Lichtnahrung: Scharlatanerie oder vergessenes Wissen ?


Carl Reed hat folgendes geschrieben:
soraja hat folgendes geschrieben:
Das mag auf viele Themen zutreffen, aber ausgerechnet nicht auf echte Selbsterkenntnis, denn genau in diesem Fach geht es darum, seine eigenen niederen Beweggründe zu erkennen und zu ändern.


Hi Soraja!

Wenn ich deine Beiträge lese, stellen sich mir immer viele Fragen. Ich würde mich freuen, wenn du zumindest einige davon beantworten könntest!

OK...Es ist schwierig, einem Menschen Fragen zu beantworten, dessen innere Haltung es ist (...bisher öfters war...), grundsätzlich alles zu verneinen, denn damit kommt man nie zu einem Ziel.(So habe ich dich meistens wahrgenommen, aber in den letzten Tagen scheinst du etwas offener geworden zu sein...)

Mir ist diese Haltung schon öfters aus buddhistischen Kreisen begegnet.
Da kann kein Gespräch statt finden, denn es kommt immer dieselbe Antwort: und was wenn nicht? Und das Ergebnis ist: nichts.
Ich teile diese Haltung nicht und ich hatte sie auch noch niemals.

Obwohl ich mich auf das Nichts eingelassen habe, aber weil ich erkannt habe, dass das, was nicht wahr ist und also aus meinem Ego kommt, das Nichts erschafft- also musste ich das Nichts erkennen, das ich aber selber erschaffen hatte. (Was ich aber vorher nicht wusste.)

Das heißt aber nicht, dass die Wahrheit nichts ist oder Gott nichts ist.

Wer durch das eigene Nichts hindurch kommt, erkennt, dass es das Nichts nur dann gibt, wenn man etwas anderes als Liebe erschafft und dass es das Nichts nicht gibt, wenn man liebt.

Zitat:
Kann man mit dem eigenen Denken sein eigenes Denken erkennen?

Nein, deshalb muss man für die Erkenntnis auch genau aufhören zu denken, das genau ist ja das Schwere daran.
Man muss von sich selbst Abstand nehmen, man muss objektiv werden.
Deshalb gilt das Ergebnis ja auch für alle und nicht nur für einen selbst, denn die Wahrheit ist unpersönlich, die Beziehung zu Gott aber ist persönlich.
Deshalb meditiert man, um nicht mehr in seinem eigenen Denken gefangen zu sein.

Man beobachtet sich sozusagen von außerhalb.

Nur so kommt man in die Lage, sein eigenes Ego zu erkennen und das ist eine Menge Arbeit und geht nicht von jetzt auf schnell oder in einem Seminar übers Wochenende.

Wer sich da nicht ein paar Jahrzehnte Zeit nimmt und beharrlich dran bleibt, kommt nicht weit.

Zitat:
Kann das Auge sich selbst sehen? Kann man als Teil eines Systems das gesamte System sehen?

Siehe oben.

Zitat:
Zitat:
Das ist der eigentliche Grund, warum ernsthafte Menschen sich auf den Weg nach innen begeben,


Das ist halt immer so ne Sache, Soraja. Schauen deiner Meinung nach nur ernsthafte Menschen nach innen?


Nun, viele sagen, sie schauen nach innen, tun es aber nicht.
Sie bleiben in ihrem Ego gefangen, sie kommen nicht tiefer.

Wie überhaupt sehr viele Menschen das nicht tun, was sie reden.

Je nachdem, wie tief man selbst gekommen ist, erkennt man den Unterschied zwischen den Menschen sofort.
Man erkennt an den anderen immer das, was man bei sich selbst erkannt hat und keinen Millimeter mehr, aber das gilt für alle.

Wenn nun also einer nicht so tief gekommen ist und seine Illusionen für die Wahrheit hält und auf einen trifft, der tiefer gekommen ist, so kann er denjenigen nicht erkennen- unmöglich.

