Die Auswirkungen einer Reduzierung des Fleischkonsums


Zitat:
Wenn es nicht so oft geschehen würde, dann wäre es vermutlich auch noch heute so.


Anders: wenn die Massentierhaltungen nicht solche enormen Ausmaße angenommen hätten, wäre es keinem aufgefallen.

Bereits, wenn man reist und den Tiertransporten auf den Autobahnen begegnet, wenn man bestimmte Sendungen im TV über Tiere sieht - z.B. ZDF - Achtung:Tiere - anschaut, dürfte es bei einigen Menschen irgend wann mal klickern - im Kopf und im Herzen. (inzwischen scheinen sie größtenteils verboten zu sein oder so in die späten Stunden verlegt, daß arbeitende Menschen sie kaum noch anschauen können. Und dahinter steckt die Lobby, die Interesse daran hat, daß der Mensch weiter "schläft" und auch Sender sind nun einmal von finanziellen Zugaben abhängig)

Wenn über Religionsaussagen also das Fleischessen ans Herz gelegt wird, muß man bedenken, wann die Schriften entstanden sind und welches Bewußtsein damals vorhanden war.

Alles verändert sich eben und irgendwie bekommen wir (von Oben) immer mal einen Wink.

Trotzdem denke ich, daß sich das Bewußtsein so langsam verändert, wie wenn Teer an den Schuhen klebt - zähklebrig sind alte Vorstellungen. *seufz*
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Ja, liebe Ikarus,

ich habe mich vielleicht nicht richtig ausgedrückt:
wenn wir nicht soviel Fleisch essen würden, würde es auch nicht soviele Tiertransporte - etc. - geben.

Dann würde es eher regionale Schlachtungen geben, bei uns hier am Ort hat der Metzger noch selbst geschlachtet (was zwar vom Geschrei der Schweine her ganz ganz fürchterlich war - das töten der Schweine an sich war vermutlich auch nicht human ) aber sie hatten zumindest nicht diesen "langen" Streß.
Durch die Hygieneauflagen die nun in den Schlachthöfen Pflicht sind, sind die Tiertransporte um einiges länger geworden. Wobei ich mir fast denken kann daß da auch die Fleischindustrie ihre "Finger" im Spiel hat.

Aber es stimmt schon, ein Tier zu schlachten ist ein barbarisches Geschehen.
Allerdings bin ich noch nicht so weit, für mich ist ein rohes Stück Fleisch nur das Vorprodukt eines leckeren Gerichtes. Aus dem man eine "schmackhafte" Speise zubereiten kann.

Aber vielleicht könnte ich auch ohne Fleisch leben, wenn ich nicht doch gelegentlich einen saftigen Braten/knuspriges Hähnchen/Schnitzel auf den Tisch stellen müßte. Etwas nicht essen was man selbst zubereitet - und auch "abschmecken" muß - ist wohl nicht so einfach


Rose
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"Die ganze Mannigfaltigkeit, der ganze Reiz und die ganze Schönheit des Lebens setzen sich aus Licht und Schatten zusammen".

*Leo Nikolajewitsch Graf Tolstoi*
Liebe Rose, solange das als lecker angesehen wird, ist der Weg für die Menschheit noch weit. Aber ist eben in dieser Realität noch gang und gäbe. Wären wir sonst auf der Erde in einem physischen Körper ?

Auch wenn wir Menschen immer soviel von der Liebe reden und schreiben, leben können wir sie, wenn wir die genaue Definition so richtig leben wollen, noch lange nicht.

Nicht Jeder, der von Liebe schreibt/redet, kann sie in die Wirklichkeit, sprich Realität umsetzen. Schon gar nicht für die ganze Welt, wir sind noch sehr von Emotionen und der Pflege unseres Egos geprägt, als daß wir die wirklich spirituellen Werte auch leben können.

Da schließe ich mich ganz ein - auch das tröpfelt langsam - vergessen wir nicht, daß manche Leute sehr durchsetzungsfähige Menschen sind, die andauernd von ihrer Liebe und ihrem Handeln reden/schreiben, noch ein ganzes Stück Ego und Ehrgeiz dabei haben.

Hermann Hesse zeigt uns mit seinen Romanen, wie sehr wir zwischen unseren Idealen und den gelebten Realitäten geprägt sind, das eine wollen, das andere aber nur können.

