner Person wollte ich Dir zeigen, wie Du Deinem Gegenüber durch Deine Äußerungen einen Absolutheitsanspruch vermittelst, der verurteilend rüberkommt.

Es stimmt nebenbei gesagt nicht, dass ich an "die Reinkarnation" glaube. Ich weiß um einige meiner früheren Leben, dadurch ist es für mich eine Realität, dass etwas von mir schon mal da war.
Der Reinkarnationsgedanke spielt für mein Christsein insofern keine Rolle, weil Gott mich durch Jesus erfahren ließ, was bedingungslose Liebe ist.
Meine Gottesbeziehung ist inzwischen so gefestigt, so hoch oder vertieft oder eins, wie auch immer Du es ausdrücken willst, dass jegliches Bestrafungs- oder Belohnungsdenken und auch jedes Urteil von anderen mich nicht mehr erreicht.
Und ich bin Gott sehr dankbar für diese Geschenk der "Geistesstille" und Zufriedenheit.
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
MaraDevi hat folgendes geschrieben:
An meinem Beispiel und meiner Person wollte ich Dir zeigen, wie Du Deinem Gegenüber durch Deine Äußerungen einen Absolutheitsanspruch vermittelst, der verurteilend rüberkommt.


Das tut mir leid - dann möchte ich mich dafür entschuldigen, wenn die Darlegung meiner Glaubensauffassung, die ich ausdrücklich als persönliche geschildert habe und nicht absolut gesetzt habe, dennoch als verletzend verstanden wurde. Gemeint war es sicherlich nicht so.

Alles Liebe,
Burkl
Burkl hat folgendes geschrieben:
MaraDevi hat folgendes geschrieben:
An meinem Beispiel und meiner Person wollte ich Dir zeigen, wie Du Deinem Gegenüber durch Deine Äußerungen einen Absolutheitsanspruch vermittelst, der verurteilend rüberkommt.


Das tut mir leid - dann möchte ich mich dafür entschuldigen, wenn die Darlegung meiner Glaubensauffassung, die ich ausdrücklich als persönliche geschildert habe und nicht absolut gesetzt habe, dennoch als verletzend verstanden wurde. Gemeint war es sicherlich nicht so.

Alles Liebe,
Burkl


Du interpretierst es also nur als Deine persönliche Glaubensauffassung bezüglich der Dogmen aus den Konzilien:
Zitat:
Wer sich außerhalb dieser Lehren stellt ist, zumindest glaube ich das, nicht als "Christ" zu bezeichnen.

Lieber Bruder, das ist ein Urteil über alle, die diese Dogmen nicht anerkennen, aber Christus nachfolgen.
Erkennst Du das denn nicht?
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Mögen alle Wesen in allen Welten glücklich sein.
Burkl hat folgendes geschrieben:
Die Monophysiten z.B. die Kopten, die haben auch eine Divergenz mit einem früheren Konzil - de facto ist diese Auseinandersetzung über die Art, wie die beiden Naturen Christi miteinander in Zusammenhang stehen aber eher sehr unwesentlich. Mittlerweile gilt das als beigelegt.


Na das ist so "unwesentlich", dass du ein paar Posts weiter vor noch meintest sie (und Millionen von anderen Christen) seien keine Christen. Wo und wann wurde da bitte etwas "beigelegt"? Mir ist nur bekannt, dass die monophysitischen Kirchen innerhalb einige Konflikte beigelegt haben.

Mir scheint das nun eher als Rettungsanker, damit du nicht in die Problemlage kommst, dass ja (fast) alle von den im Orient verfolgten Christen von denen du hier immer wieder berichtest (die Gründe lassen wir mal außen vor) nach deiner Definition gar keine Christen sind.

Man könnte fast meinen hier steht die eine Intoleranz der anderen Intoleranz sozusagen im Weg.

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