Also einer, der nicht erkennt, der erkennt auch einen nicht, der erkannt hat, ist doch logisch. Und der wird ihn nie verstehen, nur ewig auf ihm rumhacken und ihn schlecht machen, das ist die normale psychologische Haltung Menschen gegenüber, die reifer sind als der Mensch, der eben nicht erkennt.


Zitat:
Was sind ernsthafte Menschen?


Solche, die bereit sind, nicht nur ihr Ego zu bebauchpinseln und nach Anerkennung zu buhlen, sondern solche, denen alle Anerkennung und alle weltliche Sicherheit egal ist und die nur eines wollen: in Gottes Nähe.
Die sind dann bereit, das Böse, das Schlechte, das Unreife, das sie selbst sind, zu erkennen und zwar nicht für die anderen oder wegen anderen, sondern wegen ihrem Gewissen Gott gegenüber.

Das Gewissen wird dann wichtiger als alles andere.

Sie sind bereit, zuzugeben, dass sie böse, lieblos, hasserfüllt und neidisch oder egoistisch oder eifersüchtig sind, weil ihnen alles daran liegt, in die Liebe Gottes zu gelangen.
Wie sehr sie dabei ausgegrenzt, erniedrigt und gedemütigt werden von anderen Menschen, ist ihnen egal, sie wollen das Absolute, die bedingungslose Nähe zu Gott und dafür tun sie alles.
Und ab einem bestimmten Punkt erkennen sie, dass sie niemals weiter kommen, wenn sie nicht zugeben, wie schlecht sie sind gegenüber dem, für was sie sich gehalten haben.

Zitat:
Sind ernsthafte Menschen auf irgendeine Art und Weise "spirituell fortgeschrittener" als un-ernsthafte Menschen? Wenn ja, warum?

Ja, sie sind spirituell fortgeschrittener, auf einer höheren Stufe, eine Klasse oder mehrere weiter, auch wenn das einigen Leuten gar nicht passt.

Sie tun ja auch mehr dafür.

Warum? Weil sie den ganzen Tag in das Nichts meditieren und bereit sind, den ganzen Schweinehund in sich zu erkennen und allen Luxus und alle Anerkennung der Welt aufgeben und das ist ein ganz und gar schwerer Weg.

Das Nadelöhr, durch das eben nicht viele bereit sind, zu gehen.

Und sie sind bereit, den Schmerz anzunehmen, der sich aus der Erkenntnis des Egos und dessen Sterben ergibt, ein abartiger Schmerz.

Natürlich sind sie weiter, wenn sie das tun.

Wenn einer seine ganze Kraft in eine Firma steckt, dann ist ja auch keiner beleidigt, wenn er das entsprechende Geld und den Luxus hat.

Wenn aber einer seine ganze Energie in Gott steckt, dann soll er nichts davon haben?

Zitat:
Zitat:
die anderen Dinge wie Erkenntnis der Wahrheit, die völlige Änderung der Lebensumstände, Ernährung von Licht und ein paar andere Dinge sind nur Nebenprodukt


Du schreibst viel von "Wahrheit". Da du sie scheinbar kennst, würde ich gerne wissen: Was ist sie? Was ist die Wahrheit?

Ach komm, nicht schon wieder.

Ich hab hunderte von posts dazu geschrieben und bin mir sicher, dass es niemandem zu irgendwas verholfen hat.

Also dann bitte geh in den Archiven suchen, ich hab echt keine Lust mehr, ich werd eh nur ignoriert oder angeblökt.

Die Wahrheit findet nur der, der sie ernsthaft sucht. Und das ist anstrengend.

Aber diese Arbeit bleibt eben niemandem erspart.
Da gibt es keine Abkürzung.

Zitat:
Und warum müssen sich durch die Erkenntnis "der Wahrheit" die Lebensumstände völlig ändern?