Man könnte ja nun fragen, was die Begrifflichkeit für AllLiebe oder Liebe überhaupt ist - aber scheinbar hat dafür noch keine die richtige Definition parat.
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Das, was sich im Menschen reinkarniert, ist das spirituelle Ego, die göttliche Individualität.
http://www.theosophie.de/index.php?.....en&Itemid=88&limitstart=2
Also, für mich ist das nichts Neues, ich bin im Alter von zehn Jahren Vegetarierin geworden und beginne jetzt, sämtliche andere tierischen Produkte soweit wie möglich einzuschränken.
Ich glaube, ich fand unter anderem auch die Idee eklig, etwas Totes in den Mund zu nehmen und dann auch noch runterzuschlucken... vom Moment der Schlachtung des Tieres fängt das Fleisch ja auch zu gammeln an, und bis es dann auf dem Teller landet... ganz abgesehen von der "energetischen" Seite, jemand der Fleisch ist, nimmt auch sozusagen "Todesenergie" in sich auf, das Leid der Tiere vor ihrem Tod.
Hm, naja, aber muss ja jeder Mensch selbst wissen, was mensch sich einverleibt...
GreenFairy hat folgendes geschrieben:
(...)
Hm, naja, aber muss ja jeder Mensch selbst wissen, was mensch sich einverleibt...
Genau. Nicht umsonst behaupte ich als Schöpfer des Begriffs "Bambizismus", dass jeder seinen Lifestyle so pflegen soll, wie er will - solange er mir nicht mit der "carnivoren" Moralkeule kommt.

Gruß
Holo
Hmm

nur wenn der Mensch so stark wäre..
und wenn er nur könnte das was er
müsste und soll-te
was von Ihm/Ihr erwartet und verlangt
wird, allein durchziehen,
und als ob einer allein was ändern könnte,
es geht nicht!

und es stimmt,
wenn j e d e r "vor seine
eigene Türe wischen würde"..es wäre
schon sauber,
unabhängig davon was andere tun
oder nicht, jeder ist nur für sich selbst
und eigene Taten verantwortlich..

Aber die Menscheit ist uneinig, und was
für einen gar kein Problem darstellt ist für andere
ein grosses

"Wieso sollte ich keine frische Schnittblumen aus Afrika
als Deko regelmässig auf den Tisch stellen..das
gehört doch zu einem Lebensstyle, und zeichnet
mich als Blumenfreund/in, und exzellente Gastgeberin..frische Blumen, fast ein muss , ist auch normal in jedem Gebäude..für jeden Anlass.

Ja aber,
dass das Wasser in Afrika von Kilimantscharo seit Jahrzenten auf reisen Plantagen umgeleitet wird, zum giesen von eben, diesen Pflanzen und Blumen damit die uns
weiterhin rund um die Uhr zu verfügung
stehen
und das deshalb in Afrika dem Mensch und Tier
die Lebensgrundlage entzogen wird..und sie alle verdursten und verhungern....

tja..? das ist schon Problem in Afrika? Oder?
Ich nehme an das jeder erkennt so eine Art Ironie..
im letzten Satz.
Und jetzt?
Ich habe nie frische Blumen auf dem Tisch..gemocht, und all die Pflanzen, für Balkon und
Garten, lehnte ich innerlich ab, ich hate immer ungute Gefühle dabei..
seit paar Wochen weiss ich warum.
Und ich bin erschüttert..und verstehe endlich was ich nie begreifen könnte..

Und jetzt bei dem Anblick von Menschen die im Afrika um das überleben Kämpfen , überkommt mich
scham und entsetzen ob der Ungerechtigkeit und Mitschuld.
Nicht die Natur-sondern der Mensch ist grausam
in seinem Drang nach Reichtum und Wohlstand auf kosten von andern.

Ich kaufe weiterhin keine Importierte Blumen..
sondern gehe (selten ) zu Bauern und nehme die je nach der Jahreszeit, da sind.
Sei gegrüßt, Akasha

Ich sehe das etwas anders. Aber nur etwas:
Zitat:
(...)
dass das Wasser in Afrika von Kilimandscharo seit Jahrzehnten auf reisen Plantagen umgeleitet wird, zum gießen von eben, diesen Pflanzen und Blumen damit die uns
weiterhin rund um die Uhr zu Verfügung
stehen
und das deshalb in Afrika dem Mensch und Tier
die Lebensgrundlage entzogen wird..und sie alle verdursten und verhungern (...)
Als Teil dieser im All umher fliegenden Kugel nutzen wir unsere Möglichkeiten, diese oder jene Ziele zu erreichen.

Als direkter Vergleich zum Fleisch taugt dein Beispiel vielleicht weniger, solange diese Blumen nicht gegessen werden - aber das lässt sich schnell auf aus China importierte Äpfel umlegen. So gesehen bewegen wir uns mit dem nächsten Gedanken in Richtung Export und Monokulturen als auch der Ausbeutung von Menschen im Allgemeinen.

Auf das Thema bezogen hinsichtlich deines Gedanken zum Kauf regionaler Blumen bedeutet dies für uns, doch eher auf regionale Erzeugnisse zurückzugreifen.
In Puncto Fleisch lässt sich das so einfach nicht erreichen, denke ich.
In Ballungszentren, wie Berlin, kann man halt nicht alle 18 Meter neben einem typischen Berliner Altbau eine Wiese gründen, auf der die Mieter des Hauses ihr Vieh züchten.
Ballungszentren an sich existieren nicht ohne Grund. Die Anreise zu einem Arbeitsplatz gestaltete sich deutlich schwieriger bei so viel Landschaftsfläche zwischen Mietshäusern und Firmen.
Wie soll das gehen?
Fahren alle mit dem Auto, weil die Haltestellen der Bahnen deutlich ausgedehnter werden müssten, was keiner bezahlen kann?
Back to the roots durch eine homogene Verteilung der benötigten Infrastruktur?

