Gott ja oder nein?


Will man überhaupt nicht. Warum es Evolution gibt ist wieder das nächste Thema worüber man dann Hypothesen aufstellen kann.

Was hat das mit einer Tautologie zu tun?

Die Evolutionstheorie sagt eben an sich nichts über die Existenz eines Schöpfergottes aus. Sie leitet sich ja auch als der Empirie und nicht aus der Ontologie ab.
Zitat:
Die Evolutionstheorie sagt eben an sich nichts über die Existenz eines Schöpfergottes aus. Sie leitet sich ja auch als der Empirie und nicht aus der Ontologie ab.


Du hast natürlich Recht - richtig verstandene Evolutionstheorie müsste bei der Empirie bleiben.

Aber die Grenzen zur Ideologie (mangelnde Falsizifierbarkeit!) bei ihren Verfechtern sind sehr fließend und vielfach unscharf und werden daher "subtil" verletzt.
Zitat:
Woher kommt dann alles laut der Wissenschaft, wenn nicht durch Zufall?


Es gibt vier Evolutionsfaktoren: Rekombination,, Mutation, Selektion, Gendrift


Zitat:
Aber die Grenzen zur Ideologie (mangelnde Falsizifierbarkeit!) bei ihren Verfechtern sind sehr fließend und vielfach unscharf und werden daher "subtil" verletzt.


Natürlich ist die Evolutionstheorie falsifizierter, ein Kaninchen im Kambrium wäre ein Problem.
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Den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt.
Sigmund Freud
Zitat:
Es gibt vier Evolutionsfaktoren: Rekombination,, Mutation, Selektion, Gendrift


Und - woher kommen die? Warum gibt es genau diese vier und nicht sechs oder zwei?
Burkl hat folgendes geschrieben:
Zitat:
Die Evolutionstheorie sagt eben an sich nichts über die Existenz eines Schöpfergottes aus. Sie leitet sich ja auch als der Empirie und nicht aus der Ontologie ab.


Du hast natürlich Recht - richtig verstandene Evolutionstheorie müsste bei der Empirie bleiben.

Aber die Grenzen zur Ideologie (mangelnde Falsizifierbarkeit!) bei ihren Verfechtern sind sehr fließend und vielfach unscharf und werden daher "subtil" verletzt.


Inwiefern ist die Evolutionstheorie nicht falsifizierbar?
Tobias hat folgendes geschrieben:
Inwiefern ist die Evolutionstheorie nicht falsifizierbar?


Ich muss näher präzisieren - es geht um eigenmächtiges Aufoktroyieren der eigenen naturwissenschaftlichen Spielregeln auf alle anderen erkenntnistheoretischen Modelle, wodurch diese im Ergebnis für ungültig erklärt werden sollen, was dann Ideologie ist und nicht mehr Wissenschaft:

Z.B. wenn behauptet wird der Schöpfungsbericht sei durch die Evolutionstheorie "widerlegt". Dadurch wird eine Grenze der naturwissenschaftlichen Wissenschaftlichkeit überschritten weil "in fremde Reviere" eingedrungen wird, und dort die eigenen Spielregeln heteronom eingeführt werden.

Man benützt also (zum aktuellen Zeitpunkt nicht falsifizierte) naturwissenschaftliche Aussagen um theologische Aussagen zu widerlegen, die aber ihrerseits schon vom Grunde her keiner Falsifizierbarkeit (im naturwissenschaftlichen Sinne) unterliegen. Man unterstellt also, dass es kein legitimes Weltbild gäbe, außer eben das der Empirie. Dadurch wird Evolutionstheorie zur weltanschaulichen Ideologie.

Der Fairheit halber: Früher gab's das ganze Spiel mit umgekehrten Vorzeichen (Einmischung der Theologie in die Naturwissenschaft).
Tobias hat folgendes geschrieben:
Und wo kommt die Energie ursprünglich her Agnostiker?


Die energie war schon da
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Denn wenn gott wirklich existiert dann doch wohl nur in unseren gedanken.
Wenn man daran denkt, dass manche Wissenschaftler schon vor Jahrzehnten versuchten, Gott zu beweisen und die Wissenschaft ja ständig fortschreitet, warum ist es noch nicht gelungen, Gott sichtbar oder hörbar zu machen?

Was bringen überhaupt Gottesbeweise?
Wer Glaube will soll glauben, wer nicht der nicht.

Und wenn man dann ständig auf dem Ursprung von allem als Gottesbeweis herumreitet, dann könnte Gott auch lediglich ein Auslösemechanismus sein.
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Sind wir denn wirklich die heiligsten Wesen auf Erden?
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Zitat:
Z.B. wenn behauptet wird der Schöpfungsbericht sei durch die Evolutionstheorie "widerlegt". Dadurch wird eine Grenze der naturwissenschaftlichen Wissenschaftlichkeit überschritten weil "in fremde Reviere" eingedrungen wird, und dort die eigenen Spielregeln heteronom eingeführt werden.


Das klappt aber nur, wenn man die Gensis bezüglich der Erschaffung der Welt als naturwissenschaftlichen Bericht ließt und damit haben gewiss nicht irgendwelche materialistischen Biologen angefangen.

Zitat:
Man benützt also (zum aktuellen Zeitpunkt nicht falsifizierte) naturwissenschaftliche Aussagen um theologische Aussagen zu widerlegen, die aber ihrerseits schon vom Grunde her keiner Falsifizierbarkeit (im naturwissenschaftlichen Sinne) unterliegen. Man unterstellt also, dass es kein legitimes Weltbild gäbe, außer eben das der Empirie. Dadurch wird Evolutionstheorie zur weltanschaulichen Ideologie.


Auf der andere Seite ist mir nicht bekannt das irgend einer von diesen materialistischen Wissenschaftlern je dazu aufgerufen hat (fundamentalistische) Christen (oder sonstwen) zu verfolgen oder ihre Ansichten zu verbieten. So etwas hört man nicht einmal von radikalen Atheisten von Dawkins.

Wichtig ist zudem zwischen dem wissenschaftlichen Diskurs und den privaten Äußerungen diverser Leute zu unterscheiden.


Zitat:
Wenn man daran denkt, dass manche Wissenschaftler schon vor Jahrzehnten versuchten, Gott zu beweisen und die Wissenschaft ja ständig fortschreitet, warum ist es noch nicht gelungen, Gott sichtbar oder hörbar zu machen?


Die Idee des Gottesbeweises ist viel älter. Mit materialistischen Methoden wird es auch schlicht nie möglich sein Gott nachzuweisen, denn da Gott über Seine Schöpfung erhaben ist und nicht Teil von ihr ist, kann er auch nicht in ihr gemessen werden.

Der Beweis von Gott als prima causa hat eine sehr problematische Schwäche: Wenn die Kausalität für alles gilt, auch für Gott, welche Ursache hat Gott dann?
Zitat:
Der Beweis von Gott als prima causa hat eine sehr problematische Schwäche: Wenn die Kausalität für alles gilt, auch für Gott, welche Ursache hat Gott dann?


Naja - eben der "unbewegte Beweger" - den man freilich "voraussetzen" muss, was eine Glaubensfrage ist.