Ist doch logo.
Wenn die Wahrheit das Leben nicht ändern würde, dann wäre da doch auch nichts, wovor man Angst haben könnte.

Wenn du ein Mensch bist und das Böse in dir leugnest, dann entspricht dein äußeres Leben deinen Lügen.
Also du bist z.B. in einer unehrlichen Beziehung, d.h. du machst jemandem etwas vor oder hast heimliche Beziehungen. Du bist in einem Arbeitsverhältnis, das sich innerhalb einer Machtstruktur befindet, also du missbrauchst Macht oder wirst missbraucht, natürlich ohne dass du das merkst.
Du bist krank und nimmst Medikamente oder du bist in einer spirituellen Gruppe, Sekte darf ich ja nicht sagen.

Und so weiter. Dein Leben spiegelt das wider, was du bist.

Wenn du aber beginnst, dein Ego zu erkennen, dann bedeutet das, dass du dich änderst zu mehr Liebe und du wirst dann nicht mehr bereit sein, zu missbrauchen oder dich missbrauchen zu lassen oder in unehrlichen Beziehungen zu bleiben oder irgendwelche Medikamente zu nehmen.

Du wirst dann liebevoller und also trittst du aus der Machtstruktur aus, aus der die Welt besteht.
Also wirst du isoliert von der Gesellschaft.

Hast du dich noch nie gefragt, warum spirituelle Sucher bzw. Finder zu allen Zeiten sich aus der Welt zurückgezogen haben?

Weil diese Welt eine up-side-down-Welt ist.

Hier regiert das Gesetz des Bösen, des Stärkeren über den Schwachen- das Gesetz der Liebe aber ist genau umgekehrt.

Also muss man bereit sein, die Welt zu verlassen, wenn man es mit Gott, der Wahrheit und der Liebe ernst meint.

Zitat:
Damit wertest du doch automatisch das "Leben vor der Erkenntnis" (= das Leben vor der Erleuchtung) ab.


Nur so, wie du es beurteilst.

Ich empfinde einen Erstklässler auch nicht wertloser als einen Zehntklässler. Ich bewerte sie nicht ab, ich stelle nur fest, dass es Entwicklungsunterschiede gibt.

Was du dabei vergisst, ist, dass es genau Liebe ist, die sich auf diesem Weg entwickelt, da fallen Bewertungsunterschiede zwischen Menschen genau weg- aber der unreife Mensch macht eindeutig Unterschriede zwischen den schlechteren und den besseren Menschen.

Oder was meinst du, zu was die ganzen Ideologien da sind? Immer ist da die Rede von der besseren Rasse, ob jetzt Moslems oder Arier oder Juden oder Plästinenser oder Bahai oder Anthroposophen oder die Non-Dualen. Immer ist es dem Menschen wichtig, besser als jemand anderer zu sein.

Das ist der Hauptmotor für das Ego.

Aber erst, wer das Ego erkannt hat, liebt wirklich und klar erkennt der die Unterschiede, aber er liebt einen unreifen Menschen nicht weniger als einen reifen, weil das das Wesen der Liebe ist- dass sie eben keine Unterschiede macht im Gegensatz zum Machtmissbrauch, wo es sehr wichtig ist, immer besser zu sein als irgendjemand.

Zitat:
Demzufolge sind Menschen, die "erkannt" haben, "spirituell fortgeschrittener".

Ja, siehe oben.
Zitat:
Kennst du die Zen-Weisheit "Vor der Erleuchtung: Holz hackn und Wasser holen, nach der Erleuchtung: Holz hacken und Wasser holen"? Es ändert sich nichts durch Erleuchtung, durch "Erkenntnis der Wahrheit".

Also abgesehen davon, dass die ganzen östlichen Philosophien für meine Ansicht sehr unzureichend sind, stimmt diese Aussage fast....man hackt immer noch Holz, aber die innere Haltung ist eine ganz andere.