Wenn den dort am Berg lebenden Menschen die Lebensgrundlage Wasser für den Anbau von Schnittblumen entzogen wird, dann hilft halt nur die Selbsthilfe. Wenn dabei der Geschäftemacher ins Gras beißt, dann ist mir das so egal, wie Schnittblumen an sich.

Klar kommt nun der Nächste und meint vielleicht, dass man auch kein Fleisch braucht.
Mag sein ... nur reden wir von einem Futtermittel und nicht einem Dekormittel.
Streng genommen braucht auch keiner außer uns die Menschheit.

Was nun?
Nun ja ... weiter, wie bisher und sich fragen, worauf man leichter verzichten kann, ohne den Export zum Erliegen zu bringen; ohne die Kontakte zum Landesnachbarn zu verlieren?

Zitat:
(...)Und jetzt bei dem Anblick von Menschen die im Afrika um das Überleben kämpfen , überkommt mich Scham und Entsetzen ob der Ungerechtigkeit und Mitschuld.
Nicht die Natur, sondern der Mensch ist grausam in seinem Drang nach Reichtum und Wohlstand auf Kosten von andern.(...)

Akasha ... du und ich, wir sind mitschuldig am Irak-Krieg, an hungernden Afrikanern, an der Ausbeutung der Erdkruste mit einher gehender Umweltverschmutzung, ...
Wenn wir nicht mit Auto oder Bus fahren würden, dann bräuchten wir kein Öl und damit keine Scheichs, die wiederum erfreut sind über die Zusammenarbeit mit Amerikanern, die wiederum gerne helfen, wenn es um die Sicherung ihrer Ressourcen geht.
Ruanda hatte dummerweise kein Platin oder Palladium zu bieten, weshalb kein Soldat da war, um einen Genozid zu verhindern.
Das gute Platin für Katalysatoren und das bei den Vorkommen ebenfalls benötigte Palladium zur Wasserstoff-Bindung im Atomkraftwerk wollen wir auch. Und für den Rest nehmen wir halt die Trockenbecken in kauf, die die Reste jenen Abfalls beherbergen, die aus der Uran-Gewinnung übrig geblieben sind ... und nun kann Toyota bald keine schnuckeligen Elektromotoren bauen, wenn Japan nicht bald mit Neodym (für kompakte Permanent-Magnete) aus China beliefert wird.

Es gibt Wichtigeres, als ein Stück totes Fleisch oder eine Afrikanische Schnittblume, obgleich alles das und noch viel mehr von der Venus aus betrachtet noch viel unwichtiger ist.
Dem entgegen steht dieses Thema, das mich gerade einlädt, etwas zu philosophieren, was mir wiederum wichtig erscheint ....

Für mich ist es nicht das Stück tote Fleisch, sondern der, der den Tiertransport auf eine unnötig grausame Weise ermöglicht.
Wenn ich Fleisch essen will, muss ein Tier sterben. Wenn ich vegan leben will, dann müssen Pflanzen sterben (wenn man mal so nicht ganz pingelig die Tierprodukte zur Erzeugung der Produktionsmittel dieser veganen Lebensweise unter den Tisch fallen lässt ). Den einzig wahren Ausweg brächte uns vielleicht "Urkost-Igitte", wenn sie denn nicht erwischt worden wäre, als sie wiederholt gegen ihre Urkost-Philosophie verstieß.

Vielleicht ist es immer nur einem Teil vergönnt, so oder so oder noch anders zu leben und über allem besser, nicht unbedingt zu verzichten, sondern zu lindern und einen besseren Mittelweg zu finden.

Es grüßt euch
Holo
Ja, die Tiertransporte warens auch... soweit ich mich erinnere, das ist ja schon 19 Jahre her... Hm, manchmal frag ich mich auch, ob das alles überhaupt noch irgendwas nützt oder ob es nicht schon zu spät ist. Wer weiß, wie lange es noch dauert, bis die Spezies Mensch sich die eigene Lebensgrundlage zerstört hat? Naja, jede Spezies stirbt mal aus...
Ich liebe Fleisch und ein Leben ohne Fleisch könnte ich mir nicht vorstellen.
Wenn ich mal ein paar Tage wie jetzt keins mehr gegessen habe, fehlt es mir richtig.
Dann vermisse ich es wieder richtig in ein wunderschönes, saftiges Schnitzel rein zu beißen.
Was wäre das Leben ohne Fleisch?
Es wäre nur ein halbes Leben.
@ holo:

Der Vergleich mit Berlin kann ich nicht gelten lassen
1.: Gibts in Berlin genug Grün, 2. gibts um Berlin genug Grün...
Es wäre durchaus möglich, Berlin zu einem Großteil mit regionalen Produkten zu versorgen, sofern man denn Brandenburg miteinbeziehen würde...

Aber ja, es stimmt, in Ballungszentren ist es tatsächlich schwieriger.