Man ist in bewusstem Kontakt zu Gott, während man Holz hackt, in Liebe und in Glück und Dankbarkeit, dass Gott da ist.

Vorher hat man Holz gehackt ohne diese Empfindungen.

Zitat:
Im Zen, einer der wohl "innenschauendsten" Richtungen des Buddhismus, gibt es den Spruch über "die Wahrheit": "Leere Weite, nichts von heilig". Das heißt, Menschen haben den Drang, sich ihre Heiligkeiten (= "Wahrheiten") selbst auszudenken, auch wenn sie sich dessen gar nicht bewußt sind.

Wie gesagt, Zen ist nicht mein Ding, außer dass ich völlig damit übereinstimme, dass man völlig leer werden muss, um sich Gott zu nähern, aber eben wirklich leer, auch von jeder Zen-Lehre.

Weißt du, wenn du den Unterschied zwischen heilig und nicht heilig erlebst, dann ist es dir auch ganz schön egal, was irgendein Mönch dazu meint...

Zitat:
Und was die Lichtnahrung angeht: Diese Geschichten gibt es seit ein paar hundert Jahren, aber noch nicht länger. Ich meine, nicht mal die großen Religionsgründer Jesus und Buddha haben da irgendwas damit zu zun gehabt. Das reicht mir persönlich schon als deutlicher Hinweis auf die Glaubwürdigkeit.

Also, ich diskutiere grundsätzlich nicht mit alten Schriften rum, da sind Wahrheiten und Lügen immer gut vermischt, sonst hätte man damit nicht so viel Macht ausüben können, aber man kann gewisse Bibelzitate schon so verstehen, dass der Mensch vom Geist lebt und nicht von der Nahrung, z.B.:
Zitat:

Joh. 6, 53 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht das Fleisch des Sohnes des Menschen esst und sein Blut trinkt, so habt ihr kein Leben in euch selbst.

54 Wer mein Fleisch isst (womit ja wohl der Geist Christi gemeint ist, Anm.) und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tag; 55 denn mein Fleisch ist wahre Speise, und mein Blut ist wahrer Trank.

56 Wer mein Fleisch isst und mein Blut trinkt, bleibt in mir und ich in ihm. 57 Wie der lebendige Vater mich gesandt hat, und ich lebe um des Vaters willen11, so auch, wer mich isst12, der wird auch leben um meinetwillen13.


Und was, wenn genau die Entwicklung der Welt, so wie sie sich entwickelt, dazu nötig ist, um genau heute erst so weit zu sein?

Zitat:
Außerdem ist bis jetzt JEDEM Lichtesser nachgewiesen worden, daß er, zu gut deutsch, besch.i.ssen hat. Jeder Lichtesser, der sich untersuchen ließ, hat betrogen!

Das ist nicht wahr. Aber auf das Thema möchte ich auch echt nicht mehr eingehen...da ist die Abwehr gar zu hoch.

Zitat:
Und die Australierin Ellen Greve ("Jasmuheen"), die verantwortlich ist für den Lichtnahrungsboom in der Neuzeit, ist bei einem Beweisversuch, der von Wissenschaftlern und Medizinern begleitet wurde, beinahe gestorben, weil sie so dehydriert war.


Ich finde auch das Auftreten von Jasmuheen eher nachteilig für das Thema Lichtnahrung, die hat ein Geschäft draus gemacht und damit die ganze Sache in den Dreck gezogen, aber das ist immer so, bei allen Entwicklungsprozessen.
Den 21- Tage-Prozess halte ich auch für wahnsinnig.

Ich bin der Ansicht, dass ein Mensch sich ausschließlich auf seine innere Stimme, seine Intuition verlassen sollte, bei allen Dingen, nicht nur beim Essen.

Denn die veranlasst ihn, das zu tun, was seiner Entwicklung nach entsprechend ist und nicht das, was er gerne wäre, denn die Entwicklung braucht eben Zeit und eins kommt nach dem anderen.

Zitat:
Aber alleine, daß du "Ausgrenzung" schreibst, zeigt in meinen Augen, daß du weit davon entfernt bist, Frieden in dir zu tragen. Es gibt deiner Meinung nach immer noch "dich" und "die anderen" (die dich ausgrenzen). Genau das ist der Trugschluß. Aber es ist ein großer Unterschied "wir sind alle eins" nur zu sagen -- oder diese Tatsache wirklich im Herzen zu tragen.


Also, wenn du die Augen offen hältst, dann gibt es sogar in diesem Forum deutlich diese Ausgrenzung. Hauptsächlich ist es Ignoranz und dann noch ein paar Prozent Angriff.

Und wer sagt, dass es mich unfriedlich macht, ausgegrenzt zu werden?

Natürlich gibt es mich und die anderen, die mich ausgrenzen, das ist eine Feststellung, ich erlebe es ja seit Jahrzehnten so.
Ich hab nur im Kindergarten noch nicht verstanden, warum das so war.
Heute bin ich froh darüber, dass alle die mich in Ruhe lassen, die mich ohnehin nur angreifen für meine Haltung.

Ich bin äußerst zufrieden damit, wie die Dinge laufen.

Wir leben auf einem Planeten, auf dem sich Menschen auf allen Entwicklungsstufen befinden. Ist doch klar, dass die einen die anderen nicht verstehen.
Und zwar immer die weniger Entwickelten die mehr Entwickelten und die greifen sie dann an.
Zum Beispiel die Iraner die Bahai, und so weiter...

Also ich bin überzeugt ausgegrenzt und sehr zufrieden damit...ich habe inzwischen keine Konflikte mehr mit Menschen, nachdem ich die Ausgrenzung verstanden habe.
Früher habe ich mich dagegen gewehrt und habe versucht, mich zu erklären, das ging völlig in die Hose, denn einer, der nicht versteht, der versteht auch dann nicht, wenn man es ihm erklärt.
Weil die spirituelle Entwicklung auf einem Erleben beruht und nicht auf einem Wissen.
Ohne die entsprechenden Erlebnisse macht man keine Entwicklung und die kann man nicht wollen, die macht Gott, alles nach bestem Wissen.

Zitat:
Es ist meine feste Überzeugung, nach 28 Jahren intensiver Praxis im Esoterik/Okkultismusbereich, daß fast alle neuen esoterischen Weltbilder das Gefühl der Ausgegrenztheit und des Dualismus noch verstärken, anstatt sie aufzuweichen.

Gut, die Ausgrenzung ist für mich Tatsache und zwar nicht nur meine eigene, sondern ebenfalls die von anderen Menschen, die ich kenne, die eine ebenso andere Haltung haben als die Masse.
Was ja auch logisch ist.
Wie soll einer eine andere Meinung als die Masse haben können und in der Masse bleiben sollen?
Und zu was?

Da will man doch mit denen, die nur Quark reden, nichts zu tun haben und für die anderen reden die anderen Quark.

Ist doch richtig, dass die sich gegenseitig aus dem Weg gehen, nur bekämpfen sollen sie nicht.

Und Dualismus?

Da habe ich ohnehin eine ganz andere Haltung.
Für mich ist Gott dualistisch und besteht aus zwei Polen, so wie die Elekritzität und Ziel ist, beide Pole auszugleichen, damit Energie fließt....aber ich möchte mich auch ehrlich nicht mehr ganz so angreifbar machen.

Ich möchte dir nur sagen, dass ich mit der Esoterik nichts am Hut habe.

Und die Wahrheit habe ich in allen Religionen gefunden, aber die Begrenzungen auch.

Am Ehesten könnte ich mich mit der Mystik identifizieren und zwar mit jeder, ist mir also egal, ob sie aus dem Islam, dem Judentum, von den Bahai oder aus dem Christentum kommt, da wird immer von derselben Sache geredet, eben der Vereinigung mit Gott und alle sagen dir da Dasselbe: ohne Anstrengung geht da gar nichts.

Zitat:
Weil sie eben ganz stark unterscheiden zwischen "wir" (also denen, die "das Geheimwissen" besitzen und deswegen spirituell "weiter entwickelt" sind) und "den anderen" (also denen, die das "Geheimwissen" nicht haben und deswegen "spirituell nicht so weit entwickelt" sind).


Also, ich weiß jetzt nicht, von wem genau du da redest, ich fühle mich jedenfalls nicht angesprochen, weil ich noch niemals etwas als geheim empfunden habe.
Die Wahrheit liegt überall ausgebreitet da, aber die wenigsten können sie annehmen.
Geheim finde ich die Wahrheit nun gerade gar nicht.

Aber sie wird vehement geleugnet, und da ich den Ego-Todeskampf kenne und die Abwehr gegen die Selbsterkenntnis, habe ich auch größtes Verständnis dafür.
Es ist sehr schwer, ganz klar.

Zitat:
Zitat:
was ja genau der Test der Wahrheit ist, denn an dieser Grenze scheitern dann die weniger Ernsthaften, denn die Angst vor der Isolation ist die Größte von allen Ängsten und durch diese Angst wird die Ernsthaftigkeit und das echte Gewissen des Menschen geprüft.


Also muß demzufolge jeder "ernsthafte" Mensch diese Feuertaufe durchlaufen?

Ja.
Zitat:
Warum?


Weil einem das Paradies nicht geschenkt wird, sondern man es erringen muss.

Zitat:
Hört sich für mich so an wie typisch christlich/kirchlich basiertes Leidensdenken: Nur wer leidet, kann "Gott verstehen".

Da geht es nicht primär um das Leiden, sondern um das Eingeständnis der eigenen Schlechtigkeit.
Wer das eigene Ego erkennt, der leidet eben, weil es so wahnsinnig peinlich ist, seine eigene Arroganz und Überheblichkeit zu erkennen.

Einsicht in die eigenen Fehler ist unangenehm und das kann man Leiden nennen, muss man aber nicht.

Aber es ist Leiden in meinen Augen. Wer dazu nicht bereit ist, der bleibt eben stehen und gelangt nicht höher.
Jeder bekommt die Belohnung für das, was er bereit ist, zu geben.
Das ist furchtbar gerecht, hier in diesem Universum.


Zitat:
Ist es das? Das wiederum erinnert mich an die "Heilige" Mutter Theresa, die todkranken Patienten dringend benötigte Schmerzmittel vorenthielt, damit "sie näher bei Jesus" waren. Ironie des Schicksals: Fast ausschließlich alle ihrer Patienten waren Hindus und hatten mit Jesus nichts am Hut...

Theresa ist kein gutes Beispiel, die war innerhalb des Machtspiels und nicht ernsthaft. Der war die weltliche Anerkennung wichtiger als die Wahrheit.
Zitat:
Liebe Grüße,
Norbert


Selber...


Liebe Soraja,

nur zu Info: Ich denke schon seit langer Zeit so, wie ich mich auch darstelle. Manche Leute lesen meine Posts nur anders, als ich sie gemeint habe

Und wir beide sind in zu verschiedenen Realitätstunneln unterwegs, als daß wir auf einen Nenner kommen könnten. Egal!

Ich danke dir für deine Antworten.

Liebe Grüße


Norbert
_________________
Amulette, Zauberöle und Kerzen:
http://www.mojo-joes.com

Blog:
http://www.indogermanisch.com
Liebe Soraja!

Man braucht sich nicht unbedingt anzustrengen um die Erleuchtung zu bekommen. In Sahajayoga bekommt man die Erleuchtung dann, wenn man sie will, man braucht nur täglich ca. eine Viertelstunde zu meditieren und dabei nichts zu tun, und es geschieht wie von selber.

Alles Liebe

Erich
_________________
Es leitet mich die reine Liebe, die frei von Ego und frei von Konditionierungen ist!
Grubi hat folgendes geschrieben:

Ja, aber das was ich ausgeführt habe stellt in Frage, ob es für Selbsterkenntnis notwendig ist von anderen Menschen angegangen zu werden oder das sogar zu provozieren.


Natürlich nicht so rum. Du fängst ja doch erst an, dich selbst infrage zu stellen und nach der Selbsterkenntnis zu forschen, weil du Konflikte mit deinen Mitmenschen hast.

Also im "Normalfall", *hahahaha*, hat man dauernd Stress mit anderen Menschen und geht immer davon aus, dass die anderen daran schuld sind, bis der eine oder der andere einen Impuls hat, sich zu fragen, was es mit ihm selber zu tun haben könnte....und dann kommt der eine weiter als der andere...je nach Mut, Beharrlichkeit, Sturheit, Ehrlichkeit und dem Grad der erwünschten Liebe...
Pommes hat folgendes geschrieben:
Soraja du sprichst oft von Einsamkeit, Isolation, Schmerzen usw.
Kann es sein das du deinen schmerzhaften Erfahrungen im Leben eine spirituelle Komponente verpasst damit sie in deinen Augen sinnvoll waren?

Nein, das kann nicht sein. Lies mal Johannes vom Kreuz oder Theres von Avila, dann verstehst du vielleicht besser, von was wir reden.
Oder jeden anderen Mystiker.

Oder Bahahulla, der auch die meiste Zeit seines Lebens im Gefängnis verbracht hat. Was meinst du wohl, warum?
soraja hat folgendes geschrieben:
Grubi hat folgendes geschrieben:

Ja, aber das was ich ausgeführt habe stellt in Frage, ob es für Selbsterkenntnis notwendig ist von anderen Menschen angegangen zu werden oder das sogar zu provozieren.


Natürlich nicht so rum. Du fängst ja doch erst an, dich selbst infrage zu stellen und nach der Selbsterkenntnis zu forschen, weil du Konflikte mit deinen Mitmenschen hast.

[...]


OK, so wird ein Schuh daraus.
Wir neigen nunmal dazu erst dann etwas zu ändern wenn wir oft genug auf die Fresse gekriegt haben... kann sein...

Ansonsten finde ich interessant wie du hier deine Sicht auf einen Erkenntnisprozess schilderst...

Gruss Grubi
_________________
https://youtu.be/f2ROFnA4HRA
Carl Reed hat folgendes geschrieben:
Liebe Soraja,

nur zu Info: Ich denke schon seit langer Zeit so, wie ich mich auch darstelle. Manche Leute lesen meine Posts nur anders, als ich sie gemeint habe

Und wir beide sind in zu verschiedenen Realitätstunneln unterwegs, als daß wir auf einen Nenner kommen könnten. Egal!

Ich danke dir für deine Antworten.

Liebe Grüße


Norbert


Außer, dass ich es nicht als Tunnel empfinde...alles klar.
Grubi hat folgendes geschrieben:
soraja hat folgendes geschrieben:
Grubi hat folgendes geschrieben:

Ja, aber das was ich ausgeführt habe stellt in Frage, ob es für Selbsterkenntnis notwendig ist von anderen Menschen angegangen zu werden oder das sogar zu provozieren.


Natürlich nicht so rum. Du fängst ja doch erst an, dich selbst infrage zu stellen und nach der Selbsterkenntnis zu forschen, weil du Konflikte mit deinen Mitmenschen hast.

[...]


OK, so wird ein Schuh daraus.
Wir neigen nunmal dazu erst dann etwas zu ändern wenn wir oft genug auf die Fresse gekriegt haben... kann sein...

Ansonsten finde ich interessant wie du hier deine Sicht auf einen Erkenntnisprozess schilderst...

Gruss Grubi

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